Kinder- und Jugendschutz - Hier endet das Spiel

Kinder- und Jugendschutz im Berliner Fußball-Verband

Seit vielen Jahren schon engagiert sich der BFV im Bereich des Kinder- und Jugendschutzes und zum Thema sexualisierte Gewalt. Dafür hat er bereits zahlreiche Kampagnen und Projekte ins Leben gerufen:

Mit der Sportjugend Berlin, der Landeskommission Berlin gegen Gewalt, der AOK Nordost, der Polizei Berlin und dem Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ hat der BFV starke Partner an seiner Seite, mit denen die Präventionsarbeit zur sexuellen Gewalt immer wieder in das Bewusstsein der Vereine und der Öffentlichkeit gerückt wurde und auch weiterhin wird.


Kampagne "Hier endet das Spiel"

Hier endet das Spiel!

Mit der neuen Kampagne „Hier endet das Spiel!“ wendet sich der Berliner Fußball-Verband mit seinen Partnern direkt an die Kinder- und Jugendlichen in den Berliner Fußballvereinen. Die Kampagne ist ein neuer Baustein in der Arbeit des BFV gegen sexualisierte Gewalt.

Mit Hilfe eines Informationsflyers sollen die Kinder- und Jugendlichen gestärkt und in einem Fall eines sexuellen Übergriffes ermutigt werden, sich zu wehren. Das Motto lautet „Sag ja zum Neinsagen“.

Des Weiteren wird in Kooperation mit allen Berliner Sportämtern in jeder Umkleidekabine/jedem Sportplatz in Berlin ein Informationsplakat auf Augenhöhe der Kinder und Jugendlichen gehängt.

Dieses Plakat enthält Tipps zum Kinderschutz:

  • Dein Körper gehört Dir!
  • Du kannst Dich auf Deine Gefühle verlassen!
  • Du entscheidest, welche Berührungen Dir angenehm sind!
  • Hab keine Angst davor, Dich zu wehren!
  • Du darsft NEIN sagen!
  • Du darfst Hilfe holen, auch wenn es Dir verboten wurde!
  • Geheimnisse, die Dir oder anderen schaden, darfst Du weitersagen!
  • Du trägst keine Schuld, wenn Dir Gewalt angetan wird!

Gemeinsam mit den Bundesligisten Hertha BSC und 1. FC Union Berlin soll auch bei den Heimspielen der Vereine auf die Kampagne hingewiesen werden.

Die Broschüre zum Kinder- und Jugendschutz liegt in der Geschäftsstelle aus und kann dort abgeholt werden!

Hier finden Sie das Pressegespräch zur Kampagnenvorstellung: Video Pressegespräch

Weitere Informationen und Hilfestellungen

LSB Berlin, Ansprechpartnerin ist Frau Iris Jensen: Kinderschutz im Sport


Spezielle Schulungsangebote zum Kinderschutz

Der BFV bietet im Rahmen der BFV-Qualifizierungsoffensive ein spezielles Schulungsangebot für den Bereich Kinderschutz im Sportverein an. Der BFV empfiehlt den zuständigen Jugendleitungen in Sportvereinen und Sportverbänden die Teilnahme an entsprechenden Bildungsveranstaltungen.
Wir möchten alle verantwortlichen, ehrenamtlichen und hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Kinderschutz sensibilisieren und für den Umgang in schwierigen Situationen qualifizieren!

Basisseminar

Themen: 

  • Was verstehen wir unter sexualisierter Gewalt?
  • Definition, Zahlen und Fakten
  • Täterstrategien
  • Einschätzung des Gefährdungsrisikos im Verein
  • Besondere Vorgehensweise bei Verdachtsfällen von sexualisierter Gewalt
  • Wie können sich Mitarbeiter selbst schützen?

Anhand von Fallbeispielen aus der Praxis von Sportvereinen und Diskussionen soll ein erster Überblick vermittelt werden.

Termine: 

  • Do., 19.03.2015, 18-21 Uhr (15-Z-00050)
  • Do., 18.06.2015, 18-21 Uhr (15-Z-00051)
  • Do., 19.11.2015, 18-21 Uhr (15-Z-00052)

LSB-Referentin: Iris Jensen

Ort: BFV-Geschäftsstelle

Anmeldung:

Landesleistungszentrum-Wannsee „Richard Genthe“
Kerstin Grünheit
Am Kleinen Wannsee 14
14109 Berlin

Tel.: 030-89 69 94 88
Fax: 030-805 27 80
kerstin.gruenheit@berlinerfv.de

Weitere Infos auch in der BFV-Broschüre "Qualifizierung im BFV 2015".


Erweitertes Polizeiliches Führungszeugnis (kostenlos)

Im April 2009 wurde eine Meldepflicht für alle tätigen Trainer im BFV eingeführt!
Diese sieht vor, dass sich die Berliner Fußballvereine von allen volljährigen Personen des Vereins, die mit Jugendlichen zu tun haben, ein aktuell erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorlegen lassen sollen.

Berliner Fußball-Verband als Vorbild

Der Berliner Fußball-Verband geht mit Vorbild voran und verlangt seit dem 1. Mai 2010 eine Überprüfung der persönlichen Eignung aller ehren- und hauptamtlich tätigen Personen durch die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses.

Antragstellung

Den Musterbrief können Sie sich hier herunterladen: Musterbrief Führungszeugnis

Einfach den Text auf den Vereinsbriefbogen kopieren, dem ehrenamtlichen Mitarbeiter aushändigen und damit dann das erweiterte Führungszeugnis beim Bürgeramt beantragen. 

Polizeiliches Führungszeugnis online beantragen

Bisher mussten in Berlin die Führungszeugnisse beim Bürgeramt persönlich beantragt werden. Nun ist dies auch online im Internetportal des Bundesamtes für Justiz möglich. Die Antragsteller benötigen hierzu lediglich einen neuen Personalausweis mit freigeschalteter Online-Funktion sowie ein Kartenlesegerät. Da nur wenige private Haushalte über ein Kartenlesegerät verfügen, könnten größere Vereine ein solches Gerät zentral für die ehrenamtlichen Mitarbeiter anschaffen, sodass die Antragsteller das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis über den Verein beantragen können.

Bezahlt werden kann entweder per Kreditkarte oder giropay-Verfahren. Besteht ein Anspruch auf Gebührenfreiheit, wie bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit für einen gemeinnützigen Verein, so kann der entsprechende Nachweis eingescannt und anschließend hochgeladen werden. Besitzt der Antragsteller keinen elektronischen Personalausweis, so ist weiterhin der Gang zum Bürgeramt notwendig.

Hier findet man weitere Informationen zum Antrag eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses.

Hier kann das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis online beantragt werden.

Kosten

Die Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses ist für Ehrenamtliche mit einem entsprechenden Hinweis auf der Bescheinigung kostenlos.

Download

Musterbrief Führungszeugnis


Anonymes Postfach

Der Berliner Fußball-Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, den BFV-Vereinen und deren Mitgliedern bei den gesellschaftlichen Herausforderungen unterstützend zur Seite zu stehen. Ob nun in Fragen der Prävention, Integration, des Rechtsextremismus oder Kinderschutzes: die Vereine werden heute mehr denn je vor soziale Aufgaben gestellt, die meist ohne professionelle Hilfe von externen Experten nicht zu stemmen sind. Um der Wichtigkeit dieser Herausforderungen Ausdruck zu verleihen, hat der BFV das so genannte "Anonyme Postfach" ins Leben gerufen.

Mit Hilfe dieses Postfaches kann der Besucher der BFV-Internetseite anonym mit dem Berliner Fußball-Verband in Kontakt treten und eine Fragestellung an den Verband richten.

Folgende Beispielfragen zeigen die Funktion des Postfaches auf:

  • Ein Spieler in meiner Mannschaft schottet sich immer mehr ab. Ich habe das Gefühl, dass etwas im privaten Umfeld nicht stimmt. Wie kann ich als Trainer dem Spieler helfen, ohne meine Kompetenz zu überschreiten?
  • Ich bin Homosexuell und muss feststellen, dass meine Mitspieler im Training Begriffe wie "Schwuler Pass" oder "Schwuchtel" verwenden, die mich verletzen. Wie kann ich dieses meinen Teamkollegen mitteilen, ohne mich gleich zu outen?
  • In meinem Verein hat die Mehrzahl der Mitglieder einen Migrationshintergrund. Leider kommt es aufgrund mangelnden Verständnisses immer wieder zu Konfliktsituationen zwischen deutschen und migranten Spielern. Wer kann mir helfen?
  • Ich glaube eine Pflichtverletzung meines Trainers erkannt zu haben. Wie kann ich dieses melden, ohne gleich einen offiziellen Verdacht aussprechen zu wollen?

Ausdrücklich nicht ist das Postfach für Fragen rund um dem Spielbetrieb gedacht. Sämtliche Anfragen zu Meldeangelegenheiten oder Spielpläne sind an die jeweiligen Ausschüsse zu richten. Wir bitten um Verständnis.


Stellen Sie hier Ihre Frage!

Fragen und Antworten

 


Pressegespräch zur Kampagnenvorstellung "Hier endet das Spiel"