Aktuelle Entwicklungen bezüglich des Coronavirus

Die Koordinierungsgruppe des Berliner Fußball-Verbandes konferiert seit dem 9. März 2020 täglich zur Lage in Berlin und bewertet diese neu. Diese Gruppe verlässt sich auf die professionellen Aussagen der zuständigen Behörden und reagiert dementsprechend.

Dem BFV war und ist es bewusst, dass sich das Lagebild ständig ändert. Nicht zuletzt aus diesem Grunde wurde die Koordinierungsgruppe installiert, die sich umfassend informiert und auf diese Weise schnell und kurzfristig notwendige Maßnahmen für den gesamten Berliner Fußball-Verband einleitete.

Alle wichtigen Informationen für Vereine sind auf dieser Seite zu finden.

News

Neues Soforthilfe-Programm für Vereine beschlossen

Der Berliner Senat hat ein Konzept zur Existenzsicherung und Digitalisierung von gemeinnützigen Organisationen verabschiedet.

In der Sitzung vom 21. Juli 2020 hat der Berliner Senat das vom Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, vorlegte „Konzept zu Ehrenamts- und Vereinshilfen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie“ beschlossen. Dieses sieht vor, insgesamt 5 Millionen Euro für die Existenzsicherung sowie zur Unterstützung der Digitalisierung von gemeinnützigen Organisationen zur Verfügung zu stellen.

Alle Vereine, in denen das Engagement von Freiwilligen eine tragende Rolle spielt und die nachweisen können, dass die Coronavirus-Pandemie bei ihnen zu Liquiditätsengpässen geführt hat, können Gelder aus dem Soforthilfe-Programm beantragen. Die Investitionsbank Berlin (IBB) wurde mit der Umsetzung beauftragt, erste Anträge sollen ab Ende August 2020 gestellt werden können.

Sobald weitere Informationen zum Soforthilfe-Programm und zum Ablauf der Antragstellung bekannt sind, wird der Berliner Fußball-Verband seine Vereine darüber informieren.

Die Pressemitteilung zum Senatsbeschluss ist hier nachzulesen: Senat beschließt Soforthilfe-Programm für Vereine und Projekt zur Digitalisierung der Zivilgesellschaft.

Außerordentlicher Jugend-Verbandstag stimmt für Saisonabbruch

Der außerordentliche Jugend-Verbandstag des BFV hat am Donnerstagabend, den 18. Juni 2020 für einen Saisonabbruch im Jugendbereich gestimmt.

Nach anderthalb Stunden war der erste virtuelle Jugend-Verbandstag des Berliner Fußball-Verbandes beendet. Moderator Karsten Holland führte durch die Veranstaltung. Das Tagungspräsidium bestand aus Andreas Kupper (Präsidialmitglied Jugend), Jan Schlüschen (Vizepräsident Recht) und Kevin Langner (Geschäftsführer).

Zur Abstimmung stand nur ein Antrag des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball und des Jugendausschusses, der jedoch verschiedene Teilabstimmungen enthielt.

Der erste Teil betraf die Berliner Pflichtspiele im Jugendbereich in der Saison 2019/2020. Hier stimmten die Delegierten für einen Abbruch der Saison (72 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen, keine Enthaltung).

In nächsten Teil des Antrags ging es um die Wertung der Saison. Die Wahl fiel deutlich für die Wertung der Tabellenstände zum 12. März 2020 (mit Quotientenregel sofern erforderlich) aus, ohne Absteiger, mit Aufsteigern (48 von 77 Stimmen).

Der dritte Teil handelte von dem Abbruch der Pokalspiele im Nike Youth Cup (der Junioren), mit Ausnahme des Pokalwettbewerbs der A-Junioren. Da in diesem Bereich ein Teilnehmer für den DFB-Junioren-Vereinspokal der Saison 2020/21 ermittelt wird. In diesem Wettbewerb wird eine sportliche Lösung angestrebt. Sofern die behördliche Verfügungslage dies nicht ermöglicht, wird der Jugendausschuss ermächtigt, eine Lösung zu finden. Auch hier stimmten die Delegierten dem Teilantrag zu (51 Ja-Stimmen, 12 Nein-Stimmen, 15 Enthaltungen).

Im letzten Teil des Antrags wurde ebenfalls ein Abbruch im AOK-Pokalwettbewerb der Juniorinnen vorgeschlagen. Auch dieser Teilantrag wurde angenommen (51 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen, 18 Enthaltungen).

Diese Abstimmung muss gemäß Satzung des BFV jedoch noch am kommenden Samstag, den 20. Juni 2020 vom außerordentlichen Verbandstag bestätigt werden.

Die Veranstaltung wurde live auf YouTube gestreamt und kann hier angesehen werden:

Außerordentlicher Jugend-Verbandstag 2020

Einführung der „Corona-Warn-App"

Der deutsche Fußball unterstützt die Bundesregierung bei der Bekanntmachung der neuen „Corona-Warn-App".

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zusammen mit seinen 21 Landes- und fünf Regionalverbänden und die DFL Deutsche Fußball Liga gemeinsam mit den Profiklubs unterstützen die Bundesregierung bei der Bekanntmachung der neuen „Corona-Warn-App“. Diese steht seit gestern zur freiwilligen Nutzung zur Verfügung und soll dazu beitragen, Corona-Infektionsketten schnell zu erkennen und zu durchbrechen.

DFB und DFL werden auf die App und die dazugehörigen Informationsangebote aufmerksam machen. So werden unter anderem am 33. und 34. Spieltag der Bundesliga und 2. Bundesliga die Wettbewerbslogos auf den Trikotärmeln aller 36 Profiklubs durch das Logo der App ersetzt. Dasselbe gilt für die Schiedsrichter-Tafeln. Das Logo der App wird zudem an beiden Spieltagen auf der Brusttasche der Schiedsrichter-Kleidung sowie auf den Eckfahnen abgebildet. Auch bei den Endspielen um den DFB-Pokal am 4. Juli und den bevorstehenden Länderspielen werden werbliche Möglichkeiten zur Verfügung gestellt.

Für zusätzliche Reichweite werden DFB und DFL die Kampagne auf ihren Kommunikationsplattformen begleiten. Der DFB hat seine Netzwerkpartner um Unterstützung der Kampagne gebeten, darunter die Vereine der 3. Liga und der FLYERALARM Frauen-Bundesliga. Zudem stellt der DFB gemeinsam mit seinen Landes- und Regionalverbänden den rund 25.000 Fußballvereinen in Deutschland digitale Inhalte in Zusammenhang mit der Kampagne zur Verfügung.

DFB-Präsident Fritz Keller sagt: „Wir haben wichtige Erfolge im Kampf gegen die Corona-Pandemie erreicht. Dank des breiten gesellschaftlichen Engagements und des sehr verantwortungsvollen Krisenmanagements der Bundesregierung sind mittlerweile bedeutende Lockerungen im Zusammenleben möglich. Aber wir sind noch lange nicht am Ziel. Über das große bundesweite Netzwerk des Fußballs möchten wir weiter unseren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten. Zu den vielfältigen Maßnahmen zählt von nun an auch die Nutzung der Corona-Warn-App. Alle Userinnen und User treten der derzeit größten und wichtigsten Mannschaft in Deutschland bei: unserem Team gegen Corona.“

Christian Seifert, Sprecher des DFL-Präsidiums, erklärt: „Unsere Gesellschaft steht im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie unverändert vor großen Herausforderungen. Die Corona-Warn-App ist eine bedeutende Maßnahme der Bundesregierung auf dem langen Weg zurück zur Normalität. Es ist uns daher ein Anliegen, die Reichweite der Bundesliga und 2. Bundesliga zu nutzen, um bundesweit auf dieses Angebot aufmerksam zu machen.“

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Die Berliner Fußballvereine haben seit Beginn der Krise außerordentlichen Einsatz im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus unter Beweis gestellt. Darüber hinaus haben sich sehr viele Vereine sozial engagiert und Solidarität bewiesen. Ich bitte die Vereine nunmehr noch, ihre Mitglieder auf die Corona-Warn-App aufmerksam zu machen, sodass möglichst viele Berliner Fußballerinnen und Fußballer sie nutzen, um die Pandemie weiter einzudämmen und weitere Lockerungen für unseren Fußballsport zu ermöglichen.“

Weitere Informationen der Bundesregierung zur Corona-Warn-App

Download: App Store

Download: Google Play Store

Die Corona-Warn-App auf einen Blick

FAQ zum außerordentlichen Verbandstag am 20. Juni 2020

Im Vorfeld des außerordentlichen Verbandstages am 20. Juni 2020 beantwortet der BFV die wichtigsten Fragen zur Veranstaltung.

Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes hatte in einer Sondersitzung beschlossen, einen Abbruch der Saison 2019/20 vorzubereiten. Über diesen Vorschlag wird endgültig auf einem außerordentlichen Verbandstag am 20. Juni 2020 entschieden. Um die Entscheidungsfindung transparent zu machen und aufkommende Fragen bestmöglich zu beantworten, stellt der BFV seinen Vereinen ein FAQ-Dokument zur Verfügung.

FAQ - Außerordentlicher Verbandstag, 20. Juni 2020 (Download-PDF)

BFV-Geschäftsstelle öffnet unter Auflagen

Ab dem 8. Juni 2020 ist das Haus des Fußballs unter Einhaltung bestimmter Hygienemaßnahmen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet.

Externe Besucher werden in der Geschäftsstelle des BFV dann wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten empfangen, es wird jedoch um eine vorherige Terminabsprache mit den Verbandsmitarbeiter/innen gebeten.

Alle Gäste werden zudem darauf hingewiesen, dass während des Besuches die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und zur Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern besteht.

Kleingruppen dürfen vergrößert werden

Am Dienstag, den 2. Juni 2020 tritt eine neue Verordnung in Kraft, die auch Änderungen für den Fußball enthält.

Die neunte Verordnung zur Änderung der SARS-Cov-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung ermöglicht eine Erhöhung der Anzahl von Personen innerhalb einer Trainingsgruppe. Während eine Trainingsgruppe pro Halbfeld bisher aus acht Personen bestehen durfte, so dürfen ab dem heutigen Dienstag, 2. Juni 2020, die Gruppen auf insgesamt zwölf Personen inklusive Trainer/in oder Betreuer/in (im Freien und in gedeckten Sportanlagen) erhöht werden. Diese Regelung gilt berlinweit.

Die gesamte neunte Verordnung ist hier zu finden: Neunte Verordnung zur Änderung der SARS-Cov-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung

Einberufung eines außerordentlichen Verbandstages am 20. Juni 2020

Das BFV-Präsidium hat am 27. Mai 2020 einen außerordentlichen Verbandstag einberufen.

Nach § 19 BFV-Satzung werden die Vertreter der BFV-Mitglieder, die Mitglieder des BFV-Präsidiums, der Ehrenpräsident, die Ehrenmitglieder, die Mitglieder der Ausschüsse, die Mitglieder der Rechtsorgane sowie der Revisoren zu einem außerordentlichen Verbandstag am 20. Juni 2020 um 10:00 Uhr in der BFV-Geschäftsstelle (Humboldtstraße 8a, 14193 Berlin) eingeladen.

Den Mitgliedern wird gemäß Art 2, § 5 Abs. 2 Nr. 1 des Gesetzes über Maßnahmen im Gesellschafts-, Genossenschafts-, Vereins-, Stiftungs- und Wohnungseigentumsrecht zur Bekämpfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie ermöglicht, am außerordentlichen Verbandstag ohne Anwesenheit am Versammlungsort teilzunehmen und Mitgliederrechte im Wege der elektronischen Kommunikation auszuüben.

Dringliche Angelegenheiten für die Einberufung des außerordentlichen Verbandstages, die eine sofortige Erledigung erfordern, sind:

I. Auswirkungen der Covid-19-Pandemie im Bereich des BFV

1. Beratung und Beschlussfassung über Durch- und Fortführung bzw. Abbruch vom BFV veranstalteter Verbandsspiele und Wettbewerbe, einschließlich der hierzu erforderlichen Entscheidungen über Auf- und Abstieg und hierzu gegebenenfalls notwendiger Änderungen der Ordnungen des BFV sowie erforderliche Ermächtigungen.

2. Sonstige Beschlussfassungen zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie, insbesondere zu  spieltechnischen Auswirkungen auf den Spielbetrieb.

3. Beschlüsse zu den BFV-Ordnungen für die Spielzeit 2020/21. 

II. Haftungsbeschränkungen für die gesetzlichen Vertreter und sonstigen Organ- und Ausschussmitglieder des BFV für Entscheidungen aus Anlass der Corona-Pandemie

Die Tagesordnung für den außerordentlichen Verbandstag lautet: 

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Feststellung der anwesenden Stimmberechtigten und Bestätigung der Wahlkommission
  3. Berichte zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie
  4. Antrag des BFV-Präsidiums über Haftungsbeschränkungen für die gesetzlichen Vertreter und sonstigen Organ- und Ausschussmitglieder des BFV für Entscheidungen aus Anlass der Covid-19-Pandemie
  5. Anträge
  6. Verschiedenes
    a. Information des Präsidiums zum Projekt AG Zukunft und Vision
    b. Information des Präsidiums zum Beschluss des Arbeits-Verbandstages vom 16.11.2019 aufgrund des Dringlichkeitsantrags Nr. 4

Es ist aus heutiger Sicht nicht möglich, dass die Mitgliederversammlung als Präsenzveranstaltung stattfinden kann. Dies ist auch abhängig von der jeweils aktuellen behördlichen Verfügungslage im Land Berlin. Der Schutz der Gesundheit unserer Mitglieder und weiteren Teilnehmer hat an dieser Stelle jedoch oberste Priorität. Das BFV-Präsidium rät daher dringend, zum Schutze Ihrer Gesundheit und der Gesundheit der anderen Veranstaltungsteilnehmer, von einer Präsenzteilnahme Abstand zu nehmen und online von Ihrem Teilnahme- und Stimmrecht Gebrauch zu machen. Die Inhalte der Präsenzversammlung werden wir Ihnen per Online-Livestream zugänglich machen. Zudem werden elektronische Abstimmungsmöglichkeiten für die Stimmberechtigten bereitgestellt.

Die Zusammensetzung des Verbandstages, die Bestimmungen über das Stimmrecht und die weiteren Bestimmungen ergeben sich aus den §§ 13 bis 19 BFV-Satzung.

Auf einem außerordentlichen Verbandstag können gemäß § 19 Abs. 2 BFV-Satzung nur die Angelegenheiten behandelt werden, die zu seiner Einberufung geführt haben. Andere Tagesordnungspunkte können nur als Dringlichkeitsanträge behandelt werden.

Erste Informationen zu den technischen Voraussetzungen sind unter dem untenstehenden Download-Link hinterlegt. Detaillierte Informationen zur Anmeldung im elektronischen Online-Verfahren, zur Teilnahme an der virtuellen Mitgliederversammlung sowie alle weiteren Informationen zum Online-Livestream erhalten die stimmberechtigten Delegierten mit gesondertem Schreiben. Ebenso plant das BFV-Präsidium im Vorfeld des virtuellen außerordentlichen Verbandstages eine Online-Informationsveranstaltung, um über die Anträge zu informieren. Der Termin wird in Kürze bekannt gegeben.

gez. Bernd Schultz
Präsident

gez. Jan Schlüschen
Vizepräsident Recht                               

gez. Kevin Langner
Geschäftsführer

Einberufung, Informationen zu den technischen Voraussetzungen und Antragspaket zum Download.

 

 

Einberufung eines außerordentlichen Jugend-Verbandstages am 18. Juni 2020

Der geschäftsführende Jugendausschuss hat am he28. Mai 2020 einen außerordentlichen Jugend-Verbandstag einberufen.

Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes hat für den 20. Juni 2020 einen virtuellen außerordentlichen Verbandstag 2020 einberufen, um über die Saisonbeendigung 2019/20 entscheiden zu lassen. 

Gemäß Satzung und Jugendordnung des Berliner Fußball-Verbandes ist es notwendig, dass im Jugendbereich ein außerordentlicher Jugend-Verbandstag über die Saisonbeendigung 2019/20 entscheidet. Zuvor haben bereits der Jugendausschuss sowie der Jugend-Beirat über eine mögliche Saisonbeendigung beraten und entsprechende Beschlüsse gefasst. Sollte der außerordentliche Jugend-Verbandstag ebenfalls einen Saisonabbruch beschließen, müsste der außerordentliche BFV-Verbandstag am 20. Juni 2020 die Entscheidung noch satzungsgemäß bestätigen. Da für die Einberufung eines a.o. Jugend-Verbandstages eine Satzungsfrist von drei Wochen zu beachten ist, erfolgt formal die Einberufung für den 18. Juni 2020. Einen entsprechenden Einberufungsbeschluss hat der geschäftsführende Jugendausschuss heute gefasst. Die Einberufung nebst Antrag und technischen Hinweisen stehen hier als Dokumente zum Download zur Verfügung.

Einberufung als PDF

Antrag als PDF

Der außerordentliche Jugend-Verbandstag wird online stattfinden. Die entsprechenden Einwahldaten erhalten die stimmberechtigten Vereine in den kommenden Tagen via E-Mail.

Gerne stehen Ihnen die Mitglieder/innen des Jugendausschusses sowie des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball für Rückfragen zur Verfügung. 

gez. Andreas Kupper
Präsidialmitglied Jugend

gez. Nadine Fröhnel
Präsidialmitglied Frauen und Mädchen

Senat spannt Rettungsschirm für Berliner Vereine

Berliner Sportvereine und -verbände, die von den Folgen der Corona-Krise betroffen sind, können ab sofort Mittel aus dem Rettungsschirm Sport beantragen.

LSB-Präsident Thomas Härtel begrüßt die Entscheidung des Berliner Senats, einen Rettungsschirm Sport zu spannen: „Das ist eine sehr gute Nachricht für den gemeinnützigen Sport in unserer Stadt. Der Rettungsschirm hilft Vereinen und Verbänden in finanziellen Notlagen und sichert die finanziellen Rahmenbedingungen für wesentliche Bereiche unserer Aktivitäten. Somit kann der Sport auch in Zukunft einen wichtigen Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten. Insbesondere helfen die Mittel zur Aufrechterhaltung der Angebote im Gesundheitsbereich, der Integration und Inklusion." 

Der Landessportbund stellt den Vereinen und Verbänden dafür zwei Dokumente zur Verfügung:

  • Ein Formular, das es auszufüllen gilt
  • Den Kriterienkatalog als Hilfestellung

Die Dokumente sind hier zu finden: Rettungsschirm Verbände / Vereine

Bei Fragen können sich Vereine und Verbände gern per E-Mail an das Rettungsschirm-Team des LSB Berlin wenden: rettungsschirm@lsb.berlin.de

In der E-Mail sollten folgende Infos angegeben werden:

  • Vereinsname 
  • LSB-Vereinsnummer
  • Name eines/-r Ansprechpartners/-in
  • Telefonnummer
  • ggf. Fragen/Probleme

Weitere Informationen sind der Homepage des LSB zu entnehmen: Landessportbund Berlin

Service-Angebote des BFV zur Wiederaufnahme des Trainings

In den kommenden Tagen und Wochen bietet der BFV seinen Mitgliedsvereinen ein breites Informations- und Kommunikationsangebot.

Insbesondere die Bereiche Qualifizierung, Talentförderung und Vereinsberatung wollen mit den Berliner Vereinen in den Dialog treten. Um die Leitlinien anzupassen und zu erweitern, ist der BFV auf ein aktives Feedback der Vereine angewiesen.

Den Anfang machen zwei Q&A-Livestreams mit Ansprechpersonen aus der Arbeitsgruppe Qualifizierung und Sport, in denen die Inhalte des Leitfadens erläutert werden und Vereinsvertreter/innen, die beispielsweise für die Umsetzung verantwortlich sind, ihre Fragen dazu stellen können.

Der erste Livestream findet am Donnerstag, den 14. Mai um 18:00 Uhr, der zweite Livestream am Samstag, den 16. Mai um 13:00 Uhr statt.

Q&A-Livestream – 14. Mai 2020 (18:00 Uhr)

Q&A-Livestream – 16. Mai 2020 (13:00 Uhr)

Fragen können bereits jetzt oder während des Streams über die „Frage stellen“-Option eingereicht werden. Sie werden im Verlauf des Livestreams durch die Moderatoren freigegeben. Bei diesen Livestreams handelt es sich nicht um Videokonferenzen, hier ist eine Mitwirkung der Vereine nur in schriftlicher Form möglich.

In der kommenden Woche wird das Angebot dann auf virtuelle Sprechstunden für Trainer/innen mit Verbandssportlehrerin Ailien Poese und Verbandssportlehrer Henry Rehnisch ausgeweitet. Neben dem virtuellen Austausch sollen auch Vereinsbesuche durch Ailien Poese, Henry Rehnisch und Mitarbeiter/innen aus dem Qualifizierungsbereich stattfinden.

Darüber hinaus steht die BFV-Vereinsberatung den Berliner Vereinen unterstützend zur Seite, um vor allem den produktiven Austausch zwischen Vereinen und Sportämtern zu fördern. Webinare und Angebote des DFB-Mobils erweitern die Service-Leistungen. Außerdem möchte der BFV die Corona-Beauftragten der Vereine zusammenbringen und ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Hierzu folgt in den kommenden Tagen eine entsprechende Abfrage per BFV-Mail. Sämtliche Informationen können in den kommenden Wochen den Kommunikations-Kanälen des BFV entnommen werden.

Weitere Informationen sind diesen Links zu entnehmen:

Konzept und Leitfaden zur Wiederaufnahme des Trainings

Corona-Krise: Informationen für Trainer/innen

Fit bleiben mit der BFV-Talentförderung

Für Hinweise, Feedback und Rückfragen stehen die folgenden Bereiche zur Verfügung:

Fragen zur Trainingsgestaltung: projekte@berlinerfv.de

Anliegen zur Vereinsberatung: florian.schaefer@berlinerfv.de

Allgemeine Anliegen: info@berliner-fussball.de

Konzept und Leitfaden zur Wiederaufnahme des Trainings (Stand 13. Mai 2020)

Der BFV stellt seinen Vereinen ein Konzept einer Muster-Trainingseinheit zur Orientierung und einen Leitfaden mit Empfehlungen und Vorgaben zur Verfügung.

Bereits vor einigen Wochen hat sich im Berliner Fußball-Verband eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich in engem Austausch mit der Politik, dem Landessportbund Berlin und der Charité mit möglichen Formen einer Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes auseinandergesetzt hat.

In einer Pressemitteilung vom 7. Mai 2020 erklärt die Senatsverwaltung für Inneres und Sport, dass Sportvereine ihren Trainingsbetrieb ab Freitag, den 15. Mai 2020 unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen wieder aufnehmen dürfen.

Um seine Mitgliedsvereine bei einer Wiederaufnahme des Trainings bestmöglich zu unterstützen, hat der Berliner Fußball-Verband neben einem Konzept einer Muster-Trainingseinheit auch einen Leitfaden entwickelt, der nicht nur die behördlichen Vorgaben zur Eindämmung des Coronavirus enthält, sondern auch Empfehlungen, Leitlinien und Vorschläge seitens des Berliner Fußball-Verbandes zum Wiedereinstieg in das Vereinstraining unter diesen besonderen Bedingungen.

Eine dieser Leitlinien bezieht sich auf das bereits im Vorfeld viel diskutierte Thema der Flächengröße, die Kleingruppen mit maximal acht Personen nutzen dürfen. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport veröffentlichte in einer Mitteilung von Mittwoch, den 13. Mai 2020, dass pro Spielfeldhälfte nur 8 Personen zulässig sind. Diese Regelung gilt einheitlich in ganz Berlin.  Der Leitfaden wird auch den Sportämtern in Berlin vorgelegt.

Leitfaden: Vereinstraining – Hinweise zum Wiedereinstieg (Download-PDF)

Übungsformen als Grafik

Weitere Informationen können den folgenden Links entnommen werden:

Hygienebroschüre – infektionsschutz.de (Download-PDF)

Richtig Hände waschen – infektionsschutz.de (Download-PDF)

DOSB: Zehn Leitplanken

DFB-Leitfaden: Zurück auf den Platz

DFB-Trainingskonzepte nach Altersklassen

DFB: Mentale Begleitung der Spieler/innen

Für Hinweise, Feedback und Rückfragen stehen die folgenden Bereiche zur Verfügung:

Fragen zur Trainingsgestaltung: projekte@berlinerfv.de  

Anliegen zur Vereinsberatung: florian.schaefer@berlinerfv.de  

Allgemeine Anliegen: info@berliner-fussball.de

Muster-Trainingseinheit im Video:

Konzepte zur Wiederaufnahme des Trainings (Stand 8. Mai 2020)

Der Berliner Fußball-Verband unterstützt seine Mitgliedsvereine mit konkreten Konzepten bei der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebes.

In einer Pressemitteilung vom 7. Mai 2020 erklärt die Senatsverwaltung für Inneres und Sport, dass Sportvereine ihren Trainingsbetrieb ab Freitag, den 15. Mai 2020 unter Einhaltung bestimmter Voraussetzungen (z.B. höchstens acht Personen) wieder aufnehmen dürfen.

Eine Arbeitsgruppe des Berliner Fußball-Verbandes steht bereits seit einigen Wochen in engem Austausch mit der Politik und dem Landessportbund Berlin sowie der Charité und erarbeitet Ideen und konkrete Konzepte für Trainingsmaßnahmen, um den Berliner Vereinen zu gegebener Zeit schnellstmöglich den Weg für den Trainingsbetrieb in Kleingruppen zu ebnen - alles natürlich unter Einhaltung und Berücksichtigung der Hygienevorschriften und Abstandsregelungen.

Die Zulassung eines derartigen Trainingsbetriebes ist selbstverständlich auch im Interesse des Berliner Fußball-Verbandes, da er sich der Rolle des Fußballs, vor allem für Kinder und Jugendliche, bewusst ist. Aus diesem Grund pflegte man schon vor wenigen Wochen den Kontakt zur Politik und Medizin.

In den kommenden Tagen stellt der BFV seinen Vereinen ein Konzept einer Muster-Trainingseinheit zur Orientierung und einen Trainingsleitfaden mit Empfehlungen und Vorgaben zur Verfügung. Darüber hinaus wird es auch im Qualifizierungsbereich Neuerungen geben und Unterstützung aus der Vereinsberatung folgen. Die Veröffentlichung erfolgt auf der BFV-Homepage, auf den Social Media-Kanälen des BFV sowie per BFV-Mail.

Der BFV arbeitet intensiv daran, dass möglichst bald alle Altersklassen wieder in eine Form von Training auf dem Platz zurückkehren können. 

Sechste Verordnung zur Änderung der SARS-Cov-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung (Stand 7. Mai 2020)

Der DFB hat seinen Landesverbänden am Freitag, den 8. Mai bereits den Leitfaden „Zurück auf den Platz" zur Verfügung gestellt. Im Laufe der kommenden Woche veröffentlicht der BFV einen eigenen Leitfaden mit regionalem Bezug.

Haus des Fußballs und LLZ weiterhin geschlossen

Die Geschäftsstelle und das Landesleistungszentrum des Berliner Fußball-Verbandes bleiben vorerst bis zum 17. Mai 2020 geschlossen.

Der BFV möchte mit dieser Maßnahme weiterhin das Infektionsrisiko an beiden Standorten minimieren und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schützen. Gleichzeitig erarbeitet der BFV ein Abstands- und Hygienekonzept, das zum Ziel hat, beide Standorte, je nach behördlicher Verfügungslage, nach und nach wieder zu öffnen. Dafür müssen jedoch organisatorische Maßnahmen getroffen werden, die sich noch in der Umsetzung befinden.  

Bis zum 17. Mai 2020 finden vorerst auch keine Veranstaltungen im Haus des Fußballs und Landesleistungszentrum oder von Seiten des BFV statt.

Die Erreichbarkeit der Verbandsmitarbeiter/innen ist auch weiterhin, vorzugsweise per E-Mail, gewährleistet.

BFV-Präsidium beruft drei neue Vizepräsidenten

Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes hat am 29. April 2020 drei neue Vizepräsidenten berufen, da der geplante außerordentliche Verbandstag zur Neuwahl der ehrenamtlichen Funktionen am 13. Juni 2020 aufgrund der behördlichen Verfügungslage nicht stattfinden kann.

Damit reagiert das Präsidium gleichzeitig auf die Verordnung zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Berlin und hat den außerordentlichen Verbandstag am 13. Juni 2020 abgesagt. Aus Sicht des Präsidiums duldete die personelle Nachbesetzung der drei vakanten Präsidiumspositionen keinen weiteren Aufschub, so dass das Gremium einstimmig beschloss, die drei Vizepräsidenten gemäß §23 Ziffer 5 Satzung in die Ämter zu berufen. Mit Wirkung zum 1. Mai 2020 übernehmen Ralph Rose (Vizepräsident Finanzen), Sascha Kummer (Vizepräsident Qualifizierung & Soziales) sowie Jan Schlüschen (Vizepräsident Recht) die jeweiligen Funktionen im BFV-Präsidium.

Dazu sagt Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes: „Es war mein ausdrücklicher Wille, die Berliner Vereine durch direkte Wahl in den Neubesetzungsprozess einzubeziehen. Da jedoch ein außerordentlicher Verbandstag am 13. Juni 2020 nicht mit persönlicher Anwesenheit durchgeführt werden kann, mussten wir als Präsidium den Termin absagen. Gleichzeitig sind wir im Präsidium übereingekommen, die vakanten Positionen satzungsgemäß durch Berufung neu zu besetzen. In der aktuellen Corona-Pandemie hielten es alle Präsidiumsmitglieder für geboten, die vakanten Positionen zeitnah neu zu besetzen. Ich freue mich nunmehr, dass wir die Arbeit im Präsidium in vollzähliger Zusammensetzung erfolgreich meistern können.“

Die Neubesetzung der drei Vizepräsidentenpositionen war notwendig geworden, nachdem im Februar Gerd Liesegang und Jürgen Pufahl von ihren Ämtern zurückgetreten waren. Jürgen Tillack hat nunmehr den Weg für die dreifache Neubesetzung geebnet, indem er zum 30. April 2020 zurückgetreten ist, jedoch für die Einarbeitung seines Nachfolgers weiterhin zur Verfügung steht.

Ralph Rose (Vizepräsident Finanzen) ist 55 Jahre alt und von Beruf Bankkaufmann. Seine ehrenamtliche Vita enthält u.a. folgende Stationen: Präsident des Baseball- und Softballverbandes Berlin/Brandenburg e.V. (inkl. Finanzen), Vorstandsmitglied Internationales und Finanzen der Deutschen Sportjugend im DOSB, stellv. Vorsitzender der Sportjugend Berlin im LSB Berlin (inkl. Finanzen) sowie aktuell Präsidiumsmitglied im SC Charlottenburg und beratendes Mitglied im BFV-Jugendausschuss (u.a. AG eFootball). Zu seiner Berufung sagt er: „Ich freue mich sehr und empfinde es als große Ehre, die ehrenamtliche Funktion des Schatzmeisters im mitgliederstärksten Sportverband - hier in unserem schönen Berlin - ausüben und dabei u.a. mit dem guten Team des Finanzausschusses und der Geschäftsstelle zusammen agieren zu dürfen. Wir werden versuchen, den Interessen und Erwartungen der vielfältigen BFV-Anspruchsgruppen, an deren erster Stelle die BFV-Mitgliedsvereine sowie deren Mitgliederinnen und Mitglieder stehen, so weit wie möglich zu entsprechen.“

Sascha Kummer (Vizepräsident Qualifizierung & Soziales) ist 40 Jahre alt und von Beruf Beamter. Seit 1999 ist er ehrenamtlich im Kinder- und Jugendfußball sowie seit 2009 als Jugendtrainer bei der SG Rotation Prenzlauer Berg aktiv. Aktuell arbeitet er engagiert im BFV-Jugendbeirat sowie im Ausschuss für Qualifizierung mit. Sascha Kummer sagt zur Berufung: „Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben im Berliner Fußball-Verband als Vizepräsident für Qualifizierung & Soziales. Mir ist bewusst, dass ich in dieser Position in große Fußstapfen trete und danke Gerd Liesegang für die bisher geleistete Arbeit. Gemeinsam mit den Berliner Fußballvereinen möchte ich die begonnenen Projekte fortsetzen und unseren Verband fit für die Zukunft in den Bereichen Soziales und Qualifizierung machen.“

Jan Schlüschen (Vizepräsident Recht) ist 50 Jahre alt, aufgewachsen in Trier und 1995 nach Berlin gezogen. Er hat drei Söhne und ist von Beruf Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Gewerblicher Rechtsschutz (Markenrecht, Wettbewerbsrecht, Kartellrecht) sowie Urheber-, Medien- und Datenschutzrecht. Er ist leidenschaftlicher Fußballer und zeichnete sich unter anderem auch für die Gründung und Organisation der Medienliga Berlin-Brandenburg verantwortlich. Zu seiner Berufung sagt Jan Schlüschen: „Ich freue mich sehr auf die bevorstehenden Aufgaben im Berliner Fußball, die nicht nur aufgrund der aktuellen Situation im Hinblick auf den Spielbetrieb sehr herausfordernd und spannend sind. Dazu zählt auch die Umsetzung der auf dem letzten Verbandstag formulierten Ziele des Berliner Fußball-Verbandes.“

Videostatement Bernd Schultz zur Neubesetzung der Vizepräsidentenpositionen:

Videobotschaft von Präsident Bernd Schultz

Den BFV erreichten einige Fragen zum Thema „Einberufung eines außerordentlichen Verbandstags am 20. Juni". Die häufigsten Fragen werden hier beantwortet.

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes beantwortet die drei häufigsten Fragen zum Thema „Einberufung eines außerordentlichen Verbandstags am 20. Juni".

Die gesamte Mitteilung von Donnerstag, den 30. April 2020 ist hier zu finden:

BFV-Vereine beschließen Saisonentscheidung 2019/20 in einer Mitgliederversammlung

BFV-Vereine beschließen Saisonentscheidung 2019/20 in einer Mitgliederversammlung

Das Präsidium des BFV hat in seiner Sitzung am Abend des 29. April 2020 die weiteren Schritte bis zur Entscheidung über die Saison 2019/20 festgelegt.

Aktuell geht das Präsidium nicht davon aus, dass die Saison 2019/20 bis zum 30. Juni ordnungsgemäß zu Ende geführt werden kann. Zudem haben die Berliner Vereine in drei Videokonferenzen ein klares Meinungsbild hinterlegt, in dem die überwiegende Anzahl einen Saisonabbruch wünscht. Das Präsidium des BFV respektiert die Meinung der Vereine, sieht jedoch den Verband Haftungsrisiken ausgesetzt. Daher werden die Berliner Vereine in einem außerordentlichen virtuellen Verbandstag am 20. Juni 2020 über die Entscheidung Saisonabbruch oder Saisonverlängerung abstimmen.

Eine kurzfristige juristische Prüfung des BFV-Ausschusses für Recht und Satzung hat zudem ergeben, dass das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes nicht berechtigt ist, über einen Saisonabbruch oder über eine Saisonverlängerung zu entscheiden. Es fehlt die sogenannte Eilbedürftigkeitszuständigkeit. Daher kann nur ein außerordentlicher Verbandstag als höchstes Verbandsorgan die entsprechende Entscheidung treffen. Die Einberufung zum außerordentlichen Verbandstag nebst Tagesordnung wird in den kommenden Tagen veröffentlicht.

Ferner wird der Berliner Fußball-Verband ein externes juristisches Gutachten beauftragen, das sich mit möglichen Ordnungsänderungen für einen Saisonabbruch oder der Saisonverlängerung beschäftigt. Das juristische Gutachten soll zudem die Haftungsrisiken aufzeigen, damit alle Berliner Vereine eine Grundlage für die Entscheidungsfindung haben. Das Gutachten wird allen Berliner Vereinen zur Verfügung gestellt.

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes nimmt zur Kenntnis, dass die Mehrheit der Berliner Vereine einen Saisonabbruch favorisiert. Dieses Meinungsbild gilt es zu respektieren. Laut juristischer Einschätzung kann das Präsidium keine Entscheidung über einen Saisonabbruch oder eine Saisonverlängerung treffen. Daher werden die Vereine am 20. Juni 2020 selbstständig über den Saisonabbruch entscheiden müssen.“

Kevin Langner, Geschäftsführer des BFV, ergänzt: „Ich habe in den vergangenen Wochen immer wieder betont, dass ein Saisonabbruchszenario ein nicht überschaubares Haftungsrisiko für den Verband mit sich bringt. Diesen Sachverhalt werden wir mit einem juristischen Gutachten unterlegen, damit jede Vereinsvertreterin und jeder Vereinsvertreter eine umfassende Faktenlage für seine Entscheidungsfindung hat. Selbstverständlich wird das Präsidium nach Studium des juristischen Gutachtens den Vereinen einen Beschlussvorschlag unterbreiten. Alle Vereine können dann am 20. Juni 2020 eine unabhängige Entscheidung treffen, wie mit der Saison 2019/20 verfahren wird. Dieses Ergebnis wird dann vom Präsidium umgesetzt.“

Nicht inbegriffen in die Grundsatzentscheidung um den Spielbetrieb in Berlin sind die Pokalwettbewerbe des Nike Youth Cup der A-Junioren, des Polytan-Pokals der 1. Frauen und des AOK-Landespokals der 1. Herren, da in diesen Wettbewerben Teilnehmende für die Folgesaison auf DFB-Ebene ermittelt werden. Diese Wettbewerbe sollen möglichst sportlich zu Ende geführt werden, sobald es die behördlichen Auflagen zulassen. Insgesamt strebt das Präsidium des Berliner Fußball-Verbandes ein einheitliches Vorgehen in den Meisterschaftswettbewerben im Jugend-, Frauen- und Herrenbereich an.

In den nächsten Schritten wird das Präsidium des BFV nun das Gutachten beauftragen und die Mitgliederversammlung am 20. Juni 2020 als virtuelle Veranstaltung vorbereiten. Am 27. Mai 2020 erfolgt dann der Präsidiumsvorschlag an die Vereine. Der ursprüngliche außerordentliche Verbandstag am 13. Juni 2020 wurde vom Präsidium abgesagt. Einzelheiten dazu folgen am Donnerstagmittag, 30. April 2020.

Videokonferenzen zum Umgang mit der Saison 19/20

Am Freitag, den 24. April sowie am Samstag, den 25. April trat der BFV in drei Videokonferenzen in den Dialog mit seinen Vereinen.

Carsten Voss, Referatsleiter Spielbetrieb & EDV des Berliner Fußball-Verbandes moderierte die Konferenzen, die nach Spielbetriebsbereichen (Frauen, Jugend, Herren inkl. Senioren) unterteilt waren. Neben ihm begrüßte auch BFV-Präsident Bernd Schultz die Teilnehmer/innen. Zu Beginn stellte Carsten Voss klar, dass ein Spielbetrieb bis zum 30. Juni 2020 nicht zu erwarten sei. Aktuell sei auch, trotz Lockerungen für den Individualsport, der Trainingsbetrieb für Mannschaftssportarten auf den Berliner Sportanlagen nicht zugelassen. Bernd Schultz ergänzte, dass der BFV bei seiner Entscheidungsfindung auch vom DFB und NOFV abhängig sei, es dort jedoch nach den Konferenzen am Freitag keine neuen Ergebnisse gebe. Er betonte, dass die Ergebnisse der drei Videokonferenzen in die Entscheidungsfindung und Präsidiumssitzung am kommenden Mittwoch einfließen werden. Eine Entscheidung würde jedoch erst Anfang Mai getroffen werden können.

Im Anschluss wurden die beiden verbliebenen Szenarien konkreter vorgestellt. Zur Auswahl stehen ein Saisonabbruch und eine Saisonpause mit Fortsetzung der Saison 19/20 nach den Sommerferien und Aufhebung der behördlichen Vorgaben. Im Falle eines Saisonabbruches wurden drei Möglichkeiten der Wertung vorgestellt:

  1. Annullierung der Saisonergebnisse

  2. Anwendung der Hinrundentabelle (nur Aufsteiger, ggf. keine Absteiger)

  3. Quotientenregelung: aktueller Tabellenstand (nur Aufsteiger, ggf. keine Absteiger)

Carsten Voss erläuterte ausführlich die jeweiligen Vor- und Nachteile der beiden Szenarien. Für einen Saisonabbruch spricht beispielsweise, dass man rasch Klarheit zu weiteren Terminen und eine lange Vorlaufphase für die neue Saison hat, während ein Abbruch vor allem auch zahlreiche, nicht zu unterschätzende rechtliche Konsequenzen mit sich bringen kann und sportliche Fragen (Aufstieg/Abstieg) noch zu klären wären. Bei einer Entscheidung für Aufsteiger und ohne Absteiger wären die einzelnen Ligen übervoll und die zu erfüllenden Spieltermine würden ansteigen.

Vorteile einer Saisonverlängerung sind die sportliche Lösung und Beendigung der Saison auf dem Spielfeld und die damit einhergehende Flexibilität, falls eine zweite Pandemie-Welle erneut zu einer Saisonunterbrechung führen sollte. Darüber hinaus würde es keine Folgesaison mit erhöhten Mannschaftszahlen in den einzelnen Ligen geben. Eine haftungsrechtliche Problematik ist im Falle einer Saisonverlängerung ebenfalls nahezu ausgeschlossen. Gegen die Saisonverlängerung spricht der hohe bürokratische Aufwand (Änderungen Regularien, Vereinswechsel etc.) sowie dass ein Saisonfinale ggf. erst im Herbst stattfinden würde, schließlich gibt es im Sommer in der Regel viel Bewegung im Kader.

Anschließend diskutierten die jeweiligen Vereinsvertreter/innen die verschiedenen Szenarien sehr konstruktiv und fair, jedoch auch kontrovers.

Die Abstimmung brachte folgende Ergebnisse hervor:
Das erste Ergebnis entspricht den Abstimmungen der Vereinsverteter/innen, das zweite der Abstimmung aller weiteren Teilnehmer/innen (Ehrenamt, Hauptamt, Trainer/in, Betreuer/in etc.)

Frauenbereich (ca. 70 Teilnehmende)

Ergebnis Vereinsvertreter/innen

Ergebnis weitere Teilnehmer/innen

Jugendbereich (ca. 150 Teilnehmende)

Ergebnis Vereinsvertreter/innen

Ergebnis weitere Teilnehmer/innen

Herrenbereich inkl. Seniorenbereich (ca. 150 Teilnehmende)

Ergebnis Vereinsvertreter/innen

Ergebnis weitere Teilnehmer/innen

In geringem Umfang kann es in den drei Konferenzen zu Doppelabstimmungen gekommen sein, jedoch schätzt der BFV das Ergebnis durchaus als repräsentativ ein.

Zuletzt erklärte Carsten Voss, dass die Ergebnisse in der Präsidiumssitzung am 29. April vorgelegt werden und dort eine Entscheidung über Ligabetrieb und Pokalwettbewerb diskutiert werde.

Anmerkungen des LSB zur aktuellen Senatsverordnung

Der Landessportbund Berlin weist darauf hin, dass die Nutzung von Sportanlagen für Mannschaftssportarten untersagt bleibt.

In einem FAQ informiert der LSB über die Verordnung des Berliner Senats zu Corona-Lockerungen im Sport. Daraus geht hervor, dass der Trainingsbetrieb in Mannschaftssportarten weiterhin untersagt ist.

Das gesamte FAQ sowie die vierte Verordnung des Berliner Senats zur Änderung der SARS-CoV-2-Eindämmungsmaßnahmenverordnung vom 21. April 2020 findet man hier:

Anmerkungen des LSB Berlin zu der aktuell geltenden Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Berlin

Der Berliner Fußball-Verband steht derzeit in engem Austausch mit der Politik und erarbeitet bereits Ideen und Konzepte für Trainingsmaßnahmen, um den Berliner Vereinen zu gegebener Zeit schnellstmöglich den Weg für den Trainingsbetrieb zu ebnen.

Update: „Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 8: Freiwilligendienstleistende, Verdienstausfall hauptamtlicher Angestellter

Im achten Teil geht es um Freiwilligendienstleistende im Sport und den Verdienstausfall hauptamtlicher Vereinsangestellter.

Welche Möglichkeiten gibt es in der aktuellen Situation für die Vereine, mit den Freiwilligendienstleistenden umzugehen?

Die Freiwilligendienstleistenden sind in ihrer Tätigkeit nicht als Arbeitnehmer zu betrachten. Sie haben keinen Anspruch auf das Kurzarbeitergeld nach SGB III und diese Form der Unterstützung kann daher nicht von den Einsatzstellen beantragt werden. Die entfallenen Seminare gelten als besucht und die damit verbundenen Bildungstage werden angerechnet. Sollten Trainer/innen-Lizenzen von ausgefallenden Lehrgängen betroffen sein, können diese nachgeholt werden. Die Freiwilligendienstleistenden können keine Minusstunden ansammeln. Wenn kein Einsatz möglich ist, handelt es sich um eine bezahlte Freistellung von der täglichen Arbeit. Das monatliche Taschengeld und die Sozialabgaben werden weiterhin in voller Höhe von den Trägern weiterbezahlt. In der aktuellen Situation ist der bereits genehmigte Urlaub zu nehmen und der Abbau von Überstunden steht im Vordergrund.

Die freigewordene Arbeitskapazität kann zu einer Erweiterung des Tätigkeitsbereichs der Freiwilligendienstleistenden genutzt werden, sollten die Freiwilligen dem zustimmen. Sie bleiben dabei aber im regulären Dienst der Einsatzstelle. So können die Freiwilligendienstleistenden z.B. bei gemeinnützigen Institutionen aushelfen. Dazu ist eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Einsatzstelle und der Institution, die Unterstützung benötigt, erforderlich. Die gemeinnützige Institution leistet dem Verein dann eine Zahlung in Höhe der entstandenen Kosten.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite der Sportjugend Berlin (https://sportjugend-berlin.de/aktuelles/) zu finden. Darüber hinaus liefert die Deutsche Sportjugend ebenfalls noch weiterführende Informationen (https://www.dsj.de/deutsche-sportjugend/informationen-zum-umgang-mit-dem-corona-virus/)

(vgl. Landessportbund Berlin)

Haben hauptamtlich Angestellte einen Anspruch auf Erstattung des Dienstausfalls?

Zugrunde liegt die Regelung, dass mit der Einstellung des Sportbetriebs durch den Verein, der Verein weiterhin in der Pflicht ist, die Arbeitnehmer/innen zu vergüten. Aufgrund der Untersagung des Berliner Senats gemäß § 4 Abs. 1 kann für die Vereine und Trainer/innen ein Anspruch nach § 56 des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen entstanden sein, wenn dessen Voraussetzungen vorliegen.

§ 56 Abs. 1 Infektionsschutzgesetz

„Wer auf Grund dieses Gesetzes als Ausscheider, Ansteckungsverdächtiger, Krankheitsverdächtiger oder als sonstiger Träger von Krankheitserregern im Sinne von § 31 Satz 2 Verboten in der Ausübung seiner bisherigen Erwerbstätigkeit unterliegt oder unterworfen wird und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, erhält eine Entschädigung in Geld. Das Gleiche gilt für Personen, die als Ausscheider oder Ansteckungsverdächtige abgesondert wurden oder werden, bei Ausscheidern jedoch nur, wenn sie andere Schutzmaßnahmen nicht befolgen können.“

Der Antrag auf die Entschädigungszahlungen kann von den Vereinen bei der Senatsverwaltung für Finanzen gestellt werden, unter der Bedingung, dass ein Berliner Gesundheitsamt ein Tätigkeitsverbot bzw. Quarantäne ausgesprochen hat. Den entstandenen Schaden muss der Verein nachweisen, sonst ist es nicht möglich, diese Zahlungen zu beantragen. Für die Vereine ist es schwer möglich, einen genauen Schaden zu beziffern, da die Mitgliedsbeiträge weiter eingenommen werden und nicht an die Durchführung der Sportangebote gekoppelt sind.

Über diese Möglichkeit hinaus haben die Vereine die Möglichkeit, Kurzarbeitergeld für die hauptamtlichen Mitarbeiter/innen zu beantragen. Die beschriebenen Entschädigungszahlungen kommen für Soloselbständige wie z.B. Übungsleiter/innen, Trainer/innen in Frage.

Weitere Informationen zu Entschädigungsleistungen nach dem Infektionsschutzgesetz sind hier nachzulesen (https://www.berlin.de/sen/finanzen/presse/nachrichten/artikel.908216.php)

(vgl. Landessportbund Berlin)

Update: Die Anträge auf Erstattung des Dienstausfalls im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes können jetzt online ausgefüllt werden:

Für Arbeitgeber/innen: https://service.berlin.de/dienstleistung/329421/

Für Selbstständige: https://service.berlin.de/dienstleistung/329424/

Videokonferenzen zum Spielbetrieb in Berlin

Der Berliner Fußball-Verband lädt am kommenden Wochenende zu drei Videokonferenzen mit den Berliner Vereinen ein.

Während einzelne Bereiche in der Corona-Krise wieder öffnen, ist die Wiederaufnahme des Spielbetriebes für Mannschaftssportarten nach wie vor nicht vorgesehen. Selbst wenn in den kommenden Tagen oder Wochen eine Wiederaufnahme des Trainings möglich erscheint, bleiben Wettkämpfe weiterhin unrealistisch. 

Dadurch ergibt sich ein neues Bild bei der Frage, wie der Spielbetrieb in Berlin weitergeführt werden soll. Inzwischen erscheinen zwei Szenarien realistisch:

1) Abbruch der Saison mit unterschiedlichen Ausprägungen (Aufsteiger ja/nein, Absteiger ja/nein, komplette Annullierung) sowie

2) Fortsetzung der Saison im Herbst dieses Jahres

Auch wenn es hierbei eine bundesweit einheitliche Lösung geben soll, muss der Berliner Fußball-Verband eine eigene Entscheidung treffen. Dies soll auf Grundlage der Meinung der Vereine geschehen, daher lädt der BFV die Berliner Fußballvereine erneut zu Videokonferenzen ein.

Für das kommende Wochenende sind drei Konferenzen angesetzt, je nach Spielbetriebsbereich (Erwachsene einschl. Senioren und Ü-Bereiche, Jugend einschließlich Junioren und Juniorinnen sowie Frauen). Der BFV bittet um rege Teilnahme, insbesondere von Vorstandsmitgliedern, um ein möglichst zuverlässiges Bild zu erhalten. Im Bereich der Frauen kann die Meinungsabgabe auch durch die zuständigen Trainer/innen o.ä. abgegeben werden.

Als Tagesordnung für die 90-minütigen Konferenzen sind folgende Punkte vorgesehen:

Top 1: Begrüßung
Top 2: Vorstellung der aktuellen Situation und Szenarien
Top 3: Diskussion
Top 4: Meinungsbildung
Top 5: Nächste Schritte und Abschluss

Alle Vereine werden per BFV-Mail eingeladen und um kurze Anmeldung gebeten. Der Link zu den entsprechenden Konferenzen sowie Datum und Uhrzeit sind der Einladungsmail zu entnehmen.

Spielbetrieb: Statement von Präsident und Geschäftsführer

Aktueller Stand zum Spielbetrieb in der Corona-Pandemie

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Ministerpräsidentenkonferenz und der Senat von Berlin haben in dieser Woche entschieden, die Ausgangsbeschränkungen und die Kontaktverbote zu verlängern. Aus diesem Grund hat der Berliner Fußball-Verband weiterhin seine Geschäftsstelle und Sportschule bis einschließlich 3. Mai 2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. Ebenso sind alle BFV-Veranstaltungen bis zu diesem Zeitraum abgesagt. Die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter/innen des Verbandes sind selbstverständlich weiterhin zu erreichen, vorzugsweise per E-Mail.

Darüber hinaus haben wir die Entscheidung der Politik zur Kenntnis genommen, dass über eine Öffnung der Berliner Sportanlagen noch nicht entschieden ist. Eine Entscheidung des Senats diesbezüglich ist angekündigt. Formal bleiben die Sportanlagen weiterhin bis auf Weiteres geschlossen und somit ruht auch der Spielbetrieb des BFV. Daher möchten wir mit diesem Rundschreiben über die aktuellen Überlegungen des Berliner Fußball-Verbandes zum Spielbetrieb informieren. Die Pandemie ist sehr dynamisch, daher geben wir heute den Stand vom 17. April 2020 wieder:

1. Der Berliner Fußball-Verband bereitet derzeit die Entscheidung für den weiteren Umgang mit der Saison 2019/20 vor. Eine finale Entscheidung ist für Ende April zu erwarten. Zuvor gilt es, die weiteren Entscheidungen des Berliner Senats abzuwarten. Es gibt vorsichtige Anzeichen, dass unter Umständen, und mit engen medizinischen Vorgaben, die Berliner Sportanlagen in naher Zukunft wieder geöffnet werden könnten. Unter welchen Voraussetzungen, bleibt abzuwarten. Sicher ist, dass wir nicht zeitnah in den gewohnten Spielbetrieb zurückkehren werden. Wir sprechen anfangs allenfalls von einem ersten Schritt in den Trainingsbetrieb.

2. Der BFV befindet sich deshalb in intensiven Gesprächen mit den anderen Fußballlandesverbänden, um möglichst einen bundesweit einheitlichen Weg im Spielbetrieb zu gehen. Ferner ist der BFV mit dem Landessportbund, der Politik und der Charite Berlin im engen Austausch.

3. Fakt ist, dass der BFV von einer Auf- und Abstiegsentscheidung des NOFV und dieser wiederum vom DFB abhängig ist. Daher befinden wir uns in regelmäßigen Gesprächen mit diesen Verbänden.

4. Es gilt unbedingt, einen großen bundesweiten Flickenteppich zu vermeiden. Es hilft keinem Verband, eine einzelne Entscheidung für sich zu treffen. Wenn beispielsweise eine Saison in Berlin vorzeitig beendet, jedoch in anderen Verbänden fortgeführt wird, gibt es unterschiedliche Saisonstarts 2020/21, was auch unter dem Aspekt von bundesweiten Vereinswechseln zu weitreichenden Schwierigkeiten führt.

5. Daher tagen am Montag, 20. April abermals die Landesverbände sowie später am Tag die BFV-AG Spielbetrieb, um die derzeitigen sinnvollen Szenarien zu besprechen und abzuwägen. Ferner tagt am Dienstag, 21. April 2020 der Senat von Berlin. Am 22. April 2020 treffen sich erneut die Präsidenten und Geschäftsführer der Verbände, um möglichst einen bundesweit einheitlichen Weg zu ebnen. Im Anschluss sind vom 24. bis 26. April drei Videokonferenzen (Herren-, Frauen und Jugendbereich) mit den Berliner Vereinen zur weiteren Meinungsbildung geplant, bis schließlich am 29. April das BFV-Präsidium tagt.

6. Folgende zwei Szenarien sind für den Berliner Fußball-Verband derzeit in der Diskussion:

  1. Saisonabbruch mit verschiedenen Szenarien (Annullierung, Tabelle einfrieren, nur Aufsteiger und keine Absteiger etc.)
  1. Spielpause bis 14. August 2020 und Wiedereinsetzen der Saison 2019/20 am 15. August bis ca. Ende September 2020. Neustart der Saison 2020/21 im Spätherbst 2020.

7. Aus Sicht des Präsidenten und des Geschäftsführers wird der sportliche Gedanke favorisiert, um einen klaren und chancengleichen Wettbewerb zu ermöglichen. Die Gefahr für Einsprüche und Klagen gegen einen Saisonabbruch würde viele juristische Risiken mit sich bringen.

8. Allen Fußballlandesverbänden liegt ein Rechtsgutachten vor, welches deutlich von einem Saisonabbruchszenario aus den im Punkt 7 benannten Gründen abrät. Dieses wird auch mit möglichen Schadenersatzansprüchen der Vereine gegen den Verband begründet. Daher kann formal nur ein außerordentlicher Verbandstag über ein Saisonabbruch entscheiden, mit allen notwendigen Einberufungsfristen und Wahlabläufen. Eine Saisonfortsetzung im Herbst 2020 wäre juristisch möglich.

Im Ergebnis bitten wir alle Beteiligten noch um etwas Geduld. Alle Funktionsträger/innen im BFV sind bestrebt, eine kluge und sachgerechte Entscheidung im Sinne des Berliner Amateurfußballs zu treffen. Daher benötigen wir für den Meinungsbildungsprozess und den Austausch mit den Verbänden sowie Politikern noch etwas Zeit. Wir sind Stand heute zuversichtlich, dass wir Ende April eine Entscheidung für Berlin kommunizieren können.

Bis dahin bleiben Sie gesund!

Mit freundlichen Grüßen

Berliner Fußball-Verband e. V.

                       

Bernd Schultz                                       Kevin Langner

Präsident                                              Geschäftsführer

Videonachricht:

BFV-Geschäftsstelle und LLZ weiterhin geschlossen

Die Geschäftsstelle und das Landesleistungszentrum des Berliner Fußball-Verbandes bleiben vorerst bis zum 3. Mai 2020 geschlossen.

Damit reagiert der BFV auf den Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder von Mittwoch, dem 15. April 2020, die Kontaktbeschränkung bis 3. Mai 2020 zu verlängern, um die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen. Auf der Internetseite der Bundesregierung heißt es unter anderem: „Halten Sie Abstand! Leitschnur des Handelns ist, alle Menschen in Deutschland so gut wie möglich vor Infektionen zu schützen. In der Öffentlichkeit gilt wie bisher ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Bürgerinnen und Bürgern. Aufhalten soll man sich in der Öffentlichkeit nur allein, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen, die im eigenen Haushalt leben.“

Bis zum 3. Mai 2020 finden vorerst auch keine Veranstaltungen im Haus des Fußballs und Landesleistungszentrum oder von Seiten des BFV statt.

Die Erreichbarkeit der Verbandsmitarbeiter/innen ist auch weiterhin, vorzugsweise per E-Mail, gewährleistet.

Vereine und BFV zum Spielbetrieb im Dialog

BFV und Vereine kamen am Montag, den 6. April in einer Videokonferenz zusammen, um über Spielbetriebsplanungen der Saison 2019/20 zu diskutieren.

Wie wird der Spielbetrieb in der laufenden Saison fortgesetzt? Wird er überhaupt fortgesetzt? Zum aktuellen Zeitpunkt kann der BFV diese Frage leider nicht beantworten. Fest steht hingegen, dass der Spielbetrieb im Berliner Fußball-Verband bis auf Weiteres ruht. In einer Konferenz aller Präsidenten und Geschäftsführer der Regional- und Landesverbände im DFB hat man sich zudem bundesweit darauf verständigt, dass eine mögliche Fortsetzung des Spielbetriebes mindestens 14 Tage vorher angekündigt werden soll.

Auch wenn der BFV die Entscheidungen der Politik und der Behörden abwarten muss, befasste sich der Berliner Fußball-Verband in den letzten Wochen intensiv mit verschiedenen Szenarien der Fortführung oder des Abbruches der laufenden Saison. Dieses aber immer unter der Voraussetzung, dass es tägliche neue Informationen und Entwicklungen in der Corona-Pandemie gibt. Zuletzt kristallisierten sich im Laufe der vergangenen Wochen zunächst vier Szenarien heraus:

  • Szenario 1: Die Saison wird auf jeden Fall bis zu den Sommerferien zu Ende gespielt (ggf. durch stark vermehrte Wochentagsspiele).

  • Szenario 2: Die Saison wird abgebrochen; gewertet wird der aktuelle Tabellenstand (bei ungleicher Spieleanzahl ggf. durch Punktequotienten).

  • Szenario 3: Die laufende Saison wird komplett storniert, das heißt die Saison 2020/21 soll so beginnen, wie die Saison 2019/20 (alle beginnen bei "Null").

  • Szenario 4: Die Saison wird abgebrochen. Die neue Saison 2020/21 beginnt wie die Saison 2019/20, alle Mannschaften nehmen jedoch ihren aktuellen Punkte- und Torestand mit in die neue Saison.

Umfrage und Videokonferenz zeigen Meinungsbild der Vereine

Um mit den Vereinen in den Dialog zu treten, offene Fragen bezüglich verschiedenster Szenarien zu klären sowie den Vereinen die Möglichkeit für Vorschläge neuer, weiterer Szenarien zu geben, veranstaltete der BFV am Montag, den 6. April eine Videokonferenz für alle interessierte/n Vereinsvertreter/innen. Insgesamt nahmen 67 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Angebot wahr und diskutierten über die verschiedenen Optionen mit den Spieltechnikern des BFV, die auch für neue Szenarien ein offenes Ohr hatten.

Neben dieser Form des interaktiven Austauschs gab der BFV allen Berliner Vereinen bis zum 8. April darüber hinaus die Möglichkeit, ihre Meinung im Rahmen einer Online-Umfrage abzugeben, in der u.a. auch die vier Szenarien vorgestellt wurden. Die Mehrheit der Teilnehmenden glaubt, dass die Saison abgebrochen werden müsse und entschied sich für Szenario zwei und drei. Zahlreiche Vereine hinterließen dabei jedoch in der Umfrage, unabhängig von Szenario 1, auch den Wunsch, die Saison möglichst regulär zu Ende zu spielen, beispielsweise mit einer Saisonverlängerung über den 30. Juni 2020 hinaus. Daher stellt sich die Meinungsbildung für den BFV sehr differenziert dar. Insgesamt gingen 127 Meinungen der Berliner Vereine ein, teilweise erfolgten Mehrfachabstimmungen aus dem gleichen Verein.

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, sagt: „Die Kommunikation mit unseren Vereinen spielt in der aktuellen Situation für mich eine sehr wichtige Rolle. Aus diesem Grund haben wir uns für eine Umfrage und eine Videokonferenz mit den Vereinen entschieden. Dabei war es mir wichtig, dass wir uns ein Meinungsbild bei den Vereinen einholen. Unter Berücksichtigung der überaus dynamischen Entwicklungen der vergangenen Wochen, beschäftigen wir uns intensiv mit der Entscheidung für die Saison 2019/20, damit alle Vereine eine mittelfristige Planungssicherheit haben. Es bleibt aber dabei, dass wir einen Spielbetrieb, sofern dieses von der Politik ermöglicht wird, mindestens 14 Tage vorher ankündigen.“

Kevin Langner, Geschäftsführer des Berliner Fußball-Verbandes, ergänzt: „Es bleibt weiterhin wichtig, zunächst die Entscheidung des Senats von Berlin zum weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie abzuwarten. Aber insbesondere in den letzten Tagen wurde von Juristen verdeutlicht, dass Szenarien für einen Saisonabbruch enorme haftungsrechtliche Risiken für den Berliner Fußball-Verband bedeuten. Daher kann eine solche Entscheidung nur ein außerordentlicher Verbandstag treffen. Das ist selbstverständlich ein möglicher Weg. Gleichzeitig müssen wir uns als Verband auch intensiv mit dem Szenario der Saisonverlängerung bzw. -fortführung nach den Sommerferien beschäftigen. Um dieses aber abschließend zu prüfen, warten wir zunächst einmal die Entscheidung der Politik ab. Meine Erfahrung der letzten Wochen zeigt, dass ein Szenario, das heute realistisch erscheint, sich in Kürze als Utopie herausstellen kann. Sobald die Politik die nächsten Schritte festgelegt hat, werden wir das weitere Vorgehen an unsere Vereine kommunizieren.“

„Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 7 (Update 8. April 2020): Sponsoring, Ticketing, Partner & Dienstleister

Bleiben Sponsoring-Verträge gültig? Wie geht man mit dem Ticketing, Partnern und Dienstleistern in der aktuellen Situation um? Diese Fragen werden in Teil 7 beantwortet.

Frage: Behalten vereinbarte Sponsoring-Verträge ihre Gültigkeit, wenn der Trainings- und Spielbetrieb ruht und keine Veranstaltungen stattfinden können?

Das Thema Sponsoring stellt für einige Sportvereine mit eine der wichtigsten Finanzierungsquellen dar. Das vereinbarte Vertragsverhältnis zwischen dem Verein und dem Förderer ist geprägt von einer Leistung (i. d. R. eine Leistung in Geld) und eine Gegenleistung (i. d. R. Platzierung von Werbung des Sponsors). Ist die vereinbarte Werbeleistung nicht mehr zu erbringen, weil z.B. der Spielbetrieb ruht, wird auch der Sponsor von seiner Erbringungspflicht befreit. Hier ist zu beachten, welche Einzelheiten in dem jeweiligen Sponsorenvertrag vereinbart worden sind. Bei geplanten Veranstaltungen ist es im Bereich des Möglichen, dass im Vorfeld einer Veranstaltung schon Werbemaßnahmen durchgeführt worden sind. In diesem Fall behält der Gesponserte einen Teilanspruch der vereinbarten Leistung des Sponsors.

Einen Sonderfall stellen Werbeleistungen auf abgesagten Sportveranstaltungen dar. In der Vorbereitung der Veranstaltung kann absprachegemäß die Werbung bereits auf Banden und Trikots platziert worden sein. Mit der Absage der Veranstaltung tritt der Zweck der Werbung nicht ein, weil mit der Absage der Veranstaltung die mediale Sichtbarkeit nicht mehr gewährleistet ist. In diesem speziellen Fall ist eine Prüfung des Sponsoring-Vertrags wichtig, um eine mögliche Störung der Geschäftsgrundlage festzustellen. Im weiteren Verlauf können die Vertragspartner eine Anpassung der Verträge verlangen.

(vgl. ESB Marketing Netzwerk)

Für den Fall, dass eine Sportveranstaltung verschoben wird, gilt, dass die Sponsoringleistung noch erbracht werden kann. Der Veranstalter ist angehalten, so schnell wie möglich einen Ersatztermin zu kommunizieren bzw. in Aussicht zu stellen. Unter diesen Vorrausetzungen ist der Sponsor in seinen Ansprüchen beschränkt und über eine Vertragsanpassung sollte in diesem Fall nachgedacht werden.

(vgl. Lentze Stopper: Corona-Pandemie – Aktuelle Rechtsfragen im Sport)

Tipp: Aufgrund der außergewöhnlichen Situation sollten die Vereinsverantwortlichen auf die Sponsoren zugehen und um Entgegenkommen werben. Werden die Veranstaltungen nachgeholt, bleibt es bei der Leistungserbringung durch den Verein und es besteht keine Notwendigkeit, vereinnahmte Sponsoring-Gelder zurückzuzahlen.

Frage: Wie ist mit dem Ticketing in der aktuellen Situation umzugehen, wenn Sportveranstaltungen abgesagt oder verschoben werden?

Der Umgang im Ticketing in der aktuellen Situation hängt hauptsächlich von den Ticket-Vertragsbedingungen ab. Im Bereich des Profisports werden die Szenarien Veranstaltungsausfall, Geisterspiele und Verlegung in den AGB beim Vertragsabschluss geregelt. Vor allem bei einer Verschiebung behält eine Vielzahl der Tickets ihre Gültigkeit. Es ist möglich, dass Rücktrittsrechte dann für beide Parteien entstehen, die anschließend dazu führen, dass der Vertrag rückabgewickelt wird. Bei einem ersatzlosen Ausfall ist der Ticketpreis zu erstatten.

Eine Rückzahlung von Gebühren ist ebenfalls in den jeweiligen AGB geregelt und ist in jedem Einzelfall zu prüfen. Grundsätzlich müssen Gebühren nicht erstattet werden, wenn sie zu dem Zeitpunkt, in dem sie erhoben worden sind, berechtigt waren, z.B. Versandkosten für die Tickets.

Ein möglicher Rücktritt ist nicht an eine feste Frist gebunden und kann formfrei erklärt werden. Der Veranstalter kann dem Kunden im Zuge der Mitteilung, dass die Sportveranstaltung verlegt wurde, eine entsprechende Frist setzen. Diese gesetzte Frist ist dann verbindlich und muss eingehalten werden.

Im Fall von Dauerkarten ist ein kompletter Rücktritt des Kunden nicht haltbar. Hier ist es möglich, dem Dauerkarteninhaber eine teilweise Erstattung bzw. ein (Teil-) Rücktrittsrecht einzugestehen. Sollte der Verlegung der Saison, wie aktuell, eine Pandemie zugrunde liegen, kann in Betracht gezogen werden, dass die Dauerkarteninhaber zur Unterstützung des Vereins auf ihre eventuell bestehenden Ansprüche verzichten und so den Verein unterstützen.

(vgl. Lentze & Stopper: Corona-Pandemie – Aktuelle Rechtsfragen im Sport)

Frage: Ist es möglich, dass Schadens- und Aufwendungsersatzansprüche von Partnern und Dienstleistern geltend gemacht werden können?

Grundsätzlich sind Partner und Dienstleister in der aktuellen Situation nicht in der Position, Schadens- und Aufwendungsersatzansprüche zu fordern. Bei derartigen Ansprüchen muss eine schuldhafte Pflichtverletzung des Vertragspartners zugrunde liegen. Der Veranstalter handelt nicht schuldhaft, wenn er aufgrund der Corona-Pandemie eine Veranstaltung absagen oder verschieben muss. Dies gilt besonders, wenn eine behördliche Anordnung erteilt worden ist, die Veranstaltung zu verschieben oder gar abzusagen.

Bei Dienstleistungsverträgen trifft den Veranstalter ebenfalls kein Verschulden, wenn die Sportveranstaltung aufgrund der beschriebenen Gründe abgesagt oder verschoben werden muss. Der Veranstalter ist nicht für einen möglichen Zuschauerausschluss verantwortlich, weswegen z.B. keine Eingangskontrollen durchgeführt werden. Hier besteht ebenfalls kein Anspruch auf Schadens- bzw. Aufwendungsersatzleistungen.

(vgl. Lentze & Stopper, Corona-Pandemie – Aktuelle Rechtsfragen im Sport)

DFB mit Änderungen der Spiel- und Jugendordnung

Der DFB hat in Reaktion auf die Corona-Krise umfassende Anpassungen in der DFB-Spielordnung und DFB-Jugendordnung vorgenommen.

Der Deutsche Fußball-Bund nimmt in Reaktion auf die Corona-Krise umfassende Anpassungen in der DFB-Spielordnung und DFB-Jugendordnung vor. Die vom DFB-Vorstand beschlossenen Änderungen sind mit sofortiger Wirkung bis zum 30. Juni 2021 gültig, sie sollen in der aktuellen Krisensituation dringend nötige Flexibilisierungen sowie Erleichterungen für die Vereine ermöglichen. Mit Beginn der Saison 2021/2022 sollen dann wieder die vorherigen Bestimmungen in Kraft treten. Der Berliner Fußball-Verband hat bereits in einer Meldung am Freitagmorgen, den 3. April 2020 darüber informiert, wie das weitere Verfahren im Umgang mit dem Spielbetrieb aussieht.

Die Änderungen im Überblick:

DFB-Spielordnung

Saisonwertung (§ 4): Bisher galt der Grundsatz, dass in einer Saison jeder gegen jeden in Hin- und Rückrunde antritt – bei wechselseitigem Heimrecht. Meister ist die Mannschaft, die nach Durchführung aller Spiele die meisten Gewinnpunkte erzielt hat. Absteiger sind die Mannschaften mit den wenigsten Gewinnpunkten. Sollte jedoch ein Wettbewerb in der aktuellen Saison 2019/2020 aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie nicht zu Ende gespielt werden, können die Mitgliedsverbände abweichende Regelungen beschließen – unter anderem zur Regelung von Auf- und Abstieg oder beispielsweise einer möglichen Nichtwertung der Saison.

Vorgehen bei Insolvenzfällen (§ 6): Wenn ein Verein der 3. Liga, der Regionalliga, der FLYERALARM Frauen-Bundesliga oder 2. Frauen-Bundesliga einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellt, bekam er bislang neun Punkte in den Herren-Ligen und – aufgrund der geringeren Anzahl an Spielen – sechs Punkte in den Frauen-Ligen in der betreffenden Saison abgezogen. Diese Bestimmung ist für die Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021 gelockert worden. Bei Stellung eines Insolvenzantrags während der laufenden Saison wird kein Punktabzug verhängt. Tritt der Fall in der Saison 2020/2021 ein, werden in den Herren-Spielklassen dem jeweiligen Klub drei Punkte abgezogen, in den Frauen-Spielklassen wären es zwei Zähler.

Für Spielklassen unterhalb der Männer-Regionalliga und 2. Frauen-Bundesliga besagen die Statuten grundsätzlich, dass bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder Ablehnung der Eröffnung des Verfahrens mangels Masse die klassenhöchste Mannschaft jedes Vereins automatisch ans Ende der Tabelle gesetzt wird und als Absteiger feststeht. Die zuständigen Regional- und Landesverbände können nun abweichende Regelungen für ihre Spielklassen (auch für die Regionalligen) treffen – mit maximaler Gültigkeit bis 30. Juni 2021.

Des Weiteren werden in Fällen, in denen auf Regional- und Landesverbandsebene bereits ein Punktabzug als Folge einer Insolvenz eines Vereins vorgesehen war, ebenfalls Sonderregelungen geschaffen. Die Regional- und Landesverbände können hier ebenfalls bis 30. Juni 2021 flexible Regelungen für ihre Spielklassen treffen.

Beginn und Ende des Spieljahres (§ 7): In der Regel beginnt ein Spieljahr im Fußball am 1. Juli und endet mit dem 30. Juni des folgenden Jahres. Jetzt sind Abweichungen möglich, sofern Spielansetzungen über den 30. Juni 2020 hinaus notwendig sein sollten, um das Spieljahr sportlich abschließen zu können. Auch der Beginn des Spieljahres 2021/2022 kann entsprechend angepasst werden. Für DFB-Bundesspiele ist hierfür dann ein Beschluss des DFB-Präsidiums notwendig.

Die Vorgabe, wonach jeder Regional- und Landesverband verpflichtet ist, innerhalb einer Saison eine – frei wählbare - Spielpause von mindestens vier Wochen einzulegen, ist bis zum Ende der Saison 2020/2021 aufgehoben.

Spielerlaubnis für Amateure (§ 10): Normalerweise darf in der 3. Liga, den Regionalligen sowie den Jugend- und Frauen-Bundesligen an Nicht-EU-Ausländer eine Spielerlaubnis als Amateurspieler jeweils nur bis 30. Juni erteilt werden. Dies gilt nicht mehr, sollte die laufende Saison über den 30. Juni hinaus verlängert werden. In diesem Fall verlängert sich die Spielerlaubnis eines Spielers oder einer Spielerin für das laufende Spieljahr entsprechend. Voraussetzung ist dabei, dass die betreffende Person eine Verlängerung ihrer Niederlassungs- bzw. Aufenthaltserlaubnis beantragt hat und der Antrag von der zuständigen Behörde noch nicht abschlägig beschieden wurde.

Spielberechtigung nach dem Einsatz in einer Mannschaft der FLYERALARM FrauenBundesliga und der 2. Frauen-Bundesliga (§ 14): Nach einem Einsatz in einem Meisterschaftsspiel einer Frauen-Bundesliga-Mannschaft ist eine Spielerin, die nicht Stammspielerin ist, erst nach einer Schutzfrist von zwei Tagen wieder für andere Frauenmannschaften ihres Vereins spielberechtigt. Auf Antrag des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball kann das DFB-Präsidium nun Ausnahmen von dieser Schutzfrist beschließen.

Wechselperioden für Amateure (§ 16): Die regulären Wechselperioden sind grundsätzlich vom 1. Juli bis 31. August sowie vom 1. bis 31. Januar. Lässt die FIFA davon Ausnahmen zu, kann der DFB-Vorstand jetzt erforderliche Anpassungen für den deutschen Amateurfußball beschließen. In Bezug auf weitere feste Stichtage – beispielsweise der 30. Juni für die Abmeldung eines Spielers bzw. einer Spielerin vom alten Verein oder der 31. August für die Einreichung eines Antrags auf Spielerlaubnis - können ebenfalls abweichende Regelungen für die laufende und kommende Saison getroffen werden. Erfolgt eine einheitliche Festlegung durch den DFB-Vorstand, so ist diese verbindlich. Abweichungen in den einzelnen DFB-Landesverbänden sind in diesem Falle nur mit Genehmigung des DFB-Vorstands zulässig.

Wegfall der Wartefristen beim Vereinswechsel von Amateuren (§ 17): Normalerweise gilt, dass Amateure, die mindestens sechs Monate kein Spiel bestritten haben, den Verein wechseln können, ohne dass es dafür der Zustimmung des abgebenden Klubs bedarf. Zum Schutz der Klubs können die zuständigen Regional- und Landesverbände nun festlegen, dass Zeiträume, in denen aufgrund der Covid-19-Pandemie kein Spielbetrieb durchgeführt werden konnte, bei der Berechnung des Sechs-Monats-Zeitraums nicht berücksichtigt werden. Bestimmungen für Vertragsspieler (§ 22 und § 23): Verträge mit Vertragsspielerinnen und -spielern müssen normalerweise bis zum 30. Juni eines Jahres datiert sein. Auch hier können nun Abweichungen vorgenommen werden, sofern das Ende des Spieljahres 2019/2020 nicht auf den 30. Juni fällt. Wichtig für den Fall eines Vereinswechsels: Mit Beginn eines bereits wirksam geschlossenen Vertrages mit dem neuen Verein erlischt die bis dahin geltende Spielerlaubnis für den bisherigen Klub nicht, wenn aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie der Vertrag mit dem bisherigen Verein fortbesteht bzw. verlängert wurde, um die noch ausstehenden Pflichtspiele der Spielzeit 2019/2020 bei dem bisherigen Verein absolvieren zu können. Eine bereits erteilte Spielerlaubnis für den neuen Verein würde bis zur Beendigung des Vertrages mit dem bisherigen Klub ruhen.

Wird das Vertragsverhältnis eines Spielers oder Spielerin im ersten Vertragsjahr aufgelöst und will der betreffende Spieler bzw. die Spielerin als Amateur für den bisherigen Verein weiterspielen, ist für die Spielzeit 2019/2020 keine Entschädigungszahlung für die Erteilung einer Amateur-Spielerlaubnis mehr erforderlich.

Sofern durch eine Verlängerung des Spieljahres erforderlich, können auch bei den Wechselperioden für einen Vertragsspieler-Transfer entsprechende Anpassungen durch die zuständigen Mitgliedsverbände des DFB vorgenommen werden. Erfolgt eine einheitliche Festlegung durch den DFB-Vorstand, so ist diese verbindlich. Abweichungen sind in diesem Fall nur mit Genehmigung des DFB-Vorstands zulässig.

Verpflichtung eines Lizenzspielers oder Nicht-Amateurs, der von einem der FIFA angeschlossenen Nationalverband freigegeben wird (§ 29 und § 30): Sollten für die Wechselperioden I und II in der kommenden Saison die Stichtage verändert werden, würden diese bei der Erteilung der Spielerlaubnis eines Lizenzspielers oder Nicht-Amateurs, der von einem der FIFA angeschlossenen anderen Nationalverband freigegeben wird, ebenfalls in entsprechender Weise angewendet werden. Die Anpassung der Stichtage gilt sowohl für den Fall, dass der Spieler oder die Spielerin als Vertragsspieler/-in verpflichtet wird als auch bei Reamateurisierung der betreffenden Person im Zuge der Verpflichtung.

DFB-Statut 3. Liga

Beiträge/Spielabgaben (§ 24): Von allen Meisterschaftsspielen der 3. Liga hat der gastgebende Klub einen Beitrag von 5 % der Zuschauereinnahmen, mindestens jedoch 1.000 Euro pro Spiel, als Spielabgabe zu entrichten. Die Verteilung gestaltet sich wie folgt: 3 % erhält der DFB, die restlichen 2 % steht als Beitrag dem Regional- oder Landesverband zu, dem dieser Verein angehört. Nun ist beschlossen worden: Müssen Meisterschaftsspiele der 3. Liga während der Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021 aufgrund der Corona-Krise ohne Zuschauer stattfinden, entfällt der dem DFB zustehende Anteil am Mindestbeitrag für diese Spiele (600 Euro pro Partie).

DFB-Jugendordnung

Durchführung der Spiele (§ 1): Wie bei den Aktiven können die Mitgliedsverbände Jugendspiele ihres Zuständigkeitsbereichs nach dem 30. Juni 2020 zulassen, soweit dies zur Durchführung des Spielbetriebs erforderlich ist.

Vereinswechsel (§ 3 und § 3a): Sofern durch zeitliche Verschiebungen der Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021 nötig, können von den zuständigen Verbänden auch Stichtage in Bezug auf Vereinswechsel und Beantragungen der Spielerlaubnis im Jugendbereich angepasst werden. Gleiches gilt für damit verbundene Wartefristen. Wie bei den Herren und Frauen gilt: Bei der Berechnung der Sechs-Monats-Frist können die zuständigen Verbände festlegen, dass Zeiträume, in denen aufgrund der Covid-19- Pandemie kein Spielbetrieb durchgeführt werden kann, ausgeklammert werden.

Altersklassen (§ 5): Juniorinnen und Junioren bleiben auch dann noch für ihre Altersklasse der Spielzeit 2019/2020 spielberechtigt, sollten Meisterschaftsspiele ihrer Mannschaft nach dem 30. Juni 2020 stattfinden. Für den jeweils ältesten spielberechtigten Jahrgang können die Landesverbände des DFB allerdings ein Datum festlegen, an dem das Spielrecht für die jeweilige Altersklasse verfällt.

Einsatz von Juniorinnen, die für Frauen-Mannschaften spielberechtigt sind (§ 6 und § 9): Bisher galt, dass Juniorinnen und Junioren an einem Tag nicht mehr als ein Pflichtspiel bestreiten dürfen. Für Nachwuchsspieler, die auch für Herrenmannschaften spielberechtigt sind, sind Ausnahmen zulässig. Gleiches gilt nun für Juniorinnen, die in Frauenmannschaften zum Einsatz kommen können. Zudem kann das DFB-Präsidium auf Antrag des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball die Vorgabe außer Kraft setzen, wonach Juniorinnen nur ein Einsatz in einer Frauenmannschaft an einem Wochenende (Freitag bis Sonntag) erlaubt ist.

Spielberechtigung nach dem Einsatz in einer Mannschaft der Junioren-Bundesliga in darunter befindlichen Spielklassen (§ 28a): Nach einem Einsatz in einem Meisterschaftsspiel einer Junioren-Bundesliga-Mannschaft ist ein Spieler, der nicht Stammspieler ist, erst nach einer Schutzfrist von zwei Tagen wieder für andere Juniorenteams seines Vereins spielberechtigt. So besagt es die DFB-Jugendordnung bisher. Jetzt hat das DFB-Präsidium die Möglichkeit, auf Antrag des DFB-Jugendausschusses Ausnahmen von der Schutzfrist von zwei Tagen zu beschließen, um Spieleinsätze in kürzeren Zeitabständen zu ermöglichen.

 

Erklärung der wichtigsten Anpassungen: Peter Frymuth im Interview

Peter Frymuth ist als Vizepräsident im DFB zuständig für Spielbetrieb und Fußballentwicklung. Im DFB.de-Interview nimmt er Stellung zu den weitreichenden Änderungen, die der Deutsche Fußball-Bund für seine Spielordnung und Jugendordnung beschlossen hat. Frymuth erklärt die wichtigsten Anpassungen und verrät, welche Aufgabe als nächstes wartet.

Der Spielbetrieb in Berlin ruht bis auf Weiteres

Die Regional- und Landesverbände im DFB haben sich bundesweit darauf verständigt, dass der Spielbetrieb im deutschen Amateurfußball ab sofort bis auf Weiteres ruht. Der Wiedereinstieg in den Spielbetrieb soll einheitlich 14 Tage vorher angekündigt werden.

Am Samstag, 14. März 2020, hatte der Senat in Berlin den Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen bis zum Ende der Osterferien untersagt. Diese Verordnung gilt bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020 und bedeutet, dass der Spielbetrieb des BFV mindestens bis zu diesem Datum ruht. In einer Konferenz aller Präsidenten und Geschäftsführer der Regional- und Landesverbände hat man sich nun bundesweit darauf verständigt, dass der Spielbetrieb des deutschen Amateurfußballs aufgrund der jeweiligen staatlichen bzw. behördlichen Verfügungslage bis auf  Weiteres ausgesetzt bleibt. Eine Fortsetzung des Spielbetriebs soll mindestens 14 Tage vorher angekündigt werden.  

Im Berliner Fußball-Verband ergibt sich dadurch keine neue Lage. Vielmehr besteht nunmehr für alle Berliner Vereine die Sicherheit, dass der BFV die Aufnahme des Spielbetriebs nach dem 19. April 2020 14 Tage vorher ankündigt. Dafür ist es erforderlich, dass der Senat bzw. die Bezirke die Sportanlagen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb freigeben.  

Dazu sagt Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes: „In Berlin ist für den Spielbetrieb der 10. Mai 2020 ein entscheidender Meilenstein. Wenn es uns gelingt, bis zu diesem Datum den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, besteht eine realistische Chance, die Spielzeit 2019/20 mit einer großen Kraftanstrengung ordnungsgemäß zu Ende zu führen. Dafür müssen wir aber die Osterfeiertage und die Entscheidungen der staatlichen bzw. behördlichen Stellen abwarten. Sollte sich nach Ostern realistischer Weise abzeichnen, dass der Spielbetrieb auch nach dem 10. Mai ruht, dann treffen wir als Verband eine Entscheidung. Die entsprechenden Szenarien sind bei uns ausgearbeitet und werden derzeit mit einem Meinungsbild unserer Vereine unterfüttert.” 

Kevin Langner, Geschäftsführer des BFV, ergänzt: Ich verstehe jede Fußballerin und jeden Fußballer, die möglichst schnell in den Trainings- und Wettkampfbetrieb zurückkehren wollen. Wir alle sind aber gut beraten, in diesen Tagen zunächst die Gesundheit aller in den Vordergrund zu stellen. Daher ist es klug, die Entscheidungen des Berliner Senats und der Behörden abzuwarten, bevor wir als Verband verbindliche Aussagen zum weiteren Umgang mit der aktuellen Spielzeit tätigen. Ich kann aber versichern, dass wir intern alle realistischen Szenarien vorbereitet haben. Aktuell befinden wir uns im Meinungsaustausch mit unseren Vereinen, um den Entscheidungsprozess vorzubereiten. Ich gehe davon aus, dass wir nach Ostern ein klares Bild haben und dann die Entscheidung für die Saison 2019/20 zielgerichtet treffen können. Bis dahin ruht der Spielbetrieb bis auf Weiteres.” 

Vereinsumfrage: Spielbetrieb nach der Corona-Krise

In einer an seine Mitgliedsvereine gerichteten Umfrage und einer Videokonferenz möchte sich der BFV für die Spielbetriebsplanungen ein Meinungsbild einholen.

Der Spielbetrieb im Berliner Fußball-Verband ruht und derzeit ist nicht absehbar, wann der Ball wieder rollen wird. Dennoch befasst sich der BFV intern selbstverständlich mit verschiedenen Szenarien der Fortführung oder des Abbruches der laufenden Saison, um für aktuelle Entwicklungen im Spielbetrieb vorbereitet zu sein. Leider gibt es keine Patentlösung; Szenarien, die heute noch realistisch erscheinen, können sich in Kürze als Utopie herausstellen.

Der Berliner Fußball-Verband möchte dennoch gerne die Gelegenheit nutzen und diesbezüglich die Meinungen seiner Mitgliedsvereine in Erfahrung bringen. Aus diesem Grund wurde per BFV-Mail eine Umfrage an alle Vereine versendet. Der BFV bittet um eine möglichst rege, pro Verein aber nur einmalige Teilnahme an der Umfrage.

Videokonferenz mit Berliner Vereinen

Videokonferenzen sind derzeit ein geeignetes Mittel, um mit einer Vielzahl von Menschen zu kommunizieren. Der Berliner Fußball-Verband würde gerne einmal versuchen, per Videokonferenz mit Vereinsvertreter/innen in Kontakt zu treten. Daher wird zu der Umfrage am kommenden Montag, 6. April 2020 um 18:00 Uhr, eine Videokonferenz starten, zu der die Vereine herzlich eingeladen sind. Dabei sollen Details vorgestellt werden und die Spieltechniker stehen für Fragen zur Verfügung.

Mehr Informationen zur Videokonferenz können der entsprechenden BFV-Mail entnommen werden.

„Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 6: Aufwendungsersatzleistungen, Beiträge zur Unfallversicherung

Der sechste Teil der Serie behandelt die Themen Aufwendungsersatzleistungen und Beiträge zur Unfallversicherungen. Antworten liefert Prof. Dr. Fischinger.

Die nachstehenden Ausführungen sind Ergebnis einer sehr kurzfristigen arbeits- bzw. sportrechtlichen Prüfung durch Prof. Dr. Philipp S. Fischinger, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Sportrecht, Universität Mannheim. Sie beleuchten unter rein rechtswissenschaftlichen Aspekten aktuelle Fragen im Zusammengang mit den rasch ansteigenden Corona-Infektionen in Deutschland und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Fußball. Sie sind nicht als rechtsberatend zu verstehen. Jedwede Haftung ist ausgeschlossen. Im konkreten Fall ist ggf. anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Thema: Aufwendungsersatzleistungen – Wie ist der Umgang mit Fahrtkosten- und anderen Aufwendungsersatz für z.B. Spieler, Trainer und Betreuer in der aktuellen Situation, solange der Spiel- und Trainingsbetrieb ruht?

Grundsätzlich besteht die Annahme, dass der Arbeitgeber zur Fortzahlung von Aufwendungsersatzleistungen, in der aktuellen Situation nicht verpflichtet ist, wenn der Arbeitnehmer nicht wie im üblichen Maß seiner Arbeit nachgeht. So entstehen z.B. keine Kosten für Fahrten von Spielern zum Training oder Spiel. Anders sind die Reinigungskosten zu behandeln, es ist im Bereich des Möglichen, dass beim Training zu Hause Schmutzwäsche entsteht. Sollte der Aufwendungsersatz einen versteckten Vergütungsbestandteil beinhalten, so ist dieser weiterzubezahlen.

Nach der Regelung der Betriebskostenlehre § 615 S. 1, 3 BGB ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet zur Fortzahlung der Aufwendungsersatzleistungen. Besondere Kosten wie z.B. Reinigungszulagen sind im Einzelfall zu prüfen. Ausgenommen sind Kosten, die trotz der Nichterbringung der Arbeitsleistung anfallen, dies gilt für Kfz-Kosten, wenn das Fahrzeug ausschließlich zu diesem Zweck beschafft worden ist. Hier ist der Arbeitgeber verpflichtet die Kosten weiterhin zu übernehmen.

Weitere Informationen sind hier zum Nachlesen bereitgestellt.

Thema: Beiträge zur Unfallversicherung – Sind die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung weiterzuzahlen, auch wenn der Trainings- und Spielbetrieb unterbrochen ist?

Es sind durchaus fundierte Argumente zu finden, dass von der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) für dieses Jahr keine bzw. geringere Zahlungen von den Zahlungspflichtigen gefordert werden. Gestellte Anträge an die VBG zur Stundung, zu Erlass bzw. Rückzahlung haben auf der materiellen Ebene bessere Erfolgsaussichten als unter Normalbedingungen. Inwieweit sich diese Erfolgsaussichten formell bestätigen, ist von den Sozial-/Verwaltungsrechtlern zu prüfen und zu beurteilen. Mit den Umlagebeiträgen nach § 152 SGB VII erfolgt eine nachträgliche Bedarfsdeckung, hier werden von der Berufsgenossenschaft die im Vorjahr entstandenen Kosten auf die Arbeitgeber weitergegeben. Im Gegensatz dazu dienen die Vorschusszahlungen dazu, die Kosten des laufenden Geschäftsjahrs zu decken.

Auf dieser Grundlage kann man im Kontext des Profi- und Breitensports einige Gründe nennen, mit denen es möglich ist, deutlich reduzierte Vorschusszahlungen an die VBG zu entrichten. Aktuell pausiert der Spiel- und Trainingsbetrieb und somit besteht auch eine geringere Wahrscheinlichkeit von Arbeitsunfällen von Sportlern, die von der Unfallversicherung abgesichert sind. Dies führt dazu, dass der VBG deutlich geringere Kosten bei den Versicherungsleistungen entstehen im Vergleich zu Normalbedingungen. Des Weiteren ist zu beachten, dass Unfallversicherer auf Betriebsmittel zurückgreifen können, um Schwankungen bei den Einnahmen und Ausgaben auszugleichen. Weiterführend ist bei der Höhe der Vorschusszahlungen eine mögliche Existenzgefährdung des jeweiligen Arbeitgebers zu beachten. Dem Unfallversicherungsträger ist nicht geholfen, wenn die zu hohen Vorschusszahlungen dazu führen, dass der Arbeitgeber in die Insolvenz gerät.

Anders sind die Umlagebeiträge zu betrachten. Die Argumentation, dass der ausgesetzte Trainings- bzw. Spielbetrieb zu einer Reduzierung der Risiken führt und somit eine Senkung der Vorschussleistungen möglich wird, stellt bei den Umlagebeiträgen keine Grundlage dar. Wenn die von der VBG für 2019 festgesetzten Umlagebeiträgen noch nicht gezahlt worden sind, kann nur eine Stundung oder ein (Teil-) Erlass in Betracht gezogen werden.

Alle weiteren und vertiefenden Informationen und Hinweise zur Dokumentationspflicht sind hier zum Nachlesen bereitgestellt.

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt. Die Angaben beziehen sich jedoch auf alle Geschlechter.

„Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 5: Gehaltsfortzahlung, Vertragslaufzeit

Im fünften Teil der Serie geht es um die Themen Gehaltsfortzahlung und Vertragslaufzeit. Antworten liefert Prof. Dr. Fischinger auf Wunsch der Landesverbände.

Die nachstehenden Ausführungen sind Ergebnis einer sehr kurzfristigen arbeits- bzw. sportrechtlichen Prüfung durch Prof. Dr. Philipp S. Fischinger, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Sportrecht, Universität Mannheim. Sie beleuchten unter rein rechtswissenschaftlichen Aspekten aktuelle Fragen im Zusammengang mit den rasch ansteigenden Corona-Infektionen in Deutschland und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Fußball. Sie sind nicht als rechtsberatend zu verstehen. Jedwede Haftung ist ausgeschlossen. Im konkreten Fall ist ggf. anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Thema: Gehaltsfortzahlung – Müssen die Gehälter für Spieler, Trainer und Betreuer weiterbezahlt werden oder ist es möglich die Gehaltszahlungen zu mindern bzw. auszusetzen?

Diese Thematik ist in zwei Bereiche aufzuteilen. Es ist wichtig, in Grundgehälter und Prämien (z.B. Auflaufprämien, Punktprämien) zu unterscheiden. Das Grundgehalt ist, im Gegensatz zu möglichen vereinbarten Prämien, auch während einer Saisonunterbrechung weiterzuzahlen, die Grundlage bietet hierfür § 615 S. 3 BGB. Jedoch ist es möglich, die Gehaltsansprüche der Spieler zu kürzen bzw. einzustellen, wenn die Spieler ihre Zustimmung zur Kurzarbeit verweigern und die aktuelle Situation noch verhältnismäßig länger anhält. Bei dieser Konstellation ist es für den Verein möglich, sich auf das BAG und  die Betriebsrisikolehre zu berufen, wenn die Fortsetzung zu einer wirtschaftlichen Existenzgefährdung des jeweiligen Vereins führen würde.

In der aktuellen Phase, in der der Trainings- und Spielbetrieb auf einer behördlichen Anordnung ruht, ist es möglich von einer Betriebsschließung aus rechtlichen Gründen zu sprechen. Hier trägt der Arbeitgeber das Betriebsrisiko nach § 615 S. 3 BGB und er ist verpflichtet, für die Dauer der Betriebsschließung zumindest die Grundvergütung fortzuzahlen. Eine Ausnahme stellt die Existenzvernichtungsgefahr dar, wenn die Lohnfortzahlung zu einer Existenzgefährdung des Unternehmens führen würde. Zusammenfassend ist zu sagen, dass es nicht von vornherein ausgeschlossen ist, die Gehaltszahlungen fortzusetzen, gerade im Bereich des Profisports ist eine Berufung auf die vom BAG getroffene Einschätzung mit der Durchbrechung der Betriebsrisikolehre und Einbeziehung der Existenzvernichtung möglich, Erfolg bei der Durchsetzung von Gehaltsreduktionen zu haben. Diese gilt nicht, wenn ein ausreichend großer Teil der Mannschaft oder die komplette Mannschaft in Kurzarbeit versetzt wird.

Alle weiteren Informationen und Ausführungen zu den bestehenden Ausnahmen, der Einschätzung zur Gültigkeit der aktuellen Rechtsprechung, der Analyse der BAG-Rechtsprechung im Kontext der vorliegenden Situation ist hier zum Nachlesen bereitgestellt.

Thema: Vertragslaufzeit – zeitlich befristete Vertragsverlängerungen über den 30.06.2020 hinaus, wenn gespielt werden sollte

Sollte die Variante gewählt werden, die laufende Saison 2019/2020 über den 30.06.2020 zu verlängern, um die ausgefallenen Spiele nachzuholen, und die Transferfenster würden demnach verschoben werden, gibt es keine nennenswerten Argumente, dass die laufenden Arbeitsverträge nicht am 30.06.2020 enden, sondern bis zum vereinbarten Ende der verlängerten Saison weiterlaufen. Diese Möglichkeit der Regelung findet insbesondere Anwendung, wenn §11 Nr. 1 der Musterarbeitsverträge des DFB in den Verträgen vereinbart wurden.

Zur Begründung dieser Annahme können folgende Grundlagen herangezogen werden: Der Vertragsspieler wird als Arbeitnehmer gesehen. Die Befristung im Arbeitsvertrag eines Spielers ist aufgrund der Rechtsprechung des BAG wegen der Besonderheit der Arbeitsleistung zulässig. Des Weiteren wird die laufende Saison 2019/2020 fortgesetzt und zeitnah zu Ende gespielt. Außerdem werden in diesem Beispiel die Transferfenster, auf der Grundlage des jeweiligen Verbandsrechts, verschoben und ein Wechsel zu einem anderen Verein zur neuen Saison 2020/2021 bleibt weiterhin möglich. Für Leihspieler und Spieler die zum 01.07. einen Arbeitsvertrag mit einem neuen Verein vereinbart haben, muss eine individuelle Betrachtung erfolgen.

Weitere Ausführungen zu den Vertragslaufzeiten und weitere Informationen zum Thema, werden hier zum Nachlesen bereitgestellt.

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt. Die Angaben beziehen sich jedoch auf alle Geschlechter.

„Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 4: Unterstützungsmöglichkeiten

Fragen zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten: Diese Hilfen bieten DFB, BFV, LSB und der Berliner Senat.

Die Mitgliedsvereine des Berliner Fußball-Verbands haben in einer groß angelegten Abfrage ihre Fragen an den BFV gestellt. Die eingegangenen Fragen wurden thematisch sortiert und werden nun systematisch beantwortet. Die Antworten dienen als Handreichung zur ersten Information, nicht aber als ausführliche Rechtsberatung. Die aktuelle Situation wird täglich neu bewertet und unterliegt ständigen Veränderungen. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen ist es möglich, dass die Angaben an Aktualität verlieren. Der BFV und seine Vereinsberatung verfolgen das Ziel, die Informationen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Es gilt zu beachten, dass vertragliche Beziehungen oft individuellen Absprachen unterliegen und deswegen einer Einzelfallprüfung unterzogen werden sollten. Bei besonderen Anliegen wird empfohlen, einen Rechtsanwalt mit der rechtlichen Prüfung zu beauftragen.

Gibt es finanzielle Unterstützung seitens des DFB oder BFV für die Vereine? (Frage von: SC Union Südost)

DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge hat in einem ausführlichen Interview klargestellt, dass der Deutsche Fußball-Bund die Möglichkeiten für eine bestmögliche Hilfe nutzen werde. Der Fußball solle jedoch eine realistische Erwartungshaltung haben, da rechtlichen und steuerliche Vorgaben mit in Betracht gezogen werden müssen. Vereine dürfen auf dieser Grundlage nicht direkt bezuschusst werden. Der DFB ist vorrangig für seine Mitgliedsverbände zuständig, denen er helfen kann und wird. Für die Vereine in den vom DFB selbstorganisierten Spielklassen (3. Liga, Frauen-Bundesliga, Junioren-Bundesliga) werden Unterstützungsmöglichkeiten geprüft. Das oberste Ziel ist es, den Spielbetrieb nach der Krise wiederaufzunehmen. Der DFB prüft aktuell, in welcher Form er seine Mitgliedsverbände unterstützen kann, damit diese in ihren Regionen zielgerichtet helfen können. Leider gelten für die Landesverbände dieselben Vorgaben wie für den DFB. Eine unmittelbare Unterstützung einzelner Vereine ist daher nicht nur dem DFB, sondern auch dem BFV nicht möglich. Der DFB versteht seine Aufgabe darin, sicherzustellen, dass das Verbundsystem Fußball funktioniert.

(vgl. Interview mit Stephan Osnabrügge: https://berliner-fussball.de/coronavirus/)

Bestehen seitens des BFV weitere Möglichkeiten, Entlastungen für die Berliner Fußballvereine zu schaffen?

Der Berliner Fußball-Verband befindet sich sowohl mit dem Berliner Senat als auch mit den Bezirken im engen Austausch, um weitere Möglichkeiten zur finanziellen Entlastung der Fußballvereine zu schaffen. Ziel der Gespräche ist es, die Vereine in der aktuellen Zeit bestmöglich zu unterstützen. Der BFV hat zudem eine berlinweite Abfrage zu vereinbarten Pacht- bzw. Schlüsselverträgen bei allen Sportämtern gestartet. Diese Abfrage läuft noch bis zum 10. April 2020. Das Ziel ist es, einen Überblick über die genaue Anzahl an geschlossenen Verträge zu bekommen, um darauf aufbauend vertiefende Gespräche zu möglichen finanziellen Entlastungen (z. B. bei der Pachtzahlung für Vereinsräume) der Fußballvereine zu führen.

Werden Personalzuwendungen durch den Landessportbund Berlin weiter an die Vereine ausgezahlt?

Der Landessportbund Berlin hat die Zuwendungsempfänger darüber informiert, dass die für die Durchführung von Maßnahmen und Projekten vorgesehenen Fixkosten (wie z. B. Gehälter für festangestellte Mitarbeiter/innen) weiterhin abgedeckt werden können. Für die Zuwendungen für Personalkosten hat die Senatsverwaltung für Finanzen folgende Regelung getroffen: Wenn aufgrund einer behördlichen Anordnung die vollständige Durchführung von Angeboten oder Projekten nicht möglich ist, können die zugesagten Fixkosten (z. B. Gehälter, Mieten) weiterhin durch die Zuwendungen gedeckt werden. Sollten Lohnfortzahlungen oder weitere Entschädigungen umsetzbar sein, sind diese vorrangig in Anspruch zu nehmen. Ist es für die Zuwendungsempfänger möglich weitere Maßnahmen zur Senkung der Fixkosten wie z. B. Kurzarbeit umzusetzen, sind diese Möglichkeiten anzuwenden.

Folgende Zuwendungsprogramme des Landessportbund Berlin fallen in den Geltungsbereich dieser Regelung:

  1. Zuschuss für die Beschäftigung von Sporttrainern/innen mit Schwerpunkt im Kinder- und Jugendsport
  2. Zuschuss für Trainer/innen mit Anstellung beim Verband
  3. Leistungsförderung
  4. Zuschuss für das Vereinsentwicklungsprogramm
  5. Zuschuss für hauptberufliche Verwaltungskräfte in Verbänden und Vereinen
  6. Zuschuss für hauptberufliche Verwaltungskräfte in den Bezirkssportbünden
  7. Zuschuss zur allgemeinen Verbandsförderung

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld sind der Homepage der Bundesagentur für Arbeit zu entnehmen.

(vgl. Landessportbund Berlin e. V.)

Gibt es Unterstützungsmöglichkeiten für Kleinunternehmen, Freiberufler/innen und Selbständige im Sport?

Das Soforthilfe-Paket II des Berliner Senats richtet sich an von der Corona-Krise betroffene Klein- und Kleinstunternehmer und eingetragene Vereine mit bis zu zehn Beschäftigten. Auch Freiberufler/innen und Selbständige aus dem Sport können die Unterstützung in Anspruch nehmen. So sollen schnell und unbürokratisch Zuschüsse zur Sicherung der beruflichen bzw. betrieblichen Existenz beantragt werden können. Weitere Informationen zu den Förderbedingungen, Antragsformularen und dem Verfahren sind auf der Internetseite der Investitionsbank Berlin zu finden.

(vgl. Landessportbund Berlin e. V.)

22. April 2020: 9.500 Endgeräte für Kinder/Jugendliche mit Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (Berlinpass-BuT)

Der Berliner Senat stellt in der Corona-Krise darüber hinaus sozial benachteiligten Kindern in Berlin 9.500 Tablets zur Verfügung. Eine Bedarfsabfrage erfolgte über die Schulen. Die Tablets sollen dabei unterstützen, am digitalen Unterricht teilzunehmen, sofern Schüler/innen technisch nicht ausreichend ausgestattet sind.

Kontakt zur Vereinsberatung des BFV:

Lyés Bouziane (E-Mail: lyes.bouziane@berlinerfv.de)
Florian Schäfer (E-Mail: florian.schaefer@berlinerfv.de; Telefon: 030 89 69 94-177)

„Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 3 (Update: 3. April 2020): Versicherungsschutz, Trainingsbetrieb, Übungsleiterhonorare

Fragen zum Thema Vereinsarbeit: So ist mit dem Trainingsbetrieb und Übungsleiterhonoraren umzugehen.

Die Mitgliedsvereine des Berliner Fußball-Verbands haben in einer groß angelegten Abfrage ihre Fragen an den BFV gestellt. Die eingegangenen Fragen wurden thematisch sortiert und werden nun systematisch beantwortet. Die Antworten dienen als Handreichung zur ersten Information, nicht aber als ausführliche Rechtsberatung. Die aktuelle Situation wird täglich neu bewertet und unterliegt ständigen Veränderungen. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen ist es möglich, dass die Angaben an Aktualität verlieren. Der BFV und seine Vereinsberatung verfolgen das Ziel, die Informationen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Es gilt zu beachten, dass vertragliche Beziehungen oft individuellen Absprachen unterliegen und deswegen einer Einzelfallprüfung unterzogen werden sollten. Bei besonderen Anliegen wird empfohlen, einen Rechtsanwalt mit der rechtlichen Prüfung zu beauftragen.

Sind Vereinsmitglieder auch bei Trainingseinheiten zu Hause oder per Videotelefonie versichert?

Um den Vereinsmitgliedern in der aktuellen Zeit ein Ersatzsportprogramm anbieten zu können, veranstalten viele Vereine Sportangebote per Videotelefonie. Bei der Form dieses Sportangebots ist auch der Versicherungsschutz zu beachten.

Sollte ein Verein ein Online-Sportangebot zu einer bestimmten Zeit z.B. am Donnerstag um 17:00 Uhr anbieten und die Mitglieder den dort gezeigten Übungen des Vereinstrainers gemeinsam folgen, dann handelt es sich um ein versichertes Vereinsangebot, bei dem auch der Unfallversicherungsschutz greift.

Verweist der Verein auf z.B. YouTube-Angebote, die schon immer zur Verfügung standen und Bewegungsempfehlungen des Vereins darstellen, dann greift der Unfallversicherungsschutz nicht. Es handelt sich hierbei nicht um ein explizites Vereinsangebot.

Darüber hinaus greift der Haftpflichtversicherungsschutz für die Vereine auch in der aktuellen Situation durchgängig. Wenn ein Mitglied eine Übung falsch ausführt und es den/die Übungsleiter/in oder den Verein für einen Personen- oder Sachschaden haftbar machen möchte, dann wird sich der Versicherer mit diesem Anspruch auseinandersetzen. In der Regel wird dieses Vorgehen zu einer Abwehr des Versicherungsschutzes führen.

(vgl. defendo Assekuranzmakler GmbH)

Ab wann ist es möglich, den Trainingsbetrieb wiederaufzunehmen? (Frage von: Berolina Stralau)

Der Trainingsbetrieb findet wie der Spielbetrieb in Berlin auf öffentlichen, durch die jeweiligen Sportämter verwalteten Sportstätten, statt. Die Sportämter in den Bezirken haben in Abstimmung mit dem Berliner Senat alle öffentlichen Sportstätten bis zum 19. April 2020 für den Trainings- und Spielbetrieb gesperrt. Der Trainingsbetrieb ist erst dann wieder zulässig, wenn die Sportstätten wieder öffnen und die Regelungen zur Kontaktsperre aufgehoben werden. Eine entsprechende Mitteilung und Aktualisierung der Maßnahmen wird von den Sportämtern bzw. der Senatsverwaltung für Inneres und Sport kommuniziert.

(vgl. https://www.berlin.de/corona/)

Wie ist mit den Honoraren der Übungsleiter/innen umzugehen, wenn kein Spiel- und Trainingsbetrieb stattfindet? (Frage von: SG Rotation Prenzlauer Berg, SC Union 06, SV Empor Berlin, 1. FC Marzahn 94)

Bei der Vergütung der Trainer/innen gilt es zu unterscheiden zwischen Honorarkräften mit einem Rahmenvertrag und Honorarkräften mit Einzelvereinbarungen. In Rahmenverträgen werden lediglich Bedingungen und Konditionen für den Trainingsbetrieb vereinbart. Bei dieser Konstellation führt die Absage der Trainingseinheiten bzw. der Ausfall des Sportangebots daher auch zum Vergütungsausfall bei den Trainer/innen. Der vereinbarte Rahmenvertrag behält jedoch weiterhin seine Gültigkeit und muss nicht gekündigt werden, allerdings müssen einzelne enthaltende Vereinbarungen eventuell geprüft werden. Zu einem Verdienstausfall kann es auch von öffentlicher Seite kommen, wenn der/die Trainer/in unter Quarantäne steht. Dieser Fall tritt allerdings nur ein, wenn die Maßnahme behördlich angeordnet wurde. Hat der/die selbstständige Trainer/in im vergangenen Jahr freiwillige Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt, hat er/sie Anspruch auf das ALG 2. Der Anspruch gilt ebenfalls, wenn er/sie innerhalb der letzten zwei Jahre Beiträge zur Arbeitslosenversicherung bezahlt hat.

Für Trainer/innen mit Einzelvereinbarungen gilt: Wenn die Trainingseinheit abgesagt wurde bzw. das Sportangebot ausfällt, entfällt auch der Anspruch auf die Vergütung vonseiten des Vereins.

(vgl. Landessportbund Berlin e. V.)

Kontakt zur Vereinsberatung des BFV:

Lyés Bouziane (E-Mail: lyes.bouziane@berlinerfv.de)
Florian Schäfer (E-Mail: florian.schaefer@berlinerfv.de; Telefon: 030 89 69 94-177)

Facebook-Livestream: Die wichtigsten Statements

Der BFV fasst die Kernaussagen des Facebook-Livestreams mit Bernd Schultz und Kevin Langner noch einmal zusammen.

Am Samstag, den 28. März 2020 widmeten sich BFV-Präsident Bernd Schultz und BFV-Geschäftsführer Kevin Langner in einem Facebook-Livestream den Fragen der Berliner Fußballvereine. Während der 45-minütigen Fragerunde, die gleichzeitig den Auftakt zur neuen Serie „Vereine fragen – der BFV antwortet“ bildete, kamen unterschiedliche Themenbereiche hinsichtlich des Umgangs mit der Corona-Krise zur Sprache. Im Folgenden werden die wichtigsten Statements zusammengefasst:

Bernd Schultz und Kevin Langner über…

…die Rolle des BFV in der Corona-Krise:
„Der BFV fungiert in der aktuellen Situation als Ansprechpartner für seine Vereine und setzt sich für deren Interessen ein. Dabei geht es darum Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um den Vereinen eine bestmögliche Orientierungshilfe an die Hand zu geben. An Spekulationen und voreiligen Entscheidungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Krise beteiligt sich der Verband hingegen nicht. Alle Entscheidungen werden in enger Absprache mit den zuständigen Behörden getroffen und im Anschluss kommuniziert.“

…den Grund des Livestreams:

Langner: „Wir als Verband wollten mit unseren Vereinen interaktiv ins Gespräch kommen, um die drängendsten Fragen zur Corona-Krise bestmöglich zu beantworten und ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Deshalb haben wir bereits im Vorfeld des Livestreams unsere Vereine über BFV-Mail und die sozialen Netzwerke darum gebeten, ihre Fragen zu stellen. Der BFV setzt daher auf den Dialog und die Kommunikation mit seinen Vereinen.“

…die bisherigen Entscheidungen des BFV:

Schultz: „Wir waren Anfang März das erste Mal damit konfrontiert, dass uns Vereine mitgeteilt haben, dass sich einzelne Spieler mit dem Coronavirus infiziert haben. Unsere Spielleiter haben dann sehr schnell mit einzelnen Spielabsetzungen reagiert, um weitere Kontakte zu unterbinden. Mit dem Beschluss seitens des Senats und der Bezirke der Stadt Berlin die öffentlichen Sportstätten bis einschließlich 19. April 2020 zu schließen, mussten auch wir den Spielbetrieb im Berliner Fußball in diesem Zeitraum komplett einstellen. Seitdem die Kontaktbeschränkungen verschärft wurden und Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen nicht mehr zulässig sind, haben wir auch unsere Arbeit im Verband angepasst. Wir halten uns strikt an die Vorschriften und halten die Arbeitsabläufe mit Hilfe digitaler Techniken bestmöglich am Laufen. Darüber hinaus haben wir schon seit dem 9. März eine Koordinierungsgruppe im Berliner Fußball-Verband eingerichtet, die täglich konferiert, um auf aktuelle Entwicklungen eingehen zu können. Zudem befinden wir uns in enger Abstimmung mit dem NOFV, dem DFB und den anderen Landesverbänden.“

…mögliche Szenarien zur Fortsetzung des Spielbetriebs:

Langner: „Die Gesundheit steht an erster Stelle. Trotzdem stellen sich viele Vereine verständlicherweise die Frage, wie es generell mit dem Spielbetrieb weitergeht. Fest steht, dass bis zum Saisonende am 30. Juni 2020 regulär noch 12.805 Partien im Spielbetrieb des BFV absolviert werden müssen.“

Schultz: „Wir haben im BFV verschiedene Szenarien durchgespielt und ermittelt, ab welchem Zeitpunkt wir die Saison realistisch gesehen noch zu Ende spielen können. Wochenspieltage wurden hierbei natürlich bereits mitberücksichtigt. Im Jugendbereich haben wir festgestellt, dass der Spielbetrieb am 1. Mai wiederaufgenommen werden müsste, um die Spielzeit unter Berücksichtigung der Sommerferien noch abwickeln zu können. Für den Erwachsenenbereich ist der Stichtag der 10. Mai. Voraussetzung hierfür ist, dass man vom Rahmenterminkalender abweicht. Wichtig ist, dass wir keine isolierte Lösung für Berlin erarbeiten können, sondern immer auch die Entscheidungen der anderen Ebenen im deutschen Fußball berücksichtigen müssen. Wir sind davon abhängig, wie es im überregionalen Spielbetrieb weitergeht – und in erster Linie natürlich von den Entscheidungen der staatlichen Stellen. Zudem können wir den Spielbetrieb nicht aus dem Stand wiederaufnehmen, sondern wollen den Vereinen eine Vorlaufzeit von 14 Tagen geben. Erstmal gilt jedoch, dass der Spielbetrieb bis zum 19. April ruht. Die weiteren behördlichen Entscheidungen müssen abgewartet werden.“

…die finanzielle Situation des BFV:

Schultz: „Auch wir als Verband haben in einer Situation wie der jetzigen mit erheblichen Einnahmeausfällen zu rechnen. Wir stehen im BFV-Präsidium im engen Austausch, um mögliche Konsequenzen zu ziehen, was unsere finanzielle Situation betrifft. Aufgrund seiner Rücklagen befindet sich der BFV aktuell nicht in akuten Finanznöten. Trotzdem sind wir dazu angehalten, behutsam und umsichtig mit unseren Finanzen umzugehen.“

Langner: „Direkte finanzielle Zuwendungen von Seiten des Verbands an die Vereine wird es nach dem aktuellen Stand leider nicht geben. Zudem ist der BFV von erheblichen Einnahmeausfällen betroffen, die es notwendig machen, in unserer Geschäftsstelle und der Sportschule auf Kurzarbeit umzustellen. Wir befinden uns aber in Gesprächen mit den Behörden, den Bezirken und der Politik und machen uns dafür stark, dass es finanzielle Erleichterungen für die Vereine geben wird. Ebenso prüfen wir derzeit, wie wir unsere Vereine auf der Ausgabenseite entlasten können. Hier sind das SR-Soll/Ist und der Verbandsbeitrag mögliche Hebel.“

…rechtliche Fragen der Vereine:

Langner: „Die rechtlichen Fragen der Vereine zur Weiterbezahlung eigener Honorartrainer müssen immer im Einzelfall betrachtet werden: Gibt es ein Arbeitsverhältnis? Wie ist der Honorarvertrag geregelt? Gibt es eine pauschale Abgeltung? Ist eine konkrete Gegenleistung vertraglich festgehalten? Erste Informationen zu diesen Themen haben wir bereits auf unserer Homepage veröffentlicht, werden diese in den nächsten Tagen aber noch detaillierter aufarbeiten. Auch zu diesen rechtlichen Fragen stehen wir im bundesweiten Austausch mit juristischer Beratung, um den Vereinen eine Orientierung an die Hand geben zu können.“

…die weitere Kommunikation zwischen Vereinen und Verband:

Langner: „Wir befinden uns in einer sehr dynamischen Situation, die so noch nie dagewesen ist und sich täglich neu entwickeln kann. Dementsprechend können wir den Vereinen keine Muster-Lösungsstrategien präsentieren. Wir versuchen aber alle Fragen zu beantworten, um eine Orientierungshilfe zu geben. Sobald Entscheidungen bezüglich des Spielbetriebs getroffen wurden, werden wir diese über unsere Kanäle kommunizieren. Bis dahin müssen wir uns alle gedulden, alle Fragen nehmen wir aber weiterhin gerne auf.“

Das komplette Gespräch ist hier in voller Länge zu sehen: Facebook-Livestream: „Vereine fragen – der BFV antwortet“

Die Serie „Vereine fragen – der BFV antwortet“ wird in den kommenden Tagen auf der BFV-Homepage und bei Facebook im interaktiven Format fortgesetzt. Diese Artikel sowie weiterführende Informationen sind der Unterseite zum Coronavirus der BFV-Homepage zu entnehmen.

Fragen zum Umgang mit der aktuellen Situation werden auch weiterhin über die Social Media-Kanäle oder die Vereinsberatung des BFV aufgenommen. Ansprechpartner sind Lyés Bouziane (E-Mail: lyes.bouziane@berlinerfv.de) und Florian Schäfer (E-Mail: florian.schaefer@berlinerfv.de; Telefon: 030 89 69 94-177).

„Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 2: Mitgliedsbeiträge, Sitzungen, Versammlungen

Fragen zum Thema Vereinsarbeit: So sollten Vereine aktuell mit Mitgliedsbeiträgen, Sitzungen und Versammlungen umgehen.

Die Mitgliedsvereine des Berliner Fußball-Verbands haben in einer groß angelegten Abfrage ihre Fragen an den BFV gestellt. Die eingegangenen Fragen wurden thematisch sortiert und werden nun systematisch beantwortet. Die Antworten dienen als Handreichung zur ersten Information, nicht aber als ausführliche Rechtsberatung. Die aktuelle Situation wird täglich neu bewertet und unterliegt ständigen Veränderungen. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen ist es möglich, dass die Angaben an Aktualität verlieren. Der BFV und seine Vereinsberatung verfolgen das Ziel, die Informationen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Es gilt zu beachten, dass vertragliche Beziehungen oft individuellen Absprachen unterliegen und deswegen einer Einzelfallprüfung unterzogen werden sollten. Bei besonderen Anliegen wird empfohlen, einen Rechtsanwalt mit der rechtlichen Prüfung zu beauftragen.

Haben Mitglieder ein Recht auf Erstattung der Vereinsbeiträge, wenn kein Trainings- und Spielbetrieb stattfindet? (Frage von: SFC Friedrichshain, SC Staaken, RW Hellersdorf, SV Empor, 1. FC Marzahn 94)

Die Vereinsmitglieder haben nicht die Möglichkeit ihren Beitrag zurück zu fordern, wenn kein Training in der aktuellen Situation stattfindet. Der Mitgliedsbeitrag ist nicht an die Verpflichtung zur Erbringung konkreter Sportangebote gebunden. Anders verhält es sich bei Vereinsveranstaltungen, Kursgebühren etc. Es handelt sich bei der Mitgliedschaft in einem Verein um ein Personenrechtsverhältnis, mit dem keine konkreten Einzelleistungen des jeweiligen Vereins abgegolten werden.

Auf Grundlage der einzelnen Vorgaben der Satzungen und Ordnungen, steht es den Vereinen frei, Mitgliedsbeiträge mit dem Beschluss des zuständigen Gremiums zu gestalten. Aufgrund des Coronavirus verfügen die Mitglieder über kein Sonderkündigungsrecht, sie können zu den geltenden Kündigungsfristen die Mitgliedschaft im Verein beenden. Die aktuelle Situation ist eine noch nie da gewesene Herausforderung für den Sport und vor allem für die Vereine. Mit diesem Hintergrund wird an die Solidarität der Mitglieder appelliert, nicht aus den Vereinen auszutreten und die Planungssicherheit für die Vereine weiter zu gewährleisten.

(vgl. Landessportbund Berlin e. V.)

Sind AG-Sitzungen bei schönem Wetter auch draußen umsetzbar? (Frage von: Berolina Stralau)

Die Bundesregierung hat im Austausch mit den Ländern Regeln zum aktuellen Verhalten zur Eindämmung des Coronavirus eingeführt. Diese Regeln, die in Deutschland gelten, besagen, dass die Bürgerinnen und Bürger angehalten sind, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Haushalts auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Wo auch immer es möglich ist, auch in der Öffentlichkeit, ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Des Weiteren ist der Aufenthalt in öffentlichen Räumen nur allein, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt. Diese Regelungen machen es nicht möglich, Sitzungen im Freien durchzuführen.

(vgl. Senatsverwaltung für Inneres und Sport)

Ist es möglich, die Mitgliederversammlung durchzuführen und wie wird mit Wahlen und weiteren Beschlüssen umgegangen?

Die Mitgliederversammlung muss durchgeführt werden, es ist nicht möglich sie ausfallen zulassen. Es ist aber möglich, die Mitgliederversammlung zu verlegen oder auf eine veränderte Art und Weise durchzuführen, wenn dies von bestimmten Faktoren abhängig gemacht wird. Überragende Gründe des Gemeinwohls oder aber höherrangige Interessen des Vereins ermöglichen eine Verschiebung der Mitgliederversammlung.

Steht die Wahl von Vorstandspositionen an, müssen diese durchgeführt werden. Das Erfordernis der Durchführung der Mitgliederversammlung ist somit gegeben, wenn nicht andere, überragende Gründe dem entgegenstehen. In der aktuellen Situation ist es möglich davon auszugehen, dass der Tatbestand der überragenden Gründe gegeben ist. Ist in der Satzung eine Regelung verankert, dass Vorstandsmitglieder im Amt bleiben, bis ein neuer Vorstand gewählt ist oder ein neuer Vorstand in das Vereinsregister eingetragen ist, ist es möglich, dass der bisherige Vorstand weiter im Amt verbleiben kann.

Der Bundestag hat ebenfalls zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie ein Gesetz beschlossen, welches die schon beschriebene Vorgehensweise stützt und durch weitere Maßnahmen den Umgang mit der Mitgliederversammlung vereinfacht. Das Gesetz sieht vor, dass Vorstandsmitglieder auch nach Ablauf der Amtszeit bis zur Abberufung oder bis zur Wahl eines Nachfolgers im Amt verbleiben können. Abweichend zur bestehenden Regelung im BGB besteht die Möglichkeit, dass Vereinsmitglieder an der Mitgliederversammlung auch ohne Anwesenheit teilnehmen können und ihre Mitgliederrechte mit Hilfe von elektronischen Kommunikationsmitteln wahrnehmen können. Des Weiteren ist es möglich, die Stimmen vor der Durchführung der Mitgliederversammlung schriftlich abzugeben. Dieses Verfahren ist ausführbar, wenn alle Mitglieder beteiligt wurden, bis zum vom Verein gesetzten Termin mindestens die Hälfte der Mitglieder ihre Stimme schriftlich abgegeben haben und der Beschluss mit der erforderlichen Mehrheit gefasst worden ist. (vgl. Artikel 2 §5 Vereine und Stiftungen).

Zum Link: Bundesgesetzblatt

Wenn auf der Mitgliederversammlung ein Haushaltsplan beschlossen werden sollte, ist vorher ein Entwurf erarbeitet worden, der bei der Versammlung zur Abstimmung vorgelegt werden sollte. Es ist im Bereich des Möglichen, einen Vorstandsbeschluss zu fassen, auf Grundlage des Entwurfs zu handeln und auf der späteren Mitgliederversammlung den Haushaltsplan zu beschließen.

Bevor die Entscheidung zur Verlegung der Mitgliederversammlung getroffen wird, wird eine Recherche zu den aktuellen Regelungen (Regeln zur Kontaktsperre in den Bundesländern) und eine Ausgiebige Information auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts empfohlen.

(vgl. Landessportbund Berlin e. V.)

Kontakt zur Vereinsberatung des BFV:

Lyés Bouziane (E-Mail: lyes.bouziane@berlinerfv.de) Florian Schäfer (E-Mail: florian.schaefer@berlinerfv.de; Telefon: 030 89 69 94-177)

Facebook-Livestream: „Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 1

Am Samstag, den 28. März 2020 haben sich Bernd Schultz und Kevin Langner live auf Facebook Vereinsfragen zum Thema Coronavirus gewidmet.

Seit der vergangenen Woche hatten alle Berliner Vereine die Möglichkeit, im Rahmen einer Online-Umfrage ihre dringendsten Fragen bezüglich der aktuellen Krisenlage an den Berliner Fußball-Verband zu übermitteln. Darüber hinaus wurden seit Donnerstag, den 26. März auch Fragen der Berliner Vereine über die Auswirkungen des Coronavirus über die Social Media-Kanäle des Berliner Fußball-Verbandes eingefordert und gesammelt.

Am Samstag, den 28. März wurden viele dieser Fragen in einem Facebook-Livestream von BFV-Präsident Bernd Schultz und BFV-Geschäftsführer Kevin Langner beantwortet.

Das Video ist hier in voller Länge zu sehen: Facebook-Livestream: „Vereine fragen – der BFV antwortet“

Neue Serie: „Vereine fragen – der BFV antwortet“

Der BFV widmet sich den Fragen seiner Mitglieder in einer mehrteiligen Artikelserie auf der Homepage und im Livestream bei Facebook.

Seit der vergangenen Woche hatten alle Berliner Vereine die Möglichkeit, im Rahmen einer Online-Umfrage ihre dringendsten Fragen bezüglich der aktuellen Krisenlage an den Berliner Fußball-Verband zu übermitteln. Die Frist für die Teilnahme endete am Freitag, den 27. März 2020, um 12:00 Uhr.

Der BFV bedankt sich für die Einsendungen und bemüht sich nun darum, die Fragen möglichst vollumfänglich und präzise zu beantworten. In einem ersten Schritt werden sich BFV-Präsident Bernd Schultz und BFV-Geschäftsführer Kevin Langner einigen Themen in einer öffentlichen Gesprächsrunde stellen, die am Samstag, den 28. März, ab 11:00 Uhr live auf Facebook übertragen wird. Alle Interessierten sind dazu eingeladen, ihre Fragen vorab per Facebook-Nachricht oder während des Livestreams in den Kommentaren zu stellen.

Mehrteilige Artikelserie: „Vereine fragen – der BFV antwortet“

Darüber hinaus wird der Berliner Fußball-Verband die Fragen seiner Vereine auch auf der BFV-Homepage noch einmal ausführlich beantworten. Das geschieht im Rahmen eines neuen Formats unter dem Titel „Vereine fragen – der BFV antwortet“. Die mehrteilige Artikelserie startet am Montag, den 30. März 2020 und wird in regelmäßigen Abständen fortgesetzt.

Zudem weist der BFV darauf hin, dass alle Informationen rund um die Corona-Krise auf der Homepage auch weiterhin laufend aktualisiert und auf der Unterseite „Coronavirus“ gesammelt werden. Bei weiteren Fragen können sich alle Vereine auch jederzeit über die Social Media-Kanäle des BFV oder per E-Mail (info@berliner-fussball.de) an den Verband wenden. Das Ende der Umfrage bedeutet nicht, dass keine Möglichkeit mehr gegeben ist, Fragen an den Verband zu richten.

23. März 2020: BFV-Geschäftsstelle für Publikumsverkehr geschlossen

Der Berliner Fußball-Verband schließt seine Geschäftsstelle im Haus des Fußballs vorerst bis zum 19. April für den Publikumsverkehr.

Mit dieser Maßnahme reagiert der BFV auf den aktuellen Beschluss der Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder, soziale Kontakte weiter zu reduzieren, um die rasante Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. In der Verordnung vom 22. März 2020 heißt es unter anderem: „Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.“

Nachdem dieser Schritt im Landesleistungszentrum „Richard Genthe“ (Am Kleinen Wannsee 14, 14109 Berlin) bereits am Mittwoch, den 18. März 2020 vollzogen wurde, schließt der BFV nun auch seine Geschäftsstelle im Haus des Fußballs (Humboldtstraße 8a, 14193 Berlin) vorerst bis einschließlich 19. April 2020 für jeglichen Publikumsverkehr.

Die Erreichbarkeit der Verbandsmitarbeiter/innen ist auch weiterhin, vorzugsweise per E-Mail, gewährleistet.

18. März 2020: Eingeschränkter Publikumsverkehr im Haus des Fußballs / LLZ geschlossen

Aufgrund der aktuellen Situation gelten ab sofort verkürzte Öffnungszeiten im Haus des Fußballs, das LLZ bleibt vorerst geschlossen.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen hat die Koordinierungsgruppe, die sich innerhalb des Berliner Fußball-Verbandes mit den Auswirkungen des Coronavirus auseinandersetzt, entschieden, dass der Publikumsverkehr im Haus des Fußballs (Humboldtstraße 8a, 14193 Berlin) vorübergehend eingeschränkt wird. Folgende geänderte Öffnungszeiten der Geschäftsstelle gelten ab sofort:

Montags: geschlossen für den Publikumsverkehr
Dienstags: 9:00 Uhr bis 15:30 Uhr
Mittwochs: geschlossen für den Publikumsverkehr
Donnerstags: 9:00 Uhr bis 15:30 Uhr
Freitags: 8:00 Uhr bis 15:30 Uhr

Die Erreichbarkeit der Geschäftsstellenmitarbeiter/innen ist jedoch weiterhin unter den gewohnten Rufnummern und E-Mail-Adressen gewährleistet.

LLZ vorerst bis 19. April 2020 geschlossen

Das Landesleistungszentrum „Richard Genthe“ (Am Kleinen Wannsee 14, 14109 Berlin) bleibt zunächst bis einschließlich 19. April 2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Mitarbeiter/innen des LLZ sind während dieses Zeitraums per E-Mail unter qualifizierung@berlinerfv.de und llz@berlinerfv.de zu erreichen. Anrufe werden ins Haus des Fußballs weitergeleitet.  

Alle BFV-Veranstaltungen bis 19. April abgesagt

Wie bereits am Montag, den 16. März 2020 kommuniziert, hat der Berliner Fußball-Verband entschieden, alle Maßnahmen und Veranstaltungen bis einschließlich 19. April 2020 abzusagen – das betrifft sowohl den Standort im Haus des Fußballs als auch das LLZ. Darunter fallen unter anderem alle Weiterbildungsmaßnahmen (z.B. Schiedsrichter- / Trainerlehrgänge), Maßnahmen der Landesauswahlmannschaften, Sport- und Verbandsgerichtsverhandlungen, Ausschusssitzungen, Lehrabende, AG-Sitzungen und Workshops. Auch die extern stattfindenden Regionalkonferenzen und der BFV-Qualifizierungstag entfallen vorerst.

Update 16. März 2020: Der Spielbetrieb des BFV ruht bis zum 19. April 2020

Am Samstag, den 14. März 2020 hat der Senat in Berlin den Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen bis zum Ende der Osterferien untersagt. Diese Verordnung gilt bis einschließlich 19. April 2020 und bedeutet, dass der Spielbetrieb des BFV bis zu diesem Datum ebenfalls ruht.

Der Berliner Fußball-Verband hat daher den kompletten Spielbetrieb auf Verbandsebene ab sofort bis einschließlich Sonntag, den 19. April 2020 abgesagt. Alle bis dahin angesetzten Spiele werden automatisch im DFBnet abgesetzt. Damit reagiert der BFV auf die Auswirkungen des Coronavirus und die damit verbundenen politischen Entscheidungen des vergangenen Wochenendes.

Die Koordinierungsgruppe des BFV konferiert nach wie vor jeden Tag, um die Lage in Berlin neu zu bewerten.

Kevin Langner, BFV-Geschäftsführer und Leiter der Koordinierungsgruppe, sagt: „Wir werden die Entwicklungen in Berlin, aber auch über die Stadtgrenzen hinaus weiterhin sehr genau beobachten. Aufgrund der sehr dynamischen Entscheidungen der Politik und der Gesundheitsbehörden steht der BFV vor einer großen Herausforderung, der wir uns als Verband bewusst sind und der wir uns auch stellen. Indem wir die Lage täglich neu bewerten, können wir auch frühzeitig darüber entscheiden, ob wir den Spielbetrieb nach dem 19. April wieder aufnehmen können. Die spieltechnischen Ausschüsse werden sich in den nächsten Wochen mit allen vorstellbaren Szenarien im Spielbetrieb beschäftigen und etwaige Entscheidungen ruhig, sachlich und umfassend vorbereiten. Alle BFV-Vereine werden dazu rechtzeitig informiert. Es hat für den BFV zunächst oberste Priorität, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger zu schützen.“

Absage von Veranstaltungen wegen des Coronavirus

Ferner hat der Berliner Fußball-Verband entschieden alle Maßnahmen und Veranstaltungen bis einschließlich 19. April 2020 abzusagen. Darunter fallen alle Weiterbildungsmaßnahmen (z.B. Schiedsrichter- / Trainerlehrgänge), Lehrgänge, Maßnahmen der Landesauswahlmannschaften sowie weitere Veranstaltungen und Tagungen, wie beispielweise die Regionalkonferenzen und der BFV-Qualifizierungstag, Ausschusssitzungen, aber auch Sport- und Verbandsgerichtsverhandlungen. Auch die Maßnahmen des DFB-Talentförderprogramms werden ausgesetzt.

Update 13. März 2020

Dem BFV ist bekannt, dass einzelne Sportämter die Sportanlagen über die Generalabsage (bis 22.3.) hinaus geschlossen haben. Die Koordinierungsgruppe befasst sich mit dem neuen Lagebild und veröffentlicht rechtzeitig eine Information zum weiteren Umgang mit dem Coronavirus.

12. März 2020: Der Spielbetrieb des BFV ruht

Die Koordinierungsgruppe, die sich innerhalb des Berliner Fußball-Verbandes mit den Auswirkungen des Coronavirus auf den Berliner Amateurfußball auseinandersetzt, und das Präsidium haben am heutigen Donnerstagnachmittag, den 12. März 2020 entschieden, den Spielbetrieb vom 12. März zunächst bis einschließlich Sonntag, 22. März 2020 einzustellen. Dieses gilt für sämtliche Spiele, die im Verantwortungsbereich des BFV liegen also Meisterschaftsspiele, Pokalspiele, Freundschaftsspiele, Turniere, Spielfeste und Mini-Fußball-Turniere. Die Absage gilt auch für alle Bereiche, also Männer, Frauen, Jugend und Freizeit.

Damit reagiert der Verband auf die Entwicklungen der Coronavirus-Ausbreitung in den vergangenen Tagen. Über die Fortführung des Trainingsbetriebes entscheiden ausschließlich die Mitgliedsvereine in Eigenverantwortung.

Kevin Langner, BFV-Geschäftsführer und Leiter der Koordinierungsgruppe, sagt: „Die Gesundheit aller Mitgliederinnen und Mitglieder im Berliner Fußball-Verband steht an erster Stelle. Somit war es aus Sicht der Koordinierungsgruppe wichtig, die tägliche Lage in Berlin neu zu bewerten und sorgsam mit den Entwicklungen des Coronavirus umzugehen. Leider ist das Coronavirus auch in den Vereinen angekommen und führt zu großer Verunsicherung bei unseren Mitgliedern. Daher hält es die Koordinierungsgruppe für geboten, den Spielbetrieb mindestens für 14 Tage auszusetzen und das Lagebild täglich weiterhin neu zu bewerten. Mit der Entscheidung ist die Hoffnung verbunden, die Verbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus zu verlangsamen und so mögliche Ansteckungsketten zu verhindern.“

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes ergänzt: „Der Berliner Fußball-Verband hat in den vergangenen Tagen das Lagebild täglich neu bewertet. Es ist keine einfache Entscheidung für den Berliner Fußball-Verband, den Spielbetrieb in Berlin ruhen zu lassen. Gleichzeitig habe ich großes Vertrauen in unsere Gesundheitsbehörden, die Experten im Umgang mit dem Virus sind. Daher hoffe ich sehr, dass der BFV mit der Generalabsage seinen Beitrag beim Unterbrechen der Ansteckungsketten leistet und wir möglichst bald wieder unbeschwert der Freude des Fußballs nachkommen können.“

Die Koordinierungsgruppe des Berliner Fußball-Verbandes konferiert seit Anfang der Woche täglich zur Lage in Berlin und bewertet diese neu. Diese Gruppe verlässt sich auf die professionellen Aussagen der zuständigen Behörden und reagiert dementsprechend. Dem BFV war und ist es bewusst, dass sich das Lagebild ständig ändert. Nicht zuletzt aus diesem Grunde wurde die Koordinierungsgruppe installiert, die sich umfassend informiert und auf diese Weise schnell und kurzfristig notwendige Maßnahmen für den gesamten Berliner Fußball-Verband einleitete.

Weiterhin sind alle Vereine zur Prüfung aufgefordert, ob es Spieler/innen in ihren Mannschaften/Vereinen gibt, die seit Februar 2020 aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Der BFV appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Vereine und empfiehlt, Spieler/innen – unabhängig von möglichen Krankheitssymptomen – in einem etwaigen Trainings- und Vereinsbetrieb nicht einzusetzen.

Rechtzeitig vor dem 23. März 2020 wird eine Neubewertung der Lage veröffentlicht. Alle Mitglieder des BFV erhalten dazu rechtzeitig die notwendigen Informationen. Alle angesetzten Spiele werden bis zum 22. März automatisch im DFBnet abgesetzt.

Service

Die BFV-Verbandstage live auf YouTube

Der außerordentliche Jugend-Verbandstag und der außerordentliche Verbandstag können bei YouTube im Livestream verfolgt werden.

Am Donnerstag, den 18. Juni 2020 findet ab 18:00 Uhr der außerordentliche Jugend-Verbandstag statt. Interessierte können ihn über folgenden Link live auf YouTube verfolgen:

Außerordentlicher Jugend-Verbandstag des BFV – Livestream

Am Samstag, den 20. Juni 2020 folgt der außerordentliche Verbandstag. Dieser beginnt um 10:00 Uhr. Er kann über folgenden Link live auf YouTube verfolgt werden:

Außerordentlicher Verbandstag des BFV – Livestream

Technischer Support zum außerordentlichen Verbandstag

Der BFV bietet technische Unterstützung für die Teilnahme am außerordentlichen Verbandstag am Samstag, den 20. Juni 2020.

Am Dienstag, den 16. Juni 2020 und am Donnerstag, den 18. Juni 2020 steht Berliner Vereinsvertreter/innen jeweils von 14:00 bis 18:00 Uhr eine telefonische Hotline zur Verfügung. Diese ist erreichbar unter 030 – 896 994 125. Diese Hotline ist zusätzlich am Samstag, 20. Juni 2020 ab 8:30 Uhr geschaltet.

Darüber hinaus steht der technische Support auch per E-Mail (edv@berlinerfv.de) zur Verfügung.

Alle Informationen bezüglich des Registrierungs- und Abstimmungsprozesses gibt es im Leitfaden für die Teilnahme an den BFV-Videokonferenzen.

Hilfetelefon: Wichtige Telefonnummern für Berlin

BFV zeichnet Solidaritäts-Geste des Monats aus

Während der Corona-Krise haben Berliner Vereine die Möglichkeit, ihre Hilfsprojekte für die Auszeichnung zu nominieren.

Bereits seit der Saison 2007/2008 zeichnet der Berliner Fußball-Verband besonders faires Verhalten auf den Sportanlagen mit der Fairplay-Geste des Monats aus. Doch da der Spielbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie ruht, können schließlich auch keine Fairplay-Gesten eingereicht werden. Daher hat sich der BFV dazu entschieden, den Berliner Vereinen die Möglichkeit zu bieten, Hilfsprojekte und Solidaritätsaktionen für eine andere Auszeichnung, die Solidaritäts-Geste, anzumelden.

Ein solidarischer Umgang miteinander ist in diesen Tagen wichtiger denn je. Vor allem ältere und kranke Menschen sowie Menschen in Armut brauchen jetzt die Hilfe ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger. Viele Berliner Fußballvereine haben bereits Hilfsaktionen gestartet und bieten Unterstützung für vom Coronavirus besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen im Stadtgebiet an. Um derartiges Engagement zu würdigen, nimmt der BFV ab sofort Einreichungen für die „Solidaritäts-Geste des Monats“ entgegen.

Jegliche Hilfsangebote und –projekte, aber auch Einzelaktionen aus den Berliner Vereinen können über das Online-Formular an den BFV übermittelt werden. Aus allen Meldungen wird analog zur Fairplay-Geste des Monats ein Preisträger ausgewählt.

Teamführung in der Krise: Tipps für Trainer/innen

Der BFV hat ein vielfältiges Informationsangebot zusammengestellt, wie Trainer/innen mit der ungewohnten Situation umgehen können.

Die Corona-Krise und die damit einhergehende Schließung aller Sportanlagen in Berlin stellt den Amateurfußball vor große Herausforderungen. Vereine sehen sich mit unbekannten Fragestellungen konfrontiert, Spieler/innen müssen Alternativen finden, um sich individuell fit zu halten und auch an die Trainer/innen werden plötzlich völlig neue Anforderungen gestellt.

Nur weil der Ball auf den Sportplätzen ruht, heißt das nicht, dass die Coaches aktuell beschäftigungslos sein müssen. Gerade in der aktuellen, ungewohnten Situation ist es wichtig, für sein Team da zu sein, denn vertraute Ansprechpartner schaffen ein Gefühl von Sicherheit.

Kreativität und Individualität sind gefragt

Eine Musterlösung, wie Trainer/innen mit der Corona-Krise umzugehen haben, kann es nicht geben – dafür sind die Bedürfnisse in Abhängigkeit von Alter, Spielklasse und Teamgefüge zu unterschiedlich. Trotzdem möchte der Berliner Fußball-Verband seinen Trainer/innen Ratschläge an die Hand geben, auf deren Basis die Arbeit mit dem Team strukturiert werden kann.

Zu diesem Zweck hat der Qualifizierungsbereich des BFV ein vielfältiges Informationsangebot zusammengestellt: Corona-Krise: Informationen für Trainer/innen.

Bei Fragen, Feedback oder Anregungen ist der Kontakt per E-Mail unter projekte@berlinerfv.de möglich.

Tipps für Eltern zum Umgang mit digitalen Medien

Die Fachstelle für Suchtprävention Berlin gibt in einem Online-Vortrag Empfehlungen, wie Familien mit der alltäglichen Mediennutzung umgehen können.

Aufgrund der Kita- und Schulschließungen verbringen Kinder und Jugendliche aktuell mehr Zeit denn je zuhause. Gleichzeitig arbeiten Eltern weiter, entweder an ihrer Arbeitsstelle oder aus dem Homeoffice. Die Auswirkungen der Corona-Krise stellen Familien vor neue Herausforderungen in ihrem Alltag, denn die Heranwachsenden wollen auch in dieser Zeit beschäftigt werden. Zum Training gehen, das Wochenende auf dem Fußballplatz verbringen oder sich zum Kicken auf dem Bolzplatz verabreden – die meisten außerhäuslichen Aktivitäten sind auch für fußballspielende Kinder nicht mehr oder nur noch eingeschränkt möglich. Es kommt deshalb fast zwangsläufig dazu, dass die Freizeit deutlich stärker mit der Nutzung von sozialen Netzwerken und Online-Spielen gefüllt wird.

Doch was können Eltern tun, damit die Mediennutzung zu Hause für Spaß und Entlastung und nicht für zusätzlichen Stress sorgt? Die Fachstelle für Suchtprävention im Land Berlin hat die wichtigsten Empfehlungen im Umgang mit digitalen Medien in der Familie in einem kurzen Vortrag zusammengefasst:

Gesund durch die Corona-Krise: Rezeptideen für Sportler/innen

Die AOK Nordost, Gesundheitspartner des BFV, gibt Tipps für eine gesunde und ausgewogene Ernährung während der fußballfreien Zeit.

Das Coronavirus zwingt die Menschen dazu, mehr Zeit als gewöhnlich zu Hause zu verbringen. Auch der Restaurantbesuch, das Mittagessen in Mensa oder Kantine und der schnelle Snack beim Imbiss um die Ecke müssen in den nächsten Wochen ausfallen. In der aktuellen Situation muss jeder seine Mahlzeiten häufiger denn je selbst zubereiten. Doch in diesem Zwang liegt auch die Chance, sich bewusster mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen.

Gesunde und ausgewogene Ernährung stärkt den Körper und das Immunsystem und ist somit gerade jetzt ein wichtiger Baustein für körperliches, aber auch mentales Wohlbefinden. Wer frisch und abwechslungsreich kocht, fühlt sich schnell vitaler und leistungsfähiger.

Rezeptideen der AOK Nordost

Wer gesund essen will, muss aber nicht zwangsläufig viele Stunden in der Küche verbringen. Es gibt zahlreiche schnelle und einfache Rezepte, mit denen sich ein ausgewogener Ernährungsplan ohne großen Aufwand umsetzen lässt. Anregungen und Ideen für das Kochen während der fußballfreien Zeit hat die AOK Nordost, langjähriger Gesundheitspartner des Berliner Fußball-Verbandes, zusammengestellt.

Interessierte können sich auf der „Fit bleiben"-Seite durch verschiedene Rezepte klicken. Vielleicht findet sich darunter die eine oder andere Inspiration.

Meldung finanzieller Schäden in der Corona-Krise im LSB-Portal

Der Landessportbund Berlin hat seit heute ein digitales System zur Meldung finanzieller Schäden im LSB-Portal für Verein und Sportverbände eingerichtet.

Der ganze Sportbetrieb in Berlin ruht, das stellt die Sportvereine und Sportverbände sowie auch den Landessportbund vor enorme Herausforderungen. Vereinen und Verbänden brechen gerade fest eingeplante Einnahmen nahezu ersatzlos weg, gleichzeitig laufen Personalkosten und Betriebskosten weiter. Bei abgesagten Veranstaltungen bleiben Vereine und Verbände ebenfalls auf hohen Forderungen sitzen. 

Um den zu erwartenden finanziellen Schaden für Vereine und Sportfachverbände einordnen zu können, hat der Landessportbund Berlin seit heute ein digitales System zur Meldung finanzieller Schäden im LSB-Portal eingerichtet. Man hat die Möglichkeit, unter dem Menüpunkt Mitgliederverwaltung im sog. „Corona-Meldebogen“ die eigenen finanziellen Einbußen, welche aufgrund der Corona-Krise zu erwarten sind, zu melden. Dazu gilt es mitzuteilen, welche entstehenden finanziellen Schäden im Verein und in den angegebenen Bereichen (jeweils bezogen auf einen Monat) zu erwarten sind. Jeder Bereich sollte einzeln angegeben werden. Dabei ist der LSB auf eine möglichst genaue, ehrliche und vollständige Auflistung seiner Mitgliedsvereine angewiesen. Mit dem Abspeichern im Meldesystem bestätigt man die Wahrheit und Richtigkeit der Angaben.

Der Landessportbund Berlin steht mit der Senatsverwaltung für Inneres und Sport in ständigem Austausch, um neben den bekannten finanziellen Unterstützungen für Sportvereine und -verbände des Bundes auch eine Unterstützung auf Landesebene für den organisierten Sport zu realisieren. Vorsorglich weist der LSB darauf hin, dass durch die Meldung des möglichen finanziellen Schadens über diese Umfrage kein Anspruch auf Auszahlung besteht! Mit dieser Maßnahme möchte der Landessportbund Berlin seinen Sportfachverbänden und Vereinen in dieser besonderen Krisensituation auch bei möglichen finanziellen Auswirkungen hilfreich zur Seite stehen.

Bei Rückfragen zum Meldesystem kann man sich an die LSB-Mitarbeiter/innen Alexander Fuchs unter 030/30002-113 oder per Mail (afuchs@lsb-berlin.de), Antje Mantau unter 030/30002-135 oder per Mail (amantau@lsb-berlin.de) und Jens Krüger unter 030/30002-122 oder per Mail (jkrueger@lsb-berlin.de) wenden.

DFB-Merkblatt zum Thema Kurzarbeit

Solidarität in der Corona-Krise: Berliner Vereine helfen

Während der Corona-Krise haben viele Berliner Fußballvereine Hilfsaktionen ins Leben gerufen, um Mitmenschen im Alltag zu unterstützen.

Man kann den Aufruf zur Solidarität in der aktuellen Situation nicht oft genug wiederholen, denn vor allem ältere und kranke Menschen sowie Menschen in Armut brauchen gerade jetzt die Hilfe ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Unterstützung beim Einkauf, Fahr- und Abholdienste, Anleitungen zum Heimtraining oder einfach ein paar aufmunternde Worte per Videobotschaft – es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten sich in dieser Zeit solidarisch zu zeigen. Viele Berliner Fußballvereine haben bereits Hilfsaktionen gestartet und bieten Unterstützung für vom Coronavirus besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen im Stadtgebiet an.

Die Hilfsangebote der Berliner Fußballvereine im Überblick

Berliner SC
Einkaufshilfe und Fahrdienst in der Nachbarschaft nach telefonischer Absprache.
Weitere Informationen und Kontakt

Sp. Vg. Blau Weiß 90
Einkaufshilfe in den Bezirken Tempelhof und Mariendorf.
Weitere Informationen und Kontakt

FC Hertha 03 Zehlendorf
Verschiedene Hilfsdienste z.B. beim Einkaufen, „Gassi“ gehen oder bei der Erledigung von Botendiensten nach persönlicher Absprache.
Weitere Informationen und Kontakt

FC Polonia
Der FC Polonia verteilte übrig gebliebene Lebensmittel der Versorgungs-Aktion an kirchliche Einrichtungen in Berlin.

Fortuna Pankow
Hilfe beim Einkaufen oder bei Botengängen nach persönlicher Absprache per Telefon oder E-Mail.
Weitere Informationen und Kontakt

Berlin Hilalspor
Einkaufshilfe, Kontakt auch auf türkischer Sprache möglich.
Weitere Informationen und Kontakt

SFC Stern 1900
Verschiedene Hilfsdienste wie Einkaufs- oder Botendienste. Absprachen telefonisch oder per E-Mail möglich.
Weitere Informationen und Kontakt

FV Rot-Weiss Hellersdorf
Die Jugendmannschaften vom RWH malen und verteilen Bilder mit Dankesbotschaften an die Menschen in systemrelevanten Berufen, die aktuell die Gesellschaft am Laufen halten.

Oranje Berlin
Mit einem sehr kreativen Angebot richtet sich Oranje Berlin an alle jungen Fußballerinnen und Fußballer, die aktuell auf das Mannschaftstraining in ihren Vereinen verzichten müssen. Um die Zeit bis zur Rückkehr auf den Platz ein wenig zu verkürzen, hat Oranje eine eigene Kinderfußballsendung gedreht und stellt diese allen Interessierten auf YouTube zur Verfügung. Unter dem Titel „Kinderzimmerfußball“ wurde ein Angebot geschaffen, das den jungen Zuschauer/innen fußballspezifisches Wissen vermitteln sowie zum aktiven Mitmachen und Trainieren in den eigenen vier Wänden animieren soll.

Die erste Stunde „Kinderzimmerfußball wurde am Mittwoch, den 8. April 2020 ausgestrahlt. Seitdem erscheint wöchentlich eine neue Folge auf dem YouTube-Kanal von Oranje Berlin.

F.C. Stern Marienfelde
Der Verein hat spezielle T-Shirts mit der Aufschrift "Ein Dorf bleibt zuhause" entworfen und spendet jeweils einen Euro für jedes verkaufte Exemplar an die Corona-Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes.
Weitere Informationen

Lichtenrader BC 25
Der Lichtenrader BC engagiert sich im Rahmen der deutschlandweiten Solidaritäts-Kampagne #vereinehelfen und bietet Menschen in Quarantäne sowie Personen, die zu Risikogruppen zählen, eine lokale Nachbarschaftshilfe an.
Weitere Informationen und Kontakt

Berliner AK 07
Der Berliner AK engagiert sich im von der Aktion Mensch geförderten Projekt "Jugend hilft!". Im Rahmen dessen sind zwei Vereinsfahrzeuge derzeit für hilfsbedürftige Menschen in Berlin im Einsatz und unterstützen unter anderem beim Einkauf und bei Arztbesuchen.
Weitere Informationen und Kontakt

Blau-Weiß Friedrichshain
Blau-Weiß Friedrichshain sensibilisiert öffentlich für das Thema Blutkrebs und ruft dazu auf, sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) online als Stammzellspender registrieren zu lassen.
Weitere Informationen

Zusätzlich veranstaltet der Verein unter dem Motto „Blau-Weiß gegen Blutkrebs“ am 28. Mai 2020 ab 20:30 Uhr ein digitales „Feindschaftsspiel“ gegen „Rot-Weiß Blutkrebs“, das im Liveticker auf Facebook zu verfolgen sein wird. Für die Begegnung können gegen eine Spende virtuelle Eintrittskarten, Getränke und Stadionwürste gekauft werden. Alle Einnahmen kommen ebenfalls der DKMS Deutschland zu Gute.
Weitere Informationen

Der Berliner Fußball-Verband sammelt und veröffentlicht jegliche Vereinsangebote. Einsendungen können über die Social Media-Kanäle des BFV sowie per E-Mail (presse@berlinerfv.de) vorgenommen werden.

Fit bleiben während der Fußballpause

Der Berliner Fußball-Verband gibt Tipps und Anregungen für individuelles Training in Zeiten des Coronavirus.

Der Berliner Amateurfußball ruht vorerst bis zum 19. April 2020. Der Senat in Berlin hat den Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen bis zum Ende der Osterferien untersagt. Die Auswirkungen des Coronavirus schränken die Möglichkeiten für körperliche Aktivitäten in erheblichem Maße ein – Alternativen, um sich fit zu halten, gibt es aber immer noch genug. Denn auch wenn das gewohnte Mannschaftstraining gezwungenermaßen ausfallen muss, heißt das nicht, dass nicht jede/r Einzelne individuell trainieren kann.

Kreative Lösungen sind gefragt

Sport ist enorm wichtig für die Gesundheit – auch und gerade während einer Krisenzeit wie dieser. Er trägt nämlich nicht nur zu einer guten körperlichen Verfassung, sondern genauso zum psychischen und mentalen Wohlbefinden bei. Sich zum individuellen Training auch in den eigenen vier Wänden zu überwinden mag unbequem sein, ist jedoch nur förderlich.

Eine Situation wie diese, in der ein „normaler Alltag“ nicht mehr existiert, erfordert kreative Lösungen in allen Gesellschaftsbereichen – davon ist der Sport nicht ausgenommen. Jede Krise bietet aber auch immer die Chance, sich mit neuen Dingen auseinanderzusetzen und bestimmte Abläufe zu optimieren. Auch Fußballer/innen haben vor allem in der aktuellen Phase die Möglichkeit, um an individuellen Schwächen zu arbeiten, die im regulären Mannschaftstraining eventuell auch mal zu kurz kommen. Egal ob Kraft, Schnelligkeit, Reaktionsvermögen, Beweglichkeit oder Technik, die Zeit kann flexibel genutzt werden, um sich in den unterschiedlichsten Bereichen zu verbessern.

BFV gibt Anregungen

Um den Berliner Fußballerinnen und Fußballern während der unerwarteten Spiel- und Trainingspause Tipps und Anregungen für individuelle, sportliche Aktivitäten an die Hand zu geben, hat der BFV gemeinsam mit Verbandssportlehrerin Ailien Poese, Verbandssportlehrer Henry Rehnisch und DFB-Stützpunktkoordinator Christian Metke ein Konzept entwickelt, bei dem auf den digitalen Kanälen des BFV in regelmäßigen Abständen kurze Videos mit Tipps, kleinen Übungen und Wettbewerben veröffentlicht, um zum Eigentraining zu motivieren.

Die Videos und weitere Informationen sind hier abrufbar: Fit bleiben mit der BFV-Talentförderung

Osnabrügge: „Wir ergreifen alle uns möglichen Maßnahmen"

Wie kann der DFB seine Mitgliedsverbände und Vereine in der Corona-Krise unterstützen? Was ist möglich und was nicht? Welche Rahmenbedingungen sind zu beachten? Welche Maßnahmen sind bereits beschlossen? Worüber wird noch konkret nachgedacht? Welche Erwartungen sind realistisch? Es sind bei weitem nicht die wichtigsten Fragen in der Corona-Krise, doch es sind wichtige Fragen für den deutschen Fußball und seine Vereinslandschaft. DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge nimmt dazu im Interview ausführlich und offen Stellung.

Herr Osnabrügge, eine Frage bewegt viele Vereine: Wie kann der DFB seinen Klubs und dem Fußball von der 3. Liga und FYLERALARM Frauen-Bundesliga bis zum Amateurbereich bei der Bewältigung der Corona-Krise wirtschaftlich helfen?

Stephan Osnabrügge: Zunächst einmal: Ich befürchte, dass wir alle das Ausmaß der Pandemie noch nicht realisiert haben. Unsere Erfahrungen reichen dazu bisher einfach nicht aus. In Italien müssen Ärzte entscheiden, welchen Menschen noch geholfen werden kann und wem nicht. Nicht weil die Krankheit nicht heilbar wäre, sondern weil die Krankenhäuser keine Betten mehr haben. Das ist dramatisch, und ich habe den Eindruck, dass der Fußball angesichts dieser Situation bisweilen ein bisschen zu wichtig genommen wird und wir uns zum Teil auch selbst zu wichtig nehmen. Tatsache ist jedoch: Auch in der Fußballbranche stehen wir vor riesigen Herausforderungen. Für den DFB haben wir ein erstes Zahlenmodell entwickelt: Im schlechtesten Fall müssen wir mit einem Verlust von mehr als 50 Millionen Euro rechnen. Man mag sagen, macht ja nichts, der Verband ist ja reich. Aber das trifft es nicht.

Weshalb nicht?

Der DFB ist meines Wissens der einzige Sportverband in Deutschland, der von oben nach unten finanziert. Nicht wir leben von Mitgliedsbeiträgen, sondern wir unterstützen das System des gemeinnützigen Fußballs. Kann der DFB nicht mehr zahlen, schlägt dies unmittelbar auf unsere Mitgliedsverbände durch und trifft dort die Sportschulen, die Menschen, die den Amateurspielbetrieb organisieren, viele tausende von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Wir haben daher als erstes geprüft, wie wir unsere Mitgliedsverbände, also unsere Regional- und Landesverbände, stützen können. Eine erste Maßnahme hat das DFB-Präsidium am Mittwoch beschlossen. Die Zuwendungen des DFB an die Landesverbände, die für die den kompletten Amateurfußball zuständig sind, werden nicht zu den bisherigen Fälligkeitsterminen, sondern flexibel nach Bedarf ausgezahlt.

Was heißt das genau?

Osnabrügge: Insgesamt investieren der DFB und seine Landesverbände jedes Jahr rund 120 Millionen Euro in den Amateurfußball. Alleine die direkten Zuschüsse des DFB an seine Mitgliedsverbände sind in den vergangenen Jahren von fünf auf insgesamt zwölf Millionen jährlich gestiegen. Die Zuwendungen pro Landesverband richten sich nach einem Schlüssel, der sich an der Zahl der Mitglieder und gemeldeten Mannschaften orientiert. Die Landesverbände wiederum finanzieren ihre Regionalverbände. Die Gelder werden jedes Jahr in zwei Raten ausgezahlt, im Mai und im November. Dies haben wir für dieses Jahr aufgehoben. Ein Landesverband, der die Gehälter seiner Angestellten nicht mehr zahlen kann, kann nun flexibel diese Geldmittel abrufen. Wir stellen damit sicher, dass die Infrastruktur für die Vereine an der Basis erhalten bleibt. Wir lösen akute Liquiditätsprobleme und reduzieren die Gefahr, dass die Fußballverbände in Deutschland ihren gemeinnützigen Aufgaben für die Vereine nicht mehr nachkommen können. Damit wir alle wieder Fußball erleben, wenn die Krise vorbei ist.

Wie sieht es mit direkten Hilfsmaßnahmen für die Vereine aus?

Osnabrügge: Klar ist: Der DFB wird alle Möglichkeiten nutzen, um bestmögliche Hilfe zu leisten. Am fehlenden Willen unsererseits wird keine Maßnahme scheitern. Allerdings muss der Fußball – so schwer das auch fallen mag – in der Erwartungshaltung realistisch bleiben. Zu beachten sind rechtliche und steuerliche Vorgaben, an die der DFB zwingend gebunden ist. Wir dürfen Vereine nicht direkt bezuschussen. Aber wir können es auch wirtschaftlich nicht.

Das müssen Sie genauer erklären.

Osnabrügge: Dazu müssen wir unterscheiden: Unmittelbar ist der DFB für seine Mitgliedsverbände zuständig. Diesen können und dürfen wir helfen. Darüber hinaus organisiert der DFB eigene Spielklassen, also die 3. Liga, die Frauen-Bundesligen sowie die Junioren-Bundesligen. Für diese prüfen wir gezielte Maßnahmen, um die Liquidität der Klubs unserer Spielklassen aufrecht zu erhalten. Unser oberstes Ziel bleibt, den Spielbetrieb nach der Krise wieder aufnehmen zu können. Dabei ging und geht es niemals um Zuschüsse. Solche Zuschüsse sind uns steuerrechtlich nicht erlaubt, weil die Mittel des DFB gemeinnützig gebunden sind und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwendet werden dürfen. Die Klubs unserer Spielklassen arbeiten aber wirtschaftlich, es handelt sich um den bezahlten Fußball. Wir haben daher die Vergabe von Darlehen geprüft. Es wäre mein Wunsch gewesen, Kredite für Klubs der DFB-Spielklassen anbieten zu können, mit deren Hilfe sie akute, durch die Corona-Krise entstandene Liquiditätslücken überbrücken können. Mittlerweile bin ich sehr ernüchtert. Nach steuerlichen und rechtlichen Gutachten bis hin zum Kontakt mit der Finanzaufsichtsbehörde BaFin musste ich lernen, dass wir dafür eine Banklizenz bräuchten – obwohl wir ganz sicher an einem solchen Programm kein Geld verdienen wollten. Ich habe das Ganze zur Sicherheit nochmals in die Prüfung gegeben, aber ich bin leider wenig optimistisch.

Wie sieht es mit der Regionalliga und dem Amateurfußball aus?

Osnabrügge: Die Zuständigkeit für die Regionalligisten und die Amateurvereine liegt bei den jeweiligen Regional- und Landesverbänden. Als DFB müssen wir also sehen, wie wir unsere Mitgliedsverbände unterstützen, damit diese in ihren Regionen zielgerichtet und effektiv helfen können. Leider gilt dasselbe Recht, das für den DFB gilt, auch für unsere Verbände. Eine unmittelbare finanzielle Unterstützung einzelner Amateurvereine ist dem Deutschen Fußball-Bund definitiv nicht möglich. Übrigens auch wirtschaftlich nicht: Wir haben 25.000 Vereine in Deutschland. Würde man jedem Verein 3.000 Euro Unterstützung in der Krise geben, wären die Rücklagen des DFB aufgebraucht. Angesichts der Prognose, dass wir alleine dieses Jahr etwa 75 Prozent der verfügbaren Rücklagen zum eigenen Überleben brauchen werden, ist das ausgeschlossen. Zudem würden 3.000 Euro pro Klub auch auf Vereinsebene nicht nachhaltig weiterhelfen. Der DFB muss als Verband sicherstellen, dass das Verbundsystem Fußball funktioniert. Und genau das tun wir.

Geht am Ende alles im allgemeinen Statuten- und Paragrafendschungel unter?

Osnabrügge: Ich verstehe diesen Einwand und kann auch manchen Frust nachvollziehen. Die Welt wäre so einfach, hätte der DFB die rechtlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten, alle Fußballvereine durch die Krise zu bringen. Aber so einfach ist es leider nicht. Manch einer mag meine Ausführungen kritisch sehen. Aber die Verantwortlichen im DFB können und werden nicht riskieren, die Gemeinnützigkeit des Verbandes zu verlieren. Ich kann versichern: Ungeachtet aller Paragrafen und Statuten ist sich der DFB der herausragenden Bedeutung der Fußballvereine in Deutschland völlig bewusst. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DFB sind abseits des Berufs selbst in Amateurvereinen ehrenamtlich tätig, kennen die dortigen Belange und Nöte und erleben sie hautnah mit. Daher kann ich nur unterstreichen: Wir werden alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um zu unterstützen und zu helfen, mittelbar oder unmittelbar.

Welche Überlegungen gibt es dabei noch?

Osnabrügge: Wir können die Vereine unserer Spielklassen über Verbandsmaßnahmen auf der Ausgabenseite entlasten und ihnen so helfen. Dasselbe können auch die Landesverbände tun. Aktuell liegt der Fokus in den öffentlichen Diskussionen sehr stark auf den Einnahmeverlusten in den Vereinen und der Frage, wie diese kompensiert werden könnten. Wir sollten aber auch andere Perspektiven betrachten. Vereine, die Arbeitnehmer beschäftigen, können und sollten Kurzarbeit beantragen. In vielen Klubs lauten die Alternativen Kurzarbeitergeld oder Insolvenz. Ich persönlich erwarte gerade von denen, die das Glück haben, in normalen Zeiten viel Geld mit dem Fußball verdienen zu dürfen, einen klaren Solidaritätsbeitrag mit ihren Arbeitgebern. Wir unterstützen intensiv mit Informationen, Mustern etc. Zusätzlich müssen wir an das Zulassungsverfahren denken. Wir wollen auch in der kommenden Saison eine attraktive 3. Liga. Dann müssen wir die krisenbedingten wirtschaftlichen Folgen im Rahmen der Zulassung richtig einordnen. Wir stehen im Kontakt mit anderen Verbänden und versuchen gemeinsam, Lasten von den Vereinen zu nehmen, beispielsweise die Beiträge der gesetzlichen Unfallversicherung, der VBG. Das sind typische Verbandsaufgaben. Wir können nicht die Rechnungen der Vereine bezahlen, aber wir wollen dazu beitragen, dass sie möglichst klein ausfallen. Darüber hinaus ist es die Aufgabe des Staates, finanzielle Hilfen zu gewähren und der gesamten Wirtschaft, auch dem Sport, zu helfen.

Müssen wir alle also pessimistisch sein, auch in den Vereinen?

Osnabrügge: Nein. Wichtig sind Realismus, Vernunft und verantwortungsvolles, solidarisches Handeln. Und Optimismus. So wie es viele, gerade kleinere Klubs an der Basis vormachen, die Hilfsangebote in ihren Orten anbieten wie zum Beispiel Einkaufsdienste für ältere Menschen oder Erkrankte. Unsere Gesellschaft wird durch das Ehrenamt getragen. Das ist vorbildlich und extrem wichtig. Unser Präsident Fritz Keller hat es am Mittwoch eindringlich und treffend zusammengefasst: Wir müssen diese Krise gemeinsam bewältigen, es geht nur mit Solidarität auf allen Ebenen. Das wollen, das müssen, das werden wir als DFB vorleben. Hier hat auch die Nationalmannschaft ein tolles Zeichen gesetzt mit ihrer Spende von 2,5 Millionen Euro, die sie auf eigene Initiative einem guten Zweck zuführen wird.

Mehrsprachige Informationen der Bundesregierung zum Coronavirus

Um möglichst alle Bürger/innen über den Umgang mit dem Coronavirus informieren zu können, bietet die Regierung ein mehrsprachiges Informationsangebot an.

Aus aktuellem Anlass weist der Berliner Fußball-Verband im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Frau Staatsministerin Widmann-Mauz, auf das mehrsprachige Informationsangebot der Bundesregierung zu Regelungen und Verhaltensweisen im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hin.

Auf der Website der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration stehen gesammelte Hinweise der Bundesregierung in verschiedenen Sprachen bereit. Die Informationen werden fortlaufend aktualisiert und ergänzt - auch über Gesundheitsfragen hinausgehend. Unter anderem werden mehrsprachige Informationen zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen und wirtschaftlichen Sofortmaßnahmen vorbereitet. Die Fernsehansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 18. März 2020 ist ebenfalls in verschiedenen Sprachen abrufbar.

Hier geht es zur Website.

Social Media

Userinnen und User werden ebenfalls darum gebeten, die Tweets und Instagram-Posts mit Verlinkung zu mehrsprachigen Informationen über ihre Social Media-Auftritte weiterzutragen und zu teilen.

Twitter

Instagram

Umgang mit Fake News

Leider kommt es in diesen Tagen vermehrt auch zu Fake News im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es wird dazu aufgerufen, auf solche falschen Quellen hinzuweisen und durch die Weiterleitung der geprüften und offiziellen Informationen dabei zu helfen, der Ausbreitung des Coronavirus bestmöglich entgegenzuwirken und richtig zu informieren.

Meldung weiteren Informationsbedarfs

Gerne nimmt die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Hinweise zu weiterem Informationsbedarf bezüglich des Themas Corona auf. Mit allen Anregungen kann sich an folgende Email-Adresse gewendet werden: integrationsbeauftragte@bk.bund.de.

Coronavirus: Umgang mit Mitgliederversammlung, Vereinsbeiträgen und weiteren Themen

Weil der Spielbetrieb im Amateurfußball ruht, sehen sich Vereine mit vielen Fragen konfrontiert – der BFV versucht diese bestmöglich zu beantworten.

Die Ausbreitung des Coronavirus beeinflusst den Sport und das Vereinsleben in unvorstellbarer Weise. Bis mindestens 19. April 2020 ruht der Amateurfußball in Berlin. Da mit weiteren Einschränkungen im gesellschaftlichen Umgang zu rechnen ist und die Normalität auf sich warten lässt, stellen sich für Vereine mitunter viele unterschiedliche sportpolitische Fragen. Der Berliner Fußball-Verband will sich den Fragen seiner Mitglieder annehmen und versuchen, sie bestmöglich zu beantworten.

Um einen ersten Überblick über die dringendsten Problembereiche zu bekommen, hat der BFV eine einfache und schnelle Umfrage erstellt. Alle Berliner Fußballvereine wurden per BFV-Mail zur Teilnahme an dieser Umfrage eingeladen und sind dazu angehalten, ihre Postfächer zu prüfen. Der BFV freut sich über jede Rückmeldung bis Freitag, den 27. März 2020, 12:00 Uhr. Im Anschluss werden alle Mitglieder über den weiteren Umgang mit den Fragen informiert.

Darüber hinaus weist der BFV auf folgende Informationen und Handlungsempfehlungen des Landessportbund Berlin (LSB) im Hinblick auf den Umgang mit der Mitgliederversammlung und Mitgliedsbeiträgen hin:

Umgang mit der Mitgliederversammlung

In vielen Vereinen und Verbänden stehen am Anfang des Jahres die Mitgliederversammlungen an. Viele Vereinsvorstände stellen sich derzeit die Frage, ob aufgrund der Corona-Pandemie die Mitgliederversammlung überhaupt durchgeführt werden kann, darf oder muss. 

Jeder Verein und Verband muss zunächst seine Satzung hinsichtlich der zeitlichen Vorgabe zur Mitgliederversammlung prüfen. Viele Satzungen sehen vor, die Mitgliederversammlung im ersten Quartal oder zu Beginn des Jahres stattfinden zu lassen. In diesen Fällen ist der Verein/Verband erst einmal gehalten, diese Vorgaben zu erfüllen. Sollte sich in der Satzung der Passus „die Mitgliederversammlung muss mindestens einmal jährlich“ stattfinden, ist der Verein/Verband zeitlich flexibler.

Es kommt in der Satzung allerdings auch ein wenig auf die Formulierung an. Manchmal beziehen sich Regelungen etwas zweideutig auf den Zeitpunkt der Einberufung (also ggf. nur der Einladung) und nicht auf den Zeitpunkt der Durchführung.

Zu berücksichtigen ist, dass das jeweilig zuständige Gremium (z.B. Vorstand) einen Beschluss über die weitere Verfahrensweise trifft.

Die Absage oder Verschiebung der Mitgliederversammlung sollte von bestimmen Faktoren abhängig gemacht werden – dabei müssen dies überragende Gründe des Gemeinwohls oder aber höherrangige Interessen des Vereins/Verbandes sein, wenn dies satzungsdurchbrechend erfolgen soll. Hierbei ist auch das Prinzip der Verhältnismäßigkeit zu beachten. Eine Vertagung für kurze Zeit wiegt weniger schwer als ein vollständiger Ausfall in einem Jahr. Folgende Kriterien sollten u.a. zusätzlich beachtet werden:

Wie viele Menschen kommen zusammen und haben diese Menschen besondere Risikofaktoren (z.B. Vorerkrankungen)? Es sind daher vorher die Anzahl der Teilnehmer und die Möglichkeit, ob die Teilnehmerzahl eventuell im Vorfeld reduziert werden könnte, zu prüfen.

Des Weiteren ist zu prüfen, ob die Art der Veranstaltung risikogeneigt sein kann. Das heißt, sind die Kontaktmöglichkeiten der Teilnehmer hoch und wie sehen die räumlichen Gegebenheiten aus (z.B. Größe des Raumes, regelmäßige Belüftung, ausreichende Möglichkeiten für die Handhygiene).

Die Länge der Veranstaltung sollte ebenfalls beachtet werden. Je länger die Veranstaltung dauert, desto höher ist das Risiko. 

Für alle Veranstaltungen gilt grundsätzlich die Risikoabwägung durch den Veranstalter.

Sollten Sie nach Prüfung aller Punkte zu dem Entschluss kommen, die Mitgliederversammlung absagen zu müssen, informieren Sie Ihre Mitglieder und teilen gleichzeitig mit, dass die Mitgliederversammlung voraussichtlich noch in 2020 stattfinden wird. Von der Nennung eines festen Datums wird derzeit abgeraten, da leider nicht absehbar ist, wie sich die Lage weiterentwickelt. Wichtig ist aber, alle Gremien des Vereins/Verbandes einzubinden und größtmögliche Transparenz zu wahren. Die Rechte auf Mitgliederversammlung und Wahlen sind sehr wichtige demokratische Teilhaberechte, die nicht leichtfertig beschnitten werden dürfen. Gerade Einzelfallabwägungen sollten daher mit Augenmaß und auf Basis guter Gründe getroffen werden. Dies wird auch die Akzeptanz bei der Mehrheit der Betroffenen erhöhen.

Hinsichtlich der Kosten (z.B. Catering, Örtlichkeit, Rahmenprogramm) ist zu prüfen, bis zu welchem Zeitpunkt kostenfrei storniert (zeitlich gestaffelte Rücktrittsfristen) werden kann. 

Wahlen

Steht die Wahl von Vorstandsmitgliedern aufgrund der abgelaufenen Amtszeit an, müssen die Wahlen durchgeführt werden. Das Erfordernis der Durchführung der Mitgliederversammlung ist somit gegeben, wenn nicht andere, überragende Gründe dem entgegenstehen. Dies können gesundheitliche Aspekte durchaus sein, allerdings nur dann, wenn sie eine gesellschaftliche Dimension erreicht haben. In der jetzigen Situation kann man davon ausgehen, dass aufgrund der derzeitigen Entwicklung eine solche nicht mehr auszuschließen ist.

Findet sich in der Satzung die Regelung, dass Vorstandsmitglieder im Amt bleiben, bis ein neuer Vorstand gewählt ist oder ein neuer Vorstand ins Vereinsregister eingetragen wird, kann der bisherige Vorstand zunächst im Amt verbleiben.

Haushaltsplan

Soll die Mitgliederversammlung den Haushaltsplan beschließen, dürfte in der Regel ein Entwurf erstellt worden sein, der der Versammlung zur Abstimmung vorgelegt wird. Es ist überlegenswert, im Falle einer Absage einen Vorstandsbeschluss zu fassen, dass vorläufig auf der Grundlage des Entwurfes zu handeln ist und auf der späteren Mitgliederversammlung den Beschluss zu fassen, den Haushalt nachträglich zu genehmigen. Im Idealfall wird den Mitgliedern der Entwurf übersandt mit der Bitte (innerhalb einer zu setzenden Frist) Anregungen oder Hinweise zu erteilen, die in einen Beschluss des Vorstands zur Anwendung eines vorläufigen Haushaltsplans mit einfließen.

Hinweis

Vor Ihrer Entscheidung sollten Sie sich auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts informieren. Auch die örtlichen Gesundheitsämter stehen für Rückfragen zur Verfügung. Ihr zuständiges Gesundheitsamt finden Sie hier.

Zahlung von Mitgliedsbeiträgen

Die Mitglieder zahlen die Mitgliedsbeiträge für die Mitgliedschaft und nicht für eine bestimmte Leistung. In den jeweiligen Satzungen der Vereine ist die Zahlungspflicht verankert. Bei Ausfällen des Trainingsbetriebs, wie in der aktuellen Situation, ist es nicht möglich eine Rückerstattung einzufordern. Die Kosten für die Vereine sind ein weiterer Bestandteil in den jeweiligen Haushalten zum jetzigen Zeitpunkt.

Fußballer helfen Fußballern: DFB-Stiftung Sepp Herberger startet Corona-Nothilfefonds

Die DFB-Stiftung Sepp Herberger startet heute mit Unterstützung von Bayer Leverkusens Nationalspieler Jonathan Tah ein Hilfsprogramm für Mitglieder der Fußballfamilie, die durch die Corona-Pandemie unverschuldet in Not oder wirtschaftliche Bedrängnis geraten sind. Die älteste deutsche Fußballstiftung stellt im Rahmen einer ersten Sofort-Maßnahme 100.000 Euro zur Verfügung. Jonathan Tah ist Mitinitiator des Nothilfefonds und beteiligt sich als erster privater Spender an dem Programm.

„Mit dem DFB-Sozialwerk helfen wir bereits seit Jahrzehnten bei individuellen Schicksalsschlägen“, erklärt DFB-Vizepräsident Dirk Janotta, der Vorsitzende der 1977 errichteten DFB-Stiftung. „Diese Tage fordern uns als Gemeinschaft heraus. Wir müssen und werden zusammenstehen und diese besonderen Herausforderungen gemeinsam meistern“, so Janotta weiter. Der frühere Bundestrainer Sepp Herberger und seine Frau Eva hatten ihr Privatvermögen der Stiftung vermacht und verfügt, dass damit über das der Stiftung angeschlossene DFB-Sozialwerk in Not geratene Mitglieder der Fußballfamilie unterstützt werden sollen. Auf diesem jahrzehntealten Solidaritätsgedanken fußt nun der Corona-Nothilfefonds.

Jonathan Tah: „Manchmal sind es schon die kleinen Gesten, die Großes bewirken"

„Unsere Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn wir füreinander da sind. Es geht dabei viel weniger um die Größe oder die Menge, die ein jeder von uns tun oder geben kann, manchmal sind es schon die kleinen Gesten, die Großes bewirken“, sagt Jonathan Tah. „Die Solidarität untereinander ist zurzeit vielleicht das Wichtigste, was wir brauchen und was jeder Einzelne zeigen kann. Daher sollte jeder das tun, was in seiner Macht steht, um eine Verbesserung der Situation zu bewirken. Ich hoffe sehr, dass ich mit meiner Unterstützung des Corona-Nothilfefonds einen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten kann.“

Beim Hamburger Stadtteilklub SC Altona 93 hatte der heute 24-jährige Innenverteidiger einst mit dem Fußball begonnen, bevor er 2009 ins Nachwuchsleistungszentrum des Hamburger SV aufgenommen wurde. Tah hat bisher neun A-Länderspiele absolviert. Seit dem Jahr 2019 ist der frühere Kapitän der U21-Nationalmannschaft Botschafter der DFB-Stiftung Egidius Braun.

„Wir freuen uns, wenn sich weitere Spieler und Privatpersonen an der Aktion beteiligen möchten. Uns ist es wichtig, ein Dach zu geben, damit Hilfe aus dem Fußball für den Fußball unkompliziert möglich ist“, betont Stiftungsschatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge.

Förderanträge können ab sofort formfrei per E-Mail gestellt werden

Antragsberechtigt sind Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in den DFB-Mitgliedsverbänden, deren Untergliederungen (zum Beispiel Schiedsrichtervereinigungen) und den bundesdeutschen Fußballvereinen engagieren. Förderanträge können ab sofort bei der Stiftung gestellt werden. Wichtig ist der Nachweis über die individuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den jeweiligen Antragsteller. Die Anträge können formfrei per E-Mail an corona-hilfe@sepp-herberger.de gesendet werden. Jeder Antrag wird im Einzelverfahren geprüft. Ein Anspruch auf die Gewährung von Stiftungsmitteln besteht nicht.

FAQ

Welche Vorsichtsmaßnahmen empfiehlt der BFV?

Alle Vereine sind zur Prüfung aufgefordert, ob es Spieler/innen in ihren Mannschaften/Vereinen gibt, die seit Februar 2020 aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Wir appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Vereine und empfehlen, Spieler/innen – unabhängig von möglichen Krankheitssymptomen – nicht einzusetzen; weder bei Spielen noch im Trainingsbetrieb. Die entsprechende bezirkliche Gesundheitsbehörde ist zu informieren. Die Risikogebiete werden ständig auf der Seite des Robert Koch-Instituts aktualisiert:

Robert Koch-Institut: Risikogebiete

Welche Aufgaben übernimmt die BFV-Koordinierungsgruppe?

Die Entwicklung des Coronavirus in Berlin ändert sich täglich. Gleichzeitig häufen sich die Fragen der Vereine nach dem richtigen Umgang mit dem Coronavirus. Daher kommt unter Leitung des BFV-Geschäftsführers die Koordinierungsgruppe täglich zusammen und bewertet die Lage neu. Entsprechende Informationen oder Anweisungen werden dann ab mittags über die BFV-Webseite kommuniziert. Wichtig: Der BFV hat keine medizinische Kompetenz und wird daher ausschließlich Rahmenbedingungen für den Spielbetrieb bewerten und festlegen. Gleichzeitig versteht der BFV, dass zurzeit eine große Unsicherheit im Umgang mit dem Coronavirus herrscht. Umso wichtiger ist es, dass sich der BFV auf die professionellen Aussagen der offiziellen Behörden verlässt und dann entsprechend reagiert. Dem BFV ist zudem bewusst, dass sich das Lagebild ständig ändern kann. Nicht zuletzt aus diesem Grunde haben wir eine Koordinierungsgruppe eingerichtet, die sich umfassend informiert und so schnell und kurzfristig notwendige Maßnahmen einleiten kann.

Was gibt es für Hygiene-Maßnahmen zu beachten?

Der Berliner Fußball-Verband bittet alle Mitglieder, den Ratschlägen des Robert Koch-Instituts zu folgen: „Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus.“ Der BFV ruft seine Vereine weiterhin dazu auf, achtsam zu sein. Es gilt sowohl für alle Aktiven als auch für Zuschauer/innen und Mitarbeiter/innen in den Vereinen und im Verband. Dabei ist auch das Fernbleiben vom Training und von Spielen bei Erkältungssymptomen eine sinnvolle Präventionsmaßnahme.