Aktionstage

Der Deutsche Fußball-Bund setzt sich gemeinsam mit seinen Landesverbänden für Fairplay ein. Deshalb werden immer wieder Aktionstage ins Leben gerufen, um die Wichtigkeit des Fairplay-Gedankens zum Ausdruck zu bringen.

Fairplay-Karten für Berliner Jugendfußball

Fußball fasziniert Kinder wie Erwachsene gleichermaßen. Die Begeisterung und Unbeschwertheit der Kinder ist in jeder Partie am Spielfeldrand unmittelbar spürbar. Hier lernen die Kinder fürs Leben. Fairplay und Respekt – die Grundlagen des Fußballs – lernen die Kinder im wahrsten Sinne des Wortes spielend. Die Erwachsenen, vor allem die Eltern, nehmen dabei eine wichtige Vorbildrolle ein: Mit ihrem Verhalten auf dem Sportplatz beeinflussen Eltern und Trainer/-innen das Verhalten der Kinder.

Unter anderem ruft der BFV mit der im Oktober 2017 gestarteten Kampagne „NO TO AGGRESSIVE PARENTS" Eltern dazu auf, aggressives und störendes Auftreten am Spielfeldrand zu unterlassen und sich ihrer Vorbildfunktion bewusst zu werden. Nach der in Kooperation mit der Landeskommission Berlin gegen Gewalt eingeführte Timeout-Karte des BFV folgt nun mit der Fairplay-Karte eine weitere Initiative, gemeinsam mit dem DFB, gegen aggressive Eltern und Zuschauer am Spielfeldrand.

Im Rahmen der Fairplay-Tage 2018 zeigten Nachwuchsfußballer ihren Eltern die „grüne Karte“.

Fair bleiben, liebe Eltern", steht auf der Vorderseite der Karte. Auf der Rückseite finden die Eltern dann fünf pointiert formulierte Verhaltenstipps, von Danken statt zanken" bis Vorbild statt fuchsteufelswild". Die Aktion im Bambini-, F- und E-Jugend-Fußball ist ein Teil des umfangreichen DFB-Engagements für eine faire Spielkultur. Die Fairplay-Karte zum Download.
Elternflyer - fair bleiben


TIME OUT-Karte

Die Flyer-Aktion TIME OUT-Karte („Grüne Karte“) wurde vom BFV 2016 neu aufgelegt, denn ähnliche Aktionen gab es schon vor einigen Jahren. Im Mittelpunkt stehen eine angemessene Wortwahl und ein respektvoller Umgang der Zuschauer/innen mit den Spieler/innen. 

Vor allem Eltern von Fußballspielerinnen und Fußballspielern sind häufig überengagiert und wollen ihrem Kind so viel Motivation und Unterstützung wie möglich mit auf den Weg geben. Dadurch kommt es während des Spiels häufig zu einer unangebrachten Tonlage und Ausdrucksweise. Um gegen einen unangenehmen Tonfall und für ein friedliches Miteinander abseits des Fußballfeldes zu werben, wurde die „Grüne Karte“ entwickelt.

Im Falle eines zu lauten Ausbruchs der Emotionen, kommt die „Grüne Karte“ zum Einsatz. Sie wird dem-/derjenigen übergeben, um sie daran zu erinnern, dass es vor allem darum geht, das Wohl und die Freude der Kinder am Ballsport zu fördern. In der Fan-Zone gilt somit Zurückhaltung, im Sinne der Spieler/innen.

Die „Grüne Karte“ als Time Out

Gegen eine gelbe oder rote Karte hat sich der BFV bewusst entschieden, um die Assoziation zu den Strafen während eines Fußballspiels zu umgehen. Die „Grüne Karte“ kommt in anderen Sportarten, z.B. im Handball, zum Einsatz und steht hier für eine Auszeit.

Jeder Verein wird gebeten, sich mit der „Grünen Karte“ auszustatten und diese allen Sportplatzbesucher/innen zugänglich zu machen.  
Damit tragen alle zu einer friedlichen und positiven Stimmung am Spielfeldrand bei. Die Kinder werden es uns danken.

TIME OUT-Karte als Download

Willkommensritual „Handshake"

Der DFB setzt sich seit geraumer Zeit gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden für den Einsatz von Fairplay-Gesten ein. Unter dem Motto „Fairplay? Hand drauf!" wurde das wichtige Ritual „Handshake" in den Fokus gerückt. Viele Landesverbände haben bereits zum fairen Abklatschen aufgerufen, formell und aufgereiht vor dem Spiel sowie nach dem Abpfiff für einen gemeinsamen und respektvollen Umgang.

Aufruf zum Start der Rückrunde 2016

Der DFB und seine Mitgliedsverbände riefen ihre Vereine anlässlich des Rückrundenstarts der Saison 2015/2016 dazu auf, den Handshake weiterhin zu praktizieren. Bei einem Großteil der Mannschaften und Spieler ist die Ausführung des Handshake-Rituals bereits bei nahezu jedem Spiel zu sehen. Auch im Profibereich wird der Gedanke oft vorbildlich vorgelebt, die Herren-Nationalmannschaft zeigte dies auch nach dem Halbfinal-Sieg gegen Brasilien bei der WM 2014. Bevor die Nationalelf den hohen Sieg feierte, trösteten die Nationalspieler die Elf der Selecao unter anderem mit Handshake und verabschiedeten sich so mit dem nötigen Respekt und Anstand vom Gastgeber.

Werdet zu Vorbildern - weil das Spiel danach stärker ist. Fair Play? Hand drauf!

Den gewünschten Ablauf des Handshakes während eines Spieltages veranschaulicht dieses Video.