BFV-Sportgericht sperrt mehrere Spieler dauerhaft

Mit dem Urteil setzte das BFV-Sportgericht ein Zeichen gegen Gewalt im Fußball. Foto: Getty Images.

Für ihr gewalttätiges Verhalten im Rahmen eines Pokalspiels wurden vier Spieler mit sofortiger Wirkung und auf Dauer aus dem Verband ausgeschlossen.

Der BFV veröffentlicht regelmäßig endgültige Sportgerichtsurteile, um die daraus resultierenden Strafen nachvollziehbar zu veranschaulichen. Im Folgenden wird ein sich ereigneter Sachverhalt anonymisiert geschildert.

In einem Pokalspiel der Herren im September 2018 kam es schon während der Partie zu mehreren gewalttätigen Übergriffen und Rudelbildung. Darüber hinaus wartete ein Spieler des gastgebenden Teams nach Spielende am Ausgang der Sportanlage, um dort einen Spieler der Auswärtsmannschaft abzufangen. Nach einem kurzen Wortwechsel begann der Spieler der Heimmannschaft auf seinen Gegenspieler einzuschlagen. Es folgten weitere Akteure der Heimmannschaft, die auf das mittlerweile am Boden liegende Opfer einschlugen und eintraten. Der Trainer des Auswärtsteams stellte sich schützend dazwischen und wurde ebenfalls mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Die herbeigerufene Polizei musste aufgrund des aggressiven Verhaltens der Täter Verstärkung anfordern, um die Situation zu beruhigen. Spieler und Trainer der Auswärtsmannschaft wurden ins Krankenhaus gebracht.

Kein Platz für Gewalt im Fußball

Mehrere Spieler des gastgebenden Teams waren an den gewalttätigen Angriffen beteiligt. Dieser Vorfall war von besonderer Brutalität gekennzeichnet und widerspricht jedem Fairplay-Gedanken des Fußballs. Daher hat das BFV-Sportgericht entschieden, alle vier beschuldigten Spieler mit sofortiger Wirkung vom Spielbetrieb des Berliner Fußball-Verbandes auszuschließen, sodass sie nie wieder für einen Berliner Verein auflaufen dürfen. Derartiges Verhalten kann und darf nicht geduldet werden. Der Berliner Fußball steht für Toleranz, Zusammenhalt und Respekt; durch ein solches Verhalten werden diese Werte mit Füßen getreten. Mit dem Urteil macht das BFV-Sportgericht deutlich, dass Gewalt keinen Platz im Fußball hat und mit drastischen Strafen sanktioniert wird.