Veranstaltungen

Die rund 140 Mädchen hatten jede Menge Spaß beim Sepp-Herberger-Tag. Foto: N. Streubel-Raidt.

Die rund 140 Mädchen hatten jede Menge Spaß beim Sepp-Herberger-Tag. Foto: N. Streubel-Raidt.

Auch am Ball wussten die jungen Teilnehmerinnen zu überzeugen. Foto: N. Streubel-Raidt.

Auch am Ball wussten die jungen Teilnehmerinnen zu überzeugen. Foto: N. Streubel-Raidt.

09.12.2015

Sepp-Herberger-Tag ein voller Erfolg

Bereits zum vierten Mal fand Anfang Dezember das Mädchen-Fußball-Turnier in Marzahn-Hellersdorf statt. 22 Teams aus Berliner Grundschulen und deren Mädchen-Schulprojekte nahmen an der eindrucksvollen Veranstaltung teil.

Das vom BFV-Mädchenfußballprojekt „Alle kicken mit!“ organisierte Turnier eröffnete die Projektleiterin Franziska Rein am Nachmittag des 2. Dezembers. Sie begrüßte die zahlreich erschienenen Grundschulmädchen, die Ehrengäste und die Zuschauer, die den Weg in die Sporthalle der Rudolf-Virchow-Oberschule gefunden hatten.

Mädchen beeindruckten das Publikum

Auf drei Spielfeldern standen sich in den kommenden Stunden Schulmannschaften aus Marzahn-Hellersdorf, Kreuzberg, Neukölln und Wedding gegenüber, um ihrem Spaß am Fußball im Rahmen eines gemeinsamen Turnieres Ausdruck zu verleihen. Drei Turniersieger sollten zwischen den Teams der 1./2. Klassen, der 3./4. Klassen sowie der 5./6. Klassen ermittelt werden.

Der ganze Tag stand im Zeichen des Mädchenfußballs. Wer hier als Zuschauer vielleicht vorher Skepsis über die Spielfähigkeit der rund 140 Mädchen hatte, wurde schnell eines Besseren belehrt. In durchaus emotionalen Spielen, bei denen der Fairplay-Gedanke stets zum Vorschein kam, bewunderten alle die guten spielerischen Fähigkeiten der Mädchen. Auch die Referentin für Mädchenfußball des BFV, Christine Lehmann, war bei der Veranstaltung zu Gast und äußerte sich beeindruckt vom Können der Spielerinnen: „Die Mädchen spielen wirklich toll. Sobald der Ball auf dem Feld liegt, wollen alle Mädchen nur noch Fußball spielen“. In den achtminütigen Partien kam die Spielform „vier gegen vier“ zum Einsatz. Die Turnierleitung verzichtete auf feste Torhüterinnen, um möglichst alle Mädchen aktiv am Spielgeschehen teilnehmen zu lassen.

Turbine Potsdam-Spielerinnen als Ehrengäste

Auch zwei Bundesligaprofis von Turbine Potsdam waren beim Sepp-Herberger-Tag zu Gast: Inka Wesely und Johanna Elsig. Die Teilnehmerinnen des Turnieres nutzten die Spielpausen und kamen freudestrahlend mit den großen Vorbildern ins Gespräch. Johanna Elsig war zum ersten Mal bei dem Turnier für die Berliner Mädchen dabei und schilderte ihre Eindrücke wie folgt: „Das Turnier ist eine gute Sache für den Fußball. Ich habe damals genauso angefangen. Besonders positiv zu erwähnen ist auch, dass viele Mädchen mit Migrationshintergrund dabei sind.“

Inka Wesely, die bereits mehrfach beim Sepp-Herberger-Tag in Marzahn vor Ort war, zeigte sich wieder einmal ziemlich beeindruckt vom Turnier. „Die Kinder sind immer wieder sehr dankbar“, sagte Wesely. Die Deutsche Meisterin von 2012 weiter: „Es ist schön zu sehen, wie sich dieses Turnier entwickelt hat - immer mehr Mannschaften nehmen teil. Hier geht ganz schön die Post ab“.

Für die Mädchen gab es während des Turnieres die Möglichkeit, auf einem großen Transparent die Frage „Was ist Fußball für dich?“ zu beantworten. Die Bundesligaspielerinnen von Turbine Potsdam machten dabei den Anfang: „Emotionen und pure Leidenschaft“ schrieb Johanna Elsig auf das Transparent. „Fußball macht Spaß“ und „Fußball ist mein Leben“ oder „Fußball ist, wo man zusammenhält“ waren einprägsame Gedanken, welche die jungen Mädchen aufgeschrieben hatten.

Kinder unterstützten sich lautstark in den Spielen

Je näher die K.O. - Phase und die Endspiele kamen, desto lauter wurde es auch in der Rudolf-Virchow-Halle. Die Mädchen feuerten sich untereinander an und auch die Übungsleiterinnen und Übungsleiter der Mannschaften zeigten Emotionen. Das Turnier gestaltete sich zu keinem Zeitpunkt unfair, nach jedem Finalspiel klatschten sich die Mannschaften gegenseitig ab. Die Lehrkräfte und Übungsleitungen lebten dabei stets den Fairplay-Gedanken vor.

Die Finalspiele des Turnieres sollten dem Publikum jede Menge Spaß und Spannung bieten. Am Ende setzte sich bei den 1. und 2. Klassen die Hermann-Boddin-Schule aus Neukölln als Sieger durch. Die Löwenzahn-Grundschule aus Neukölln gewann bei den Klassen 3 und 4 sowie 5 und 6. Allerdings: Alle teilnehmenden Schulen der jeweiligen Klassen waren Sieger! Das gezeigte Engagement würdigte der BFV bei der Siegerehrung entsprechend durch tolle Präsente. Natürlich ging kein Mädchen leer aus und jedes erhielt eine Medaille sowie ein Mädchenfußball T-Shirt. Die erstplatzierten Teams bekamen eine Einladung zu einem Bundesliga-Spiel ihrer Wahl von Turbine Potsdam. Für die zweit- und drittplatzierten Mannschaften überreichte der BFV Fußbälle, die die Bundesligaprofis von Turbine Potsdam signiert hatten.

Ein großer Dank gilt allen Beteiligten, insbesondere den vielen ehrenamtlichen Helfern, die diesen einzigartigen Tag erst ermöglichten. Für die Mädchen gab es während des kompletten Turnieres die Möglichkeit, sich am Buffet mit frischem Obst und Gemüse sowie Getränken zu stärken.

Folgenden Schulen nahmen am Sepp-Herberger-Tag teil:

1./2. Klasse:
Wilhelm-Busch-Grundschule, Hermann-Boddin-Schule, Paavo-Nurmi-Grundschule, Karl-Friedrich-Friesen-Schule, Löwenzahn-Grundschule

3./4. Klasse:
Löwenzahn-Grundschule, Rudolf-Wissell-Grundschule, Schule in der Köllnischen Heide, Hermann-Boddin-Schule, Friedrichsfelder Grundschule, Grundschule am Bürgerpark, Grundschule am grünen Stadtrand, Grundschule unter dem Regenbogen, Bücherwurm-Schule am Weiher

5./6. Klasse:
Löwenzahn-Grundschule, Friedrichsfelder Grundschule, Pusteblume-Grundschule, Hermann-Boddin-Schule, Bücherwurm-Schule am Weiher, Schule in der Köllnischen Heide, Clara-Grunwald-Grundschule, Grundschule unter dem Regenbogen

Hier geht es zur Bildergalerie der Veranstaltung.

Die Ergebnisse aller Altersklassen gibt es hier zum Nachlesen.

nsr/BFV