Soziales

Die strahlenden Sieger des BFV-Preises 2013. Foto: sr Pictures Sandra Ritschel

Die strahlenden Sieger des BFV-Preises 2013. Foto: sr Pictures Sandra Ritschel

10.06.2013

Vereine mit BFV-Preis ausgezeichnet

Am Montagabend erhielten insgesamt acht Berliner Fußballvereine den 1. BFV-Preis. Die Preisverleihung fand in den Räumlichkeiten der Berliner Stadtreinigungsbetriebe statt.

In vier Kategorien zeichnete der Berliner Fußball-Verband die Vereine aus, deren gesellschaftliches Engagement über die reine Organisation des Spielbetriebs hinausgeht. Der BFV-Preis wird von den Berliner Stadtreinigungsbetrieben (BSR), der Unternehmensgruppe Gegenbauer und von der Rechtsanwaltskanzlei Grawert und Partner gestiftet und ist mit Geld- und Sachpreisen dotiert.

„Engagement gar nicht hoch genug bewertet werden“

BFV-Präsident Bernd Schultz betonte die Bedeutung der gesellschaftlichen Arbeit: „Soziales und gesellschaftliches Engagement wird bereits von sehr vielen Berliner Fußballvereinen praktiziert. Die Vereine leisten Vorbildliches und sorgen für ein verständnisvolles Für- und Miteinander auf dem Fußballplatz und damit in unserer Gesellschaft. Dieses Engagement kann gar nicht hoch genug bewertet werden.“

Hertha BSC erhielt für sein Lernzentrum für sozial-und bildungsbenachteiligte junge Erwachsene ebenso einen Ehrenpreis, wie der BFC Dynamo für das Projekt Fußball-Kita, in dem die Kinder einmal in der Woche von den Kindertagesstätten abgeholt werden, um an den speziell konzipierten Fußballtrainingsstunden teil nehmen zu können.

Soziales Engagement

In der Kategorie „Soziales“ wurde SV Adler Berlin für den erfolgreichen Aufbau eines Fußballangebotes für Kinder mit körperlicher Behinderung oder Verhaltensauffälligkeiten mit dem ersten Platz belohnt. Den zweiten Platz belegte SV Empor Berlin für die Organisation einer „Kita EM“ und seinen Engagement mit dem Kooperationspartner LSVD bei den jährlichen „Respect Gaymes“ im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark.

Integrative Arbeit

Besonderes Integratives Engagement zeigte der Verein NSC Marathon, der mit seinen Aktionen zur Integration durch Sport, die der Verein vor allem auch außerhalb des Platzes lebt, auf sich aufmerksam machte. Den zweiten Platz belegte Türkyiemspor Berlin. Der Verein hat im Rahmen der Veranstaltungswoche neben einem Fußball-Gedächtnisturnier zum Gedenken an Hatun Sürücü, die von ihrem Bruder ermordet wurde, auch eine Podiumsdiskussion zum Thema „Rolle der Frauen“ organisiert und erfolgreich durchgeführt.

Innovatives Vereinsleben

Im Bereich „innovatives“ überzeugte vor allem FSV Hansa 07 als gelungenes Beispiel für positive Weiterentwicklung der Vereinsarbeit im Rahmen von sozialen Projekten die Jury. Der Verein veranstaltete in Kooperation mit den „Champions ohne Grenzen“ einer Organisation, die sich für Asylsuchende in Berlin einsetzt, den „Kick out Racism Cup“ in Kreuzberg. Außerdem beteiligte er sich an der Aktion Aktion „Bunte Ballons gegen Braun“ und setzt sich seit Jahren tatkräftig gegen Rassismus und Rechtsextremismus ein. Als zweiter Sieger wurden die aktiven Fans von Tennis Borussia ausgezeichnet, die ein Zeichen gegen Homophobie im Fußball setzten. Der Verein kooperiert mit dem Projekt „soccersound“ vom LSVD, um auch bundesweit für Aufklärung zu sorgen.

Nach den Ehrungen tauschten sich die Vereinsvertreter und Verantwortlichen des Berliner Fußball-Verbandes über die einzelnen Projekte aus und besprachen, wie man sich auch in Zukunft weiter effektiv für die Gesellschaft einbringen könnte.

Steven Gallrach