Finaltag der Amateure 2019

Am Finaltag der Amateure finden alle Finalspiele der deutschen Landesverbände statt. Zu drei Anstoßzeiten werden die insgesamt 21 Pokalendspiele angepfiffen. Zum Abschluss wird dann das DFB-Pokal-Finale im Berliner Olympiastadion ausgetragen. Am 25. Mai 2019 überträgt die ARD alle Spiele live im Fernsehen und als Livestream im Internet unter www.sportschau.de

Finaltag der Amateure 2019 am Tag des DFB-Pokal-Finales

Am 25. Mai 2019 ist es soweit: Dann werden die 21 Landespokalendspiele des Jahres 2019 am Tag des DFB-Pokalfinales ausgetragen. Darauf haben sich die Präsidenten der Regional- und Landesverbände verständigt.

Mehr als zehn Stunden lang wird am 25. Mai 2019 in der ARD der Ball rollen. Das Erste zeigt zunächst die Endspiele aller 21 Landespokale in einer großen Livekonferenz, verteilt auf drei verschiedene Anstoßzeitpunkte, ehe am Abend die Übertragung des DFB-Pokal-Finales aus dem Berliner Olympiastadion folgt.

Dr. Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident Amateure, sagt: „Die Idee des DFB-Pokals als gemeinsamer Wettbewerb des gesamten deutschen Fußballs, an dem alle Vereine von der Kreisliga bis zur Bundesliga teilnehmen können, wird mit dem Finaltag der Amateure erstmals an einem Tag zusammen mit dem DFB-Pokalfinale von der ARD bundesweit ins Bild gesetzt - ein deutliches Zeichen pro Amateurfußball."

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt mit Blick auf 2019: „Die Fans dürfen sich auf einen ganz besonderen Pokaltag freuen, an dem die Brücke zwischen Profis und Amateuren, zwischen Basis und Bundesliga, zwischen Landespokal und DFB-Pokal geschlagen wird."

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, ergänzt: „Der 25. Mai 2019 ist in Berlin ein großer Fußball-Feiertag. Das Berliner und das DFB-Pokalfinale finden an einem Tag in Berlin statt. Die Hauptstadt wird somit ihrem Leitbild als Sportmetropole mehr als gerecht. Der BFV wird organisatorisch alles daran setzen, allen Berlinerinnen und Berlinern einen attraktiven Fußballtag zu bieten."

Kevin Langner, Geschäftsführer des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Der bundesweite Pokalendspieltermin 2019 ist eine gute Botschaft für den Amateurfußball. Die ARD und alle Landesverbände sind sich einig, dass die Marke 'Finaltag der Amateure' dadurch weiter gestärkt wird. Für uns als Verband bringt der Termin auch organisatorische Hürden, die es zu lösen gilt. Deshalb sind wir bereits mit der Landesinformationsstelle für Sporteinsätze (LIS) in der Abstimmung, wie unser BFV-Pokalfinale, das DFB-A-Jugend-Pokalfinale und das DFB-Pokalfinale der Herren am 25. Mai 2019 durchgeführt werden können. Alle Parteien sprechen konstruktiv und lösungsorientiert miteinander, so dass ich nach aktuellem Stand fest davon ausgehe, dass unser Berliner Pokalendspiel am 25. Mai 2019 mittags stattfindet."


Finaltag der Amateure 2018

Rückblick und Spielbericht Finaltag 2018

Der BFC Dynamo Verteidigt den Titel! 

In den ersten Minuten entwickelte sich ein sehr ansehnliches Spiel mit Vorteilen für die im eigenen Stadion spielenden Dynamos. Die Überlegenheit zeigte sich im Ballbesitz sowie in der Ballsicherheit des BFC Dynamo. Die Dominanz zahlte sich zügig aus: In der 16. Minute erzielte Dynamos Top-Torjäger Rufat Dadashov, dessen Einsatz aufgrund einer Verletzung lange unklar war, das 1:0. Der Ball konnte nicht aus dem Strafraum des BSC geklärt werden und Dadashov schaltete am schnellsten.

Der BFC Dynamo spielbestimmend

Bis Mitte der ersten Halbzeit kam vom Berliner SC wenig nach vorne. In der 23. Minute sah BFC Abwehrspieler Joshua Silva die gelbe Karte für ein taktisches Foul auf Höhe der Mittellinie und verwehrte so dem Berliner SC eine gute Kontermöglichkeit. In der 27. Minute gab es eine ähnliche Situation auf der anderen Seite, in der BSC-Spieler Kwasi Boachi einen guten Konter vom BFC unterband.  Nur zwei Minuten später vergab Timo Höfler (BSC) eine Großchance und setzte den Ball knapp am Tor vorbei. In der 32. Minute köpfte Joshua Silva den Ball an die Latte, aber der BSC konnte die Situation klären. Ab der 40. Minute erarbeitete sich der Berliner SC einige Spielanteile mehr und zeigte noch vor der Halbzeit einige gute Ansätze.

Große Spannung kurz vor Schlusspfiff

Die zweite Halbzeit nahm schnell an Fahrt auf, so hatte der BFC Dynamo in der 46. und 47. Minute gleich zwei Kopfball-Großchancen, um die Führung auszubauen. Schließlich fiel das 2:0 nach einer Standardsituation in der 62. Minute. Erneut ist es Dadashov, der den Torriecher nach einem Freistoß aus dem Halbfeld beweist und zu seinem 4. Tor im laufenden Wettbewerb einnickt. Anschließend versuchte der Berliner SC noch einmal alles, allerdings fiel es gegen die gutstehende BFC-Defensive schwer zu Chancen zu kommen. In der Nachspielzeit gab es schließlich noch einen Foulelfmeter für den Berliner SC. Kapitän Louis Arnst verwandelte diesen sicher zum 2:1 Endstand. In der sechsten Minute der Nachspielzeit gelang dem Berliner SC durch Necmi Ulucay zwar fast noch der Ausgleich durch einen Kopfball an die Latte, doch der BFC Dynamo brachte das Ergebnis über die Zeit und sah sich in Folge dessen als Titelverteidiger im Berliner Pilsner-Pokal 2018.

Bildergalerie

Der BFC Dynamo und der Berliner SC stehen im Finale des Berliner Pilsner-Pokals

Am Montag, den 21. Mai 2018 treffen der BFC Dynamo (Regionalliga Nordost) und der Berliner SC (Berlin-Liga) im Endspiel um den Berliner Pilsner-Pokal der 1. Herren aufeinander. In den Halbfinalspielen (18. April 2018) konnte sich der BFC Dynamo gegen Tennis Borussia Berlin mit 2:1 durchsetzen, der Berliner SC gewann gegen BSV Eintracht Mahlsdorf mit 3:2 nach Verlängerung. Der Gewinner des Endspiels am Pfingstmontag qualifiziert sich für die erste Runde des DFB-Pokals und bekommt als Gegner einen Klub aus der 1. oder 2. Bundesliga zugelost.

Zum dritten Mal wird das Finale des Berliner Landespokals live im Fernsehen zu sehen sein. Im Rahmen des „Finaltags der Amateure“ werden alle 21 deutschen Landespokal-Endspiele am selben Tag ausgetragen und in einer deutschlandweiten Konferenz live in der ARD gezeigt. Anstoß ist in Berlin um 17:00 Uhr. Das Berliner Endspiel findet, wie im Vorjahr, im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Cantianstraße 24, 10437 Berlin, statt. 

Finaltag der Amateure 2018: Anstoß ist um 17:00 Uhr

Die Anstoßzeiten und die Verteilung der Spiele am Finaltag der Amateure 2018 stehen fest.

Die ARD beginnt ihre Livekonferenz der Landespokalendspiele am Pfingstmontag, 21. Mai, um 12:15 Uhr aus dem Alfred-Kunze-Sportpark in Leipzig. Um 12:30 Uhr werden die ersten sieben Spiele angepfiffen. Die weiteren Anstoßzeitpunkte sind 14:30 Uhr und 17:00 Uhr, auch hier sind jeweils sieben Partien vorgesehen. Zweites Ankerstadion neben Leipzig ist für die ARD das Stadion Niederrhein in Oberhausen.

Zum dritten Mal überträgt das Erste die Endspiele der Landespokale in einer großen Livekonferenz, zum ersten Mal sind alle 21 Landesverbände beim Finaltag vertreten. Die Landespokalgewinner sind für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals in der nächsten Saison qualifiziert.

Dr. Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident Amateure, sagt: „Wir können uns schon heute auf den Pfingstmontag freuen, es ist ein echter Feiertag für den Amateurfußball hierzulande. Bereits im dritten Jahr hintereinander zeigt die ARD fast acht Stunden Amateurfußball live. Das Format mit der Übertragung aller Landespokalendspiele hat sich etabliert und verspricht wieder tolle Duelle mit vielen namhaften Traditionsmannschaften und dem typischen Pokalcharakter.“

Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung, sagt: „Es macht uns stolz, dass diesmal alle Landespokalwettbewerbe am Finaltag vertreten und zu sehen sein werden. Das ist ein nachhaltiges Zeichen für die Stärke und Gemeinsamkeit im deutschen Fußball. Wir haben mit dem Finaltag der Amateure in Zusammenarbeit mit der ARD ein bemerkenswertes Format geschaffen, das etwas ganz Besonderes für die Vereine unterhalb des Profifußballs darstellt.“

Vorfreude auf das Berliner Finale

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Wir fiebern der dritten Auflage des Finaltags der Amateure bereits entgegen. Der BFC Dynamo aus der Regionalliga Nordost und der Berlin-Ligist Berliner SC sowie die positiven Erfahrungen der letzten beiden Jahre versprechen eine emotionale und ereignisreiche Partie im Jahn-Sportpark."

Kevin Langner, Geschäftsführer des Berliner Fußball-Verbandes, ergänzt: „Die Vorbereitungen beim Berliner Fußball-Verband für das große Endspiel laufen auf Hochtouren. Ich bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit unseren beiden Finalisten den Amateurfußball in Berlin beim Finaltag der Amateure würdig vertreten. Die Zuschauer im Stadion, aber auch Zuhause vor den Fernsehgeräten, werden ein professionell vorbereitetes Endspiel erleben."

39 der 42 Finalteilnehmer stehen aktuell fest. Mit dem 1. FC Magdeburg, SC Paderborn, Karlsruher SC und FC Carl Zeiss Jena sind vier Drittligisten vertreten, wobei Magdeburg, Paderborn und Karlsruhe bereits über ihre Platzierungen in der 3. Liga für den DFB-Pokal 2018/2019 startberechtigt sind. Die Regionalliga stellt 21 der diesjährigen Finalisten, aus der Oberliga (5. Liga) sind neun Klubs dabei. Hinzu kommen fünf Vereine aus der 6. Liga.

Steffen Simon, als Sportchef des WDR verantwortlich für die Koordination der Livekonferenz im Ersten, sagt: „Viele Kleine werden gemeinsam zu etwas Großem. Diese Idee ist der Ursprung des Finaltags der Amateure. Ich freue mich sehr, dass diese einzigartige Aktion, die den deutschen Fußball in seiner Regionalität perfekt abbildet, im dritten Jahr die Serienreife erreicht.“

Dirk Walsdorff, Abteilungsleiter Sport des Rundfunks Berlin-Brandenburg, sagt: „Es freut uns sehr, wie in den Vorjahren, zwei Berliner Vereinen im Rahmen des Finaltags der Amateure die größtmögliche bundesweite Bühne zu geben und ihr Endspiel für Millionen Fernsehzuschauer im Ersten zu übertragen. Zusätzlich zur großen Finalkonferenz in der ARD bieten wir einen eigenen Livestream der Partie BFC Dynamo - Berliner SC auf rbb-online.de an, für alle Fans, die nicht im Stadion sein können, aber gern das komplette Spiel sehen möchten.“

Der Finaltag 2018 bietet erneut eine bunte Mischung aus reinen Amateurbegegnungen wie FC 08 Villingen gegen SV Linx (Südbaden) und Duellen namhafter Traditionsklubs wie Rot-Weiß Oberhausen gegen Rot-Weiss Essen (Niederrhein). Das Saarland freut sich auf die Begegnung der Regionalliga-Spitzenklubs SV 07 Elversberg und 1. FC Saarbrücken, in Bayern kommt es zum Finale der früheren Zweitligisten 1. FC Schweinfurt 05 und SpVgg Bayreuth, in Brandenburg wartet auf den FC Energie Cottbus, DFB-Pokal-Finalist von 1997, der Ex-Zweitligist SV Babelsberg 03.

Die Landespokalendspiele in der Übersicht:

12:30 Uhr:

Sachsen: BSG Chemie Leipzig – FC Oberlausitz Neugersdorf
Niedersachsen: SSV Jeddeloh II – Spvgg. Drochtersen/Assel
Baden: 1. CfR Pforzheim – Karlsruher SC
Rheinland: TuS Koblenz – TuS Rot-Weiß Koblenz
Hamburg: Niendorfer TSV – TuS Dassendorf
Südwest: VfR Wormatia Worms – SV Alemannia Waldalgesheim
Sachsen-Anhalt: 1. FC Lok Stendal – 1. FC Magdeburg

14:30 Uhr:

Westfalen: TuS Erndtebrück – SC Paderborn 07
Bremen: Blumenthaler SV – BSC Hastedt
Bayern: 1. FC Schweinfurt 05 – SpVgg Bayreuth
Mecklenburg-Vorpommern: Torgelower FC Greif/F.C. Hansa Rostock – TSV Bützow/FC Mecklenburg Schwerin
Thüringen: BSG Wismut Gera – FC Carl Zeiss Jena
Südbaden: FC 08 Villingen – SV Linx
Schleswig-Holstein: Husumer SV – SC Weiche Flensburg 08

17:00 Uhr:

Niederrhein: Rot-Weiß Oberhausen – Rot-Weiss Essen
Brandenburg: SV Babelsberg 03 – FC Energie Cottbus
Hessen: TSV Steinbach – KSV Hessen Kassel
Berlin: BFC Dynamo – Berliner SC
Saarland: SV 07 Elversberg – 1. FC Saarbrücken
Württemberg: TSV Ilshofen – SSV Ulm 1846 Fußball
Mittelrhein: TSV Alemannia Aachen – FC Viktoria Köln

Ausblick auf den Finaltag der Amateure 2018

Alle Landespokalendspiele an einem Tag. Alle Landespokalendspiele live im Fernsehen. In einer siebenstündigen Konferenzschaltung, von der ARD bundesweit übertragen. Was vor wenigen Jahren ein Gedanke war, der zwar reizvoll, aber kaum vorstellbar schien, ist mittlerweile ein etabliertes Format. Der Finaltag der Amateure geht am Pfingstmontag, den 21. Mai, in seine dritte Runde.

Seinen Anfang nahm das Projekt vor knapp drei Jahren, im Sommer 2015, als der WDR die Endspiele der Landesverbände Mittelrhein, Niederrhein und Westfalen erstmals in einer Livekonferenz zeigte - quasi ein Finaltag-light. Aus dem gelungenen Test entwickelten alle Landesverbände gemeinsam den bundesweiten "Finaltag der Amateure", eine einzigartige Veranstaltung, die den Klubs unterhalb der Bundesligen durch die Präsenz und Millionen-Reichweite in der ARD eine besondere Bühne und Aufmerksamkeit bietet.

"Wir können mit dem großen Programmangebot beim Finaltag einmal abbilden, was Woche für Woche auf unseren Fußballplätzen in Deutschland Realität ist. An jedem Wochenende sind weit mehr als zehnmal so viele Menschen auf Amateurfußballplätzen unterwegs wie in den Bundesliga-Stadien, natürlich verteilt auf Tausende von Spielen. Mit dem Finaltag wird die große Kraft des Amateurfußballs zum Ausdruck gebracht", sagt Dr. Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident Amateure. An den Landespokalen nehmen zwar auch die Profiklubs aus der 3. Liga teil, 31 von 42 Landespokalfinalisten im vergangenen Jahr kamen allerdings aus den Spielklassen darunter. Die Regionalliga stellte 20 Endspielteilnehmer, die Oberliga war mit sechs Klubs vertreten, aus der Verbandsliga kamen drei Finalisten, aus der Landesliga zwei.

Die Chance auf die ganz große Überraschung

Auf dieser Grundlage liefert der Finaltag den Fans nicht nur namhafte Traditionsvereine wie den 1. FC Magdeburg oder Rot-Weiß Essen, er schreibt auch genau die Geschichten, die den großen Reiz und die Magie des Pokalwettbewerbs ausmachen, die Geschichten von Drama und Triumph, vom Sturz des großen Favoriten, vom Erfolg des David über Goliath, vom Nobody, der zum sportlichen Helden wird. So wie im Vorjahr im württembergischen Endspiel, als Fabian Weiß den Siebtligisten Sportfreunde Dorfmerkingen mit drei Treffern zum 3:1-Sensationssieg beim drei Klassen höher angesiedelten Ex-Bundesligisten Stuttgarter Kickers schoss. Neben dem Titel gab es für die Dorfmerkinger zur Belohnung obendrauf den Champions-League-Teilnehmer RB Leipzig als Gegner im DFB-Pokal (0:5) und dortige Einnahmen von 115.000 Euro allein aus den Vermarktungserlösen.

Alle Landespokalgewinner qualifizieren sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals. "Der Finaltag der Amateure kann daher als Brücke aller Landespokalwettbewerbe hin zum DFB-Pokal verstanden werden", sagt Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident Spielbetrieb und Fußballentwicklung. "Darüber hinaus haben die Landespokalwettbewerbe durch den Finaltag noch einmal eine deutliche Aufwertung erfahren – vor allem dank der erhöhten öffentlichen Präsenz und verbesserten Präsentation." Der Aufwand, den die ARD rund um den Finaltag betreibt, ist gewaltig. Das Erste sendet sieben bis acht Stunden, insgesamt sind mehr als 80 Kameras im Einsatz. Unter den Kommentatoren der Partien finden sich bekannte Namen wie Tom Bartels, der das WM-Finale 2014 am Mikrofon begleitete, oder WDR-Sportchef Steffen Simon. Die Spiele werden auf drei verschiedene Anstoßzeiten über den Tag verteilt (2017: 12.45 Uhr, 14.45 Uhr, 17 Uhr). Die TV-Quoten geben dem Konzept Recht: 2,27 Millionen Fernsehzuschauer schalteten in der Spitze beim Finaltag 2017 ein, der Marktanteil lag bei bis zu 13,1 Prozent. Beide Werte lagen damit höher als im bereits zufriedenstellenden Eröffnungsjahr 2016 (2 Millionen/10,2 Prozent).

Erstmals alle Pokalfinalspiele am selben Tag

Im ersten Jahr wurden 17 von 21 Landespokalendspielen am Finaltag ausgetragen. Beim Finaltag 2017 waren es 20, einzige Ausnahme war das Endspiel in Sachsen, das aufgrund von Vorgaben der Sicherheitsbehörden einen Tag früher durchgeführt werden musste. Für den diesjährigen Finaltag haben alle 21 Landesverbände die Bereitschaft erklärt, ihr Endspiel am 21. Mai 2018 auszutragen. Der Finaltag der Amateure 2018 liegt damit rund eine Woche nach dem Saisonende der 3. Liga und Regionalliga und zwei Tage nach dem DFB-Pokalfinale. Die Aufstiegsspiele zur 3. Liga sind erst nach dem Finaltag terminiert (24. und 27. Mai 2018).

Die Terminierung ist eine der größten Herausforderungen, da sich zum Saisonende die entscheidenden Spiele ballen. Nicht zuletzt die verschiedenen Interessen der höherklassigen Teilnehmer sind zu beachten. Für die Drittligisten soll der Termin nicht zu weit nach dem Saisonende in der 3. Liga liegen, um die ohnehin kurze Sommerpause nicht weiter zu reduzieren. Gleichzeitig soll der Finaltag so geringfügig wie möglich mit den Aufstiegsspielen zur 3. Liga kollidieren. Und nicht zu vergessen: Der Termin muss die Zustimmung des übertragenden TV-Senders finden.

Einen Termin finden, der alle zufrieden stellt

Den Finaltag zu einem früheren Zeitpunkt der Saison auszutragen, kommt als Alternative nicht in Frage. An Wochenenden ist dies aufgrund des in allen Ligen laufenden Punktspielbetriebs nicht möglich. An einem regulären Wochentag kann der Finaltag allein wegen seines Umfangs nicht ausgespielt werden – erst recht nicht für Amateurteams. Blieben noch Feiertage in diesem Zeitraum als Möglichkeit: An denen wiederum sind zum Teil Punktspiele angesetzt, zudem könnte der Finaltag in dieser Phase gleich in mehreren Ligen den Wettbewerb beeinflussen.

All die verschiedenen Perspektiven und Ansichten haben die Landesverbände und deren Präsidenten, die für die Terminierung zuständig sind, zu beachten und zu gewichten. Allen Eventualitäten gerecht zu werden, ist dabei kaum möglich. Gesucht wird immer der bestmögliche Kompromiss – im Sinne des Amateurfußballs und im Sinne der größtmöglichen Zahl an Finalteilnehmern. Der Erfolg des Finaltags der Amateure zeigt, dass dies bisher gelungen ist.

Autor/-in: Jochen Breideband

Vorfreude auf den dritten Finaltag der Amateure

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Der Berliner Fußball-Verband möchte an den Erfolg der beiden vorangegangenen Finaltage 2016 und 2017 anknüpfen und den Pfingstmontag im kommenden Jahr zu einem ganz besonderen Tag für den Amateurfußball in Deutschland machen. Ich freue mich, dass erneut ein gemeinsamer Endspieltag für alle Landesverbände gefunden wurde.“

BFV-Geschäftsführer Kevin Langner ergänzt: „Die frühzeitige Terminabstimmung verdeutlicht, wie hoch das Interesse aller Beteiligten am Finaltag der Amateure ist und welchen Stellenwert diese Veranstaltung nach nur zwei Jahren erreicht hat. In Zusammenarbeit mit allen Landesverbänden, dem DFB, der ARD und den jeweiligen Finalisten hat sich der Finaltag zu einem hochklassigen Großereignis im Berliner Fußball etabliert. Mein Anspruch für das kommende Jahr ist es, diese professionelle Arbeit fortzusetzen.“

Rainer Koch, 1. DFB-Vizepräsident Amateure, sagt: „Die Erfahrungen aus den ersten beiden Jahren sind absolut positiv. Bis zu 2,27 Millionen TV-Zuschauer und die vielen Fans in den Stadien belegen die Attraktivität des Events. Der Finaltag der Amateure ist ein Fußball-Spektakel, das seine eigenen Geschichten schreibt. Und die Gewinner haben dann die Chance auf das große Los im DFB-Pokal."

Steffen Simon, Sportchef des WDR, sagt: „Der Finaltag der Amateure hat sich etabliert und wird von allen Beteiligten großartig angenommen. Die Gegensätze machen den besonderen Reiz dieser Veranstaltung aus – einerseits haben wir Traditionsklubs mit klangvollen Namen, auf der anderen Seite sind auch kleinere Amateurklubs vertreten, die den vielleicht größten Tag ihrer Vereinsgeschichte erleben. Das Gesamtpaket, das der Finaltag der Amateure bietet, passt einfach."

Fragen und Antworten rund um den Finaltag als Download-Datei:

FAQ - Finaltag der Amateure 2018


Rückblick und Spielbericht Finaltag 2017

BFC Dynamo ist Berliner Pilsner-Pokalsieger 2017

Das Finale blieb bis zur letzten Minute spannend. Der BFC konnte sich am Ende vor 6690 Zuschauern mit 3:1 nach Verlängerung durchsetzen.

Der Andrang auf die Tageskarten für das Berliner Pilsner-Pokalfinale war so groß, dass die Partie mit einer zehnminütigen Verzögerung angepfiffen werden musste. Die Akteure auf dem Feld machten die Verspätung mit hochklassigem Offensivfußball in der ersten Halbzeit wieder gut.

Bereits nach einer Minute kam der FC Viktoria zu einer Großchance. Nachdem BFC Keeper Hendl eine Chance der Viktorianer zur Ecke klären konnte, resultierte aus dieser eine „100 Prozentige“, die Hendl erneut glänzend parierte.

Die nächste Torgelegenheit gab es in der 18. Minute, als sich Dynamo Angreifer Rabiega im Eins gegen Eins gegen Viktoria Schlussmann Kisiel geschlagen geben musste. Erneut bekamen die Zuschauer eine Glanztat eines Torwartes zu sehen. Besonders schön anzusehen war eine einstudierte Freistoßvariante des FC Viktoria. Vier Minuten nachdem sich Kisiel im Tor der Südberliner auszeichnen konnte, war es nun BFC Torwart Hendl, der mit einer Glanzparade seine Mannschaft vor einem Rückstand bewahrte. In der 43. Minute konnte sich Dynamo erneut bei ihrem Goalkeeper bedanken. Hendl bestätigte seine hervorragende Tagesform, indem er eine Riesenchance von Viktoria zu Nichte machte. Im direkten Gegenangriff war es der immer gefährliche Kai Pröger, der die Ostberliner in Führung hätte bringen können. Er scheiterte mit seinem Schuss allerdings im Sechszehnmeterraum.

So beendete der Schiedsrichter eine packende, chancenreiche erste Halbzeit.

Zweite Halbzeit lebte von der Spannung

Nach der Halbzeit bekam man allgemein das Gefühl, als hätten die Akteure auf dem Feld ihr gesamtes Pulver in der ersten Hälfte verschossen. Denn die zweite Halbzeit war besonders arm an Torchancen und lebte überwiegend von der Spannung. Den ersten Ansatz von Gefahr gab es bei einer Offensivaktion der Dynamoer, Kisiel im Kasten von Viktoria hatte hier allerdings keine Probleme. Die Zuschauer, allen voran der BFC-Anhang, ließen sich allerdings zu keinem Zeitpunkt die gute Laune verderben. Beide Mannschaften konnten sich stets auf ununterbrochene Unterstützung ihrer Fans verlassen.

Gefährlich hätte es derweil in der 75. Spielminute werden können. Schünemann nahm eine gelbe Karte in Kauf, als er einen vielversprechenden Konterangriff der Viktorianer unterbinden konnte. Beiden Teams konnte man deutlich anerkennen, nicht zu viel Risiko gehen zu wollen. Zu viel stand auf dem Spiel, entsprechend vorsichtig agierte man im Spielaufbau. So ging es nach drei Minuten Nachspielzeit in die von vielen erwartete Verlängerung.

BFC Dynamo sorgt in der Verlängerung für Ausnahmezustand auf den Rängen

Zu Beginn der Verlängerung musste der FC Viktoria verletzungsbedingt erstmals wechseln. Für den angeschlagenen Thomas Franke kam Mattia Trianni in die Partie. Kurz darauf war es dann erstmals so weit:

Der BFC Dynamo konterte lehrbuchartig eine missglückte Ecke von Viktoria aus, der in der 77. Minute eingewechselte Otis Breustedt behielt die Nerven und verwandelte eiskalt zur 1:0 Führung für die Hohenschönhäuser.

Viktoria zeigte sich erstaunlicherweise davon sichtlich unbeeindruckt und drängte auf den sofortigen Ausgleich. Das nötige Glück war auf Seiten des BFC, als der Pfosten kurz vor Ende der ersten Verlängerungsphase die Führung rettete.

In der kurzen Pause motivierte Viktoria-Trainer Ersan Parlatan seine Spieler eindrucksvoll. Lange blieb das Offensivspiel der Viktorianer ideenlos, bis in der 111. Minute Kapitän Ümit Ergirdi gedankenschnell einen Abpraller der Dynamoer Defensive nutzen und zum Ausgleich einschieben konnte.

Alles deutete auf ein Herzschlagfinale, das sich im Elfmeterschießen entscheiden sollte, hin. Bis Kai Pröger seine heute überragende Leistung mit einem Kraftakt krönen konnte. Der zur kommenden Saison zu RW Essen wechselnde Stürmer nutzte eine Unachtsamkeit der Viktoria Hintermannschaft, die geschlossen auf Abseits von Pröger spekulierte, und netzte zur erneuten Führung für den BFC ein.

Nachdem der FC Viktoria in den Schlussminuten alles nach vorne warf, war es erneut Kai Pröger, der einen Konter mit einem wunderschönen Lupfer über den mit vorgerückten Viktoria Torwart Kisiel abschloss.

„Ich hätte mir keinen schöneren Abschied vorstellen können“, so Pröger nach Abpfiff. Und so kann man ohne großen Pathos einmal mehr behaupten: Das sind Geschichten die der Fußball schreibt.

Der Berliner Fußball-Verband bedankt sich bei allen teilnehmenden Mannschaften des Berliner Pilsner-Pokals, den anwesenden Zuschauern im Friedrich-Ludwig-Jahnsportpark, der tapferen Mannschaft von Viktoria Berlin und ganz besonders dem verdienten Sieger des Pokals, BFC Dynamo.

Rückblick und Spielbericht Finaltag 2016

BFC Preussen triumphiert im Berliner Pilsner-Pokal der 1. Herren

Vor 3874 Zuschauern sichert sich der BFC Preussen bei der Premiere des Finaltags der Amateure den Titel im Berliner Pilsner-Pokal der 1. Herren. Der Berlin-Ligist gewinnt gegen den Oberligisten Lichtenberg 47 mit 1:0.

Das Finale im Berliner Pilsner-Pokal der 1. Herren 2016 lieferte einige Neuerungen. Zum ersten Mal wurde ein ganzer Finalspieltag mit den Finals der Unteren, 2. und 1. Herren im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark veranstaltet. Trotz der beiden anderen Finalspiele und einem bunten Rahmenprogramm war das Highlight des Finalspieltags ganz klar das Finale der 1. Herren, zu dem 3874 zahlende Zuschauer ins große Stadion kamen um ihre Mannschaften zu unterstützen. Zudem stand eine weitere Premiere an: Zum ersten Mal wurden die Landespokalfinale von der ARD bundesweit in einer Livekonferenz ausgestrahlt, um die Bekanntheit des Amateurfußballs zu erhöhen.

Diese besondere Bühne wollten die beiden Finalisten Lichtenberg 47 und BFC Preussen selbstverständlich für sich nutzen und sich vor laufenden TV-Kameras zum Sieger des Berliner Pilsner-Pokals 2016 krönen. Dementsprechend motiviert gingen die Mannschaften in die Partie. Der BFC Preussen, der gegen den Tabellenfünften der NOFV-Oberliga Lichtenberg 47 als Außenseiter ins Spiel ging, versuchte von Anfang an, körperlich dagegenzuhalten und früh zeigte sich, dass es für die Lichtenberger keine einfache Partie werden würde. Bereits in der fünften Spielminute zappelte der Ball das erste Mal im Tor der Lichtenberger, doch Robbens Treffer wurde nicht gegeben. Nachdem der BFC Preussen in der Anfangsphase mehr Offensivdrang zeigte, hatte Lichtenberg durch Thomas Brechler in der elften Minute die erste Großchance. Diese wurde aber nicht genutzt. Auf der Gegenseite machte René Robben seine Sache besser. Im Anschluss an eine Ecke köpfte er den BFC Preussen in der 19. Minute in Führung. Obwohl Lichtenberg im Anschluss das Tempo erhöhte, kamen sie nicht zu guten Torgelegenheiten. Stattdessen hätte es bereits vor der Pause 2:0 stehen können. Doch nach einem Patzer von Reiniger verpasste es René Robben seinen Doppelpack perfekt zu machen. So ging das Finale mit 1:0 für Preussen in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit zog sich Preussen zunehmend zurück. Von einer Chance des stets gefährlichen Robben abgesehen, wurde Lichtenberg die Kontrolle über Ball und Spiel überlassen. Doch der Oberligist konnte die optische Dominanz nicht in entsprechende Gelegenheiten ummünzen. In den letzten 15 Minuten allerdings wurde der Druck immer höher. Preussen verteidigte fast nur noch am eigenen Strafraum und auch der gute alte Befreiungsschlag wurde vermehrt als Instrument genutzt. Während die Preussen-Spieler am Ende ihrer Kräfte waren und vom einen oder anderen Krampf geplagt wurden, hatte Lichtenberg in der Nachspielzeit noch zwei gute Gelegenheiten. Gelicio Aurelio Banze verzog die letzte Chance jedoch knapp über das Tor. Nach diesem Fehlschuss in der 95. Minute hatte Schiedsrichter Jacob Pawlowski ein Einsehen und pfiff die Partie ab. Die Außenseiter vom BFC Preussen brachen in ausgelassenen Jubel aus und ließen sich von den vielen eigenen Fans feiern.

Nach der Siegerehrung und der Übergabe des neuen Wanderpokals durch BFV-Präsident Bernd Schultz feierten die Spieler des nominellen Außenseiters noch lange mit dem eigenen Anhang den Gewinn des Berliner Pilsner-Pokals 2016.