Berliner Fußballfest feiert gelungenes Comeback

Unter Moderation von Matze Brandt eröffneten Gerd Liesegang (l.) und Christian Gaebler (r.) das 3. Berliner Fußballfest. Foto: Konstantin Bahnsen.

Nach dreijähriger Pause fand die Veranstaltung, die unter dem Motto „Für Fairplay und Toleranz“ stand, zum dritten Mal statt.

Trotz regnerischen Wetters fanden am Samstag, den 9. September 2017 circa 1500 Menschen den Weg zum Sportforum Hohenschönhausen. Die Besucher konnten sich über ein volles Bühnenprogramm, mehrere Informations- und Aktionsstände sowie spannende Fußballturniere freuen.

„Vorurteile überwinden und Gemeinsamkeiten finden“

Moderator des Fußballfests war Matze Brandt von Radio ENERGY. Dieser bat am Vormittag Staatssekretär Christian Gaebler, der gleichzeitig auch Schirmherr der Veranstaltung war sowie BFV-Vizepräsident Gerd Liesegang zur offiziellen Eröffnung auf die Bühne. Gaebler hob die Bedeutung des Sports für den gemeinschaftlichen Umgang hervor: „Der Fußball stellt zwar einen Wettbewerb dar, soll aber auch verbinden. Sport ist der beste Rahmen, in dem man Vorurteile überwinden und Gemeinsamkeiten finden kann.“ Gaebler hält es für wichtig, dass alle im Sport Aktiven „durch Fairplay, Toleranz und Respekt zeigen, dass alle Menschen, unabhängig vom religiösen oder kulturellen Hintergrund, akzeptiert werden.“

Gerd Liesegang verkündete, man wolle mit dem Berliner Fußballfest „gemeinsam ein Zeichen für Fairplay und Toleranz setzen.“ In den letzten Jahren habe man mit Erfolg daran gearbeitet, dass Gewalt und Respektlosigkeiten auf Fußballplätzen und am Spielfeldrand abnehmen. Diesen Weg wolle man weitergehen.

Informationen, Musik und Tanz

Das Berliner Fußballfest trug die Botschaft für ein faires Miteinander nach außen. Gründer von Kampagnen nutzten dies, um sich vorzustellen. So sprachen Vertreter von „Berliner Sport – Rund um fair“ und „Berlin gegen Nazis“ über ihre Tätigkeiten und Ziele. Während die Kampagne „Berliner Sport – Rund um fair“ über Missstände im Herstellungsprozess von Sportartikeln aufklärt, setzt sich „Berlin gegen Nazis“, gefördert vom Berliner Senat, gegen Rechtsextremismus und Rassismus ein.

Des Weiteren gaben die „Streetbeatz“ ihre Breakdance-Künste zum Besten und luden die Kinder zum Mitmachen ein. Ballartist Kevin Buchert zeigte auf der Bühne, wie gut er mit dem runden Leder umgehen kann und sorgte so für staunende Blicke. Für ein musikalisches Highlight sorgte die Berliner Band „Aunt Sally“ am Nachmittag.

Spaß stand im Vordergrund

Auch der Fußball selbst kam nicht zu kurz: Auf zwei Fußballfeldern wurden während des gesamten Tags Turniere von F- und E-Jugendmannschaften sowie das FUSSBALL GRENZENLOS U15-Turnier ausgerichtet. Die Spiele verliefen fair und ruhig – auf und neben dem Platz. Giuliano (10) nahm als Spieler am Turnier teil: „Es hat großen Spaß gemacht. Zwischen den Spielen wurde es durch die Hüpfburg und die Torwand nie langweilig.“

Auch Max Bischoff, Trainer der 1. E-Jugendmannschaft von Askania Coepenick, zog ein positives Fazit aus der Veranstaltung: „Das Turnier war super organisiert, die Kinderschiedsrichter haben einen tollen Job gemacht und auch die Eltern haben sich am Spielfeldrand gut verhalten.“

Auch im jährlich stattfindenden Duell zwischen Pfarrern und Imamen wurde Fairplay gelebt. Die Spieler verstanden sich sichtlich gut und lachten viel gemeinsam auf dem Platz. Die Pfarrer konnten das Spiel mit 3:2 für sich entscheiden.

Impressionen des Fußballfests für Fairplay und Toleranz sind im Bilderarchiv zu sehen.