Berliner Fußball-Verband e. V. (BFV)

Presse-Information

Berliner Fußball-Verband e. V. · Presse-Information 09/2021
Berlin, Montag, 15. März 2021, 17:00 Uhr

Berliner Fußball-Verband verzeichnet Mitglieder-Rückgang im Jugendbereich

Der Berliner Fußball-Verband (BFV) zählt im Jahr 2021 (Stand: 1. Januar 2021) insgesamt 174.513 Mitglieder. Während im Erwachsenenbereich wiederholt ein Mitgliederzulauf registriert werden konnte, verzeichnete der Jugendbereich einen leichten Rückgang von rund 2.000 Mitgliedern (2020: 55.097, 2021: 53.220). Im Erwachsenbereich stieg die Mitgliederzahl im selben Zeitraum von 117.758 auf 121.293 Mitglieder.

„Es ist ausgesprochen erfreulich, dass wir trotz der großen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie insgesamt keinen nennenswerten Mitgliederschwund im Berliner Fußball erleben“, sagt BFV-Präsident Bernd Schultz, „aber der Rückgang im Jugendbereich muss gerade vor den momentan diskutierten Öffnungsschritten mit großer Aufmerksamkeit beobachtet werden. Wir wissen, dass gerade die Arbeit der Vereine für das gesundheitliche Wohl der Jugendlichen sowohl im körperlichen als auch im psychischen Bereich ausgesprochen wichtig ist.“

Am vergangenen Freitag traf sich die Task Force Spielbetrieb des Berliner Fußball-Verbandes in einer digitalen Runde, zu der auch Staatssekretär Aleksander Dzembritzki zugeschaltet war. „Herr Dzembretzki hat uns eingehend erläutert, wie die weiteren Öffnungsschritte aussehen könnten. Unter den bekannten Variablen der Inzidenzwerte, wären für Fußballer:innen in Berlin ab kommenden Montag weitere Schritte möglich“, sagt Schultz. „Wohlwissend um die Priorität des Schutzes der Gesundheit aller Berliner:innen fordern wir den Senat vor zukünftigen Beschlussauffassungen auf, die Besonderheiten des Sports und die Fragestellungen zu berücksichtigen, die den ehrenamtlich Tätigen in den Vereinen, ohne die unsere für Jugendliche gerade in der Pandemie-Phase so wichtigen Angebote, nicht zu gewährleisten sind.“

Die neueste Erhebung zu den Mitgliederzahlen im Berliner Fußball-Verband verdeutlicht, so Schultz, „die hervorragende Arbeit in den Vereinen, die ihre Mitglieder unter anderem durch die Einführung neuer Angebote im digitalen Bereich binden konnten. Die Zahlen unterstreichen zudem, dass die Berlinerinnen und Berliner dem organisierten Fußball weiterhin eine sehr hohe Bedeutung beimessen – das gilt neben den sportlichen auch für die sozialen Aspekte, die unsere Vereine erfüllen.“

1.700 Neuanmeldungen in BFV-Vereinen

Trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie und des zeitweise ruhenden Spiel- und Trainingsbetriebs konnten die Berliner Fußballvereine 1.658 Neuanmeldungen im Vergleich zum Vorjahr registrieren (2020: 172.855 Mitglieder). Die Zahl der Fußballerinnen (2021: 22.716, 2020: 22.290) im BFV insgesamt stieg ebenso an wie die der Fußballer (2021: 151.797, 2020: 150.565). Insgesamt sind 375 Vereine in die Berechnung eingegangen, neben den ordentlichen BFV-Mitgliedsvereinen auch die Futsal- und Freizeitvereine sowie die Vereine der im BFV spielenden Betriebsfußballer:innen und des Behindertensports. Der Berliner Fußball-Verband bleibt somit der größte Sportfachverband in der Hauptstadt.

„Damit die Vereine aber mit dem Engagement der vielen ehrenamtlich Tätigen weiterhin ihre Aufgaben erfüllen können, benötigen sie eine Perspektive für Öffnungsschritte, sobald diese möglich sind“, sagt Bernd Schultz. Dabei bezieht er sich insbesondere auf folgende Fragen:

Wie sieht die Schnellteststrategie für Sportvereine unter besonderer Berücksichtigung der finanziellen Gegebenheiten aus? Vor dem Hintergrund, dass nach dem jetzigen Informationsstand, eine Teilnahme am Training nur mit einem tagesaktuellen negativen Testergebnis möglich ist, wird es für viele Jugendliche kaum möglich sein aufgrund mangelnder Kapazitäten der kostenfreien Testzentren und fehlender Termine dem Training beizuwohnen. Mit welchen Maßnahmen will der Senat verhindern, dass seine Öffnungsankündigung lediglich ein Lippenbekenntnis, weil in der Praxis kaum umsetzbar, ist?

Wie behandelt der Senat die Altersfrage, da bei den von einer möglichen Öffnung bezeichneten Trainingsgruppen der C-Jugend auch Jugendliche im Alter von 15 Jahren betroffen sind?

Wie wird gewährleistet, dass die Vertreter:innen der Sportämter frühzeitig von den Beschlüssen in Kenntnis gesetzt werden, um eine direkte Umsetzung auf den Plätzen sicher zu stellen?

„Nicht zuletzt fordern wir die Einbeziehung des Sports in die Beratungen, um abzuklären, ob die Vereine nicht auch Teil der Teststrategie sein können. Darüber hinaus muss dringlichst die Finanzierungsfrage der Tests geklärt werden. Wenn der Senat einen kostenfreien Schnelltest pro Woche anbietet und gleichzeitig für unsere Jugendlichen die Sportplätze öffnet, dann muss der Senat auch sicherstellen, dass alle Jugendlichen die Möglichkeit haben, sich nach Monaten der Passivität endlich wieder im Freien in ihren Vereinen zumindest einmal in der Woche bewegen können“, sagt Schultz.

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