DFB Ü40/Ü50-Cup

Die nationalen Finalturniere der Altherren um den DFB Ü40- und Ü50-Cup sind nicht nur zur Tradition geworden, sondern auch als inoffizielle Deutsche Meisterschaft für Ältere wichtiger Bestandteil des Amateurfußballs. 

Die Vereine können sich über regionale Meisterschaften für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren: Der Berliner Meister nimmt an der NOFV-Meisterschaft teil. Der Sieger der NOFV-Meisterschaftsrunde qualifiziert sich dann für den DFB-Ü-Cup.

i

DFB Ü40-Cup

Bisherige Sieger:

  • 2016 Sp.Vg. Blau-Weiß 90 Berlin
  • 2015 Hannover 96
  • 2014 Hansa Rostock
  • 2013 Hansa Rostock
  • 2012 Hansa Rostock
  • 2011 SC Riesa
  • 2010 Hertha BSC
  • 2009 TSV 07 Bergrheinfeld
  • 2008 TSV Lesum-Burgdamm
  • 2007 SG Balve/Garbeck

i

DFB Ü50-Cup

Bisherige Sieger:

  • 2016 SG Neuhausen-Cämmerswalde/Deutschneudorf
  • 2015 Arminia Bielefeld
  • 2014 FC Bayern München
  • 2013 NSF Gropiusstadt
  • 2012 NSF Gropiusstadt

 

 

DFB-Ü40-CUP: Blau-Weiss 90 holt den Titel

Zum zehnten Mal fand am Wochenende der DFB-Ü40-Cup im Berliner Olympiapark statt. Zur Jubiläumsausgabe hatten sich zehn Mannschaften für das nationale Finalturnier der Ü 40-Fußballer qualifiziert. Am Ende hielt Blau-Weiß 90 die begehrte Schale in die Höhe.

Vom anfänglichen Regen am ersten Turniertag ließen sich die Spieler keineswegs beeindrucken: Leidenschaft, Ehrgeiz, technische Raffinesse und jede Menge Freude legten die Altherren-Fußballer aufs Parkett. Doch auch das Wetter spielte mit der Zeit immer mehr mit und Klaus Jahn, Vorsitzender für den Ausschuss Freizeit- und Breitensport des DFB, brachte es auf den Punkt: „Die Bedingungen an diesem Wochenende waren optimal für hochklassigen Altherren-Fußball. Der DFB-Ü 40-Cup ist etwas Besonderes. Jedes Jahr geben die Mannschaften alles, um hier nach Berlin zu kommen."

Positive Resonanz der Teilnehmer

Bei den Spielern kam das Turnier ebenfalls gut an: „Sensationell, was hier für uns alte Herren auf die Beine gestellt wurde. Ich bin zum ersten Mal dabei und ich bin echt beeindruckt", so der ehemalige Bundesliga-Spieler Ronny Nikol vom Berliner Vertreter Blau-Weiß 90. Die Teams mussten sich im Vorfeld über regionale Entscheidungsturniere für den DFB-Ü 40-Cup qualifizieren. Der Deutsche Fußball-Bund lud jene Mannschaften mit jeweils 18 Spielern sowie sechs Begleitpersonen nach Berlin zum Ü 40-Cup ein. Hiermit inbegriffen waren die Übernachtungen im Estrel-Hotel auf der Berliner Sonnenallee und Tickets für den Gala-Abend „Stars in Concert".

Bereits im Vorfeld des Turniers stand fest, dass der Titelverteidiger Hannover 96 nicht dabei sein wird. Nachdem sich in den letzten Jahren mit den Hannoveranern und Hansa Rostock namhafte Vereine den Titel sichern konnten, gelang in diesem Jahr einem Amateurverein der ganz große Coup. Abgesehen von Bayern München nahmen ausschließlich Amateurklubs am DFB-Ü 40-Cup teil. Gerade die Begeisterung der kleineren Vereine für die Veranstaltung wurde an diesem dritten Septemberwochenende ersichtlich. Wobei von Amateuren nicht unbedingt immer die Rede war. Der Berliner Vertreter Blau-Weiß 90 konnte neben Ronny Nikol noch weitere namhafte Ex-Profis wie Marco Sejna (u.a. Hertha BSC) und Marco Gebhardt (u.a. Eintracht Frankfurt) im Kader aufweisen.

Hohe fußballerische Fertigkeiten

„Auch das Jubiläum wird uns wieder jede Menge Spannung und schöne Spielzüge bescheren", so Bernd Schultz, Präsident des Berliner Fußball-Verbandes, im Vorfeld des Turnieres. Bernd Schultz sollte Recht behalten. Bereits die Eröffnungsspiele am Samstagmorgen deuteten an, dass sich hier keine Mannschaft einfach so geschlagen geben wollte.

In zwei Fünfer-Gruppen kämpften die Teilnehmer zunächst um den Einzug ins Halbfinale. Bereits nach dem ersten Turniertag sicherte sich der Berliner Vertreter Blau-Weiß 90 vorzeitig durch drei Siege in drei Spielen den Einzug ins Halbfinale. Doch das Teilnehmerfeld war insgesamt dicht beieinander und so hatten am zweiten Turniertag noch alle weiteren neun Mannschaften die Möglichkeit, sich für die Endrunde zu qualifizieren.

Zur Mittagszeit des zweiten Turniertages standen dann auch alle weiteren Halbfinalteilnehmer fest. In Gruppe A gelang der TB Jahn Zeiskam der Gruppensieg. Als zweitplatzierte Mannschaft qualifizierte sich der letztjährige Final-Teilnehmer Westfalia Herne ebenso für das Halbfinale. Der erste Platz der Gruppe B ging mit einer maximalen Punkteausbeute von zwölf Zählern an Blau-Weiß 90. Hinter den Gastgebern aus Berlin erreichte die SG Kupferdreh-Byfang den Einzug in die Finalspiele.

Spannende Final-Spiele

Die beiden parallel stattfindenden Halbfinal-Spiele boten den Zuschauern jede Menge Spannung im Olympiapark. Das Halbfinal-Spiel zwischen TB Jahn Zeiskam und der SG Kupferdreh/Byfang wurde durch frenetische Anfeuerungsrufe der Anhänger beider Mannschaften untermalt. Am Ende gewann die SG Kupferdreh/Byfang denkbar knapp mit 1:0. Im zweiten Halbfinal-Spiel konnte nach regulärer Spielzeit kein Sieger ermittelt werden, weshalb es ins Elfmeterschießen ging. Dort setzten sich die Berliner mit 5:3 durch.

Das Spiel um Platz 3 gewann nach einer souveränen Vorstellung Westfalia Herne mit 3:1 gegen TB Jahn Zeiskam. Im Endspiel standen sich nun Blau-Weiß 90 und die SG Kupferdreh/Byfang gegenüber. Die Berliner setzten die ersten Akzente im Spiel und gingen durch Andreas Beister in Führung. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch beider Teams. Doch kurz vor dem Ende konnte Blau-Weiß 90 auf 2:0 erhöhen: Nach einem schönen Spielzug trug sich Thomas Reimelt in die Torschützenliste ein. Kurz danach war Schluss und der neue Deutsche Meister in der Altersklasse Ü 40 heißt nun Blau-Weiß 90.

Die Stimmen nach dem Finale

Der Trainer von Blau-Weiß 90, Michael Meister, äußerte sich wie folgt zum Titelgewinn: „Dieser Titel bedeutet uns unheimlich viel. Wir haben ein Jahr lang darauf hingearbeitet. Nach den Titeln des Berliner Meisters und Pokalsiegers sowie dem Gewinn der Nordostdeutschen Meisterschaft ist dies der vierte und größte Erfolg in dieser Saison." Die Berliner blieben ohne Gegentreffer im ganzen Turnier.

Doch auch der neue Vize-Meister SG Kupferdreh-Byfang sah allen Grund zur Freude nach dem verlorenen Finale. „Eine super geile Veranstaltung. Wir waren zum ersten Mal mit dabei und haben gleich 150 Leute mitgebracht, die uns hier lautstark unterstützten. Wahnsinn."

Blau-Weiß 90 triumphiert auch bei den Auszeichnungen

Zum besten Spieler des Turniers wählten die teilnehmenden Mannschaften Marco Gebhardt von Blau-Weiß 90. Gebhardt euphorisch: „Dieses Turnier war ein absolutes Highlight." Auch weitere Ehrungen gingen an die Blau-Weißen: Marco Sejna wurde bester Torwart und Hendryk Lau erhielt mit vier Treffern die Torjägerkanone. Der älteste Spieler im Teilnehmerfeld hieß Uwe Volling mit 57 Jahren von der SV Viktoria Woltwiesche.

Den neuen Deutschen Meister im Altherrenfußball der Ü 40 zeichnete anschließend DFB-Vizepräsident Rainer Milkoreit aus. Der Präsident des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV), der im DFB-Präsidium den Fußball für Ältere vertritt, gratulierte herzlich und äußerte sich zur Bedeutung dieses Turniers: „Das Turnier hat in den letzten zehn Jahren eine dynamische Entwicklung durchlebt. Die Wertschätzung für Ü-Fußball in Deutschland wird bei den Vereinen durch solche Veranstaltungen immer größer. Und genau dadurch können ältere Aktive in den Vereinen gehalten werden."

Die Platzierungen:

1. Sp.Vg. Blau-Weiß 90 Berlin 
2. SG Kupferdreh-Byfang 
3. SC Westfalia 04 Herne 
4. TB Jahn Zeiskam 
5. FC Bayern München 
6. SV Viktoria Woltwiesche  
7. SG Einfeld/Gadeland/PSV Neumünster 
8. FC 09 Überlingen 
9. SG Alsdorf-Kirchen 
10. SpG Askania Bernburg/Alsleben/Plötzkau


DFB Ü40/Ü50-Cup 2015 in Berlin

Zum 9. Mal DFB Ü40-Cup und zum 4. Mal DFB Ü50-Cup hieß es am letzten Wochenende im Berliner Olympiapark.

Hannover triumphiert bei Ü 40-Cup

Hannover 96 hat zum zweiten Mal den DFB-Ü 40-Cup gewonnen und damit die Nachfolge von Seriensieger Hansa Rostock angetreten. Im Berliner Olympiapark setzten sich die Niedersachsen im Finale gegen Westfalia Herne knapp mit 1:0 durch. In sechs Spielen blieb 96 ungeschlagen und sicherte sich somit verdient die Deutsche Meisterschaft. Den Triumph der Hannoveraner machte Marco Dehne perfekt, der mit drei Treffern nicht nur Torschützenkönig, sondern auch als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde. Mit dem Pokal für den besten Torwart durfte sich Holger Holz von unterlegenen Finalisten Westfalia Herne trösten. Platz drei sicherte sich die SG Fehlheim/Lorsch durch ein 1:0 gegen die SG Alsdorf/Kirchen.

Beim parallel stattfindenden Ü 50-Cup triumphierte mit Arminia Bielefeld der zweite Profiverein im insgesamt 16 Mannschaften zählenden Teilnehmerfeld. Im Modus "Jeder gegen Jeden" belegte die Arminia nach fünf Spielen mit 12 Punkten Rang eins. Auf dem Podest landeten die SG Heidetal-Ilmenau (10 Punkte) und NSF Gropiusstadt (8 Punkte).

NSF Gropiusstadt mit starker Turnierleistung

Der Berliner Vertreter spielte ein hervorragendes Turnier. Im „Endspiel“ gegen den späteren Cup-Sieger Arminia Bielefeld, hätte nur ein Sieg genutzt um sich den Siegerpokal zu holen. Die Bielefelder zeigten sich abgezockter bei den sich bietenden Torchancen und so ging das Spiel mit 0:1 verloren. Die Enttäuschung währte allerdings nicht lange, denn im gesamten Turnierverlauf war man immer nah dran am „Siegerpott“ und kann mit Recht stolz auf diese Turnierleistung sein.

Als bester Spieler wurde Ex-Profi Ralf Sievers (SG Heidetal-Ilmenau) ausgezeichnet, bester Torwart war Jörg Pundmann von Turniersieger Arminia Bielefeld.

Die Torjägerkanone teilen sich gleich fünf Spieler mit jeweils drei Treffern: Jens Alpers und Hartmut Lenz (beide Heidetal-Ilmenau), Joachim Fuhrberg (Arminia Bielefeld), Thomas Knuth (NSF Gropiusstadt) und Uwe Haas (VfB Dillingen).

Ein besonderer Dank gilt den D-Juniorenspielern von BW Spandau, die an beiden Tagen als Ballkinder zur Verfügung standen und damit auch für einen erfolgreichen Turnierablauf sorgten.