
DFB-Schiedsrichter Felix Zwayer unterstützte am Wochenende die BFV-Aktion 'Zeit zum Nachdenken: Kein Platz für Gewalt'. Foto: Stephan Nedela
Sonst steht er vor mehreren zehntausend Zuschauern auf dem Platz, am vergangenen Samstag waren es gerade einmal rund fünfzig. Die Rede ist von DFB-Schiedsrichter Felix Zwayer, der am Wochenende auf einen Berliner Sportplatz zurückkehrte und die Partie SV Blau Gelb II gegen GW Baumschulenweg in der Kreisliga B pfiff. Er unterstützte mit dieser ungewöhnlichen Maßnahme die Aktion des Berliner Fußball-Verbandes, um auf die zunehmende Gewalt auf dem Fußballplatz - insbesondere gegen Schiedsrichter - hinzuweisen.
Spielunterbrechung nach zehn Spielminuten
Auch Felix Zwayer unterbrach in der 10. Spielminute planmäßig die Partie. Während der Unterbrechung suchte er am Spielfeldrand das Gespräch mit den beiden Mannschaftführern und warb für mehr Toleranz und Respekt für die Berliner Schiedsrichter.
Aktionswochenende sollte auf Missstände hinweisen
In der noch jungen Saison musste der Berliner Fußball-Verband (BFV) bereits nach wenigen Spieltagen acht Spielabbrüche verzeichnen, von denen vier durch tätliche Angriffe auf Schiedsrichter resultierten. Diese Entwicklung und die Heftigkeit der jüngsten Vorkommnisse gegen einen BFV-Schiedsrichter veranlassten den BFV, ein deutliches Zeichen gegen Gewalt auf dem Fußballplatz zu setzen. Am Wochenende 21. bis 23. Oktober 2011 wurden deshalb sämtliche Pflichtspiele, die in die Zuständigkeit des BFV fielen, in der 10. Spielminute vom jeweiligen Schiedsrichter für fünf Minuten unterbrochen. Während dieser Maßnahme wurden die Mannschaften und das Umfeld auf die zunehmende Gewalt und den rauen Umgangston - insbesondere gegen Schiedsrichter - hingewiesen.
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