Die Geschichte der Disziplinarkommission

Nun gibt es uns schon fast drei Jahre und wir haben in dieser Zeit mit unserer Arbeit dazu beigetragen, dass es auch bei schwierigen Situationen zur Verständigung unter den Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern gekommen ist. Etwa 40 Fälle sind an uns herangetragen worden, die wir sorgfältig aufbereitet und in den meisten Fällen mündlich verhandelt haben. Dabei ging es darum, dass es Streitigkeiten unter Schiedsrichterinnen oder Schiedsrichtern gab, Auseinandersetzungen mit Beobachtern aber leider auch Fehlverhalten von Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern. 

In einigen Fällen gelang es uns in den mündlichen Verhandlungen, das gegenseitige Verständnis dafür zu wecken, dass auch Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter solche Fehler unterlaufen, die weder gewünscht, noch geduldet werden. So gehören zum Beispiel Beleidigungen untereinander nicht zum sportlichen Bild eines Schiedsrichters oder einer Schiedsrichterin. Auch darf man Fehlverhalten von Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern, die unentschuldigt ihren Spielleitungen fernbleiben, die erforderlichen Berichte oder Sonderberichte nicht abgeben oder ohne Mitteilung an den Ansetzer Spiele tauschen, nicht ohne weiteres hinnehmen. Aber auch gröbere Verstöße von Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern hatten wir zu verhandeln. Wie zum Beispiel alkoholisierte Spielleitungen, Drohungen gegen Eltern von jugendlichen Spieler/innen, oder auch nazistische Verhalten gegenüber Spieler/innen oder Betreuer/innen. 

Die Arbeit der Schiedsrichter-Disziplinarkommission ist grundsätzlich darauf gerichtet, das Ansehen des Schiedsrichterwesens zu stärken und fehlbare Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter wieder zurück auf die gewünschte Bahn zu bringen. Es ist für uns deshalb erfreulich, dass es in keinem der von uns verhandelten und entschiedenen Fälle zu einem weiteren Verfahren vor dem Sportgericht gekommen ist. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die betroffenen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter einsichtig waren. Andererseits spricht das auch für die ausgewogenen Entscheidungen, die wir getroffen haben.

Interessante Themen ohne Nennung von Namen findet Ihr unter der Rubrik NewsletterWir hoffen, dass dies zum besseren Verständnis unter uns Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern beiträgt und auch hilft, zukünftig Fehlverhalten zu vermeiden.  

 

Mit freundlichem Gruß,
eure Schiedsrichter-Disziplinarkommission