Beratung Recht

Nachfolgend einige wichtige Informationen und Entscheidungen zum Themenbereich Recht.

Kinder- und Jugendschutz im Berliner Fußball-Verband

Der Berliner Fußball-Verband empfiehlt allen Mitgliedsvereinen im besonderen Maße, dass alle volljährigen Personen, die bei ihrem ehrenamtlichen Engagement mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt kommen, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Hierzu gibt der Berliner Fußball-Verband eine Anleitung.

Hilfestellung für Vereine

Das Thema Kinder- und Jugendschutz sollte im Verein angesprochen werden, zum Beispiel in der nächsten Vorstandssitzung. Es wird empfohlen, dass jeder Verein eine/-n Kinderschutzbeauftragte/-n bestimmt, der/die für das Thema verantwortlich ist und gleichzeitig für Eltern und den BFV als Ansprechpartner/-in fungiert.

Im nächsten Schritt sollten alle Verantwortlichen im Verein, die mit Minderjährigen in Kontakt kommen, dem Kinderschutzbeauftragten ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Nach einer Vereinbarung von Landessportbund (LSB) und Senat ist die Beantragung des erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses bei einer ehrenamtliche Tätigkeit kostenfrei. Es muss von jeder Person individuell beim Bürgeramt beantragt werden. Dafür sollte der Mustertext (siehe Ende der Seite) auf den Vereinsbriefbogen kopiert werden.

Als nächstes wird dieses Dokument den Trainern, Betreuern und Mitarbeitern des Vereins übergeben. Diese gehen damit zum Bürgeramt und beantragen das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis. Die Bearbeitungszeit dauert je nach Behörde ein bis zwei Wochen. Nach Abholung des Führungszeugnisses wird das Original und eine Kopie durch den jeweiligen Trainer oder Betreuer dem Kinderschutzbeauftragten vorgelegt. Dieser begutachtet das Original und händigt es anschließend dem Absender wieder aus. Die Kopie des Führungszeugnisses wird im Verein einbehalten. Hier ist es wichtig, dass im Idealfall nur eine Person, am besten der/die Kinderschutzbeauftragte des Vereins, die Kopien sammelt und für andere unzulässig aufbewahrt, um den Datenschutz für die sensiblen Daten zu gewährleisten.

Es ist darauf zu achten, dass das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis auch wirklich dem Verein vorgelegt wird. Dazu sollten den Trainern entsprechende Fristen vom Verein gesetzt werden.

In diesem Zusammenhang wird nochmals auf die bestehende Meldepflicht für Trainer und Betreuer beim Verband hingewiesen. Bitte denken Sie daran, diesen Personenkreis auch als Mitglieder in Ihren Verein aufzunehmen und diese Mitgliedschaft beim BFV anzugeben. Nur so genießen diese Personen auch den Versicherungsschutz über den LSB. 

Unter folgendem Link erhalten sie einen Mustertext zur Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses: Musterbrief (DOC)

In Kurzform:

Wo? Das erweiterte Führungszeugnis wird beim Bürgeramt des Wohnsitzes beantragt.

Wie viel? Die Kosten betragen 13 Euro für hauptamtliche Mitarbeiter, für ehrenamtliche ist es kostenlos.

Warum? Zum Zwecke des Nachweises für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Wie? Auf schriftlichen Antrag des Vereins (Mustertext). Der Antrag im Bürgeramt muss persönlich gestellt werden, es werden Ihre Ausweisdaten abgefragt.

Was steht drin? Das Führungszeugnis gibt Auskunft über bestimmte, aber nicht alle Straftaten einer Person.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Justiz: 

Erweitertes Führungszeugnis

Dokumente und Links

Weitere Informationen des Berliner Fußball-Verband können Sie den nachfolgenden Dokumenten entnehmen.

Handlungsempfehlungen zum Kinder- und Jugenschutz (PDF)

Informationsflyer zum wirksamen Kinderschutz im Fußballverein (PDF)

 

Ansprechpartner im Berliner Fußball-Verband:

Vizepräsident Gerd Liesegang

 

Service-Link: http://www.kinderschutz-im-sport-berlin.de/

Ansprechpartner Recht

Jürgen Pufahl
Vizepräsident Recht

E-Mail