Änderungen im Spielbetrieb zur Saison 2018/2019

Für den Spielbetrieb in der neuen Saison 2018/2019 gibt es einige Neuerungen zu beachten. Foto: Peter Herrmann.

Hier gibt es alle Änderungen der neuen Spielzeit und die dazu häufig aufkommenden Fragen und Antworten auf einen Blick.

In Kürze wird auch in Berlin wieder der Ball rollen und dann geht es wieder um Punkte, Weiterkommen oder einfach nur um den Spaß am Fußball. An dieser Stelle erinnert der Berliner Fußball-Verband Vereine, Mannschaften, Trainer/-innen, Schiedsrichter/-innen und Spielende an ein paar spielbetriebliche Änderungen, die seit Jahresbeginn oder auch seit dem 1. Juli in Berlin gelten. Hierzu sind im Folgenden noch mal die häufig gestellten Fragen aufgeführt:  

Frage: Ich habe gehört, dass es jetzt keine Pässe mehr gibt. Stimmt das?

Jein. Diese Aussage stimmt für den Bereich des Berliner Amateurfußballs, der durch den BFV organisiert wird. Das ist zwar rund 95% des Spielbetriebes, aber diese Regelung gilt z.B. nicht für Berliner Mannschaften in der Oberliga und darüber hinaus. Auch im Bereich der Junioren-Bundesligen werden gedruckte Spielerpässe benötigt. Daher erhalten Spieler dieser Mannschaften auch weiterhin von uns einen gedruckten Spielerpass. Ebenso gibt es im Bereich der Freizeit und des Betriebssports Staffeln, in denen der SpielberichtOnline nicht im Einsatz ist und daher gedruckte Pässe notwendig sind.    

Frage: Wie wird denn jetzt aber die Spielberechtigung überprüft?

Das Spielrecht wird ausschließlich durch den Datensatz im DFBnet nachgewiesen. Ist dort kein Spielrecht hinterlegt, darf der Spieler nicht spielen. Als Konsequenz daraus folgt auch, dass es im Bereich der Meisterschaften und der Pokalrunden kein Feld mehr im SpielberichtOnline gibt, wo Spieler eigetragen werden können, die nicht auf der Spielberechtigungsliste stehen.

Frage: Und was ist mit den Fotos der Spieler im DFBnet?

Auch hier ist klar geregelt, dass zu einer vollständigen Spielberechtigung immer (!) ein hochgeladenes Foto gehört, auf dem der Spieler zu identifizieren ist. Auch hier gilt: Kein Foto, keine Spielberechtigung!

Frage: Und wenn ich ein Foto später hochlade?

Ein Spieler ist ab dem Zeitpunkt des Hochladens (wieder) spielberechtigt. Bei bestehenden Spielberechtigungen muss also kein neuer Antrag gestellt werden, das Hochladen eines Fotos ist ausreichend.

Frage: Und wenn der Spieler ohne Foto trotzdem spielt?

Ein Spieler ohne hochgeladenes Foto besitzt keine gültige Spielberechtigung! Daher greifen dann die entsprechenden Ordnungen des BFV. In der Regel (dies ist keine juristische Beratung!) wird dann das Spiel als verloren gewertet.

Frage: Kann denn der Schiedsrichter die Fotos sehen?

Ja, der angesetzte Schiedsrichter, aber auch der Ersatz-Schiedsrichter, auf den sich beide Vereine geeinigt haben, kann die Spielrechte und damit auch die Fotos der Spieler sehen. An dem bisherigen Verfahren der Überprüfung der Spieler durch den Schiedsrichter ändert sich aber nichts. 

Frage: Und wie kann der (ggf. Ersatz-) Schiedsrichter die Fotos aufrufen?

Nach der Freigabe der Mannschaftsaufstellungen hat der Schiedsrichter die Möglichkeit, sich die Spielberechtigungen (und damit auch die Fotos) anzusehen. Er hat dafür die beiden Buttons „Spielrechtsprüfung“ unter den Aufstellungen des jeweiligen Vereins

Frage: Kann ich auch vor jedem Spiel ein neues Foto hochladen?

Technisch gesehen ist dies möglich. Dabei ist aber zu beachten, dass keine Fotos gelöscht werden können. Es ist also immer genau zu sehen, wann welches Fotos hochgeladen wurde. Diese Historie kann auch der Schiedsrichter vor Ort sehen und so gleich erkennen, ob auch die alten Fotos zum Spieler passen.

Frage: Und wo können die Vereine die Fotos sehen?

Das ist leider zurzeit ausschließlich in der DFBnet-App auf dem Smartphone und nicht im Browser auf dem PC möglich. An diesem Verfahren wird aktuell noch nachgebessert, aber zurzeit ist die App der einzige Weg, die Fotos des Gegners zu sehen.

Frage: Und was ist mit dem Datenschutz bei den Fotos?

Inzwischen ist im DFBnet hinterlegt, dass sowohl der Gegner, als auch der Schiedsrichter die Fotos zu einem Spiel nur bis sechs Wochen nach dem Spiel einsehen kann. Damit soll gewährleistet sein, dass der Schiedsrichter z.B. bei einer Sportgerichtsverhandlung Spieler identifizieren kann. Es wurde angeregt, dass der Schiedsrichter die Fotos bereits unmittelbar nach seiner Freigabe des Spielberichtes nicht mehr sehen kann. Die bundesweite Abstimmung hierüber läuft gerade.

Frage: Entscheidet dann der Schiedsrichter vor Ort, wer spielen darf und wer nicht?

Ein ganz klares „Nein“! Der Schiedsrichter ist weder in der Lage, noch berechtigt, darüber zu bestimmen, wer spielberechtigt ist und wer nicht. Kurz gesagt: Er muss jeden spielen lassen, der spielen soll. Dies gilt auch dann, wenn der Schiedsrichter weiß oder es offensichtlich ist, dass ein Spieler keine Spielberechtigung besitzt. Es war und ist einzig Sache der Vereine, dieses zu regeln und auch ggf. im Nachgang rechtliche Schritte einzuleiten.

Frage: Ab wann ist eigentlich ein Spieler spielberechtigt?

Neu geregelt ist, dass ein Spieler erst dann sein Spielrecht erhält, wenn der Antrag auf Spielrecht von der Geschäftsstelle bearbeitet wurde. Dafür gibt es eine Frist von einer Woche. Nicht mehr gültig ist, dass der Spieler mit Abgabe des Antrages spielberechtigt ist, wenn der Antrag richtig und vollständig ist. Soll die Bearbeitungszeit verkürzt werden, so empfehlen wir den Weg, den Antrag auf Spielberechtigung online im DFBnet zu stellen. Wenn alle Voraussetzungen vorliegen, wird ein sofortiges Spielrecht durch das System erstellt.
Mit dieser Maßnahme sollen die Vereine aus der Verantwortung genommen werden. Diese mussten bisher ggf. selber entscheiden, ob alle Voraussetzungen für einen Antrag gegeben waren und der Spieler ein Spielrecht erhalten wird. In Einzelfällen wurden diese Spieler dann eingesetzt und das Spiel wurde im Nachgang für den Gegner gewertet, weil der Spieler doch kein sofortiges Spielrecht erhalten hat.

Frage: Warum muss bei einem Erstantrag die Staatsangehörigkeit nachgewiesen werden?

Unter anderem ist es mit dem Wegfall des gedruckten Spielerpasses wichtig, dass die Daten, die im DFBnet vorliegen, auch stimmen. Darüber hinaus hängt auch der Zeitpunkt der Erteilung des Spielrechtes ggf. davon ab, welche Nationalität ein Spieler hat, da der BFV dann zunächst eine Anfrage an den jeweiligen Nationalverband stellen muss. Wichtig ist aber, dass die einmal eingegebenen Daten im Laufe des Fußballerlebens in der Regel nie wieder überprüft werden und somit „ein Leben lang“ falsch sind.

Frage: Und wie kann man die Staatsangehörigkeit nachweisen?

Dies ist mit jedem Dokument möglich, dass die Staatsangehörigkeit ausweist und von einer Behörde ausgestellt wurde, die dazu berechtigt ist, Staatsangehörigkeiten auszuweisen. Darüber hinaus gibt es den (kostenpflichtigen) erweiterten Auszug aus dem Melderegister. Seit Kurzem gibt die (seit Ende Mai gültige) Datenschutzgrundverordnung jedoch auch jedem das Recht, die von ihm gespeicherten Daten kostenfrei bei der Behörde abzurufen. Dafür hat der BFV ein Formular an jeden Verein gesendet, mit dem dieses einfach möglich ist.

Für weitere Fragen und Anmerkungen zu den Änderungen in der Saison 2018/2019 steht Carsten Voss (Referatsleiter Spielbetrieb & EDV) gerne zur Verfügung.