Beirat beschließt Neuerungen

Alle vom BFV-Beirat beschlossenen Änderungen auf einen Blick. Foto: BFV

Auf der Beiratssitzung am 1. Dezember 2014 wurden einige Veränderungen beschlossen, die teilweise ab sofort, teilweise aber auch erst zur neuen Saison 2015/16 in Kraft treten. Hier können Sie wichtigsten Neuerungen nachlesen.

 In der Beiratssitzung am vergangenen Montag sind wieder einige Änderungen beschlossen worden. Betroffen sind verschiedenste Bereiche rund um den Spielbetrieb innerhalb des BFV. Die wichtigsten Neuerungen sind hier aufgeführt:

Pyrotechnik (§ 38 Ziffer 1q Rechts- und Verfahrensordnung und Ziffer 4.1 der Richtlinien für Ordnung und Sicherheit)

Der neu hinzugekommene § 38 Ziffer 1q untersagt das Mitbringen und Benutzen von gefährlichen Gegenständen (Pyrotechnik, Waffen jeder Art etc.) zu jeglichen städtischen Sportanlagen. Der Verstoß stellt einen Straftatbestand dar. Ziel ist es, vor allem Pyrotechnik-Vergehen besser ahnden zu können. Die Änderung tritt ab sofort in Kraft.

Spielberichtsbogen (§ 14 Ziffer 4 Spielordnung)

Der Platzverein ist für die Zuteilung des Spielberichtsbogens innerhalb von sieben Tagen an die BFV-Geschäftsstelle verantwortlich. Die bisherige Regelung, bei Nichteinhaltung der Frist das Spiel mit einem 0:6 gegen den Platzverein zu werten, tritt außer Kraft. Stattdessen wird das Spiel mit dem bekannt gebenden Ergebnis gewertet. Dem Platzverein sind nach Ablauf der Frist drei Punkte abzuziehen. Die Änderung tritt am 1. Juli 2015 in Kraft.

Aufstiegsberechtigungen (§ 19 Ziffer 2 Spielordnung)

Da es in der Vergangenheit die Situation gab, dass eine aufstiegsberechtigte, 2. Mannschaft eines Vereins nicht in die nächsthöhere Spielklasse wechseln konnte, da man somit höher gespielt hätte, als die 1. Mannschaft des Vereins, wurde nun eine Änderung vorgenommen:
Nimmt ein Verein mit zwei Herren- oder Frauenmannschaften am Spielbetrieb der 1. und 2. Herren oder Frauen teil, so wird die höherklassig spielende Mannschaft als 1. Mannschaft, die unterklassige als 2. Mannschaft bezeichnet. Dies gilt auch für den Fall des Aufstiegs der 2. Mannschaft. Das Spielen in der gleichen Spielklasse ist möglich, wenn in dieser mindestens zwei Staffeln existieren. Dabei sind beide Mannschaften aufstiegsberechtigt. Die Änderung tritt ab sofort in Kraft.

Landespokalteilnahme (§ 22 Ziffer 1 Spielordnung)

Die Teilnahme am Landespokal der Frauen und Herren bleibt verpflichtend. Nur wenn ein Verein wegen seiner DFL/DFB-Spielklassenzugehörigkeit mit einer Mannschaft für den laufenden DFB-Vereinspokal qualifiziert, kann keine weitere Mannschaft für den Landespokalwettbewerb der 1. Mannschaft gemeldet werden. Die Änderung tritt am 1. Juni in Kraft.

Pokalteilnahme (§ 23 Ziffer 1 Spielordnung)

Auf Wunsch der Vereine ist die Teilnahem an folgenden, gesonderten Pokalspielen freiwillig: 2. Herren, untere Herren ab 3. Mannschaften, Senioren Ü32 11er, Frauen 7er, Altliga Ü40 11er, Altliga Ü40 7er, Altliga Ü50, Altliga Ü60, untere Frauen 11er ab 2. Mannschaften und Futsal. Die Änderung tritt am 1. Juni 2015 in Kraft.

Aufstiegsrecht (§ 26 Ziffer 1 Spielordnung)

Der unwiderrufliche Verzicht auf das direkte Aufstiegsrecht und das Recht zur Teilnahme an Entscheidungs- und Relegationsspielen ist ab sofort bis zum 15. Mai des Spieljahres schriftlich gegenüber der spielleitenden Stelle zu erklären. Bei einer nachträglichen Verzichterklärung werden der jeweiligen Mannschaft für die neue Saison drei Punkte abgezogen.Die Änderung tritt ab sofort in Kraft.

Rotsperre (§ 34 Spielordnung)

Die Formulierungen in der Spiel-, Rechts- und Verfahrensordnung waren nicht eindeutig, was die Rechtsfolgen nach einer Roten Karte angeht. Daher wurde die Formulierung aus der Rechts- und Verfahrensordnung übernommen:
Ein vom Schiedsrichter in einem Pflichtspiel mit Roter Karte auf Dauer des Feldes verwiesener Spieler ist grundsätzlich solange gesperrt, bis eine Entscheidung der spielleitenden Stelle oder durch das entsprechende Rechtsorgan vorliegt.
Der Spieler ist für das dem Feldverweis folgende, tatsächlich durchgeführte Pflichtspiel seiner Mannschaft in jedem Fall gesperrt. Bis dahin ist er auch für alle anderen Pflichtspiele seines Vereins gesperrt. Eine Abkürzung dieser Pflichtspielsperre ist unzulässig. Er erlangt jedoch nach dem auf die automatische (vorstehende) Sperre folgende Pflichtspiel seiner Mannschaft seine Spielberechtigung wieder, falls bis zu diesem Zeitpunkt keine Entscheidung der spielleitenden Stelle (§ 2 Ziffer 1 SpO) oder des entsprechenden Rechtsorgans vorliegt. Automatische Sperren sind nicht anfechtbar. Die Änderung tritt ab sofort in Kraft.

Junioren (§ 4 Ziffern 1.6 und 1.7 Meldeordnung)

Im Punkt Zweitspielrecht gleicht sich die BFV-Jugendordnung der gleichlautenden DFB-Jugendordnung § 43, Ziffer 5 an: Einer Spielerin, deren Stammverein der B-Juniorinnen-Bundesliga angehört, ist auf Antrag des aufnehmenden Vereins für jeweils eine Spielzeit ein Zweitspielrecht für eine Juniorenmannschaft eines anderen Vereins zu erteilen,wenn

> die Spielerin auf der Spielberechtigungsliste der B-Juniorinnen-Bundesliga Mannschaft ihres Stammvereins steht und

> in ihrem Stammverein für sie nach den Feststellungen des Jugendausschusses keine alters- und leistungsgerechte Spielmöglichkeit in einer Juniorenmannschaft besteht und

> der gesetzliche Vertreter der Spielerin dieser Sondergenehmigung schriftlich zustimmen und

> der/die für die weibliche Talentförderung zuständige Verbandstrainer/in sein/ihr positives Votum erteilt hat.

Das Zweitspielrecht kann frühestens ab dem 1. Juli und bis spätestens zum 31. Januar des jeweiligen Spieljahres mit Zustimmung des Stammvereinsvereins beantragt werden. Das Zweitspielrecht wird bis zum Ende des laufenden Spieljahres erteilt. Die Spielberechtigung für den Stammverein bleibt weiter bestehen.

Der BFV kann Junioren/innen in ihren Spielklassen unter den nachfolgenden Voraussetzungen für jeweils ein Spieljahr ein Zweitspielrecht erteilen.
1. Es ist ein Antrag zu stellen, dem beide Vereine, der gesetzliche Vertreter des Spielers/der Spielerin und die zuständigen Verbandsausschüsse zustimmen.
2. Für landesverbandsübergreifende Spielklassen darf ein Zweitspielrecht nur erteilt werden, wenn der Antrag einschließlich der erforderlichen Zustimmungen bis zum 31. Januar eines Jahres bei dem für die Erteilung zuständigen Mitgliedsverband eingeht.
3. Die Erteilung eines Zweitspielrechts ist möglich für Junioren/innen,

> a. deren Stammverein in ihrer Altersklasse keine Mannschaft gemeldet hat;
> b. deren Stammverein in ihrer Altersklasse über zu viele Spieler/innen verfügt;
> c. die an wechselnden, verbandsübergreifenden Aufenthaltsorten (z.B. wegen getrennt lebender Eltern) leben;
> d. nur für Juniorinnen, deren Stammverein in ihrer Altersklasse auch keine männliche Mannschaft gemeldet hat oder keine leistungsgerechte Möglichkeit bietet, in einer Jungen- und Mädchenmannschaft zum Einsatz zu kommen. Wird in einem Fall nach a. oder b. ein Zweitspielrecht erteilt, verlieren die Junioren/innen in ihren Stammverein die Spielberechtigung für Mannschaften ihrer Altersklasse.

4. Die Erteilung eines Zweitspielrechts nach Ziffer 3 darf nicht dazu führen, dass Junioren/innen die Spielberechtigung für Mannschaften zweier Vereine erhalten, die im Meisterschaftsspielbetrieb gegeneinander antreten.
5. Ein/e Junior/Juniorin kann pro Spieljahr nur einmalig ein Zweitspielrecht erwerben, ein zweiter Antrag ist nicht zulässig.
6. In einer Mannschaft dürfen bis zu max. 4 Spieler/innen zum Einsatz kommen, die durch ein Zweitspielrecht für diese Mannschaft eine Spielerlaubnis besitzen. Die Änderungen treten zum 1. Juli 2015 in Kraft.

Antrag auf Spielberechtigung (§ 4 Ziffer 2.9 Meldeordnung)

Der BFV ist berechtigt, bei Anträgen auf Spielberechtigung, die online gestellt wurden, jederzeit die dazugehörigen Unterlagen vom Verein abzufordern. Wird bei der Überprüfung festgestellt, dass bei der Antragsstellung vorsätzlich oder grob fahrlässig falsche Angaben gemacht oder kommt der Verein der dritten Aufforderung des BFV nicht fristgemäß nach, ist das Spielrecht rückwirkend bis zum Tage der Antragstellung zu entziehen. Des Weiteren werden alle bis dahin in dieser Saison ausgetragenen Punktspiele, an denen der/die Spieler/in mitgewirkt hat, als verloren und dem jeweiligen Gegner mit drei Punkten und 6:0 Toren als gewonnen gewertet. Hat der/die Spieler/in an einem Pokalspiel teilgenommen, scheidet die betroffene Mannschaft aus dem laufenden Pokalwettbewerb aus, ohne dass dabei eine andere Mannschaft nachrückt; § 21 Ziffer 4d SpO bleibt davon unberührt.
Alle Fälle nach Absatz 2 sind an das Sportgericht abzugeben. Der Staffelleiter ist nicht länger für die Erteilung bzw. Rücknahme von Spielrechten zuständig. Die Änderung tritt ab sofort in Kraft.

Juniorinnen (§ 13 Ziffer 12 Jugendordnung)

In Zukunft können auch Juniorinnen derselben Altersklasse am B-Junioren-Spielbetrieb teilnehmen. Für B- und C-Juniorinnen muss dafür die Zustimmung eines gesetzlichen Vertreters beim Verein vorliegen. Die Änderung tritt ab 1. Juli 2015 in Kraft.

Juniorinnen (§ 13 Ziffer 13 Jugendordnung)

In Zukunft können im Sonderfall einzelne Juniorinnen in der nächst niedrigeren Altersklassen der Junioren (nicht Juniorinnen) am Spielbetrieb teilnehmen, wenn der gesetzliche Vertreter sowie die Spielerin der Sondergenehmigung schriftlich zustimmen und der für die weibliche Talentförderung zuständige Verbandstrainer zustimmt. Die Spielerin muss zudem bereits 10 Auswahlspiele absolviert haben. Die Änderung tritt ab 1. Juli 2015 in Kraft.

Stammspielerregelung (§ 16 Ziffer 3 Jugendordnung)

Es dürfen jeweils höchstens drei Junioren in der nächsthöheren Altersklasse mitwirken (z.B. drei D-Junioren bei C-Junioren-Mannschaft). Kehren entsprechende Spieler nach dem 1. April Spieljahres in ihre ursprüngliche Altersklasse zurück, gilt die gleiche Stammspielerregelung. Die Änderung tritt ab 1. Juli 2015.

Sonderbestimmungen für Spiele auf Kleinfeld (Anhang zur Jugendordnung)

Die Spieldauer bei Kleinfeldspielen der A- bis C- Junioren beträgt in Zukunft 2 x 35 Minuten + 10 Minuten Halbzeitpause. Bei einer 8er Mannschaft müssen mindestens 6 Spieler einschließlich Torwart, bei einer 7er Mannschaft mindestens 5 Spieler spielbereit sein. Die Änderung tritt ab 1. Juli 2015 in Kraft.

Spielumlegungen (§ 15 Ziffer 1 Jugendordnung)

Durch die Streichung der Ziffer 1 sind auch in der Jugend ab 1. Juli 2015 Spielumlegungen nur noch über das DFBnet-Modul SpielumlegungOnline zulässig.

Vereins-Schiedsrichter-Obmann (§ 7 Ziffer 1 Schiedsrichterordnung und § 3 Ziffer 10 Spielordnung)

Im Rahmen der Umstrukturierung des Schiedsrichterbereichs im BFV soll die Position des Vereins-Schiedsrichter-Obmanns offiziell eingeführt werden. Ziel ist es, innerhalb der Vereine einen festen Ansprechpartner für alle Schiedsrichterangelegenheiten benannt zu bekommen. Als dem BFV gemeldete Vereins-Schiedsrichter-Obleute zählen Personen, die ihrem Verein mindestens fünf Schiedsrichter betreuen und die Voraussetzungen des § 7 Ziffer 1 SRO in Verbindung mit § 3 Ziffer 10 SpO erfüllen. Die Funktion des Vereins-Schiedsrichter-Obmanns kann nur für den Verein ausgeübt werden, für die die Person auch als Schiedsrichter im Sinne des § 7 Ziffer 1 SRO tätig ist. Ein anerkannter Vereins-Schiedsrichter-Obmann wird für den Verein bei der Soll/Ist-Rechnung als ein Schiedsrichter zusätzlich berechnet. Die Änderung tritt ab sofort in Kraft.

Schiedsrichter (§ 7 Ziffern 2 und 9 Schiedsrichterordnung)

In Zukunft können Kinder in Ausnahmefällen bereits ab dem 12. Lebensjahr Schiedsrichter werden. Für Bewerber ab Vollendung des 18. Lebensjahres ist die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses verpflichtend. Auch Schiedsrichter, die in den Bereichen der Junioren/innen, im Frauenbereich, im Bereich des Schulfußballs oder über das Zweitspielportal Ansetzungen zu Spielen erhalten wollen, sind zur Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses verpflichtet. Das erweiterte Führungszeugnis muss nach Ablauf von vier Jahren erneuert werden.

Zahlungsverfahren (§ 30 Ziffer 4 und § 51 Ziffer 3 Rechts- und Verfahrensordnung, § 3 Ziffer 1c Meldeordnung)

Die Stellung von Anträgen und die Einlegung von Rechtsbehelfen ist gebührenpflichtig, sofern keine ausdrückliche Befreiung vorgesehen ist. Die Gebühren sind regelmäßig mit dem Antrag bzw. dem Rechtsbehelf in bar oder per Überweisung an den BFV zu entrichten. Bei Überweisungen muss die Gebühr innerhalb der Rechtsmittelfrist dem Konto des BFV gutgeschrieben sein. Die Möglichkeit zum Einzug von Geldern (Lastschrift) wird es ab dem 1. Januar 2015 nicht mehr geben. Das gilt auch, wenn einem Spieler im Falle eines Vereinswechsels eine neue Spielberechtigung ausgestellt werden soll. Die Bearbeitungsgebühr ist vom aufnehmenden Verein nun in bar oder per Überweisung an den BFV zu zahlen. Die Möglichkeit der Lastschrift ist nicht mehr gegeben.