Drei Fragen an Jan-Hendrik Salver

Jan-Hendrik Salver referiert vor den Berliner Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern. Foto: BFV

Besonderer Besuch beim Berliner Fußball-Verband: Mitte November war Jan-Hendrik Salver zu Gast. Er hielt vor den überregionalen Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern, dem SRA-Pool und den drei Förderkadern zwei Vorträge über die Bedeutung der Zusammenarbeit im Team und gab wertvolle Tipps für die Aufgaben eines Assistenten oder einer Assistentin.

Gerade im Zusammenhang mit dem neuen Projekt des Berlin Fußball-Verbandes, einen Pool für spezialisierte Assistentinnen und Assistenten zu etablieren, war dieser Besuch hochinteressant. Salver war viele Jahre Schiedsrichter-Assistent von Wolfgang Stark und bestritt 93 Bundesligaspiele. Er war außerdem auf der FIFA-Liste und stand unter anderem im EM-Finale 2004 an der Linie, als Griechenland mit 1:0 gegen Portugal gewann. 

 

Jan-Hendrik, wie hat sich die Rolle des Schiedsrichterassistenten in den vergangenen Jahren verändert?

Vor allem dadurch, dass man Anfang der 90er Jahre Spezial-Assistenten eingeführt hat. Damals hießen die noch Linienrichter. Aber die Änderung des Begriffs Linienrichter zu Schiedsrichterassistent zeigt auch, dass der Verantwortungsbereich vergrößert worden ist. Das ist eine Folge der höheren Komplexität des Spiels und der Schwierigkeit der Aufgabe als Schiedsrichter. Über den Bereich Abseits hinaus müssen Assistenten heute Verantwortung übernehmen. Der Assistent agiert nun auch als Backup für den Schiedsrichter und sichert Szenen zusätzlich ab. Er ist innerhalb der vergangenen 20 bis 30 Jahre wichtiger geworden.

Welchen Tipp kannst du den Berliner Schiedsrichterinnen und Schiedsrichtern für Ihre Spielleitungen geben?

Da gibt es viele Elemente. Hochkonzentriert die Szenen abzuarbeiten, ist wichtig. Dabei sollte man die Szene erst einmal wirken lassen, wenn der Ausgang unklar ist. Das heißt: Verzögern ist sinnvoll, wie auch der Begriff „Wait and See“ sagt. 

Mittlerweile stehst du nicht mehr selber auf dem Platz. Was war rückblickend dein größtes Spiel?

Das Finale der Europameisterschaft 2004. Da war ich noch recht frisch auf der FIFA-Liste. Das ist für das ganze Team damals sehr gut gelaufen, alle waren zufrieden.

Vielen Dank!

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