Protesttag am 5. Mai: Berliner Fußball inklusiv(er)!

Der im Jahr 1992 ins Leben gerufene Aktionstag verfolgt das wichtige Ziel, die rechtliche Grundlage für die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu schaffen. Foto: AdobeStock/BFV.

Der BFV beteiligt sich an dem Aktionstag und setzt sich für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Berliner Fußball ein.

Der 5. Mai ist der Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. An diesem Datum soll unter anderem auf die UN-Behindertenrechtskonvention aufmerksam gemacht werden, die die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben und somit auch am Sport gesetzlich vorschreibt.

Der Berliner Fußball-Verband (BFV) möchte dieses Datum nutzen, um seiner gesellschaftlichen aber auch gesetzlich verankerten Verantwortung gerecht zu werden und für eine Gleichstellung von Menschen mit Behinderung einzustehen.

„Wir nehmen den heutigen Protesttag zum Anlass, um eine Teilhabe von Menschen mit Behinderung in der Berliner Fußballfamilie einzufordern. Als Verband sind wir dabei vor allem auf unsere Mitgliedsvereine angewiesen. Wir rufen dazu auf, inklusive und spezifische Angebote für alle Menschen zu schaffen und versichern dabei die Unterstützung durch den BFV. Für eine Gleichstellung aller im Sport ist noch ein weiter Weg zu gehen. Wir wollen gemeinsam unseren Beitrag leisten und Fußball in Berlin für jeden zugänglich machen.“, sagt Karl Felix Heinz, Inklusionsbeauftragter des BFV.

Etablierung inklusiver Strukturen im BFV

Nach wie vor existieren für Menschen mit Behinderung viele Barrieren, die eine Teilhabe am organisierten Sport erschweren. Um diese Hindernisse zu überwältigen setzt sich der BFV seit vielen Jahren für inklusivere Strukturen im Berliner Fußball ein. Der Verband setzt hierbei auf stetige Entwicklungen in den Bereichen Spielbetrieb, inklusive und spezifische Sportangebote, Qualifizierung, Öffentlichkeitsarbeit und Barrierefreiheit, um die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu gewährleisten.

Neben dem generellen Engagement für die Teilhabe aller Menschen am Berliner Fußball startete der BFV unter dem Namen „Raus aus dem Abseits. Berliner Fußball-Verband 2020 inklusiv(er)!“ zum 1. Februar 2020 ein durch die Aktion Mensch gefördertes Projekt, das folgende Ziele verfolgt:

  • Etablierung und Ausrichtung eines inklusiven Turnier-Spielbetriebs.
  • Bekanntmachung von Walking Football im Berliner Raum als Möglichkeit einer altersgerechten und vor allem inklusiven Fußballvariante, die Ausrichtung eines Turnier-Betriebs und die Vorbereitung eines Ligabetriebs.
  • Entwicklung und Durchführung von Qualifizierungsangeboten zu inklusivem Fußball und Walking Football.
  • Entwicklung von barrierefreiem Informations- und Qualifizierungsmaterial.

Das übergeordnete Ziel des BFV ist es, Menschen mit Behinderung die Teilnahme an den unterschiedlichen Fußballangeboten der zahlreichen Berliner Vereine zu ermöglichen. Viele wichtige Hinweise zum Thema Inklusion und Fußball für Menschen mit Behinderung sowie Angebote, Ansprechpartner und Projekte sind auf der Webseite des BFV zu finden.