1. Workshop "Führungsspieler"

Teilnehmer am 1. Workshop "Führungsspieler"

Am Wochenende dem 02.03./03.03. fand der erste Führungsspieler-Workshop im LLZ-Wannsee statt. Durch vier kurzfristige Absagen waren es zwar nur sieben Führungsspieler, am Ende hinderte uns dies aber nicht am regen und gewinnbringenden Austausch.

Der Tag begann, nach dem Einfinden im LLZ, mit einer Kennlern-Runde. Anschließend nahmen wir uns schon dem ersten Tagesordnungspunkt an: Schiedsrichter. In unseren bisher geführten Junior-Talks in den Vereinen, war dieses Problem immer wieder als ein sehr großes festzustellen. Nun wollten wir erste Lösungsansätze besprechen. Da einige der Führungsspieler Schiedsrichter im Verbandsspielbetrieb sind, gab es hier einen regen Austausch beider Seiten. Letztendlich war es für beide Parteien klar: Es muss sich etwas ändern. Das Schiedsrichter-Projekt, welches freundlicherweise David Heider und Jason Schumann (beide aus dem JLK) vorgestellt und erklärt haben, fand großen Anklang und sollte unbedingt weitergeführt werden, auch mit Unterstützung aus dem Führungsspieler-Pool! Bei dem Projekt handelt es sich um eine Veranstaltung im Verein (ebenso wie unser Juniortalk), bei der die gesamte Mannschaft am Ende Besitzer eines Regelkundeausweises ist. Der theoretische Teil wird gut, verständlich und interessant erklärt mit einem Praxisteil verbunden, bei dem sich die Spielerinnen und Spieler selbst als Schiedsrichter versuchen können. Hierbei wird auch, neben der „Ausbildung“, um Verständnis für die Schiedsrichter gebeten: „Dort sehen halt die Spieler, dass es durchaus nicht immer einfach ist eine Entscheidung schnell und richtig zu treffen. Es können Fehler passieren, die müssten dann auch ohne großes Theater akzeptiert werden. Die Spieler können sich nun auch besser auf dem Spielfeld reflektieren!“, äußerte sich Jason Schumann sichtlich zufrieden. Neben dem Projekt stand auch die Schiedsrichtergewinnung zur Diskussion. „Plakate an den Kabinenwänden mit der Aufschrift: Wir suchen Leute mit Pfiff – werde Schiedsrichter! sind nicht mehr zeitgemäß und werden keinen dazu motivieren die Schiedsrichterausbildung zu durchlaufen und als Schiedsrichter in den untersten Klassen mit dem Pfeifen zu beginnen!“, begann ich meinen Standpunkt klar zu machen und um andere Ansätze zu bitten. Carlo fand direkt eine mögliche Antwort darauf: „Wir müssen die Jugendlichen direkt in den Schulen abholen. Es gibt Projektwochen, bei denen dieses Thema super angesprochen und umgesetzt werden kann. In meiner Schule denke ich direkt an drei bis vier Leute, die daran teilnehmen würden. Es muss aber interessant gestaltet sein.“ Die Idee wird nun versucht gemeinsam umzusetzen. Viele weitere Themenpunkte wurden im Schiedsrichterbereich noch abgearbeitet und diskutiert. Wir werden hier eng zusammenarbeiten müssen, um die ersten Erfolge zu erzielen.

Als zweiten TOP stand der Spielbetrieb der A-Junioren auf dem Zettel. Hier wollten Andreas Kupper, Vorsitzender des Jugendausschusses und Frank Schröder, Leiter Spielbetrieb Jugend um die allgemeine Situation wissen und einen Erfahrungsaustausch herbeiführen. Auch hier wurde kräftig diskutiert und debattiert.

Zu guter Letzt sprachen wir unser Langzeitprojekt „Juniortalk“ an. Hierbei haben wir mit Carlo einen weiteren Unterstützer gefunden, der nun ebenfalls die Juniortalks, wenn möglich, begleiten und uns unterstützen wird. Hier ist weiterhin das Ziel, dieses Projekt in die Hände der Führungsspieler zu übergeben und im Sommer die ersten Diskussionen und Aufarbeitungen der Problemthemen mit Führungsspielern stattfinden zu lassen. Vereine können sich weiterhin an mich wenden!

Fazit: Die ungezwungene Atmosphäre ermutigte die Teilnehmer zum offenen Austausch, der auf Augenhöhe stattgefunden hat. Ziel war es auch, den Spielern Eindrücke der Verbandsarbeit zu vermitteln und Missverständnisse direkt aufzuklären. Es war eine harmonische Gruppe, die mit großer Sicherheit sehr bald wieder zusammen findet. Noch mehr Gemeinschaftsgefühl entstand bei der aktiven Einheit am Abend in der Sporthalle. Am Ende des Tages waren sich alle einig: Es muss weitergehen, es darf kein einmaliges Treffen gewesen sein und nun geht wieder jeder seine Wege. Wir müssen an den Themen dran bleiben und weitere Lösungen anschieben!

Einen großen Dank möchte ich persönlich an Andreas Kupper (Vorsitzender des Jugendausschusses), Frank Schröder (Vorsitzender des Jugendspielausschusses), Peter Herrmann (Referent Öffentlichkeitsarbeit und Juniortalks), Philipp Büchner (Mitglied im Jugendausschuss und Juniortalk) und David Heider (Mitglied im JLK und Schiedsrichteransetzer) richten. Es ist wichtig, dass sie die Themen auch direkt von den Führungsspielern erfahren, aufnehmen und diskutieren. Ich weiß durchaus, dass dies nicht selbstverständlich ist und finde es umso bemerkenswerter, dass wir dort so eine Geschlossenheit entwickeln konnten, die trotzdem für Jedermann offen ist. Auch einen großen Dank an die Führungsspieler und Teilnehmer dieses Workshops. Wir werden es wiederholen!

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