Aktuelle Entwicklungen bezüglich des Coronavirus

Die Koordinierungsgruppe des Berliner Fußball-Verbandes konferiert seit dem 9. März 2020 täglich zur Lage in Berlin und bewertet diese neu. Diese Gruppe verlässt sich auf die professionellen Aussagen der zuständigen Behörden und reagiert dementsprechend.

Dem BFV war und ist es bewusst, dass sich das Lagebild ständig ändert. Nicht zuletzt aus diesem Grunde wurde die Koordinierungsgruppe installiert, die sich umfassend informiert und auf diese Weise schnell und kurzfristig notwendige Maßnahmen für den gesamten Berliner Fußball-Verband einleitete.

Alle wichtigen Informationen für Vereine sind auf dieser Seite zu finden.

News

„Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 7

Sponsoring ist für viele Vereine eine wichtige Finanzierungsquelle. Häufig stellt sich aktuell die Frage, ob Sponsoring-Verträge gültig bleiben.

Frage: Behalten vereinbarte Sponsoring-Verträge ihre Gültigkeit, wenn der Trainings- und Spielbetrieb ruht und keine Veranstaltungen stattfinden können?

Das Thema Sponsoring stellt für einige Sportvereine mit eine der wichtigsten Finanzierungsquellen dar. Das vereinbarte Vertragsverhältnis zwischen dem Verein und dem Förderer ist geprägt von einer Leistung (i. d. R. eine Leistung in Geld) und eine Gegenleistung (i. d. R. Platzierung von Werbung des Sponsors). Ist die vereinbarte Werbeleistung nicht mehr zu erbringen, weil z.B. der Spielbetrieb ruht, wird auch der Sponsor von seiner Erbringungspflicht befreit. Hier ist zu beachten, welche Einzelheiten in dem jeweiligen Sponsorenvertrag vereinbart worden sind. Bei geplanten Veranstaltungen ist es im Bereich des Möglichen, dass im Vorfeld einer Veranstaltung schon Werbemaßnahmen durchgeführt worden sind. In diesem Fall behält der Gesponserte einen Teilanspruch der vereinbarten Leistung des Sponsors.

Einen Sonderfall stellen Werbeleistungen auf abgesagten Sportveranstaltungen dar. In der Vorbereitung der Veranstaltung kann absprachegemäß die Werbung bereits auf Banden und Trikots platziert worden sein. Mit der Absage der Veranstaltung tritt der Zweck der Werbung nicht ein, weil mit der Absage der Veranstaltung die mediale Sichtbarkeit nicht mehr gewährleistet ist. In diesem speziellen Fall ist eine Prüfung des Sponsoring-Vertrags wichtig, um eine mögliche Störung der Geschäftsgrundlage festzustellen. Im weiteren Verlauf können die Vertragspartner eine Anpassung der Verträge verlangen.

(vgl. ESB Marketing Netzwerk)

Tipp: Aufgrund der außergewöhnlichen Situation sollten die Vereinsverantwortlichen auf die Sponsoren zugehen und um Entgegenkommen werben. Werden die Veranstaltungen nachgeholt, bleibt es bei der Leistungserbringung durch den Verein und es besteht keine Notwendigkeit, vereinnahmte Sponsoring-Gelder zurückzuzahlen.

DFB mit Änderungen der Spiel- und Jugendordnung

Der DFB hat in Reaktion auf die Corona-Krise umfassende Anpassungen in der DFB-Spielordnung und DFB-Jugendordnung vorgenommen.

Der Deutsche Fußball-Bund nimmt in Reaktion auf die Corona-Krise umfassende Anpassungen in der DFB-Spielordnung und DFB-Jugendordnung vor. Die vom DFB-Vorstand beschlossenen Änderungen sind mit sofortiger Wirkung bis zum 30. Juni 2021 gültig, sie sollen in der aktuellen Krisensituation dringend nötige Flexibilisierungen sowie Erleichterungen für die Vereine ermöglichen. Mit Beginn der Saison 2021/2022 sollen dann wieder die vorherigen Bestimmungen in Kraft treten. Der Berliner Fußball-Verband hat bereits in einer Meldung am Freitagmorgen, den 3. April 2020 darüber informiert, wie das weitere Verfahren im Umgang mit dem Spielbetrieb aussieht.

Die Änderungen im Überblick:

DFB-Spielordnung

Saisonwertung (§ 4): Bisher galt der Grundsatz, dass in einer Saison jeder gegen jeden in Hin- und Rückrunde antritt – bei wechselseitigem Heimrecht. Meister ist die Mannschaft, die nach Durchführung aller Spiele die meisten Gewinnpunkte erzielt hat. Absteiger sind die Mannschaften mit den wenigsten Gewinnpunkten. Sollte jedoch ein Wettbewerb in der aktuellen Saison 2019/2020 aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie nicht zu Ende gespielt werden, können die Mitgliedsverbände abweichende Regelungen beschließen – unter anderem zur Regelung von Auf- und Abstieg oder beispielsweise einer möglichen Nichtwertung der Saison.

Vorgehen bei Insolvenzfällen (§ 6): Wenn ein Verein der 3. Liga, der Regionalliga, der FLYERALARM Frauen-Bundesliga oder 2. Frauen-Bundesliga einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellt, bekam er bislang neun Punkte in den Herren-Ligen und – aufgrund der geringeren Anzahl an Spielen – sechs Punkte in den Frauen-Ligen in der betreffenden Saison abgezogen. Diese Bestimmung ist für die Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021 gelockert worden. Bei Stellung eines Insolvenzantrags während der laufenden Saison wird kein Punktabzug verhängt. Tritt der Fall in der Saison 2020/2021 ein, werden in den Herren-Spielklassen dem jeweiligen Klub drei Punkte abgezogen, in den Frauen-Spielklassen wären es zwei Zähler.

Für Spielklassen unterhalb der Männer-Regionalliga und 2. Frauen-Bundesliga besagen die Statuten grundsätzlich, dass bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder Ablehnung der Eröffnung des Verfahrens mangels Masse die klassenhöchste Mannschaft jedes Vereins automatisch ans Ende der Tabelle gesetzt wird und als Absteiger feststeht. Die zuständigen Regional- und Landesverbände können nun abweichende Regelungen für ihre Spielklassen (auch für die Regionalligen) treffen – mit maximaler Gültigkeit bis 30. Juni 2021.

Des Weiteren werden in Fällen, in denen auf Regional- und Landesverbandsebene bereits ein Punktabzug als Folge einer Insolvenz eines Vereins vorgesehen war, ebenfalls Sonderregelungen geschaffen. Die Regional- und Landesverbände können hier ebenfalls bis 30. Juni 2021 flexible Regelungen für ihre Spielklassen treffen.

Beginn und Ende des Spieljahres (§ 7): In der Regel beginnt ein Spieljahr im Fußball am 1. Juli und endet mit dem 30. Juni des folgenden Jahres. Jetzt sind Abweichungen möglich, sofern Spielansetzungen über den 30. Juni 2020 hinaus notwendig sein sollten, um das Spieljahr sportlich abschließen zu können. Auch der Beginn des Spieljahres 2021/2022 kann entsprechend angepasst werden. Für DFB-Bundesspiele ist hierfür dann ein Beschluss des DFB-Präsidiums notwendig.

Die Vorgabe, wonach jeder Regional- und Landesverband verpflichtet ist, innerhalb einer Saison eine – frei wählbare - Spielpause von mindestens vier Wochen einzulegen, ist bis zum Ende der Saison 2020/2021 aufgehoben.

Spielerlaubnis für Amateure (§ 10): Normalerweise darf in der 3. Liga, den Regionalligen sowie den Jugend- und Frauen-Bundesligen an Nicht-EU-Ausländer eine Spielerlaubnis als Amateurspieler jeweils nur bis 30. Juni erteilt werden. Dies gilt nicht mehr, sollte die laufende Saison über den 30. Juni hinaus verlängert werden. In diesem Fall verlängert sich die Spielerlaubnis eines Spielers oder einer Spielerin für das laufende Spieljahr entsprechend. Voraussetzung ist dabei, dass die betreffende Person eine Verlängerung ihrer Niederlassungs- bzw. Aufenthaltserlaubnis beantragt hat und der Antrag von der zuständigen Behörde noch nicht abschlägig beschieden wurde.

Spielberechtigung nach dem Einsatz in einer Mannschaft der FLYERALARM FrauenBundesliga und der 2. Frauen-Bundesliga (§ 14): Nach einem Einsatz in einem Meisterschaftsspiel einer Frauen-Bundesliga-Mannschaft ist eine Spielerin, die nicht Stammspielerin ist, erst nach einer Schutzfrist von zwei Tagen wieder für andere Frauenmannschaften ihres Vereins spielberechtigt. Auf Antrag des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball kann das DFB-Präsidium nun Ausnahmen von dieser Schutzfrist beschließen.

Wechselperioden für Amateure (§ 16): Die regulären Wechselperioden sind grundsätzlich vom 1. Juli bis 31. August sowie vom 1. bis 31. Januar. Lässt die FIFA davon Ausnahmen zu, kann der DFB-Vorstand jetzt erforderliche Anpassungen für den deutschen Amateurfußball beschließen. In Bezug auf weitere feste Stichtage – beispielsweise der 30. Juni für die Abmeldung eines Spielers bzw. einer Spielerin vom alten Verein oder der 31. August für die Einreichung eines Antrags auf Spielerlaubnis - können ebenfalls abweichende Regelungen für die laufende und kommende Saison getroffen werden. Erfolgt eine einheitliche Festlegung durch den DFB-Vorstand, so ist diese verbindlich. Abweichungen in den einzelnen DFB-Landesverbänden sind in diesem Falle nur mit Genehmigung des DFB-Vorstands zulässig.

Wegfall der Wartefristen beim Vereinswechsel von Amateuren (§ 17): Normalerweise gilt, dass Amateure, die mindestens sechs Monate kein Spiel bestritten haben, den Verein wechseln können, ohne dass es dafür der Zustimmung des abgebenden Klubs bedarf. Zum Schutz der Klubs können die zuständigen Regional- und Landesverbände nun festlegen, dass Zeiträume, in denen aufgrund der Covid-19-Pandemie kein Spielbetrieb durchgeführt werden konnte, bei der Berechnung des Sechs-Monats-Zeitraums nicht berücksichtigt werden. Bestimmungen für Vertragsspieler (§ 22 und § 23): Verträge mit Vertragsspielerinnen und -spielern müssen normalerweise bis zum 30. Juni eines Jahres datiert sein. Auch hier können nun Abweichungen vorgenommen werden, sofern das Ende des Spieljahres 2019/2020 nicht auf den 30. Juni fällt. Wichtig für den Fall eines Vereinswechsels: Mit Beginn eines bereits wirksam geschlossenen Vertrages mit dem neuen Verein erlischt die bis dahin geltende Spielerlaubnis für den bisherigen Klub nicht, wenn aufgrund der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie der Vertrag mit dem bisherigen Verein fortbesteht bzw. verlängert wurde, um die noch ausstehenden Pflichtspiele der Spielzeit 2019/2020 bei dem bisherigen Verein absolvieren zu können. Eine bereits erteilte Spielerlaubnis für den neuen Verein würde bis zur Beendigung des Vertrages mit dem bisherigen Klub ruhen.

Wird das Vertragsverhältnis eines Spielers oder Spielerin im ersten Vertragsjahr aufgelöst und will der betreffende Spieler bzw. die Spielerin als Amateur für den bisherigen Verein weiterspielen, ist für die Spielzeit 2019/2020 keine Entschädigungszahlung für die Erteilung einer Amateur-Spielerlaubnis mehr erforderlich.

Sofern durch eine Verlängerung des Spieljahres erforderlich, können auch bei den Wechselperioden für einen Vertragsspieler-Transfer entsprechende Anpassungen durch die zuständigen Mitgliedsverbände des DFB vorgenommen werden. Erfolgt eine einheitliche Festlegung durch den DFB-Vorstand, so ist diese verbindlich. Abweichungen sind in diesem Fall nur mit Genehmigung des DFB-Vorstands zulässig.

Verpflichtung eines Lizenzspielers oder Nicht-Amateurs, der von einem der FIFA angeschlossenen Nationalverband freigegeben wird (§ 29 und § 30): Sollten für die Wechselperioden I und II in der kommenden Saison die Stichtage verändert werden, würden diese bei der Erteilung der Spielerlaubnis eines Lizenzspielers oder Nicht-Amateurs, der von einem der FIFA angeschlossenen anderen Nationalverband freigegeben wird, ebenfalls in entsprechender Weise angewendet werden. Die Anpassung der Stichtage gilt sowohl für den Fall, dass der Spieler oder die Spielerin als Vertragsspieler/-in verpflichtet wird als auch bei Reamateurisierung der betreffenden Person im Zuge der Verpflichtung.

DFB-Statut 3. Liga

Beiträge/Spielabgaben (§ 24): Von allen Meisterschaftsspielen der 3. Liga hat der gastgebende Klub einen Beitrag von 5 % der Zuschauereinnahmen, mindestens jedoch 1.000 Euro pro Spiel, als Spielabgabe zu entrichten. Die Verteilung gestaltet sich wie folgt: 3 % erhält der DFB, die restlichen 2 % steht als Beitrag dem Regional- oder Landesverband zu, dem dieser Verein angehört. Nun ist beschlossen worden: Müssen Meisterschaftsspiele der 3. Liga während der Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021 aufgrund der Corona-Krise ohne Zuschauer stattfinden, entfällt der dem DFB zustehende Anteil am Mindestbeitrag für diese Spiele (600 Euro pro Partie).

DFB-Jugendordnung

Durchführung der Spiele (§ 1): Wie bei den Aktiven können die Mitgliedsverbände Jugendspiele ihres Zuständigkeitsbereichs nach dem 30. Juni 2020 zulassen, soweit dies zur Durchführung des Spielbetriebs erforderlich ist.

Vereinswechsel (§ 3 und § 3a): Sofern durch zeitliche Verschiebungen der Spielzeiten 2019/2020 und 2020/2021 nötig, können von den zuständigen Verbänden auch Stichtage in Bezug auf Vereinswechsel und Beantragungen der Spielerlaubnis im Jugendbereich angepasst werden. Gleiches gilt für damit verbundene Wartefristen. Wie bei den Herren und Frauen gilt: Bei der Berechnung der Sechs-Monats-Frist können die zuständigen Verbände festlegen, dass Zeiträume, in denen aufgrund der Covid-19- Pandemie kein Spielbetrieb durchgeführt werden kann, ausgeklammert werden.

Altersklassen (§ 5): Juniorinnen und Junioren bleiben auch dann noch für ihre Altersklasse der Spielzeit 2019/2020 spielberechtigt, sollten Meisterschaftsspiele ihrer Mannschaft nach dem 30. Juni 2020 stattfinden. Für den jeweils ältesten spielberechtigten Jahrgang können die Landesverbände des DFB allerdings ein Datum festlegen, an dem das Spielrecht für die jeweilige Altersklasse verfällt.

Einsatz von Juniorinnen, die für Frauen-Mannschaften spielberechtigt sind (§ 6 und § 9): Bisher galt, dass Juniorinnen und Junioren an einem Tag nicht mehr als ein Pflichtspiel bestreiten dürfen. Für Nachwuchsspieler, die auch für Herrenmannschaften spielberechtigt sind, sind Ausnahmen zulässig. Gleiches gilt nun für Juniorinnen, die in Frauenmannschaften zum Einsatz kommen können. Zudem kann das DFB-Präsidium auf Antrag des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball die Vorgabe außer Kraft setzen, wonach Juniorinnen nur ein Einsatz in einer Frauenmannschaft an einem Wochenende (Freitag bis Sonntag) erlaubt ist.

Spielberechtigung nach dem Einsatz in einer Mannschaft der Junioren-Bundesliga in darunter befindlichen Spielklassen (§ 28a): Nach einem Einsatz in einem Meisterschaftsspiel einer Junioren-Bundesliga-Mannschaft ist ein Spieler, der nicht Stammspieler ist, erst nach einer Schutzfrist von zwei Tagen wieder für andere Juniorenteams seines Vereins spielberechtigt. So besagt es die DFB-Jugendordnung bisher. Jetzt hat das DFB-Präsidium die Möglichkeit, auf Antrag des DFB-Jugendausschusses Ausnahmen von der Schutzfrist von zwei Tagen zu beschließen, um Spieleinsätze in kürzeren Zeitabständen zu ermöglichen.

 

Erklärung der wichtigsten Anpassungen: Peter Frymuth im Interview

Peter Frymuth ist als Vizepräsident im DFB zuständig für Spielbetrieb und Fußballentwicklung. Im DFB.de-Interview nimmt er Stellung zu den weitreichenden Änderungen, die der Deutsche Fußball-Bund für seine Spielordnung und Jugendordnung beschlossen hat. Frymuth erklärt die wichtigsten Anpassungen und verrät, welche Aufgabe als nächstes wartet.

Der Spielbetrieb in Berlin ruht bis auf Weiteres

Die Regional- und Landesverbände im DFB haben sich bundesweit darauf verständigt, dass der Spielbetrieb im deutschen Amateurfußball ab sofort bis auf Weiteres ruht. Der Wiedereinstieg in den Spielbetrieb soll einheitlich 14 Tage vorher angekündigt werden.

Am Samstag, 14. März 2020, hatte der Senat in Berlin den Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen bis zum Ende der Osterferien untersagt. Diese Verordnung gilt bis einschließlich Sonntag, 19. April 2020 und bedeutet, dass der Spielbetrieb des BFV mindestens bis zu diesem Datum ruht. In einer Konferenz aller Präsidenten und Geschäftsführer der Regional- und Landesverbände hat man sich nun bundesweit darauf verständigt, dass der Spielbetrieb des deutschen Amateurfußballs aufgrund der jeweiligen staatlichen bzw. behördlichen Verfügungslage bis auf  Weiteres ausgesetzt bleibt. Eine Fortsetzung des Spielbetriebs soll mindestens 14 Tage vorher angekündigt werden.  

Im Berliner Fußball-Verband ergibt sich dadurch keine neue Lage. Vielmehr besteht nunmehr für alle Berliner Vereine die Sicherheit, dass der BFV die Aufnahme des Spielbetriebs nach dem 19. April 2020 14 Tage vorher ankündigt. Dafür ist es erforderlich, dass der Senat bzw. die Bezirke die Sportanlagen für den Trainings- und Wettkampfbetrieb freigeben.  

Dazu sagt Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes: „In Berlin ist für den Spielbetrieb der 10. Mai 2020 ein entscheidender Meilenstein. Wenn es uns gelingt, bis zu diesem Datum den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, besteht eine realistische Chance, die Spielzeit 2019/20 mit einer großen Kraftanstrengung ordnungsgemäß zu Ende zu führen. Dafür müssen wir aber die Osterfeiertage und die Entscheidungen der staatlichen bzw. behördlichen Stellen abwarten. Sollte sich nach Ostern realistischer Weise abzeichnen, dass der Spielbetrieb auch nach dem 10. Mai ruht, dann treffen wir als Verband eine Entscheidung. Die entsprechenden Szenarien sind bei uns ausgearbeitet und werden derzeit mit einem Meinungsbild unserer Vereine unterfüttert.” 

Kevin Langner, Geschäftsführer des BFV, ergänzt: Ich verstehe jede Fußballerin und jeden Fußballer, die möglichst schnell in den Trainings- und Wettkampfbetrieb zurückkehren wollen. Wir alle sind aber gut beraten, in diesen Tagen zunächst die Gesundheit aller in den Vordergrund zu stellen. Daher ist es klug, die Entscheidungen des Berliner Senats und der Behörden abzuwarten, bevor wir als Verband verbindliche Aussagen zum weiteren Umgang mit der aktuellen Spielzeit tätigen. Ich kann aber versichern, dass wir intern alle realistischen Szenarien vorbereitet haben. Aktuell befinden wir uns im Meinungsaustausch mit unseren Vereinen, um den Entscheidungsprozess vorzubereiten. Ich gehe davon aus, dass wir nach Ostern ein klares Bild haben und dann die Entscheidung für die Saison 2019/20 zielgerichtet treffen können. Bis dahin ruht der Spielbetrieb bis auf Weiteres.” 

Vereinsumfrage: Spielbetrieb nach der Corona-Krise

In einer an seine Mitgliedsvereine gerichteten Umfrage und einer Videokonferenz möchte sich der BFV für die Spielbetriebsplanungen ein Meinungsbild einholen.

Der Spielbetrieb im Berliner Fußball-Verband ruht und derzeit ist nicht absehbar, wann der Ball wieder rollen wird. Dennoch befasst sich der BFV intern selbstverständlich mit verschiedenen Szenarien der Fortführung oder des Abbruches der laufenden Saison, um für aktuelle Entwicklungen im Spielbetrieb vorbereitet zu sein. Leider gibt es keine Patentlösung; Szenarien, die heute noch realistisch erscheinen, können sich in Kürze als Utopie herausstellen.

Der Berliner Fußball-Verband möchte dennoch gerne die Gelegenheit nutzen und diesbezüglich die Meinungen seiner Mitgliedsvereine in Erfahrung bringen. Aus diesem Grund wurde per BFV-Mail eine Umfrage an alle Vereine versendet. Der BFV bittet um eine möglichst rege, pro Verein aber nur einmalige Teilnahme an der Umfrage.

Videokonferenz mit Berliner Vereinen

Videokonferenzen sind derzeit ein geeignetes Mittel, um mit einer Vielzahl von Menschen zu kommunizieren. Der Berliner Fußball-Verband würde gerne einmal versuchen, per Videokonferenz mit Vereinsvertreter/innen in Kontakt zu treten. Daher wird zu der Umfrage am kommenden Montag, 6. April 2020 um 18:00 Uhr, eine Videokonferenz starten, zu der die Vereine herzlich eingeladen sind. Dabei sollen Details vorgestellt werden und die Spieltechniker stehen für Fragen zur Verfügung.

Mehr Informationen zur Videokonferenz können der entsprechenden BFV-Mail entnommen werden.

„Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 6

Der sechste Teil der Serie behandelt die Themen „Aufwendungsersatzleistungen“ und „Beiträge zur Unfallversicherungen“. Antworten liefert Prof. Dr. Fischinger.

Die nachstehenden Ausführungen sind Ergebnis einer sehr kurzfristigen arbeits- bzw. sportrechtlichen Prüfung durch Prof. Dr. Philipp S. Fischinger, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Sportrecht, Universität Mannheim. Sie beleuchten unter rein rechtswissenschaftlichen Aspekten aktuelle Fragen im Zusammengang mit den rasch ansteigenden Corona-Infektionen in Deutschland und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Fußball. Sie sind nicht als rechtsberatend zu verstehen. Jedwede Haftung ist ausgeschlossen. Im konkreten Fall ist ggf. anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Thema: Aufwendungsersatzleistungen – Wie ist der Umgang mit Fahrtkosten- und anderen Aufwendungsersatz für z.B. Spieler, Trainer und Betreuer in der aktuellen Situation, solange der Spiel- und Trainingsbetrieb ruht?

Grundsätzlich besteht die Annahme, dass der Arbeitgeber zur Fortzahlung von Aufwendungsersatzleistungen, in der aktuellen Situation nicht verpflichtet ist, wenn der Arbeitnehmer nicht wie im üblichen Maß seiner Arbeit nachgeht. So entstehen z.B. keine Kosten für Fahrten von Spielern zum Training oder Spiel. Anders sind die Reinigungskosten zu behandeln, es ist im Bereich des Möglichen, dass beim Training zu Hause Schmutzwäsche entsteht. Sollte der Aufwendungsersatz einen versteckten Vergütungsbestandteil beinhalten, so ist dieser weiterzubezahlen.

Nach der Regelung der Betriebskostenlehre § 615 S. 1, 3 BGB ist der Arbeitgeber nicht verpflichtet zur Fortzahlung der Aufwendungsersatzleistungen. Besondere Kosten wie z.B. Reinigungszulagen sind im Einzelfall zu prüfen. Ausgenommen sind Kosten, die trotz der Nichterbringung der Arbeitsleistung anfallen, dies gilt für Kfz-Kosten, wenn das Fahrzeug ausschließlich zu diesem Zweck beschafft worden ist. Hier ist der Arbeitgeber verpflichtet die Kosten weiterhin zu übernehmen.

Weitere Informationen sind hier zum Nachlesen bereitgestellt.

Thema: Beiträge zur Unfallversicherung – Sind die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung weiterzuzahlen, auch wenn der Trainings- und Spielbetrieb unterbrochen ist?

Es sind durchaus fundierte Argumente zu finden, dass von der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) für dieses Jahr keine bzw. geringere Zahlungen von den Zahlungspflichtigen gefordert werden. Gestellte Anträge an die VBG zur Stundung, zu Erlass bzw. Rückzahlung haben auf der materiellen Ebene bessere Erfolgsaussichten als unter Normalbedingungen. Inwieweit sich diese Erfolgsaussichten formell bestätigen, ist von den Sozial-/Verwaltungsrechtlern zu prüfen und zu beurteilen. Mit den Umlagebeiträgen nach § 152 SGB VII erfolgt eine nachträgliche Bedarfsdeckung, hier werden von der Berufsgenossenschaft die im Vorjahr entstandenen Kosten auf die Arbeitgeber weitergegeben. Im Gegensatz dazu dienen die Vorschusszahlungen dazu, die Kosten des laufenden Geschäftsjahrs zu decken.

Auf dieser Grundlage kann man im Kontext des Profi- und Breitensports einige Gründe nennen, mit denen es möglich ist, deutlich reduzierte Vorschusszahlungen an die VBG zu entrichten. Aktuell pausiert der Spiel- und Trainingsbetrieb und somit besteht auch eine geringere Wahrscheinlichkeit von Arbeitsunfällen von Sportlern, die von der Unfallversicherung abgesichert sind. Dies führt dazu, dass der VBG deutlich geringere Kosten bei den Versicherungsleistungen entstehen im Vergleich zu Normalbedingungen. Des Weiteren ist zu beachten, dass Unfallversicherer auf Betriebsmittel zurückgreifen können, um Schwankungen bei den Einnahmen und Ausgaben auszugleichen. Weiterführend ist bei der Höhe der Vorschusszahlungen eine mögliche Existenzgefährdung des jeweiligen Arbeitgebers zu beachten. Dem Unfallversicherungsträger ist nicht geholfen, wenn die zu hohen Vorschusszahlungen dazu führen, dass der Arbeitgeber in die Insolvenz gerät.

Anders sind die Umlagebeiträge zu betrachten. Die Argumentation, dass der ausgesetzte Trainings- bzw. Spielbetrieb zu einer Reduzierung der Risiken führt und somit eine Senkung der Vorschussleistungen möglich wird, stellt bei den Umlagebeiträgen keine Grundlage dar. Wenn die von der VBG für 2019 festgesetzten Umlagebeiträgen noch nicht gezahlt worden sind, kann nur eine Stundung oder ein (Teil-) Erlass in Betracht gezogen werden.

Alle weiteren und vertiefenden Informationen und Hinweise zur Dokumentationspflicht sind hier zum Nachlesen bereitgestellt.

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt. Die Angaben beziehen sich jedoch auf alle Geschlechter.

„Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 5

Im fünften Teil der Serie geht es um die Themen Gehaltsfortzahlung und Vertragslaufzeit. Antworten liefert Prof. Dr. Fischinger auf Wunsch der Landesverbände.

Die nachstehenden Ausführungen sind Ergebnis einer sehr kurzfristigen arbeits- bzw. sportrechtlichen Prüfung durch Prof. Dr. Philipp S. Fischinger, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Arbeitsrecht, Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Sportrecht, Universität Mannheim. Sie beleuchten unter rein rechtswissenschaftlichen Aspekten aktuelle Fragen im Zusammengang mit den rasch ansteigenden Corona-Infektionen in Deutschland und den damit verbundenen Auswirkungen auf den Fußball. Sie sind nicht als rechtsberatend zu verstehen. Jedwede Haftung ist ausgeschlossen. Im konkreten Fall ist ggf. anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Thema: Gehaltsfortzahlung – Müssen die Gehälter für Spieler, Trainer und Betreuer weiterbezahlt werden oder ist es möglich die Gehaltszahlungen zu mindern bzw. auszusetzen?

Diese Thematik ist in zwei Bereiche aufzuteilen. Es ist wichtig, in Grundgehälter und Prämien (z.B. Auflaufprämien, Punktprämien) zu unterscheiden. Das Grundgehalt ist, im Gegensatz zu möglichen vereinbarten Prämien, auch während einer Saisonunterbrechung weiterzuzahlen, die Grundlage bietet hierfür § 615 S. 3 BGB. Jedoch ist es möglich, die Gehaltsansprüche der Spieler zu kürzen bzw. einzustellen, wenn die Spieler ihre Zustimmung zur Kurzarbeit verweigern und die aktuelle Situation noch verhältnismäßig länger anhält. Bei dieser Konstellation ist es für den Verein möglich, sich auf das BAG und  die Betriebsrisikolehre zu berufen, wenn die Fortsetzung zu einer wirtschaftlichen Existenzgefährdung des jeweiligen Vereins führen würde.

In der aktuellen Phase, in der der Trainings- und Spielbetrieb auf einer behördlichen Anordnung ruht, ist es möglich von einer Betriebsschließung aus rechtlichen Gründen zu sprechen. Hier trägt der Arbeitgeber das Betriebsrisiko nach § 615 S. 3 BGB und er ist verpflichtet, für die Dauer der Betriebsschließung zumindest die Grundvergütung fortzuzahlen. Eine Ausnahme stellt die Existenzvernichtungsgefahr dar, wenn die Lohnfortzahlung zu einer Existenzgefährdung des Unternehmens führen würde. Zusammenfassend ist zu sagen, dass es nicht von vornherein ausgeschlossen ist, die Gehaltszahlungen fortzusetzen, gerade im Bereich des Profisports ist eine Berufung auf die vom BAG getroffene Einschätzung mit der Durchbrechung der Betriebsrisikolehre und Einbeziehung der Existenzvernichtung möglich, Erfolg bei der Durchsetzung von Gehaltsreduktionen zu haben. Diese gilt nicht, wenn ein ausreichend großer Teil der Mannschaft oder die komplette Mannschaft in Kurzarbeit versetzt wird.

Alle weiteren Informationen und Ausführungen zu den bestehenden Ausnahmen, der Einschätzung zur Gültigkeit der aktuellen Rechtsprechung, der Analyse der BAG-Rechtsprechung im Kontext der vorliegenden Situation ist hier zum Nachlesen bereitgestellt.

Thema: Vertragslaufzeit – zeitlich befristete Vertragsverlängerungen über den 30.06.2020 hinaus, wenn gespielt werden sollte

Sollte die Variante gewählt werden, die laufende Saison 2019/2020 über den 30.06.2020 zu verlängern, um die ausgefallenen Spiele nachzuholen, und die Transferfenster würden demnach verschoben werden, gibt es keine nennenswerten Argumente, dass die laufenden Arbeitsverträge nicht am 30.06.2020 enden, sondern bis zum vereinbarten Ende der verlängerten Saison weiterlaufen. Diese Möglichkeit der Regelung findet insbesondere Anwendung, wenn §11 Nr. 1 der Musterarbeitsverträge des DFB in den Verträgen vereinbart wurden.

Zur Begründung dieser Annahme können folgende Grundlagen herangezogen werden: Der Vertragsspieler wird als Arbeitnehmer gesehen. Die Befristung im Arbeitsvertrag eines Spielers ist aufgrund der Rechtsprechung des BAG wegen der Besonderheit der Arbeitsleistung zulässig. Des Weiteren wird die laufende Saison 2019/2020 fortgesetzt und zeitnah zu Ende gespielt. Außerdem werden in diesem Beispiel die Transferfenster, auf der Grundlage des jeweiligen Verbandsrechts, verschoben und ein Wechsel zu einem anderen Verein zur neuen Saison 2020/2021 bleibt weiterhin möglich. Für Leihspieler und Spieler die zum 01.07. einen Arbeitsvertrag mit einem neuen Verein vereinbart haben, muss eine individuelle Betrachtung erfolgen.

Weitere Ausführungen zu den Vertragslaufzeiten und weitere Informationen zum Thema, werden hier zum Nachlesen bereitgestellt.

Aus Gründen der Lesbarkeit wurde im Text die männliche Form gewählt. Die Angaben beziehen sich jedoch auf alle Geschlechter.

„Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 4

Fragen zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten: Diese Hilfen bieten DFB, BFV, LSB und der Berliner Senat.

Die Mitgliedsvereine des Berliner Fußball-Verbands haben in einer groß angelegten Abfrage ihre Fragen an den BFV gestellt. Die eingegangenen Fragen wurden thematisch sortiert und werden nun systematisch beantwortet. Die Antworten dienen als Handreichung zur ersten Information, nicht aber als ausführliche Rechtsberatung. Die aktuelle Situation wird täglich neu bewertet und unterliegt ständigen Veränderungen. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen ist es möglich, dass die Angaben an Aktualität verlieren. Der BFV und seine Vereinsberatung verfolgen das Ziel, die Informationen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Es gilt zu beachten, dass vertragliche Beziehungen oft individuellen Absprachen unterliegen und deswegen einer Einzelfallprüfung unterzogen werden sollten. Bei besonderen Anliegen wird empfohlen, einen Rechtsanwalt mit der rechtlichen Prüfung zu beauftragen.

Gibt es finanzielle Unterstützung seitens des DFB oder BFV für die Vereine? (Frage von: SC Union Südost)

DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge hat in einem ausführlichen Interview klargestellt, dass der Deutsche Fußball-Bund die Möglichkeiten für eine bestmögliche Hilfe nutzen werde. Der Fußball solle jedoch eine realistische Erwartungshaltung haben, da rechtlichen und steuerliche Vorgaben mit in Betracht gezogen werden müssen. Vereine dürfen auf dieser Grundlage nicht direkt bezuschusst werden. Der DFB ist vorrangig für seine Mitgliedsverbände zuständig, denen er helfen kann und wird. Für die Vereine in den vom DFB selbstorganisierten Spielklassen (3. Liga, Frauen-Bundesliga, Junioren-Bundesliga) werden Unterstützungsmöglichkeiten geprüft. Das oberste Ziel ist es, den Spielbetrieb nach der Krise wiederaufzunehmen. Der DFB prüft aktuell, in welcher Form er seine Mitgliedsverbände unterstützen kann, damit diese in ihren Regionen zielgerichtet helfen können. Leider gelten für die Landesverbände dieselben Vorgaben wie für den DFB. Eine unmittelbare Unterstützung einzelner Vereine ist daher nicht nur dem DFB, sondern auch dem BFV nicht möglich. Der DFB versteht seine Aufgabe darin, sicherzustellen, dass das Verbundsystem Fußball funktioniert.

(vgl. Interview mit Stephan Osnabrügge: https://berliner-fussball.de/coronavirus/)

Bestehen seitens des BFV weitere Möglichkeiten, Entlastungen für die Berliner Fußballvereine zu schaffen?

Der Berliner Fußball-Verband befindet sich sowohl mit dem Berliner Senat als auch mit den Bezirken im engen Austausch, um weitere Möglichkeiten zur finanziellen Entlastung der Fußballvereine zu schaffen. Ziel der Gespräche ist es, die Vereine in der aktuellen Zeit bestmöglich zu unterstützen. Der BFV hat zudem eine berlinweite Abfrage zu vereinbarten Pacht- bzw. Schlüsselverträgen bei allen Sportämtern gestartet. Diese Abfrage läuft noch bis zum 10. April 2020. Das Ziel ist es, einen Überblick über die genaue Anzahl an geschlossenen Verträge zu bekommen, um darauf aufbauend vertiefende Gespräche zu möglichen finanziellen Entlastungen (z. B. bei der Pachtzahlung für Vereinsräume) der Fußballvereine zu führen.

Werden Personalzuwendungen durch den Landessportbund Berlin weiter an die Vereine ausgezahlt?

Der Landessportbund Berlin hat die Zuwendungsempfänger darüber informiert, dass die für die Durchführung von Maßnahmen und Projekten vorgesehenen Fixkosten (wie z. B. Gehälter für festangestellte Mitarbeiter/innen) weiterhin abgedeckt werden können. Für die Zuwendungen für Personalkosten hat die Senatsverwaltung für Finanzen folgende Regelung getroffen: Wenn aufgrund einer behördlichen Anordnung die vollständige Durchführung von Angeboten oder Projekten nicht möglich ist, können die zugesagten Fixkosten (z. B. Gehälter, Mieten) weiterhin durch die Zuwendungen gedeckt werden. Sollten Lohnfortzahlungen oder weitere Entschädigungen umsetzbar sein, sind diese vorrangig in Anspruch zu nehmen. Ist es für die Zuwendungsempfänger möglich weitere Maßnahmen zur Senkung der Fixkosten wie z. B. Kurzarbeit umzusetzen, sind diese Möglichkeiten anzuwenden.

Folgende Zuwendungsprogramme des Landessportbund Berlin fallen in den Geltungsbereich dieser Regelung:

  1. Zuschuss für die Beschäftigung von Sporttrainern/innen mit Schwerpunkt im Kinder- und Jugendsport
  2. Zuschuss für Trainer/innen mit Anstellung beim Verband
  3. Leistungsförderung
  4. Zuschuss für das Vereinsentwicklungsprogramm
  5. Zuschuss für hauptberufliche Verwaltungskräfte in Verbänden und Vereinen
  6. Zuschuss für hauptberufliche Verwaltungskräfte in den Bezirkssportbünden
  7. Zuschuss zur allgemeinen Verbandsförderung

Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld sind der Homepage der Bundesagentur für Arbeit zu entnehmen.

(vgl. Landessportbund Berlin e. V.)

Gibt es Unterstützungsmöglichkeiten für Kleinunternehmen, Freiberufler/innen und Selbständige im Sport?

Das Soforthilfe-Paket II des Berliner Senats richtet sich an von der Corona-Krise betroffene Klein- und Kleinstunternehmer mit maximal fünf Beschäftigen. Auch Freiberufler/innen und Selbständige aus dem Sport können die Unterstützung in Anspruch nehmen. So sollen schnell und unbürokratisch Zuschüsse zur Sicherung der beruflichen bzw. betrieblichen Existenz beantragt werden können. Weitere Informationen zu den Förderbedingungen, Antragsformularen und dem Verfahren sind auf der Internetseite der Investitionsbank Berlin zu finden.

(vgl. Landessportbund Berlin e. V.)

Kontakt zur Vereinsberatung des BFV:

Lyés Bouziane (E-Mail: lyes.bouziane@berlinerfv.de)
Florian Schäfer (E-Mail: florian.schaefer@berlinerfv.de; Telefon: 030 89 69 94-177)

„Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 3 (Update: 3. April 2020)

Fragen zum Thema Vereinsarbeit: So ist mit dem Trainingsbetrieb und Übungsleiterhonoraren umzugehen.

Die Mitgliedsvereine des Berliner Fußball-Verbands haben in einer groß angelegten Abfrage ihre Fragen an den BFV gestellt. Die eingegangenen Fragen wurden thematisch sortiert und werden nun systematisch beantwortet. Die Antworten dienen als Handreichung zur ersten Information, nicht aber als ausführliche Rechtsberatung. Die aktuelle Situation wird täglich neu bewertet und unterliegt ständigen Veränderungen. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen ist es möglich, dass die Angaben an Aktualität verlieren. Der BFV und seine Vereinsberatung verfolgen das Ziel, die Informationen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Es gilt zu beachten, dass vertragliche Beziehungen oft individuellen Absprachen unterliegen und deswegen einer Einzelfallprüfung unterzogen werden sollten. Bei besonderen Anliegen wird empfohlen, einen Rechtsanwalt mit der rechtlichen Prüfung zu beauftragen.

Sind Vereinsmitglieder auch bei Trainingseinheiten zu Hause oder per Videotelefonie versichert?

Um den Vereinsmitgliedern in der aktuellen Zeit ein Ersatzsportprogramm anbieten zu können, veranstalten viele Vereine Sportangebote per Videotelefonie. Bei der Form dieses Sportangebots ist auch der Versicherungsschutz zu beachten.

Sollte ein Verein ein Online-Sportangebot zu einer bestimmten Zeit z.B. am Donnerstag um 17:00 Uhr anbieten und die Mitglieder den dort gezeigten Übungen des Vereinstrainers gemeinsam folgen, dann handelt es sich um ein versichertes Vereinsangebot, bei dem auch der Unfallversicherungsschutz greift.

Verweist der Verein auf z.B. YouTube-Angebote, die schon immer zur Verfügung standen und Bewegungsempfehlungen des Vereins darstellen, dann greift der Unfallversicherungsschutz nicht. Es handelt sich hierbei nicht um ein explizites Vereinsangebot.

Darüber hinaus greift der Haftpflichtversicherungsschutz für die Vereine auch in der aktuellen Situation durchgängig. Wenn ein Mitglied eine Übung falsch ausführt und es den/die Übungsleiter/in oder den Verein für einen Personen- oder Sachschaden haftbar machen möchte, dann wird sich der Versicherer mit diesem Anspruch auseinandersetzen. In der Regel wird dieses Vorgehen zu einer Abwehr des Versicherungsschutzes führen.

(vgl. defendo Assekuranzmakler GmbH)

Ab wann ist es möglich, den Trainingsbetrieb wiederaufzunehmen? (Frage von: Berolina Stralau)

Der Trainingsbetrieb findet wie der Spielbetrieb in Berlin auf öffentlichen, durch die jeweiligen Sportämter verwalteten Sportstätten, statt. Die Sportämter in den Bezirken haben in Abstimmung mit dem Berliner Senat alle öffentlichen Sportstätten bis zum 19. April 2020 für den Trainings- und Spielbetrieb gesperrt. Der Trainingsbetrieb ist erst dann wieder zulässig, wenn die Sportstätten wieder öffnen und die Regelungen zur Kontaktsperre aufgehoben werden. Eine entsprechende Mitteilung und Aktualisierung der Maßnahmen wird von den Sportämtern bzw. der Senatsverwaltung für Inneres und Sport kommuniziert.

(vgl. https://www.berlin.de/corona/)

Wie ist mit den Honoraren der Übungsleiter/innen umzugehen, wenn kein Spiel- und Trainingsbetrieb stattfindet? (Frage von: SG Rotation Prenzlauer Berg, SC Union 06, SV Empor Berlin, 1. FC Marzahn 94)

Bei der Vergütung der Trainer/innen gilt es zu unterscheiden zwischen Honorarkräften mit einem Rahmenvertrag und Honorarkräften mit Einzelvereinbarungen. In Rahmenverträgen werden lediglich Bedingungen und Konditionen für den Trainingsbetrieb vereinbart. Bei dieser Konstellation führt die Absage der Trainingseinheiten bzw. der Ausfall des Sportangebots daher auch zum Vergütungsausfall bei den Trainer/innen. Der vereinbarte Rahmenvertrag behält jedoch weiterhin seine Gültigkeit und muss nicht gekündigt werden, allerdings müssen einzelne enthaltende Vereinbarungen eventuell geprüft werden. Zu einem Verdienstausfall kann es auch von öffentlicher Seite kommen, wenn der/die Trainer/in unter Quarantäne steht. Dieser Fall tritt allerdings nur ein, wenn die Maßnahme behördlich angeordnet wurde. Hat der/die selbstständige Trainer/in im vergangenen Jahr freiwillige Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt, hat er/sie Anspruch auf das ALG 2. Der Anspruch gilt ebenfalls, wenn er/sie innerhalb der letzten zwei Jahre Beiträge zur Arbeitslosenversicherung bezahlt hat.

Für Trainer/innen mit Einzelvereinbarungen gilt: Wenn die Trainingseinheit abgesagt wurde bzw. das Sportangebot ausfällt, entfällt auch der Anspruch auf die Vergütung vonseiten des Vereins.

(vgl. Landessportbund Berlin e. V.)

Kontakt zur Vereinsberatung des BFV:

Lyés Bouziane (E-Mail: lyes.bouziane@berlinerfv.de)
Florian Schäfer (E-Mail: florian.schaefer@berlinerfv.de; Telefon: 030 89 69 94-177)

Facebook-Livestream: Die wichtigsten Statements

Der BFV fasst die Kernaussagen des Facebook-Livestreams mit Bernd Schultz und Kevin Langner noch einmal zusammen.

Am Samstag, den 28. März 2020 widmeten sich BFV-Präsident Bernd Schultz und BFV-Geschäftsführer Kevin Langner in einem Facebook-Livestream den Fragen der Berliner Fußballvereine. Während der 45-minütigen Fragerunde, die gleichzeitig den Auftakt zur neuen Serie „Vereine fragen – der BFV antwortet“ bildete, kamen unterschiedliche Themenbereiche hinsichtlich des Umgangs mit der Corona-Krise zur Sprache. Im Folgenden werden die wichtigsten Statements zusammengefasst:

Bernd Schultz und Kevin Langner über…

…die Rolle des BFV in der Corona-Krise:
„Der BFV fungiert in der aktuellen Situation als Ansprechpartner für seine Vereine und setzt sich für deren Interessen ein. Dabei geht es darum Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um den Vereinen eine bestmögliche Orientierungshilfe an die Hand zu geben. An Spekulationen und voreiligen Entscheidungen hinsichtlich der weiteren Entwicklung der Krise beteiligt sich der Verband hingegen nicht. Alle Entscheidungen werden in enger Absprache mit den zuständigen Behörden getroffen und im Anschluss kommuniziert.“

…den Grund des Livestreams:

Langner: „Wir als Verband wollten mit unseren Vereinen interaktiv ins Gespräch kommen, um die drängendsten Fragen zur Corona-Krise bestmöglich zu beantworten und ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Deshalb haben wir bereits im Vorfeld des Livestreams unsere Vereine über BFV-Mail und die sozialen Netzwerke darum gebeten, ihre Fragen zu stellen. Der BFV setzt daher auf den Dialog und die Kommunikation mit seinen Vereinen.“

…die bisherigen Entscheidungen des BFV:

Schultz: „Wir waren Anfang März das erste Mal damit konfrontiert, dass uns Vereine mitgeteilt haben, dass sich einzelne Spieler mit dem Coronavirus infiziert haben. Unsere Spielleiter haben dann sehr schnell mit einzelnen Spielabsetzungen reagiert, um weitere Kontakte zu unterbinden. Mit dem Beschluss seitens des Senats und der Bezirke der Stadt Berlin die öffentlichen Sportstätten bis einschließlich 19. April 2020 zu schließen, mussten auch wir den Spielbetrieb im Berliner Fußball in diesem Zeitraum komplett einstellen. Seitdem die Kontaktbeschränkungen verschärft wurden und Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen nicht mehr zulässig sind, haben wir auch unsere Arbeit im Verband angepasst. Wir halten uns strikt an die Vorschriften und halten die Arbeitsabläufe mit Hilfe digitaler Techniken bestmöglich am Laufen. Darüber hinaus haben wir schon seit dem 9. März eine Koordinierungsgruppe im Berliner Fußball-Verband eingerichtet, die täglich konferiert, um auf aktuelle Entwicklungen eingehen zu können. Zudem befinden wir uns in enger Abstimmung mit dem NOFV, dem DFB und den anderen Landesverbänden.“

…mögliche Szenarien zur Fortsetzung des Spielbetriebs:

Langner: „Die Gesundheit steht an erster Stelle. Trotzdem stellen sich viele Vereine verständlicherweise die Frage, wie es generell mit dem Spielbetrieb weitergeht. Fest steht, dass bis zum Saisonende am 30. Juni 2020 regulär noch 12.805 Partien im Spielbetrieb des BFV absolviert werden müssen.“

Schultz: „Wir haben im BFV verschiedene Szenarien durchgespielt und ermittelt, ab welchem Zeitpunkt wir die Saison realistisch gesehen noch zu Ende spielen können. Wochenspieltage wurden hierbei natürlich bereits mitberücksichtigt. Im Jugendbereich haben wir festgestellt, dass der Spielbetrieb am 1. Mai wiederaufgenommen werden müsste, um die Spielzeit unter Berücksichtigung der Sommerferien noch abwickeln zu können. Für den Erwachsenenbereich ist der Stichtag der 10. Mai. Voraussetzung hierfür ist, dass man vom Rahmenterminkalender abweicht. Wichtig ist, dass wir keine isolierte Lösung für Berlin erarbeiten können, sondern immer auch die Entscheidungen der anderen Ebenen im deutschen Fußball berücksichtigen müssen. Wir sind davon abhängig, wie es im überregionalen Spielbetrieb weitergeht – und in erster Linie natürlich von den Entscheidungen der staatlichen Stellen. Zudem können wir den Spielbetrieb nicht aus dem Stand wiederaufnehmen, sondern wollen den Vereinen eine Vorlaufzeit von 14 Tagen geben. Erstmal gilt jedoch, dass der Spielbetrieb bis zum 19. April ruht. Die weiteren behördlichen Entscheidungen müssen abgewartet werden.“

…die finanzielle Situation des BFV:

Schultz: „Auch wir als Verband haben in einer Situation wie der jetzigen mit erheblichen Einnahmeausfällen zu rechnen. Wir stehen im BFV-Präsidium im engen Austausch, um mögliche Konsequenzen zu ziehen, was unsere finanzielle Situation betrifft. Aufgrund seiner Rücklagen befindet sich der BFV aktuell nicht in akuten Finanznöten. Trotzdem sind wir dazu angehalten, behutsam und umsichtig mit unseren Finanzen umzugehen.“

Langner: „Direkte finanzielle Zuwendungen von Seiten des Verbands an die Vereine wird es nach dem aktuellen Stand leider nicht geben. Zudem ist der BFV von erheblichen Einnahmeausfällen betroffen, die es notwendig machen, in unserer Geschäftsstelle und der Sportschule auf Kurzarbeit umzustellen. Wir befinden uns aber in Gesprächen mit den Behörden, den Bezirken und der Politik und machen uns dafür stark, dass es finanzielle Erleichterungen für die Vereine geben wird. Ebenso prüfen wir derzeit, wie wir unsere Vereine auf der Ausgabenseite entlasten können. Hier sind das SR-Soll/Ist und der Verbandsbeitrag mögliche Hebel.“

…rechtliche Fragen der Vereine:

Langner: „Die rechtlichen Fragen der Vereine zur Weiterbezahlung eigener Honorartrainer müssen immer im Einzelfall betrachtet werden: Gibt es ein Arbeitsverhältnis? Wie ist der Honorarvertrag geregelt? Gibt es eine pauschale Abgeltung? Ist eine konkrete Gegenleistung vertraglich festgehalten? Erste Informationen zu diesen Themen haben wir bereits auf unserer Homepage veröffentlicht, werden diese in den nächsten Tagen aber noch detaillierter aufarbeiten. Auch zu diesen rechtlichen Fragen stehen wir im bundesweiten Austausch mit juristischer Beratung, um den Vereinen eine Orientierung an die Hand geben zu können.“

…die weitere Kommunikation zwischen Vereinen und Verband:

Langner: „Wir befinden uns in einer sehr dynamischen Situation, die so noch nie dagewesen ist und sich täglich neu entwickeln kann. Dementsprechend können wir den Vereinen keine Muster-Lösungsstrategien präsentieren. Wir versuchen aber alle Fragen zu beantworten, um eine Orientierungshilfe zu geben. Sobald Entscheidungen bezüglich des Spielbetriebs getroffen wurden, werden wir diese über unsere Kanäle kommunizieren. Bis dahin müssen wir uns alle gedulden, alle Fragen nehmen wir aber weiterhin gerne auf.“

Das komplette Gespräch ist hier in voller Länge zu sehen: Facebook-Livestream: „Vereine fragen – der BFV antwortet“

Die Serie „Vereine fragen – der BFV antwortet“ wird in den kommenden Tagen auf der BFV-Homepage und bei Facebook im interaktiven Format fortgesetzt. Diese Artikel sowie weiterführende Informationen sind der Unterseite zum Coronavirus der BFV-Homepage zu entnehmen.

Fragen zum Umgang mit der aktuellen Situation werden auch weiterhin über die Social Media-Kanäle oder die Vereinsberatung des BFV aufgenommen. Ansprechpartner sind Lyés Bouziane (E-Mail: lyes.bouziane@berlinerfv.de) und Florian Schäfer (E-Mail: florian.schaefer@berlinerfv.de; Telefon: 030 89 69 94-177).

„Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 2

Fragen zum Thema Vereinsarbeit: So sollten Vereine aktuell mit Mitgliedsbeiträgen, Sitzungen und Versammlungen umgehen.

Die Mitgliedsvereine des Berliner Fußball-Verbands haben in einer groß angelegten Abfrage ihre Fragen an den BFV gestellt. Die eingegangenen Fragen wurden thematisch sortiert und werden nun systematisch beantwortet. Die Antworten dienen als Handreichung zur ersten Information, nicht aber als ausführliche Rechtsberatung. Die aktuelle Situation wird täglich neu bewertet und unterliegt ständigen Veränderungen. Aufgrund der dynamischen Entwicklungen ist es möglich, dass die Angaben an Aktualität verlieren. Der BFV und seine Vereinsberatung verfolgen das Ziel, die Informationen immer auf dem neuesten Stand zu halten. Es gilt zu beachten, dass vertragliche Beziehungen oft individuellen Absprachen unterliegen und deswegen einer Einzelfallprüfung unterzogen werden sollten. Bei besonderen Anliegen wird empfohlen, einen Rechtsanwalt mit der rechtlichen Prüfung zu beauftragen.

Haben Mitglieder ein Recht auf Erstattung der Vereinsbeiträge, wenn kein Trainings- und Spielbetrieb stattfindet? (Frage von: SFC Friedrichshain, SC Staaken, RW Hellersdorf, SV Empor, 1. FC Marzahn 94)

Die Vereinsmitglieder haben nicht die Möglichkeit ihren Beitrag zurück zu fordern, wenn kein Training in der aktuellen Situation stattfindet. Der Mitgliedsbeitrag ist nicht an die Verpflichtung zur Erbringung konkreter Sportangebote gebunden. Anders verhält es sich bei Vereinsveranstaltungen, Kursgebühren etc. Es handelt sich bei der Mitgliedschaft in einem Verein um ein Personenrechtsverhältnis, mit dem keine konkreten Einzelleistungen des jeweiligen Vereins abgegolten werden.

Auf Grundlage der einzelnen Vorgaben der Satzungen und Ordnungen, steht es den Vereinen frei, Mitgliedsbeiträge mit dem Beschluss des zuständigen Gremiums zu gestalten. Aufgrund des Coronavirus verfügen die Mitglieder über kein Sonderkündigungsrecht, sie können zu den geltenden Kündigungsfristen die Mitgliedschaft im Verein beenden. Die aktuelle Situation ist eine noch nie da gewesene Herausforderung für den Sport und vor allem für die Vereine. Mit diesem Hintergrund wird an die Solidarität der Mitglieder appelliert, nicht aus den Vereinen auszutreten und die Planungssicherheit für die Vereine weiter zu gewährleisten.

(vgl. Landessportbund Berlin e. V.)

Sind AG-Sitzungen bei schönem Wetter auch draußen umsetzbar? (Frage von: Berolina Stralau)

Die Bundesregierung hat im Austausch mit den Ländern Regeln zum aktuellen Verhalten zur Eindämmung des Coronavirus eingeführt. Diese Regeln, die in Deutschland gelten, besagen, dass die Bürgerinnen und Bürger angehalten sind, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Haushalts auf ein absolutes Minimum zu reduzieren. Wo auch immer es möglich ist, auch in der Öffentlichkeit, ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten. Des Weiteren ist der Aufenthalt in öffentlichen Räumen nur allein, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands erlaubt. Diese Regelungen machen es nicht möglich, Sitzungen im Freien durchzuführen.

(vgl. Senatsverwaltung für Inneres und Sport)

Ist es möglich, die Mitgliederversammlung durchzuführen und wie wird mit Wahlen und weiteren Beschlüssen umgegangen?

Die Mitgliederversammlung muss durchgeführt werden, es ist nicht möglich sie ausfallen zulassen. Es ist aber möglich, die Mitgliederversammlung zu verlegen oder auf eine veränderte Art und Weise durchzuführen, wenn dies von bestimmten Faktoren abhängig gemacht wird. Überragende Gründe des Gemeinwohls oder aber höherrangige Interessen des Vereins ermöglichen eine Verschiebung der Mitgliederversammlung.

Steht die Wahl von Vorstandspositionen an, müssen diese durchgeführt werden. Das Erfordernis der Durchführung der Mitgliederversammlung ist somit gegeben, wenn nicht andere, überragende Gründe dem entgegenstehen. In der aktuellen Situation ist es möglich davon auszugehen, dass der Tatbestand der überragenden Gründe gegeben ist. Ist in der Satzung eine Regelung verankert, dass Vorstandsmitglieder im Amt bleiben, bis ein neuer Vorstand gewählt ist oder ein neuer Vorstand in das Vereinsregister eingetragen ist, ist es möglich, dass der bisherige Vorstand weiter im Amt verbleiben kann.

Der Bundestag hat ebenfalls zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie ein Gesetz beschlossen, welches die schon beschriebene Vorgehensweise stützt und durch weitere Maßnahmen den Umgang mit der Mitgliederversammlung vereinfacht. Das Gesetz sieht vor, dass Vorstandsmitglieder auch nach Ablauf der Amtszeit bis zur Abberufung oder bis zur Wahl eines Nachfolgers im Amt verbleiben können. Abweichend zur bestehenden Regelung im BGB besteht die Möglichkeit, dass Vereinsmitglieder an der Mitgliederversammlung auch ohne Anwesenheit teilnehmen können und ihre Mitgliederrechte mit Hilfe von elektronischen Kommunikationsmitteln wahrnehmen können. Des Weiteren ist es möglich, die Stimmen vor der Durchführung der Mitgliederversammlung schriftlich abzugeben. Dieses Verfahren ist ausführbar, wenn alle Mitglieder beteiligt wurden, bis zum vom Verein gesetzten Termin mindestens die Hälfte der Mitglieder ihre Stimme schriftlich abgegeben haben und der Beschluss mit der erforderlichen Mehrheit gefasst worden ist. (vgl. Artikel 2 §5 Vereine und Stiftungen).

Zum Link: Bundesgesetzblatt

Wenn auf der Mitgliederversammlung ein Haushaltsplan beschlossen werden sollte, ist vorher ein Entwurf erarbeitet worden, der bei der Versammlung zur Abstimmung vorgelegt werden sollte. Es ist im Bereich des Möglichen, einen Vorstandsbeschluss zu fassen, auf Grundlage des Entwurfs zu handeln und auf der späteren Mitgliederversammlung den Haushaltsplan zu beschließen.

Bevor die Entscheidung zur Verlegung der Mitgliederversammlung getroffen wird, wird eine Recherche zu den aktuellen Regelungen (Regeln zur Kontaktsperre in den Bundesländern) und eine Ausgiebige Information auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts empfohlen.

(vgl. Landessportbund Berlin e. V.)

Kontakt zur Vereinsberatung des BFV:

Lyés Bouziane (E-Mail: lyes.bouziane@berlinerfv.de) Florian Schäfer (E-Mail: florian.schaefer@berlinerfv.de; Telefon: 030 89 69 94-177)

Facebook-Livestream: „Vereine fragen – der BFV antwortet“ Teil 1

Am Samstag, den 28. März 2020 haben sich Bernd Schultz und Kevin Langner live auf Facebook Vereinsfragen zum Thema Coronavirus gewidmet.

Seit der vergangenen Woche hatten alle Berliner Vereine die Möglichkeit, im Rahmen einer Online-Umfrage ihre dringendsten Fragen bezüglich der aktuellen Krisenlage an den Berliner Fußball-Verband zu übermitteln. Darüber hinaus wurden seit Donnerstag, den 26. März auch Fragen der Berliner Vereine über die Auswirkungen des Coronavirus über die Social Media-Kanäle des Berliner Fußball-Verbandes eingefordert und gesammelt.

Am Samstag, den 28. März wurden viele dieser Fragen in einem Facebook-Livestream von BFV-Präsident Bernd Schultz und BFV-Geschäftsführer Kevin Langner beantwortet.

Das Video ist hier in voller Länge zu sehen: Facebook-Livestream: „Vereine fragen – der BFV antwortet“

Neue Serie: „Vereine fragen – der BFV antwortet“

Der BFV widmet sich den Fragen seiner Mitglieder in einer mehrteiligen Artikelserie auf der Homepage und im Livestream bei Facebook.

Seit der vergangenen Woche hatten alle Berliner Vereine die Möglichkeit, im Rahmen einer Online-Umfrage ihre dringendsten Fragen bezüglich der aktuellen Krisenlage an den Berliner Fußball-Verband zu übermitteln. Die Frist für die Teilnahme endete am Freitag, den 27. März 2020, um 12:00 Uhr.

Der BFV bedankt sich für die Einsendungen und bemüht sich nun darum, die Fragen möglichst vollumfänglich und präzise zu beantworten. In einem ersten Schritt werden sich BFV-Präsident Bernd Schultz und BFV-Geschäftsführer Kevin Langner einigen Themen in einer öffentlichen Gesprächsrunde stellen, die am Samstag, den 28. März, ab 11:00 Uhr live auf Facebook übertragen wird. Alle Interessierten sind dazu eingeladen, ihre Fragen vorab per Facebook-Nachricht oder während des Livestreams in den Kommentaren zu stellen.

Mehrteilige Artikelserie: „Vereine fragen – der BFV antwortet“

Darüber hinaus wird der Berliner Fußball-Verband die Fragen seiner Vereine auch auf der BFV-Homepage noch einmal ausführlich beantworten. Das geschieht im Rahmen eines neuen Formats unter dem Titel „Vereine fragen – der BFV antwortet“. Die mehrteilige Artikelserie startet am Montag, den 30. März 2020 und wird in regelmäßigen Abständen fortgesetzt.

Zudem weist der BFV darauf hin, dass alle Informationen rund um die Corona-Krise auf der Homepage auch weiterhin laufend aktualisiert und auf der Unterseite „Coronavirus“ gesammelt werden. Bei weiteren Fragen können sich alle Vereine auch jederzeit über die Social Media-Kanäle des BFV oder per E-Mail (info@berliner-fussball.de) an den Verband wenden. Das Ende der Umfrage bedeutet nicht, dass keine Möglichkeit mehr gegeben ist, Fragen an den Verband zu richten.

23. März 2020: BFV-Geschäftsstelle für Publikumsverkehr geschlossen

Der Berliner Fußball-Verband schließt seine Geschäftsstelle im Haus des Fußballs vorerst bis zum 19. April für den Publikumsverkehr.

Mit dieser Maßnahme reagiert der BFV auf den aktuellen Beschluss der Bundeskanzlerin und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder, soziale Kontakte weiter zu reduzieren, um die rasante Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. In der Verordnung vom 22. März 2020 heißt es unter anderem: „Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.“

Nachdem dieser Schritt im Landesleistungszentrum „Richard Genthe“ (Am Kleinen Wannsee 14, 14109 Berlin) bereits am Mittwoch, den 18. März 2020 vollzogen wurde, schließt der BFV nun auch seine Geschäftsstelle im Haus des Fußballs (Humboldtstraße 8a, 14193 Berlin) vorerst bis einschließlich 19. April 2020 für jeglichen Publikumsverkehr.

Die Erreichbarkeit der Verbandsmitarbeiter/innen ist auch weiterhin, vorzugsweise per E-Mail, gewährleistet.

18. März 2020: Eingeschränkter Publikumsverkehr im Haus des Fußballs / LLZ geschlossen

Aufgrund der aktuellen Situation gelten ab sofort verkürzte Öffnungszeiten im Haus des Fußballs, das LLZ bleibt vorerst geschlossen.

Angesichts der aktuellen Entwicklungen hat die Koordinierungsgruppe, die sich innerhalb des Berliner Fußball-Verbandes mit den Auswirkungen des Coronavirus auseinandersetzt, entschieden, dass der Publikumsverkehr im Haus des Fußballs (Humboldtstraße 8a, 14193 Berlin) vorübergehend eingeschränkt wird. Folgende geänderte Öffnungszeiten der Geschäftsstelle gelten ab sofort:

Montags: geschlossen für den Publikumsverkehr
Dienstags: 9:00 Uhr bis 15:30 Uhr
Mittwochs: geschlossen für den Publikumsverkehr
Donnerstags: 9:00 Uhr bis 15:30 Uhr
Freitags: 8:00 Uhr bis 15:30 Uhr

Die Erreichbarkeit der Geschäftsstellenmitarbeiter/innen ist jedoch weiterhin unter den gewohnten Rufnummern und E-Mail-Adressen gewährleistet.

LLZ vorerst bis 19. April 2020 geschlossen

Das Landesleistungszentrum „Richard Genthe“ (Am Kleinen Wannsee 14, 14109 Berlin) bleibt zunächst bis einschließlich 19. April 2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Mitarbeiter/innen des LLZ sind während dieses Zeitraums per E-Mail unter qualifizierung@berlinerfv.de und llz@berlinerfv.de zu erreichen. Anrufe werden ins Haus des Fußballs weitergeleitet.  

Alle BFV-Veranstaltungen bis 19. April abgesagt

Wie bereits am Montag, den 16. März 2020 kommuniziert, hat der Berliner Fußball-Verband entschieden, alle Maßnahmen und Veranstaltungen bis einschließlich 19. April 2020 abzusagen – das betrifft sowohl den Standort im Haus des Fußballs als auch das LLZ. Darunter fallen unter anderem alle Weiterbildungsmaßnahmen (z.B. Schiedsrichter- / Trainerlehrgänge), Maßnahmen der Landesauswahlmannschaften, Sport- und Verbandsgerichtsverhandlungen, Ausschusssitzungen, Lehrabende, AG-Sitzungen und Workshops. Auch die extern stattfindenden Regionalkonferenzen und der BFV-Qualifizierungstag entfallen vorerst.

Update 16. März 2020: Der Spielbetrieb des BFV ruht bis zum 19. April 2020

Am Samstag, den 14. März 2020 hat der Senat in Berlin den Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen bis zum Ende der Osterferien untersagt. Diese Verordnung gilt bis einschließlich 19. April 2020 und bedeutet, dass der Spielbetrieb des BFV bis zu diesem Datum ebenfalls ruht.

Der Berliner Fußball-Verband hat daher den kompletten Spielbetrieb auf Verbandsebene ab sofort bis einschließlich Sonntag, den 19. April 2020 abgesagt. Alle bis dahin angesetzten Spiele werden automatisch im DFBnet abgesetzt. Damit reagiert der BFV auf die Auswirkungen des Coronavirus und die damit verbundenen politischen Entscheidungen des vergangenen Wochenendes.

Die Koordinierungsgruppe des BFV konferiert nach wie vor jeden Tag, um die Lage in Berlin neu zu bewerten.

Kevin Langner, BFV-Geschäftsführer und Leiter der Koordinierungsgruppe, sagt: „Wir werden die Entwicklungen in Berlin, aber auch über die Stadtgrenzen hinaus weiterhin sehr genau beobachten. Aufgrund der sehr dynamischen Entscheidungen der Politik und der Gesundheitsbehörden steht der BFV vor einer großen Herausforderung, der wir uns als Verband bewusst sind und der wir uns auch stellen. Indem wir die Lage täglich neu bewerten, können wir auch frühzeitig darüber entscheiden, ob wir den Spielbetrieb nach dem 19. April wieder aufnehmen können. Die spieltechnischen Ausschüsse werden sich in den nächsten Wochen mit allen vorstellbaren Szenarien im Spielbetrieb beschäftigen und etwaige Entscheidungen ruhig, sachlich und umfassend vorbereiten. Alle BFV-Vereine werden dazu rechtzeitig informiert. Es hat für den BFV zunächst oberste Priorität, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger zu schützen.“

Absage von Veranstaltungen wegen des Coronavirus

Ferner hat der Berliner Fußball-Verband entschieden alle Maßnahmen und Veranstaltungen bis einschließlich 19. April 2020 abzusagen. Darunter fallen alle Weiterbildungsmaßnahmen (z.B. Schiedsrichter- / Trainerlehrgänge), Lehrgänge, Maßnahmen der Landesauswahlmannschaften sowie weitere Veranstaltungen und Tagungen, wie beispielweise die Regionalkonferenzen und der BFV-Qualifizierungstag, Ausschusssitzungen, aber auch Sport- und Verbandsgerichtsverhandlungen. Auch die Maßnahmen des DFB-Talentförderprogramms werden ausgesetzt.

Update 13. März 2020

Dem BFV ist bekannt, dass einzelne Sportämter die Sportanlagen über die Generalabsage (bis 22.3.) hinaus geschlossen haben. Die Koordinierungsgruppe befasst sich mit dem neuen Lagebild und veröffentlicht rechtzeitig eine Information zum weiteren Umgang mit dem Coronavirus.

12. März 2020: Der Spielbetrieb des BFV ruht

Die Koordinierungsgruppe, die sich innerhalb des Berliner Fußball-Verbandes mit den Auswirkungen des Coronavirus auf den Berliner Amateurfußball auseinandersetzt, und das Präsidium haben am heutigen Donnerstagnachmittag, den 12. März 2020 entschieden, den Spielbetrieb vom 12. März zunächst bis einschließlich Sonntag, 22. März 2020 einzustellen. Dieses gilt für sämtliche Spiele, die im Verantwortungsbereich des BFV liegen also Meisterschaftsspiele, Pokalspiele, Freundschaftsspiele, Turniere, Spielfeste und Mini-Fußball-Turniere. Die Absage gilt auch für alle Bereiche, also Männer, Frauen, Jugend und Freizeit.

Damit reagiert der Verband auf die Entwicklungen der Coronavirus-Ausbreitung in den vergangenen Tagen. Über die Fortführung des Trainingsbetriebes entscheiden ausschließlich die Mitgliedsvereine in Eigenverantwortung.

Kevin Langner, BFV-Geschäftsführer und Leiter der Koordinierungsgruppe, sagt: „Die Gesundheit aller Mitgliederinnen und Mitglieder im Berliner Fußball-Verband steht an erster Stelle. Somit war es aus Sicht der Koordinierungsgruppe wichtig, die tägliche Lage in Berlin neu zu bewerten und sorgsam mit den Entwicklungen des Coronavirus umzugehen. Leider ist das Coronavirus auch in den Vereinen angekommen und führt zu großer Verunsicherung bei unseren Mitgliedern. Daher hält es die Koordinierungsgruppe für geboten, den Spielbetrieb mindestens für 14 Tage auszusetzen und das Lagebild täglich weiterhin neu zu bewerten. Mit der Entscheidung ist die Hoffnung verbunden, die Verbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus zu verlangsamen und so mögliche Ansteckungsketten zu verhindern.“

Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes ergänzt: „Der Berliner Fußball-Verband hat in den vergangenen Tagen das Lagebild täglich neu bewertet. Es ist keine einfache Entscheidung für den Berliner Fußball-Verband, den Spielbetrieb in Berlin ruhen zu lassen. Gleichzeitig habe ich großes Vertrauen in unsere Gesundheitsbehörden, die Experten im Umgang mit dem Virus sind. Daher hoffe ich sehr, dass der BFV mit der Generalabsage seinen Beitrag beim Unterbrechen der Ansteckungsketten leistet und wir möglichst bald wieder unbeschwert der Freude des Fußballs nachkommen können.“

Die Koordinierungsgruppe des Berliner Fußball-Verbandes konferiert seit Anfang der Woche täglich zur Lage in Berlin und bewertet diese neu. Diese Gruppe verlässt sich auf die professionellen Aussagen der zuständigen Behörden und reagiert dementsprechend. Dem BFV war und ist es bewusst, dass sich das Lagebild ständig ändert. Nicht zuletzt aus diesem Grunde wurde die Koordinierungsgruppe installiert, die sich umfassend informiert und auf diese Weise schnell und kurzfristig notwendige Maßnahmen für den gesamten Berliner Fußball-Verband einleitete.

Weiterhin sind alle Vereine zur Prüfung aufgefordert, ob es Spieler/innen in ihren Mannschaften/Vereinen gibt, die seit Februar 2020 aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Der BFV appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Vereine und empfiehlt, Spieler/innen – unabhängig von möglichen Krankheitssymptomen – in einem etwaigen Trainings- und Vereinsbetrieb nicht einzusetzen.

Rechtzeitig vor dem 23. März 2020 wird eine Neubewertung der Lage veröffentlicht. Alle Mitglieder des BFV erhalten dazu rechtzeitig die notwendigen Informationen. Alle angesetzten Spiele werden bis zum 22. März automatisch im DFBnet abgesetzt.

Service

Meldung finanzieller Schäden in der Corona-Krise im LSB-Portal

Der Landessportbund Berlin hat seit heute ein digitales System zur Meldung finanzieller Schäden im LSB-Portal für Verein und Sportverbände eingerichtet.

Der ganze Sportbetrieb in Berlin ruht, das stellt die Sportvereine und Sportverbände sowie auch den Landessportbund vor enorme Herausforderungen. Vereinen und Verbänden brechen gerade fest eingeplante Einnahmen nahezu ersatzlos weg, gleichzeitig laufen Personalkosten und Betriebskosten weiter. Bei abgesagten Veranstaltungen bleiben Vereine und Verbände ebenfalls auf hohen Forderungen sitzen. 

Um den zu erwartenden finanziellen Schaden für Vereine und Sportfachverbände einordnen zu können, hat der Landessportbund Berlin seit heute ein digitales System zur Meldung finanzieller Schäden im LSB-Portal eingerichtet. Man hat die Möglichkeit, unter dem Menüpunkt Mitgliederverwaltung im sog. „Corona-Meldebogen“ die eigenen finanziellen Einbußen, welche aufgrund der Corona-Krise zu erwarten sind, zu melden. Dazu gilt es mitzuteilen, welche entstehenden finanziellen Schäden im Verein und in den angegebenen Bereichen (jeweils bezogen auf einen Monat) zu erwarten sind. Jeder Bereich sollte einzeln angegeben werden. Dabei ist der LSB auf eine möglichst genaue, ehrliche und vollständige Auflistung seiner Mitgliedsvereine angewiesen. Mit dem Abspeichern im Meldesystem bestätigt man die Wahrheit und Richtigkeit der Angaben.

Der Landessportbund Berlin steht mit der Senatsverwaltung für Inneres und Sport in ständigem Austausch, um neben den bekannten finanziellen Unterstützungen für Sportvereine und -verbände des Bundes auch eine Unterstützung auf Landesebene für den organisierten Sport zu realisieren. Vorsorglich weist der LSB darauf hin, dass durch die Meldung des möglichen finanziellen Schadens über diese Umfrage kein Anspruch auf Auszahlung besteht! Mit dieser Maßnahme möchte der Landessportbund Berlin seinen Sportfachverbänden und Vereinen in dieser besonderen Krisensituation auch bei möglichen finanziellen Auswirkungen hilfreich zur Seite stehen.

Bei Rückfragen zum Meldesystem kann man sich an die LSB-Mitarbeiter/innen Alexander Fuchs unter 030/30002-113 oder per Mail (afuchs@lsb-berlin.de), Antje Mantau unter 030/30002-135 oder per Mail (amantau@lsb-berlin.de) und Jens Krüger unter 030/30002-122 oder per Mail (jkrueger@lsb-berlin.de) wenden.

DFB-Merkblatt zum Thema Kurzarbeit

Solidarität in der Corona-Krise: Berliner Vereine helfen

Während der Corona-Krise haben viele Berliner Fußballvereine Hilfsaktionen ins Leben gerufen, um Mitmenschen im Alltag zu unterstützen.

Man kann den Aufruf zur Solidarität in der aktuellen Situation nicht oft genug wiederholen, denn vor allem ältere und kranke Menschen sowie Menschen in Armut brauchen gerade jetzt die Hilfe ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Unterstützung beim Einkauf, Fahr- und Abholdienste, Anleitungen zum Heimtraining oder einfach ein paar aufmunternde Worte per Videobotschaft – es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten sich in dieser Zeit solidarisch zu zeigen. Viele Berliner Fußballvereine haben bereits Hilfsaktionen gestartet und bieten Unterstützung für vom Coronavirus besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen im Stadtgebiet an.

Die Hilfsangebote der Berliner Fußballvereine im Überblick

Berliner SC
Einkaufshilfe und Fahrdienst in der Nachbarschaft nach telefonischer Absprache.
Weitere Informationen und Kontakt

Sp. Vg. Blau Weiß 90
Einkaufshilfe in den Bezirken Tempelhof und Mariendorf.
Weitere Informationen und Kontakt

FC Hertha 03 Zehlendorf
Verschiedene Hilfsdienste z.B. beim Einkaufen, „Gassi“ gehen oder bei der Erledigung von Botendiensten nach persönlicher Absprache.
Weitere Informationen und Kontakt

FC Polonia
Der FC Polonia verteilte übrig gebliebene Lebensmittel der Versorgungs-Aktion an kirchliche Einrichtungen in Berlin.

Fortuna Pankow
Hilfe beim Einkaufen oder bei Botengängen nach persönlicher Absprache per Telefon oder E-Mail.
Weitere Informationen und Kontakt

Berlin Hilalspor
Einkaufshilfe, Kontakt auch auf türkischer Sprache möglich.
Weitere Informationen und Kontakt

SFC Stern 1900
Verschiedene Hilfsdienste wie Einkaufs- oder Botendienste. Absprachen telefonisch oder per E-Mail möglich.
Weitere Informationen und Kontakt

FV Rot-Weiss Hellersdorf
Die Jugendmannschaften vom RWH malen und verteilen Bilder mit Dankesbotschaften an die Menschen in systemrelevanten Berufen, die aktuell die Gesellschaft am Laufen halten.

Der Berliner Fußball-Verband sammelt und veröffentlicht jegliche Vereinsangebote. Einsendungen können über die Social Media-Kanäle des BFV sowie per E-Mail (presse@berlinerfv.de) vorgenommen werden.

Fit bleiben während der Fußballpause

Der Berliner Fußball-Verband gibt Tipps und Anregungen für individuelles Training in Zeiten des Coronavirus.

Der Berliner Amateurfußball ruht vorerst bis zum 19. April 2020. Der Senat in Berlin hat den Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen bis zum Ende der Osterferien untersagt. Die Auswirkungen des Coronavirus schränken die Möglichkeiten für körperliche Aktivitäten in erheblichem Maße ein – Alternativen, um sich fit zu halten, gibt es aber immer noch genug. Denn auch wenn das gewohnte Mannschaftstraining gezwungenermaßen ausfallen muss, heißt das nicht, dass nicht jede/r Einzelne individuell trainieren kann.

Kreative Lösungen sind gefragt

Sport ist enorm wichtig für die Gesundheit – auch und gerade während einer Krisenzeit wie dieser. Er trägt nämlich nicht nur zu einer guten körperlichen Verfassung, sondern genauso zum psychischen und mentalen Wohlbefinden bei. Sich zum individuellen Training auch in den eigenen vier Wänden zu überwinden mag unbequem sein, ist jedoch nur förderlich.

Eine Situation wie diese, in der ein „normaler Alltag“ nicht mehr existiert, erfordert kreative Lösungen in allen Gesellschaftsbereichen – davon ist der Sport nicht ausgenommen. Jede Krise bietet aber auch immer die Chance, sich mit neuen Dingen auseinanderzusetzen und bestimmte Abläufe zu optimieren. Auch Fußballer/innen haben vor allem in der aktuellen Phase die Möglichkeit, um an individuellen Schwächen zu arbeiten, die im regulären Mannschaftstraining eventuell auch mal zu kurz kommen. Egal ob Kraft, Schnelligkeit, Reaktionsvermögen, Beweglichkeit oder Technik, die Zeit kann flexibel genutzt werden, um sich in den unterschiedlichsten Bereichen zu verbessern.

BFV gibt Anregungen

Um den Berliner Fußballerinnen und Fußballern während der unerwarteten Spiel- und Trainingspause Tipps und Anregungen für individuelle, sportliche Aktivitäten an die Hand zu geben, hat der BFV gemeinsam mit Verbandssportlehrerin Ailien Poese, Verbandssportlehrer Henry Rehnisch und DFB-Stützpunktkoordinator Christian Metke ein Konzept entwickelt, bei dem auf den digitalen Kanälen des BFV in regelmäßigen Abständen kurze Videos mit Tipps, kleinen Übungen und Wettbewerben veröffentlicht, um zum Eigentraining zu motivieren.

Die Videos und weitere Informationen sind hier abrufbar: Fit bleiben mit der BFV-Talentförderung

Osnabrügge: „Wir ergreifen alle uns möglichen Maßnahmen"

Wie kann der DFB seine Mitgliedsverbände und Vereine in der Corona-Krise unterstützen? Was ist möglich und was nicht? Welche Rahmenbedingungen sind zu beachten? Welche Maßnahmen sind bereits beschlossen? Worüber wird noch konkret nachgedacht? Welche Erwartungen sind realistisch? Es sind bei weitem nicht die wichtigsten Fragen in der Corona-Krise, doch es sind wichtige Fragen für den deutschen Fußball und seine Vereinslandschaft. DFB-Schatzmeister Stephan Osnabrügge nimmt dazu im Interview ausführlich und offen Stellung.

Herr Osnabrügge, eine Frage bewegt viele Vereine: Wie kann der DFB seinen Klubs und dem Fußball von der 3. Liga und FYLERALARM Frauen-Bundesliga bis zum Amateurbereich bei der Bewältigung der Corona-Krise wirtschaftlich helfen?

Stephan Osnabrügge: Zunächst einmal: Ich befürchte, dass wir alle das Ausmaß der Pandemie noch nicht realisiert haben. Unsere Erfahrungen reichen dazu bisher einfach nicht aus. In Italien müssen Ärzte entscheiden, welchen Menschen noch geholfen werden kann und wem nicht. Nicht weil die Krankheit nicht heilbar wäre, sondern weil die Krankenhäuser keine Betten mehr haben. Das ist dramatisch, und ich habe den Eindruck, dass der Fußball angesichts dieser Situation bisweilen ein bisschen zu wichtig genommen wird und wir uns zum Teil auch selbst zu wichtig nehmen. Tatsache ist jedoch: Auch in der Fußballbranche stehen wir vor riesigen Herausforderungen. Für den DFB haben wir ein erstes Zahlenmodell entwickelt: Im schlechtesten Fall müssen wir mit einem Verlust von mehr als 50 Millionen Euro rechnen. Man mag sagen, macht ja nichts, der Verband ist ja reich. Aber das trifft es nicht.

Weshalb nicht?

Der DFB ist meines Wissens der einzige Sportverband in Deutschland, der von oben nach unten finanziert. Nicht wir leben von Mitgliedsbeiträgen, sondern wir unterstützen das System des gemeinnützigen Fußballs. Kann der DFB nicht mehr zahlen, schlägt dies unmittelbar auf unsere Mitgliedsverbände durch und trifft dort die Sportschulen, die Menschen, die den Amateurspielbetrieb organisieren, viele tausende von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Wir haben daher als erstes geprüft, wie wir unsere Mitgliedsverbände, also unsere Regional- und Landesverbände, stützen können. Eine erste Maßnahme hat das DFB-Präsidium am Mittwoch beschlossen. Die Zuwendungen des DFB an die Landesverbände, die für die den kompletten Amateurfußball zuständig sind, werden nicht zu den bisherigen Fälligkeitsterminen, sondern flexibel nach Bedarf ausgezahlt.

Was heißt das genau?

Osnabrügge: Insgesamt investieren der DFB und seine Landesverbände jedes Jahr rund 120 Millionen Euro in den Amateurfußball. Alleine die direkten Zuschüsse des DFB an seine Mitgliedsverbände sind in den vergangenen Jahren von fünf auf insgesamt zwölf Millionen jährlich gestiegen. Die Zuwendungen pro Landesverband richten sich nach einem Schlüssel, der sich an der Zahl der Mitglieder und gemeldeten Mannschaften orientiert. Die Landesverbände wiederum finanzieren ihre Regionalverbände. Die Gelder werden jedes Jahr in zwei Raten ausgezahlt, im Mai und im November. Dies haben wir für dieses Jahr aufgehoben. Ein Landesverband, der die Gehälter seiner Angestellten nicht mehr zahlen kann, kann nun flexibel diese Geldmittel abrufen. Wir stellen damit sicher, dass die Infrastruktur für die Vereine an der Basis erhalten bleibt. Wir lösen akute Liquiditätsprobleme und reduzieren die Gefahr, dass die Fußballverbände in Deutschland ihren gemeinnützigen Aufgaben für die Vereine nicht mehr nachkommen können. Damit wir alle wieder Fußball erleben, wenn die Krise vorbei ist.

Wie sieht es mit direkten Hilfsmaßnahmen für die Vereine aus?

Osnabrügge: Klar ist: Der DFB wird alle Möglichkeiten nutzen, um bestmögliche Hilfe zu leisten. Am fehlenden Willen unsererseits wird keine Maßnahme scheitern. Allerdings muss der Fußball – so schwer das auch fallen mag – in der Erwartungshaltung realistisch bleiben. Zu beachten sind rechtliche und steuerliche Vorgaben, an die der DFB zwingend gebunden ist. Wir dürfen Vereine nicht direkt bezuschussen. Aber wir können es auch wirtschaftlich nicht.

Das müssen Sie genauer erklären.

Osnabrügge: Dazu müssen wir unterscheiden: Unmittelbar ist der DFB für seine Mitgliedsverbände zuständig. Diesen können und dürfen wir helfen. Darüber hinaus organisiert der DFB eigene Spielklassen, also die 3. Liga, die Frauen-Bundesligen sowie die Junioren-Bundesligen. Für diese prüfen wir gezielte Maßnahmen, um die Liquidität der Klubs unserer Spielklassen aufrecht zu erhalten. Unser oberstes Ziel bleibt, den Spielbetrieb nach der Krise wieder aufnehmen zu können. Dabei ging und geht es niemals um Zuschüsse. Solche Zuschüsse sind uns steuerrechtlich nicht erlaubt, weil die Mittel des DFB gemeinnützig gebunden sind und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke verwendet werden dürfen. Die Klubs unserer Spielklassen arbeiten aber wirtschaftlich, es handelt sich um den bezahlten Fußball. Wir haben daher die Vergabe von Darlehen geprüft. Es wäre mein Wunsch gewesen, Kredite für Klubs der DFB-Spielklassen anbieten zu können, mit deren Hilfe sie akute, durch die Corona-Krise entstandene Liquiditätslücken überbrücken können. Mittlerweile bin ich sehr ernüchtert. Nach steuerlichen und rechtlichen Gutachten bis hin zum Kontakt mit der Finanzaufsichtsbehörde BaFin musste ich lernen, dass wir dafür eine Banklizenz bräuchten – obwohl wir ganz sicher an einem solchen Programm kein Geld verdienen wollten. Ich habe das Ganze zur Sicherheit nochmals in die Prüfung gegeben, aber ich bin leider wenig optimistisch.

Wie sieht es mit der Regionalliga und dem Amateurfußball aus?

Osnabrügge: Die Zuständigkeit für die Regionalligisten und die Amateurvereine liegt bei den jeweiligen Regional- und Landesverbänden. Als DFB müssen wir also sehen, wie wir unsere Mitgliedsverbände unterstützen, damit diese in ihren Regionen zielgerichtet und effektiv helfen können. Leider gilt dasselbe Recht, das für den DFB gilt, auch für unsere Verbände. Eine unmittelbare finanzielle Unterstützung einzelner Amateurvereine ist dem Deutschen Fußball-Bund definitiv nicht möglich. Übrigens auch wirtschaftlich nicht: Wir haben 25.000 Vereine in Deutschland. Würde man jedem Verein 3.000 Euro Unterstützung in der Krise geben, wären die Rücklagen des DFB aufgebraucht. Angesichts der Prognose, dass wir alleine dieses Jahr etwa 75 Prozent der verfügbaren Rücklagen zum eigenen Überleben brauchen werden, ist das ausgeschlossen. Zudem würden 3.000 Euro pro Klub auch auf Vereinsebene nicht nachhaltig weiterhelfen. Der DFB muss als Verband sicherstellen, dass das Verbundsystem Fußball funktioniert. Und genau das tun wir.

Geht am Ende alles im allgemeinen Statuten- und Paragrafendschungel unter?

Osnabrügge: Ich verstehe diesen Einwand und kann auch manchen Frust nachvollziehen. Die Welt wäre so einfach, hätte der DFB die rechtlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten, alle Fußballvereine durch die Krise zu bringen. Aber so einfach ist es leider nicht. Manch einer mag meine Ausführungen kritisch sehen. Aber die Verantwortlichen im DFB können und werden nicht riskieren, die Gemeinnützigkeit des Verbandes zu verlieren. Ich kann versichern: Ungeachtet aller Paragrafen und Statuten ist sich der DFB der herausragenden Bedeutung der Fußballvereine in Deutschland völlig bewusst. Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DFB sind abseits des Berufs selbst in Amateurvereinen ehrenamtlich tätig, kennen die dortigen Belange und Nöte und erleben sie hautnah mit. Daher kann ich nur unterstreichen: Wir werden alle möglichen Maßnahmen ergreifen, um zu unterstützen und zu helfen, mittelbar oder unmittelbar.

Welche Überlegungen gibt es dabei noch?

Osnabrügge: Wir können die Vereine unserer Spielklassen über Verbandsmaßnahmen auf der Ausgabenseite entlasten und ihnen so helfen. Dasselbe können auch die Landesverbände tun. Aktuell liegt der Fokus in den öffentlichen Diskussionen sehr stark auf den Einnahmeverlusten in den Vereinen und der Frage, wie diese kompensiert werden könnten. Wir sollten aber auch andere Perspektiven betrachten. Vereine, die Arbeitnehmer beschäftigen, können und sollten Kurzarbeit beantragen. In vielen Klubs lauten die Alternativen Kurzarbeitergeld oder Insolvenz. Ich persönlich erwarte gerade von denen, die das Glück haben, in normalen Zeiten viel Geld mit dem Fußball verdienen zu dürfen, einen klaren Solidaritätsbeitrag mit ihren Arbeitgebern. Wir unterstützen intensiv mit Informationen, Mustern etc. Zusätzlich müssen wir an das Zulassungsverfahren denken. Wir wollen auch in der kommenden Saison eine attraktive 3. Liga. Dann müssen wir die krisenbedingten wirtschaftlichen Folgen im Rahmen der Zulassung richtig einordnen. Wir stehen im Kontakt mit anderen Verbänden und versuchen gemeinsam, Lasten von den Vereinen zu nehmen, beispielsweise die Beiträge der gesetzlichen Unfallversicherung, der VBG. Das sind typische Verbandsaufgaben. Wir können nicht die Rechnungen der Vereine bezahlen, aber wir wollen dazu beitragen, dass sie möglichst klein ausfallen. Darüber hinaus ist es die Aufgabe des Staates, finanzielle Hilfen zu gewähren und der gesamten Wirtschaft, auch dem Sport, zu helfen.

Müssen wir alle also pessimistisch sein, auch in den Vereinen?

Osnabrügge: Nein. Wichtig sind Realismus, Vernunft und verantwortungsvolles, solidarisches Handeln. Und Optimismus. So wie es viele, gerade kleinere Klubs an der Basis vormachen, die Hilfsangebote in ihren Orten anbieten wie zum Beispiel Einkaufsdienste für ältere Menschen oder Erkrankte. Unsere Gesellschaft wird durch das Ehrenamt getragen. Das ist vorbildlich und extrem wichtig. Unser Präsident Fritz Keller hat es am Mittwoch eindringlich und treffend zusammengefasst: Wir müssen diese Krise gemeinsam bewältigen, es geht nur mit Solidarität auf allen Ebenen. Das wollen, das müssen, das werden wir als DFB vorleben. Hier hat auch die Nationalmannschaft ein tolles Zeichen gesetzt mit ihrer Spende von 2,5 Millionen Euro, die sie auf eigene Initiative einem guten Zweck zuführen wird.

Mehrsprachige Informationen der Bundesregierung zum Coronavirus

Um möglichst alle Bürger/innen über den Umgang mit dem Coronavirus informieren zu können, bietet die Regierung ein mehrsprachiges Informationsangebot an.

Aus aktuellem Anlass weist der Berliner Fußball-Verband im Auftrag der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Frau Staatsministerin Widmann-Mauz, auf das mehrsprachige Informationsangebot der Bundesregierung zu Regelungen und Verhaltensweisen im Zusammenhang mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 hin.

Auf der Website der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration stehen gesammelte Hinweise der Bundesregierung in verschiedenen Sprachen bereit. Die Informationen werden fortlaufend aktualisiert und ergänzt - auch über Gesundheitsfragen hinausgehend. Unter anderem werden mehrsprachige Informationen zu arbeitsrechtlichen Auswirkungen und wirtschaftlichen Sofortmaßnahmen vorbereitet. Die Fernsehansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 18. März 2020 ist ebenfalls in verschiedenen Sprachen abrufbar.

Hier geht es zur Website.

Social Media

Userinnen und User werden ebenfalls darum gebeten, die Tweets und Instagram-Posts mit Verlinkung zu mehrsprachigen Informationen über ihre Social Media-Auftritte weiterzutragen und zu teilen.

Twitter

Instagram

Umgang mit Fake News

Leider kommt es in diesen Tagen vermehrt auch zu Fake News im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Es wird dazu aufgerufen, auf solche falschen Quellen hinzuweisen und durch die Weiterleitung der geprüften und offiziellen Informationen dabei zu helfen, der Ausbreitung des Coronavirus bestmöglich entgegenzuwirken und richtig zu informieren.

Meldung weiteren Informationsbedarfs

Gerne nimmt die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Hinweise zu weiterem Informationsbedarf bezüglich des Themas Corona auf. Mit allen Anregungen kann sich an folgende Email-Adresse gewendet werden: integrationsbeauftragte@bk.bund.de.

Coronavirus: Umgang mit Mitgliederversammlung, Vereinsbeiträgen und weiteren Themen

Weil der Spielbetrieb im Amateurfußball ruht, sehen sich Vereine mit vielen Fragen konfrontiert – der BFV versucht diese bestmöglich zu beantworten.

Die Ausbreitung des Coronavirus beeinflusst den Sport und das Vereinsleben in unvorstellbarer Weise. Bis mindestens 19. April 2020 ruht der Amateurfußball in Berlin. Da mit weiteren Einschränkungen im gesellschaftlichen Umgang zu rechnen ist und die Normalität auf sich warten lässt, stellen sich für Vereine mitunter viele unterschiedliche sportpolitische Fragen. Der Berliner Fußball-Verband will sich den Fragen seiner Mitglieder annehmen und versuchen, sie bestmöglich zu beantworten.

Um einen ersten Überblick über die dringendsten Problembereiche zu bekommen, hat der BFV eine einfache und schnelle Umfrage erstellt. Alle Berliner Fußballvereine wurden per BFV-Mail zur Teilnahme an dieser Umfrage eingeladen und sind dazu angehalten, ihre Postfächer zu prüfen. Der BFV freut sich über jede Rückmeldung bis Freitag, den 27. März 2020, 12:00 Uhr. Im Anschluss werden alle Mitglieder über den weiteren Umgang mit den Fragen informiert.

Darüber hinaus weist der BFV auf folgende Informationen und Handlungsempfehlungen des Landessportbund Berlin (LSB) im Hinblick auf den Umgang mit der Mitgliederversammlung und Mitgliedsbeiträgen hin:

Umgang mit der Mitgliederversammlung

In vielen Vereinen und Verbänden stehen am Anfang des Jahres die Mitgliederversammlungen an. Viele Vereinsvorstände stellen sich derzeit die Frage, ob aufgrund der Corona-Pandemie die Mitgliederversammlung überhaupt durchgeführt werden kann, darf oder muss. 

Jeder Verein und Verband muss zunächst seine Satzung hinsichtlich der zeitlichen Vorgabe zur Mitgliederversammlung prüfen. Viele Satzungen sehen vor, die Mitgliederversammlung im ersten Quartal oder zu Beginn des Jahres stattfinden zu lassen. In diesen Fällen ist der Verein/Verband erst einmal gehalten, diese Vorgaben zu erfüllen. Sollte sich in der Satzung der Passus „die Mitgliederversammlung muss mindestens einmal jährlich“ stattfinden, ist der Verein/Verband zeitlich flexibler.

Es kommt in der Satzung allerdings auch ein wenig auf die Formulierung an. Manchmal beziehen sich Regelungen etwas zweideutig auf den Zeitpunkt der Einberufung (also ggf. nur der Einladung) und nicht auf den Zeitpunkt der Durchführung.

Zu berücksichtigen ist, dass das jeweilig zuständige Gremium (z.B. Vorstand) einen Beschluss über die weitere Verfahrensweise trifft.

Die Absage oder Verschiebung der Mitgliederversammlung sollte von bestimmen Faktoren abhängig gemacht werden – dabei müssen dies überragende Gründe des Gemeinwohls oder aber höherrangige Interessen des Vereins/Verbandes sein, wenn dies satzungsdurchbrechend erfolgen soll. Hierbei ist auch das Prinzip der Verhältnismäßigkeit zu beachten. Eine Vertagung für kurze Zeit wiegt weniger schwer als ein vollständiger Ausfall in einem Jahr. Folgende Kriterien sollten u.a. zusätzlich beachtet werden:

Wie viele Menschen kommen zusammen und haben diese Menschen besondere Risikofaktoren (z.B. Vorerkrankungen)? Es sind daher vorher die Anzahl der Teilnehmer und die Möglichkeit, ob die Teilnehmerzahl eventuell im Vorfeld reduziert werden könnte, zu prüfen.

Des Weiteren ist zu prüfen, ob die Art der Veranstaltung risikogeneigt sein kann. Das heißt, sind die Kontaktmöglichkeiten der Teilnehmer hoch und wie sehen die räumlichen Gegebenheiten aus (z.B. Größe des Raumes, regelmäßige Belüftung, ausreichende Möglichkeiten für die Handhygiene).

Die Länge der Veranstaltung sollte ebenfalls beachtet werden. Je länger die Veranstaltung dauert, desto höher ist das Risiko. 

Für alle Veranstaltungen gilt grundsätzlich die Risikoabwägung durch den Veranstalter.

Sollten Sie nach Prüfung aller Punkte zu dem Entschluss kommen, die Mitgliederversammlung absagen zu müssen, informieren Sie Ihre Mitglieder und teilen gleichzeitig mit, dass die Mitgliederversammlung voraussichtlich noch in 2020 stattfinden wird. Von der Nennung eines festen Datums wird derzeit abgeraten, da leider nicht absehbar ist, wie sich die Lage weiterentwickelt. Wichtig ist aber, alle Gremien des Vereins/Verbandes einzubinden und größtmögliche Transparenz zu wahren. Die Rechte auf Mitgliederversammlung und Wahlen sind sehr wichtige demokratische Teilhaberechte, die nicht leichtfertig beschnitten werden dürfen. Gerade Einzelfallabwägungen sollten daher mit Augenmaß und auf Basis guter Gründe getroffen werden. Dies wird auch die Akzeptanz bei der Mehrheit der Betroffenen erhöhen.

Hinsichtlich der Kosten (z.B. Catering, Örtlichkeit, Rahmenprogramm) ist zu prüfen, bis zu welchem Zeitpunkt kostenfrei storniert (zeitlich gestaffelte Rücktrittsfristen) werden kann. 

Wahlen

Steht die Wahl von Vorstandsmitgliedern aufgrund der abgelaufenen Amtszeit an, müssen die Wahlen durchgeführt werden. Das Erfordernis der Durchführung der Mitgliederversammlung ist somit gegeben, wenn nicht andere, überragende Gründe dem entgegenstehen. Dies können gesundheitliche Aspekte durchaus sein, allerdings nur dann, wenn sie eine gesellschaftliche Dimension erreicht haben. In der jetzigen Situation kann man davon ausgehen, dass aufgrund der derzeitigen Entwicklung eine solche nicht mehr auszuschließen ist.

Findet sich in der Satzung die Regelung, dass Vorstandsmitglieder im Amt bleiben, bis ein neuer Vorstand gewählt ist oder ein neuer Vorstand ins Vereinsregister eingetragen wird, kann der bisherige Vorstand zunächst im Amt verbleiben.

Haushaltsplan

Soll die Mitgliederversammlung den Haushaltsplan beschließen, dürfte in der Regel ein Entwurf erstellt worden sein, der der Versammlung zur Abstimmung vorgelegt wird. Es ist überlegenswert, im Falle einer Absage einen Vorstandsbeschluss zu fassen, dass vorläufig auf der Grundlage des Entwurfes zu handeln ist und auf der späteren Mitgliederversammlung den Beschluss zu fassen, den Haushalt nachträglich zu genehmigen. Im Idealfall wird den Mitgliedern der Entwurf übersandt mit der Bitte (innerhalb einer zu setzenden Frist) Anregungen oder Hinweise zu erteilen, die in einen Beschluss des Vorstands zur Anwendung eines vorläufigen Haushaltsplans mit einfließen.

Hinweis

Vor Ihrer Entscheidung sollten Sie sich auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts informieren. Auch die örtlichen Gesundheitsämter stehen für Rückfragen zur Verfügung. Ihr zuständiges Gesundheitsamt finden Sie hier.

Zahlung von Mitgliedsbeiträgen

Die Mitglieder zahlen die Mitgliedsbeiträge für die Mitgliedschaft und nicht für eine bestimmte Leistung. In den jeweiligen Satzungen der Vereine ist die Zahlungspflicht verankert. Bei Ausfällen des Trainingsbetriebs, wie in der aktuellen Situation, ist es nicht möglich eine Rückerstattung einzufordern. Die Kosten für die Vereine sind ein weiterer Bestandteil in den jeweiligen Haushalten zum jetzigen Zeitpunkt.

Fußballer helfen Fußballern: DFB-Stiftung Sepp Herberger startet Corona-Nothilfefonds

Die DFB-Stiftung Sepp Herberger startet heute mit Unterstützung von Bayer Leverkusens Nationalspieler Jonathan Tah ein Hilfsprogramm für Mitglieder der Fußballfamilie, die durch die Corona-Pandemie unverschuldet in Not oder wirtschaftliche Bedrängnis geraten sind. Die älteste deutsche Fußballstiftung stellt im Rahmen einer ersten Sofort-Maßnahme 100.000 Euro zur Verfügung. Jonathan Tah ist Mitinitiator des Nothilfefonds und beteiligt sich als erster privater Spender an dem Programm.

„Mit dem DFB-Sozialwerk helfen wir bereits seit Jahrzehnten bei individuellen Schicksalsschlägen“, erklärt DFB-Vizepräsident Dirk Janotta, der Vorsitzende der 1977 errichteten DFB-Stiftung. „Diese Tage fordern uns als Gemeinschaft heraus. Wir müssen und werden zusammenstehen und diese besonderen Herausforderungen gemeinsam meistern“, so Janotta weiter. Der frühere Bundestrainer Sepp Herberger und seine Frau Eva hatten ihr Privatvermögen der Stiftung vermacht und verfügt, dass damit über das der Stiftung angeschlossene DFB-Sozialwerk in Not geratene Mitglieder der Fußballfamilie unterstützt werden sollen. Auf diesem jahrzehntealten Solidaritätsgedanken fußt nun der Corona-Nothilfefonds.

Jonathan Tah: „Manchmal sind es schon die kleinen Gesten, die Großes bewirken"

„Unsere Gesellschaft kann nur funktionieren, wenn wir füreinander da sind. Es geht dabei viel weniger um die Größe oder die Menge, die ein jeder von uns tun oder geben kann, manchmal sind es schon die kleinen Gesten, die Großes bewirken“, sagt Jonathan Tah. „Die Solidarität untereinander ist zurzeit vielleicht das Wichtigste, was wir brauchen und was jeder Einzelne zeigen kann. Daher sollte jeder das tun, was in seiner Macht steht, um eine Verbesserung der Situation zu bewirken. Ich hoffe sehr, dass ich mit meiner Unterstützung des Corona-Nothilfefonds einen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten kann.“

Beim Hamburger Stadtteilklub SC Altona 93 hatte der heute 24-jährige Innenverteidiger einst mit dem Fußball begonnen, bevor er 2009 ins Nachwuchsleistungszentrum des Hamburger SV aufgenommen wurde. Tah hat bisher neun A-Länderspiele absolviert. Seit dem Jahr 2019 ist der frühere Kapitän der U21-Nationalmannschaft Botschafter der DFB-Stiftung Egidius Braun.

„Wir freuen uns, wenn sich weitere Spieler und Privatpersonen an der Aktion beteiligen möchten. Uns ist es wichtig, ein Dach zu geben, damit Hilfe aus dem Fußball für den Fußball unkompliziert möglich ist“, betont Stiftungsschatzmeister Dr. Stephan Osnabrügge.

Förderanträge können ab sofort formfrei per E-Mail gestellt werden

Antragsberechtigt sind Menschen, die sich haupt- oder ehrenamtlich in den DFB-Mitgliedsverbänden, deren Untergliederungen (zum Beispiel Schiedsrichtervereinigungen) und den bundesdeutschen Fußballvereinen engagieren. Förderanträge können ab sofort bei der Stiftung gestellt werden. Wichtig ist der Nachweis über die individuellen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den jeweiligen Antragsteller. Die Anträge können formfrei per E-Mail an corona-hilfe@sepp-herberger.de gesendet werden. Jeder Antrag wird im Einzelverfahren geprüft. Ein Anspruch auf die Gewährung von Stiftungsmitteln besteht nicht.

FAQ

Welche Vorsichtsmaßnahmen empfiehlt der BFV?

Alle Vereine sind zur Prüfung aufgefordert, ob es Spieler/innen in ihren Mannschaften/Vereinen gibt, die seit Februar 2020 aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Wir appellieren an das Verantwortungsbewusstsein der Vereine und empfehlen, Spieler/innen – unabhängig von möglichen Krankheitssymptomen – nicht einzusetzen; weder bei Spielen noch im Trainingsbetrieb. Die entsprechende bezirkliche Gesundheitsbehörde ist zu informieren. Die Risikogebiete werden ständig auf der Seite des Robert Koch-Instituts aktualisiert:

Robert Koch-Institut: Risikogebiete

Welche Aufgaben übernimmt die BFV-Koordinierungsgruppe?

Die Entwicklung des Coronavirus in Berlin ändert sich täglich. Gleichzeitig häufen sich die Fragen der Vereine nach dem richtigen Umgang mit dem Coronavirus. Daher kommt unter Leitung des BFV-Geschäftsführers die Koordinierungsgruppe täglich zusammen und bewertet die Lage neu. Entsprechende Informationen oder Anweisungen werden dann ab mittags über die BFV-Webseite kommuniziert. Wichtig: Der BFV hat keine medizinische Kompetenz und wird daher ausschließlich Rahmenbedingungen für den Spielbetrieb bewerten und festlegen. Gleichzeitig versteht der BFV, dass zurzeit eine große Unsicherheit im Umgang mit dem Coronavirus herrscht. Umso wichtiger ist es, dass sich der BFV auf die professionellen Aussagen der offiziellen Behörden verlässt und dann entsprechend reagiert. Dem BFV ist zudem bewusst, dass sich das Lagebild ständig ändern kann. Nicht zuletzt aus diesem Grunde haben wir eine Koordinierungsgruppe eingerichtet, die sich umfassend informiert und so schnell und kurzfristig notwendige Maßnahmen einleiten kann.

Was gibt es für Hygiene-Maßnahmen zu beachten?

Der Berliner Fußball-Verband bittet alle Mitglieder, den Ratschlägen des Robert Koch-Instituts zu folgen: „Wie bei Influenza und anderen akuten Atemwegsinfektionen schützen Husten- und Nies-Etikette, gute Händehygiene sowie Abstand zu Erkrankten (ca. 1 bis 2 Meter) auch vor einer Übertragung des neuen Coronavirus.“ Der BFV ruft seine Vereine weiterhin dazu auf, achtsam zu sein. Es gilt sowohl für alle Aktiven als auch für Zuschauer/innen und Mitarbeiter/innen in den Vereinen und im Verband. Dabei ist auch das Fernbleiben vom Training und von Spielen bei Erkältungssymptomen eine sinnvolle Präventionsmaßnahme.