FUSSBALL GRENZENLOS

Unter dem Motto „Fußball grenzenlos“ rief der BFV am 1. April 2016 mit großer finanzieller Unterstützung durch „EFRE“ (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und der Gegenbauer Unternehmensgruppe ein neues Willkommensprojekt für geflüchtete Menschen ins Leben. Das Projekt möchte die Integration der Flüchtlinge durch Kooperationen mit Berliner Vereinen erleichtern.

Mit freundlicher Unterstützung durch:

Förderprogramm des Berliner Fußball-Verbandes für Vereine, die sich für Flüchtlinge engagieren

Der Berliner Fußball-Verband fördert unter dem sozialen Projekt "Fußball grenzenlos", das Angebot für Flüchtlinge, Fußball zu spielen. Dazu wird die Kommunikation und Kooperation zwischen Fußballvereinen und Flüchtlingsunterkünften unterstützt und ausgebaut.

Es sollen Partnerschaften entstehen um die Integration zu erleichtern und dabei soll der Fußball dienen, verschiedene Kulturen zu verbinden. Viele Vereine engagieren sich bereits vorbildlich und kümmern sich um die Integration durch den Fußball. Das Projekt "Fußball grenzenlos" trägt dabei die Vermittlerrolle und Informiert stetig Berliner Fußballvereine über Neuigkeiten bzw. Angebote des Projektes.

Finanzielle Förderung für Vereine

Der Berliner Fußball-Verband fördert im Rahmen seines Willkommensprojektes für geflüchtete Menschen, „Fußball grenzenlos“, Kooperationen zwischen Fußballvereinen und Flüchtlingsunterkünften.

Gefördert werden Trainer/-innen bzw. Betreuer/-innen Honorare. Es wird ein Honorarvertrag zwischen der betreuenden Person und dem BFV abgeschlossen. Gefördert wird je eine Übungseinheit à 90 Minuten pro Woche (Vergütung pro Übungseinheit bis zu 26 €). Bevorzugt werden Trainer/-innen mit entsprechender Qualifizierung (Trainer-Lizenz oder andere Qualifikationen). Gefördert werden außerdem Sportmaterialien, z.B. Bälle, Leibchen und Trainingsmaterial, in Höhe von bis zu 500 €. Sportkleidung wird durch den BFV zur Verfügung gestellt. Trainingskleidung für die Spieler übernimmt ebenfalls der BFV.

Antragsstellung und Teilnahme

Dieses Programm richtet sich an alle Vereine des Berliner Fußball-Verbandes. Gefördert werden bestehende Programme, sowie neue Initiativen. Gerne helfen wir auch bei der Initiierung und Entwicklung Ihres Engagements und stellen Kontakte zu Flüchtlingsunterkünften oder anderen Vereinen her.

Bitte nutzen Sie für Ihren Antrag folgenden Link:

Online-Antrag "Fußball grenzenlos"

Oder senden Sie ihn an folgende Adresse:

Per E-Mail an:

  • karlos.el-khatib@berlinerfv.de

Oder per Post an:

  • Berliner Fußball-Verband e. V.
  • Karlos El-Khatib
  • Humboldtstraße 8a
  • 14193 Berlin

Bitte teilen Sie uns in Ihrem Antrag folgende Informationen mit:

  • Daten zum Verein (Rechtsvertretung, Ansprechperson für das Projekt, Anschrift, Kontaktdaten)
  • Beschreibung des Angebotes
  • Ort des Angebotes
  • Geschätzte Anzahl der Teilnehmenden
  • Zielgruppe (männlich, weiblich; Erwachsene, Jugendliche, Kinder)
  • Trainer/-in bzw. Betreuer/-in (Name, Qualifikation, ggf. Lizenz)
  • Mit welcher Flüchtlingsunterkunft möchten Sie eine Kooperation eingehen? (Name, Anschrift, Kontaktperson)

Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2016. Für Rückfragen stehen Ihnen unsere Mitarbeiter des Projekts "Fußball grenzenlos" gerne zur Verfügung:


Aktuelles

Fußball-Projekt „Fußball grenzenlos“: Initiativen bis 2018 vorgestellt

In einem Zwischenbericht informiert das Projekt „Fußball grenzenlos – Ein Willkommensprojekt für geflüchtete Menschen“, welche Initiativen in den kommenden beiden Jahren geplant sind. Im Vordergrund steht dabei die bessere Vernetzung von Berliner Vereinen und Flüchtlingseinrichtungen.

Das Projekt „Fußball grenzenlos – Ein Willkommensprojekt für geflüchtete Menschen“, das der BFV mit großer finanzieller Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Gegenbauer Unternehmensgruppe am 1. April 2016 ins Leben gerufen hat, macht Fortschritte beim Ausbau des Flüchtlingsfußball-Angebots. Das geht aus einem Zwischenbericht des Projekts hervor.

Bereits bei der Initiierung des Willkommensprojekts gab BFV-Vizepräsident Gerd Liesegang die Richtung vor: „Der Fußball gibt Flüchtlingen eine Möglichkeit zur Freizeitgestaltung und aktiven gesellschaftlichen Teilhabe. Er bringt etwas Leichtigkeit in den Alltag zurück. Der Fokus des Projekts liegt unter anderem auf dem Errichten von Minispielfeldern in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften und einer engen Kooperation dieser Unterkünfte mit unseren Vereinen. Außerdem wollen wir mit diesem Programm das Netzwerk der Förderer und Unterstützer erweitern.“ Im Projektzeitraum bis zum 31. März 2018 sollen diese Zielsetzungen erfüllt und eine Vielzahl neuer Initiativen gestartet werden.

Kooperation zwischen Vereinen und Unterkünften wird gefördert

Die geplanten Initiativen lassen sich den drei Bereichen Netzwerk, Minispielfelder und Qualifizierung zuordnen. Unter dem Schlagwort Netzwerk geht es vor allem um einen verbesserten Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Parteien im Flüchtlingsfußball. Dem BFV kommt dabei eine Vermittlerrolle zu: Vereine werden zukünftig regelmäßig zu Schulungen, Turnieren, Förderungen und weiteren Angeboten im Flüchtlingsfußball informiert. Ziel ist es, erste Kooperationsvereinbarungen zwischen Vereinen und Flüchtlingsunterkünften zu schließen. Auch soziale Projekte und Träger profitieren von dem offenen Informationsaustausch. Gleichzeitig können sie interessierten Vereinen mit ihrer jahrelange Expertise auf dem Gebiet des Flüchtlingsfußballs beratend zur Seite stehen. Zu diesem Zweck strebt der BFV Netzwerkveranstaltungen, Erfahrungsaustausche und die erneute Unterstützung der zweiten Auflage des Flüchtlings-Sport-Kongresses (zuletzt: Herbst 2014) an.

Auch die Errichtung von Minispielfeldern in der Nähe von Flüchtlingseinrichtungen wird vorangetrieben. Der BFV evaluiert derzeit geeignete Flächen. In einigen Fällen befindet sich der Verband aber auch schon in produktiven Gesprächen mit Vereinsvertretern und Besitzern, um Fragen der Pflege und Verwaltung zu klären. Bis zum 31. März 2018 sollen insgesamt vier dieser Minispielfelder errichtet werden.

Im Bereich Qualifizierung verfolgt der BFV das Ziel, Flüchtlinge und Menschen, die mit Flüchtlingen arbeiten, durch Schulungen und Lehrgänge auszubilden. Diese Ausbildungen sollen einerseits den Flüchtlingen eine nachhaltige Tätigkeit im Fußball ermöglichen und andererseits Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die sich im Fußballverein für geflüchtete Menschen engagieren, auf diese Herausforderung vorbereiten. Aktuell führt der BFV hierfür eine Bedarfsanalyse durch. Im Anschluss soll noch im Sommer ein erster Pilot-Trainerlehrgang gestartet werden. Betreuer- und Schiedsrichterausbildungen für Geflüchtete sind in der Planung.

Letztlich sind weitere Integrations- und Flüchtlingsturniere unter dem Motto „Fußball grenzenlos“ geplant. Bereits am Wochenende des 28. Mai 2016 wurden im Rahmenprogramm des Berliner Pilsner-Pokalfinales zwei Integrationsturniere mit je 6 Teams ausgetragen. Eingeladen waren Kinder und Jugendliche mit Fluchterfahrung aus Berliner Gemeinschaftsunterkünften und Vereinen. „Es war uns wichtig, die Jugendlichen an unserem Saisonfinale teilhaben zu lassen. Der BFV hat im Rahmenprogramm des diesjährigen Pokalfinals versucht, der Öffentlichkeit sämtliche Arbeitsbereiche des Verbands zu präsentieren. Die positive Resonanz zeigt uns, welch großen Bedarf es an sportlicher Teilhabe unter den Jugendlichen gibt“ berichtet Karlos El-Khatib, Projektleiter von „Fußball grenzenlos“. Über die Termine anstehender Integrations- und Flüchtlingsturniere informiert der BFV in den kommenden Monaten auf der BFV-Website unter der Rubrik Fußball grenzenlos.

Über „Fußball grenzenlos“

In Berlin leben derzeit circa 70.000 registrierte Flüchtlinge. Sport kann einer der Hauptmotoren sein, um diesen Menschen die Integration in ihr neues Umfeld zu erleichtern und gesellschaftliche Teilnahme zu ermöglichen. Für die Geflüchteten ist Sport zudem eine Möglichkeit der Freizeitgestaltung, die ein wenig Leichtigkeit in den ungewohnten Alltag bringt. Auch unter ihnen ist Fußball die Sportart Nummer eins. Daher hat der BFV mit „Fußball grenzenlos“ ein Projekt initiiert, das helfen soll, Flüchtlinge für die Teilnahme in lokalen Fußballvereinen zu begeistern. Bis April 2016 engagierten sich bereits circa 30 Berliner Fußballvereine im Bereich Flüchtlingsfußball. Die Initiativen reichten von der beitragsfreien Aufnahme einzelner geflüchteter Fußballer, über die Organisation von Integrationsturnieren, Festen und Spendenaktionen, bis hin zu regelmäßigen Trainingseinheiten mit Bewohnern von Flüchtlingsunterkünften. Leiter von Flüchtlingsunterkünften berichten von großem ehrenamtlichen Engagement und vielen Sportangeboten, doch selten gelinge es, ein regelmäßiges Trainings- und Spielangebot für die Flüchtlinge aufzustellen oder diese in den regulären Berliner Spielbetrieb zu integrieren. Das Projekt „Fußball grenzenlos“ versucht daher das Engagement der Berliner Vereine bei der Integration von Flüchtlingen in den Spielbetrieb zu unterstützen.